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am 8. Januar 2011
Obwohl der äußerst selbstkritische Schubert von seinen Jugendquartetten nicht viel hielt, sind diese alles andere als vernachlässigbar. Sie sind zwar stark an Mozart und Haydn angelegt, aber Schuberts melodisches Reichtum, seine Neigung fürs Tänzerische, seine harmonische Vielfalt sind vom Anfang an zu spüren. Dazu kommt eine quasi orchestrale Behandlung des Streichquartetts, die ihn von seinen Vorgängern differenziert. Die drei großen Meisterwerke (a-moll D804, d-moll D.810 und G-Dur D.887), sowie der Quartettsatz c-moll D.703, haben zwar einen ganz anderen Anspruch, aber die ersten 11 für das Familien-Ensemble (aus welchem ein sehr respektables und erfolgreiches Amateur-Orchester herausging) komponierten Werke haben einiges zu bieten.

Das Stuttgarter Melos-Quartett, in de 70er Jahren Aushängeschild der Deutschen Grammophon (wie Alban Berg für EMI oder das Quartetto Italiano für Philips), hat eine sorgfältige Gesamtaufnahme eingespielt. Als erste haben sie nach der Gesamtausgabe gespielt und nicht nach dem Stimm-material, das oft, insbesondere für die frühen Quartette, fehlerhaft war (falsche Dynamik- oder Phrasierungsanweisungen, an die Exposition systematisch angeglichene Reprise usw ...). Dies ist somit die erste philologisch unantastbare Gesamtaufnahme.

Interpretatorisch ist sie auf dem gleichen Niveau. Die technisch nicht extrem schwierigen ersten Quartette werden mit viel Liebe dargeboten, was sich z.B. in der feinfühligen Differenzierung der Wiederholungen mit u.a. delikaten Verzierungen ausdrückt. Bei den großen Werken können sie aus dem Vollen schöpfen. Ihre Interpretation von D.887 ist nicht vernebelt sondern besticht mit klaren Konturen (leider fehlt hier die Wiederholung der Exposition im ersten Satz) bei D.810 und D.804 kombinieren sie klassische Klarheit mit romantischer Ausdrucksstärke, was besonders D.804 hervorragend bekommt.
Nur ab und zu in den frühen Quartetten (D.18 wo das einleitende Andante fast zu einem Adagio wird, der Anfangssatz vom D.87 ...) sind die Schwaben eine Spur zu schwermütig und etwas wienerische Leichtigkeit würde ihnen gut tun.

Seit dem Erscheinen dieser Aufnahme sind zwei weitere bemerkenswerte Gesamtaufnahmen erschienen (mit dem Kodaly Quartett bei Naxos aus Einzel-CDs und mit dem Leipziger Streichquartett bei MDG). Zwischen diesen drei die "beste" zu wählen hätte keinen Zweck. Es bleibe dem jeweiligen Geschmack überlassen.

Noch eine Bemerkung: in der originalen LP-Ausgabe war im klassizistischen D.87 das Scherzo an dritter und nicht wie in der Erstausgabe an zweiter Stelle. In der Track-Liste hier oben und im Booklet ist es auch so vermerkt (mit der unbegründeten Erklärung, die traditionelle Reihenfolge sei eine Eigenmächtigkeit des Verlegers). Auf meiner CD befindet sich das Scherzo tatsächlich an zweiter Stelle, was zwischen dem Allegro (hier molto) moderato und dem Adagio viel mehr Sinn macht.

Fazit: wer noch keine Gesamtaufnahme von Schuberts Streichquartetten hat, hat die Qual der Wahl. Diese hier ist durchaus empfehlenswert.
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am 30. Dezember 2001
Sehr schöne Aufnahme von Beethovens op. 130/133. Das besondere an dieser Aufnahme ist zunächst der ungewöhnliche, atypische Klang der Streicher: rauh statt glatt, teilweise "belegt", ungeheuer ausdrucksstark. (Vielleicht ein wenig wie eine schwarze Singstimme gegenüber einer weißen). Z.B. am Beginn der Geigensolostelle in der Cavatina klingt die Geige beim Ansetzen des ersten Tons ein wenig nach Fagott. Dann die außergewöhnliche Interpretation. Das Auryn Quartett nimmt den ersten Satz angenehm ruhig (im Vergleich zum Amadeus), die Musik "kommt herein". Im dritten Satz fällt der heitere, jubilierende Klang der ersten Violine auf. Im vierten Satz tanzt das Cello den Gegenrhythmus im Baß, was das ansonsten eher langweilige Stück interessant macht. In der Fuge sind Rhythmen und Gegenrhythmen sehr gut herausgearbeitet. Sehr schön das zweite Thema am Anfang: die gebundenen Achtel auf Schlag 2 und 4 sind als Achtel hörbar. Allerdings verschwimmmen in der Fuge teilweise die Mittelstimmen etwas (die einzelnen Stimmen sind beim Amadeus besser herauszuhören). Dafür spielt Auryn mit mehr Biss und Wildheit. Die Intonation ist sehr gut, nach meinem Empfinden beim Amadeus noch etwas besser. Wegen des außergewöhnlichen Klangs und der zupackenden Interpretation gehört diese Einspielung zu meinen Lieblingsplatten. Ich kann sie nicht oft genug hören. Sehr zu empfehlen!
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Dezember 2009
Vom Streichquartettrepertoire Schuberts sind den meisten nur die späten drei bzw. vier Quartette bekannt. Zu Unrecht, wie diese grandiose Gesamteinspielung zeigt!

