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Everything Must Go
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. September 2002
Nachdem die Manics im Jahre 1995 (nach dem Verschwinden von Texter und Gitarrist Richey James Edwards) den Entschluss fassten, als Trio weiterzumachen, machten sie sich an die Arbeit zu diesem, ihrem vierten, Album und nannten es, fast als Antwort auf Richeys Verschwinden, "Everything Must Go" (zu deutsch: Alles muss einmal gehen). "Elvis Impersonator - Blackpool Pier": Ein Song über einen Elvis-Imitator, der einfach nicht in die Zeit passt; hier verwendet als Symbol für die Amerikanisierung Europas (insbesondere Großbritanniens). "A Design For Life": Die erste Single, die die Manics zu dritt veröffentlichten; schnell wurde dieses Lied zur Hymne, nie zuvor konnte man etwas so positives von der Band hören. "Kevin Carter": Über den Photographen Kevin Carter, der ein Photo eines sterbenden Kindes in Ruanda aufnahm, und dafür den Purlitzer Preis bekam; aufgrund des Drucks, der danach auf ihm lastete, nahm er sich das Leben. "Enola/Alone": Ein melancholischer Song, über Erinnerung, Verlust und das Anschauen alter Bilder, und den damit verbundenen Erinnerungen. "Everything Must Go": Ein Song, der (wie schon nach Lesen des Titels zu vermuten) das Verschwinden Richeys, und die Tragödie für die Fans und die Band selber, reflektiert. "Small Black Flowers That Grow In The Sky": Über die Behandlung von Tieren in europäischen Zoos. "The Girl Who Wanted To Be God": Vermutlich, aber nicht sicher, über die Schriftstellerin Sylvia Plath, die sich nach der Veröffentlichung ihres ersten Buches ("Die Glasglocke") das Leben nahm. "Removables": Eine Hommage an das Nirvana-Unplugged-Special, sowohl musikalisch, als auch lyrisch gesehen. "Australia": Bassist Nicky Wire hatte ursprünglich vor, nach dem Verschwinden Richeys nach Australien zu ziehen. "Interiors (Song For Willem De Kooning": Wie der Titel schon sagt, ein Song für den, alzheimerkranken, höllandischen Maler Willem De Kooning. "Further Away": Obwohl die Manics zu Beginn ihrer Karriere versprachen, nie ein Liebeslied zu schreiben, kommt dieses Lied der Definition "Liebeslied" schon äußerst nahe. "No Surface All Feeling": Vielleicht neben "A Design For Life" das Highlight des Albums; ein Song, der davon handelt nach vorne zu blicken, und nicht ständig mit der Vergangenheit zu ringen. Das ganze Album scheint natürlich im Schatten des "Rock's lost poet" (wie die Zeitschrift NME Richey James Edwards einmal nannte) zu stehen, ist jedoch mehr als das, was ihm von einigen alten Fans vorgeworfen wird, nämlich eine "Ausbeute aus dem Verschwinden Richeys". Das Album ist ein Neubeginn, ein deutlicher Stilbruch mit den drei vorhergehenden Album, doch auch das Album, das die Manics vielen Leuten, die sonst nie auf diese tolle Band aufmerksam geworden wären, näher gebracht hat. Grandios vom vorne bis hinten, von den Samples am Anfang von "Elvis Impersonator - Blackpool Pier" bis zu den letzten rauchenden Tönen der E-Gitarren bei "No Surface All Feeling". Ich hätte diesem Album lieber ein paar Sterne mehr gegeben...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Mai 2010
Genau dies muss sich James Dean Bradfield gedacht haben, als die Manic Street Preachers ein Dreivierteljahr nach dem Verschwinden von Richey James die Arbeiten an ihrem vierten Album fortsetzten, mit dem Segen der Eltern Richeys. Die Manics vermieden es in den Jahren nach der Tragödie stets, in der Öffentlichkeit darüber zu reden, doch "Everything Must Go" ist gespickt mit Anspielungen und der Hoffnung.
Das Album beginnt mit "Elvis Impersonator/Blackpool Pier", welches noch aus der Feder Richeys stammt. Es handelt davon, wie Großbritannien zunehmend amerikanisiert wird. Nach dieser starken Einleitung folgt der größte Hit der Manics, "A Design For Life", eine Hommage an die Arbeiterklasse, oft auch als Trinklied "missbraucht". Wunderschön. Auch "Kevin Carter" stammt aus der Hand von Edwards. Es handelt über den gleichnamigen Fotografen, der für sein Bild eines verhungernden Mädchens in Ruanda den Pulitzer-Preis bekam - und sich das Leben nahm, da er nicht mit der Schuld leben konnte dem Mädchen nicht geholfen zu haben. "Enola/Alone" - der Versuch trotz eines Verlustes, weiterzumachen. Nicky Wire bestätigte, dass es sich hier um Richey gehandelt habe, wie auch im folgenden Song "Everything Must Go", mit dem sich die Manics vor ihren Fans verantworten, dass es nun Zeit sei, nach vorne zu sehen. Das ruhige "Small Black Flowers" stammt ebenso aus der Feder des Gitarristen, wie auch "The Girl That Wanted To Be God". Es ist benannt nach einem Gedicht von Sylvia Plath, die sich nach der Veröffentlichung ihres Buches "The Bell Jar" das Leben nahm. Diese starke Popballade ist der stärkste Track auf dem Album und hätte durchaus Hitpotenzial gehabt. "Removables" ist bis zur Veröffentlichung von "Judge Yr'self" (welches aber bereits 1995 für den Film Judge Dredd aufgenommen wurde) der letzte von Richey James Edwards geschriebene Song für die Manics und handelt davon, dass das Leben sehr leicht geändert werden kann. "Australia" wurde von Nicky Wire geschrieben und zeigt die innere Situation in ihm auf. Wire sucht die Distanz zu den Geschehnissen des Februar 1995. Mit "No Surface All Feeling" endet das starke Album. Zwar beteuert Nicky, den Song bereits lange vor Richeys Verschwinden geschrieben zu haben, doch die Anspielungen sind mehr als offensichtlich. Eine große Entschuldigung an Richey dafür, dass er ihm nicht helfen konnte und es tun würde, hätte er die Wahrheit gewusst. Mit dem Ende dieses Songs, dessen Gitarrenriff sich einbrennt, schließen die Manic Street Preachers das Kapitel Richey James Edwards, denn auf dem Nachfolger "This Is My Truth Tell Me Yours" ist der Ex-Gitarrist nicht mehr vertreten.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Februar 2001
Ihre wilde Phase lassen MSP jetzt Vergangenheit sein,sie sehen richtig normal aus."Everything Must go" kann durchaus beim ersten Hören eine Enttäuschung sein,weil man irgendwie doch die harten Riffs à la Generation Terrorists vermisst.Aber nach dem 2.& 3. Hören erkennt man deutlich,dass hier Meilensteine an Songs vertreten sind.(A design For Life,Everything Must go,No surface all feeling). Dieses Album ist das gefühlvollste, Nicky Wires Lyrics waren nie persönlicher. Interessant : 5 Lyrics stammen noch von Richey (kaum überaschend das diese die düsteren sind).