Die frühen Quartette Schuberts sind für den familiären Kreis komponiert worden, sprühen aber dennoch von Elan und Einfallsreichtum. Es sind alles Frühwerke mit hohen Ambitionen. Die Experimentierfreude des Meisters tritt vor allem in den in Moll gehaltenen Quartetten zum Vorschein, obschon er stark eingeschränkt war, da sein Vater, der traditionellerweise das Cello spielte, alles andere als ein Virtuos war.

Bevor Schubert an die Komposition seiner letzten Quartette ging, machte er mit diesem Genre eine lange Pause, vor allem um sich als Opernkomponist einen Namen zu machen. Das Quartett Nr. 12 blieb unvollendet: Nur der erste Satz und ein Fragment eines langsamen Satzes sind erhalten. Warum Schubert das Komponieren abbrach, ist unklar, denn das, was uns von diesem Quartett erhalten ist, ist weit mehr als vielversprechend.

Das "Rosamunde Quartett" in a moll ist dann sein erster großer Wurf auf dem Gebiet des Streichquartetts und das Quartett "Der Tod und das Mädchen" sollte sein zweiter werden, auch wenn diese Werke noch keinesfalls vollkommen, also quasi beethovensch sind. Dennoch wirkt insbesondere das letztere betörend schon allein wegen seiner düsteren Grundstimmung.

Das Streichquartett aber, das es mit Beethoven und auch mit Schuberts Streichquintett aufnehmen kann, ist das 15. in G Dur. Abstrakt, schroff und abweisend und zugleich unendlich schön, ungreifbar pittoresk und gen Himmel strebend gebart es sich dem geneigten Hörer. An seinem Sterbebett soll Schubert gewünscht haben, dass ihm das cis moll Quartett Beethovens vorgespielt werde. Ihm und der Welt war zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht bewusst, dass Schubert bereits selbst mit dem Streichquintett und dem G Dur Quartett seine eigenen Meisterwerke geschaffen hatte.

Das Melos Quartett, das leider etwas im Schatten bekannterer Quartette steht, interpretiert vor allem die Spätwerke hervorragend. Mit viel Zeit und Gefühl nimmt es sich auch der unbekannteren Quartette Schuberts an und macht auch diese zu einem unvergleichlichen Leckerbissen, den zu verzehren man sich nicht entgehen lassen sollte.
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am 2. Juni 2003
When this disc finally arrived, I put it into my computer CD-drive and listened with cheap headphones... even with this inferior equipment, the high quality of musicianship and technique of the performers were obvious. When proceeding from Haydn and Mozart onwards, many quartets slip up on the increased technical and musical demands of Mendelssohn.
Unlike many, the Ulbrich Quartett maintain perfect intonation and rhythm in the face of the rapid tempos and virtuosic passages, and manage to combine a beautiful tone quality with the force and expression necessary for Mendelssohn's more Romantic ideas. There are no approximations or short-cuts, every note is clearly present. They do not use the exaggerated orchestral-style playing (too much vibrato and heavy or aggressive attacks) of some groups. Thanks to the well-focused and "sweet" tone, one is able to hear the many inner details of the pieces in their proper places.
The tempos seem to be "right" almost all the time: in particular the "andante" of the E minor quartet is not played a slow drawn-out Adagio, but with the right degree of forward motion - 90 seconds faster than the Talich quartet.
However, if there is one fault of the performances, one might say they are a little too relaxed in tempo and expression in the fast movements. For example the E minor "Allegro assai appassionato" and "Presto agitato" lack some excitement and swiftness compared to the Talich Quartet, being more like "Allegro vivace" and "Allegro molto" respectively. In the Finale of the tragic F Minor Quartet the tone is almost too nicely-produced, even in the loud passages, and the music does not quite catch fire. In these sort of passages the likes of the Busch Quartet would have used more violent expression, even if the result was not so pleasant to hear, because this is what the music needs to have its full effect.
However, this type of violent expression is very rare in Mendelssohn; in general the performers' brilliant classical technique and good taste are perfectly suited to the music.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. Februar 2011
der bekanntheitsgrad des melos-quartett's ist völlig zu unrecht nicht sehr hoch. es ist ein technisch ausgezeichnetes quartett, das bisher alle mir bekannten aufgenommenen stücke mit eleganz und nötiger feinfühligkeit veredelt hat. unspektakuläre virtuosität paart sich hier mit harmonischer raffinesse und auf wichtigmacherei oder spektakuläre effekte wird völlig verzichtet.

vielleicht sind sie ein wenig zu brav und die tatsache, dass fast alle aufnahmen auf DG erschienen sind, ist für mich ein erwähnenswerter minuspunkt. die klangphilosophie dieses labels ist nicht die meine, die meisten DG-aufnahmen fallen bei mir klanglich durch.

das interessante an dieser aufnahme ist, dass alle stücke gleich diszipliniert und hingebungsvoll interpretiert werden und man somit die möglichkeit hat, schuberts kammermusikalische entwicklung störungsfrei verfolgen zu können.

die früheren, unbekannteren quartette lehnen sich noch sehr bei mozart und haydn an, enthalten aber bereits die für schubert so typische harmonische vielfalt mit einem hang zur melancholie.
die fortschreitende schwermut des komponisten kann man hier sehr gut mitverfolgen, obwohl es auch fröhliche und träumerische momente zu entdecken gibt.

einzig "der tod und das mädchen" ist mir hier etwas zu trocken herunterinterpretiert, was aber daran liegen kann, dass ich mehrere sehr gute, aber auch unterschiedlich interpretierte versionen dieses stückes besitze und mir deshalb diese hier - da ist das wort wieder - zu "brav" erscheint.

lobenswert und gut ist das jedenfalls, dass man hier eine so ebenmäßig eingespielte gesamtaufnahme aller streichquartette schuberts zum angemessenen preis erwerben kann.

mit dem klang der aufnahme kann ich gut leben, wenn auch hier - DG-typisch - die instrumente ein wenig zu klein oder zu schlank oder mit einer seltsamen härte erklingen und der raumeindruck auf schwer zu beschreibende art unrealistisch ist. das alles ist aber viel, viel weniger arg als bei manch anderen DG-produktionen und somit allemal als überdurchschnittlich zu bezeichnen.

fragt sich nur, warum das teil vor weihnachten merklich günstiger war...
die box ist den hier geforderten obulus aber trotzdem wert!
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am 4. Juli 2014
Auch nach der Umbesetzung bleibt das Artemis Quartett für mich das Top-Ensemble unserer schnelllebigen Zeit! Ich hätte nicht gedacht, dass Mendelssohn so packend, intensiv und düster-melancholisch klingen kann – das Artemis Quartett hat mich eines Besseren belehrt!
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am 26. Januar 2016
Wie bei eigentlich allen Aufnahmen vom Artemis Quartett spielen die Vier mit einer Verve und Leidenschaft, die einem den Atem raubt - und dabei immer präzise und pointiert bis in letzte Detail. Altbekannte Stücke wirken auf einmal wieder frisch und neu.

Dazu ist dieses Quartett von Mendelssohn an sich schon ein wundervolles Stück. Klare Kaufempfehlung.
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am 9. Januar 2016
Ein wunderbares Streichquartett, das in dieser Besetzung mit Brahms, Mendelssohn und Schumann, aber auch Bach und Piazolla begeistert. Allen Kammermusik-Liebhabern sehr zu empfehlen.
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am 9. Juni 2014
Für den absoluten Kammermusik-Experten erreicht diese Aufnahme möglcherweise nicht die letzte Tiefe? Ich weiß es nicht und ich will das auch nicht beurteilen..

Zwar höre ich Tag und Nacht ausschließlich "Klassik", aber mit meinen fast 73 bin ich halt noch immer auf dem Weg zur Kammermusik - zur Absoluten Musik, wie es heißt ...

Für mich ist das hier eine ganz fabelhafte und makellose Aufnahme - "Melos" sagt genug.
Und das zu diesem Preis !!!.

Andererseits will ich gern sagen, dass ich nach weit über 50 Jahren des beinahe ausschließlichen "Klassik-Hörens" etwas über das Stadium hinausfinden durfte, bis zu dem Interpretations-Unterschiede, Übertragungsqualitäten etc. ein wesentliche Rolle spielen.

Ich darf heute "hinter den Kulissen" hören und fühlen - sprich: das was der Komponist eigentlich ausdrücken wollte - hoffe ich jedenfalls.

:-)))
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am 27. Mai 2013
Franz Schubert ist für seinen Reichtum an Melodien und seine Melankolie bekannt. Beides spiegelt sich in seiner Kammermusik verstärkt wieder.
Was man mit bloss vier Stimmen erreichen kann, ist hier von enormer Großartigkeit zu hören. Wer mit Kammermusik bisher noch nicht vertraut ist, sollte sich einstigsweise mit ASchuberts Quartetten auseinandersetzen und einfach nur hören.
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