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Dezember 1999
Die Manic Street Preachers aus Wales begannen ihre Karriere mit den Alben "Generation Terrorists", "Gold Against the Soul" und "The Holy Bible" recht vielversprechend; dann verschwand der Gitarrist und Songwriter Richey James und die Zukunft der Manics war ungewiß. Um so größer war dann das Interesse am neuen Album, "Everything Must Go", wenn auch das Interesse von Skepsis begleitet wurde. Und diese Skepsis sollte sich als völlig unbegründet erweisen, denn mit "Everything Must Go" ist den Manic Street Preachers ein wahres Meisterwerk gelungen. Alle zwölf Titel sind ein eigener kleiner Mikrokosmos, trotzdem ist eine gewisse Linie die ganze CD über zu erkennen. Das Album strotzt nur so vor Energie, die Trauer über das Verschwinden von Richey James wurde offensichtlich in Kreativität und Power umgemünzt. Und auch an den ruhigen Stellen beweisen die Manics, daß sie musikalisch einiges können. Anspieltips sind natürlich die erste Single "A Design For Life", das schwungvolle "Australia" und vor allem der Titeltrack "Everything Must Go", in dem die Manic Street Preachers die Existenz dieses Albums gegenüber Richey James rechtfertigen, und zwar mit den Worten "And I just hope that you can forgive us, but everything must go." Und das ist gut so.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Dezember 1999
Wer wußte schon das so gute rockige Musik aus Wales stammt? Manic Street Preachers schufen ein abwechslungsreiches Album mit langsamen und rockigeren Liedern. So stellt das stimmungsvolle Lied " Australia" den Höhepunkt der CD Aber auch die Songs wie z.B Kevin Carter und A Design for Life basieren auf ehrliche Rockmusik. Jedoch spielten die Manic Street Preachers mit ihren vorgehenden Scheiben härtere Rock Musik, die sich anscheinend nicht so gut verkaufen ließ. Auf jeden Fall beweißen die Waliser das sie sich musikalisch weiterentwickelt haben und gute Rockmusik spielen können. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Oktober 2002
Warum? Der typische Manics-Sound ist auf „Everything Must Go" perfektioniert, geschliffener als auf den frühen Alben, andererseits noch nicht so sehr von dem Druck belastet, sich selbst übertreffen zu müssen, den man den späteren Alben anmerkt (die deswegen aber keineswegs mißlungen sind). Gegenüber dem ebenfalls genialen „The Holy Bible" hat EMG den Vorteil, daß man sich als gewöhnlicher Sterblicher viel besser mit Sound & Lyrics identifizieren kann, man fühlt sich sogar zum Mitsingen animiert, während auf dem Vorgänger die katatonische Mischung aus Wut und Depression doch manchmal etwas abweisend wirkt und dem Hörer sehr viel Bereitschaft zur Auseinandersetzung abverlangt. Den noch von Richey übernommenen - wirklich großartigen - Texten merkt man auch diesesmal wieder an, daß der gute Richey schon nicht mehr ganz von dieser Welt war. Nicky Wire's Texte sind schwächer, aber eben auch verständlicher und weniger verstörend.
Das wirkt sich auch auf die Musik aus, die - befreit von Richey's negativen Gefühlsströmungen - den Hörer gleichsam umarmen möchte (selbst wenn die Texte noch von Richey stammen). Und mit „A Design For Life", „Kevin Carter", „Everything Must Go", "The Girl Who Wanted To Be God", "Removables", "Australia" enthält das Album ein halbes Dutzend absolute Manics-Klassiker.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Dezember 1999
"Everything must go" ist ein guter Beweis dafür, daß die Band aus Wales seit dem mysteriösen Verschwinden ihres Frontmanns Richey James nicht den Kopf in den Sand gesteckt hat, sondern ernsthaft weitermachte. Und das mit großem Erfolg, haben sie sich doch auch in mancherlei Hinsicht aus alten stilmäßigen Mustern gelöst. So ist der Sound auf diesem Album um einiges sanfter, geglätteter und durch Streichereinlagen aufgelockerter als die vorherigen Sachen. Als besonders ausgefallen ist "Kevin Carter" zu nennen, das durch sein flotten jazzigen Rhythmus besticht. Auch das Finale "Australia" ist toll, und die Fröhlichkeit, die hier mitschwingt, zeigt wohl deutlich, daß sich auch die Grundstimmung der Band wohl geändert hat. Allerdings sind mir manche Songs wegen der Streicherbegleitung auch ein wenig zu rührselig und ihre Texte etwas zu hochgestochen. Insgesamt ist die aber sehr empfehlenswert, und es gibt bedenkenlos 4 Sterne. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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