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TOP 1000 REZENSENTam 26. April 2010
Als Johann Sebastian Bach drei Jahre vor seinem Tode zum preußischen König nach Berlin reiste und bei demselben zu Besuch war, ahnte er noch nicht, welches Meisterwerk ihm dies bescheren würde. Er sollte beim König vorspielen, der ihm dafür ein extrem komplexes Thema vorlegte, das er variieren und fugieren sollte. Wieder in der Heimat überarbeitete er seine Skizzen, gab einige Anweisungen, was die Instrumentierung betrifft, und übersandte dem König - vermutlich Zähne knirschend - sein neues Meisterstück "Ein musikalisches Opfer". Es entstand ein Werk für mannigfachste Besetzungen: Cembalo solo, ein Trio für Violine, Traversflöte und Cembalo, Kanons für Violine unisono und viele andere.

Das Werk eröffnet mit einem Ricercare, einer Art Fuge für Cembalo solo. Man fühlt sich sogleich an die großen Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier erinnert. Barocke Schönheit, schlichte Eleganz und düstere Beklemmung bestimmen das Thema. Sodann schließt sich ein kurzer Canon perpetuus über dasselbe Thema an.

Es folgen viel verschiedene Kanons über das sog. thema regium. Hierbei kommen die interessantesten und schillerndsten Ensembles zum Einsatz: Streicher, Bläser und immer wieder das Cembalo, das auch in diesem Reigen viele Solopassagen bestreitet. Bemerkenswert ist, wie vielfältig es dem Altmeister gelungen ist, dieses schwierige Thema immer neu und vollkommen zu gestalten.

Kammermusikalisch gebart sich auch die abschließende Triosonate, die das leichteste und unbeschwerteste Stück des musikalischen Opfers darstellt.

Der Concentus Musicus Wien, der auf Originalinstrumenten spielt, besticht unter der Führung Nikolaus Harnoncourts durch Transparenz, angenehme Tempi und spieltechnische Brillanz. Auch wenn diese Aufnahme schon einige Jahre auf dem Buckel hat, bin ich mit dem Klang derselben mehr als zufrieden.

Fazit: Dass Bach auch schwierige Formen und Instrumentierungen beherrschte, bewies er spätestens mit diesem späten Meisterwerk. Und gerade das wurde ihm zum Verhängnis: Die ungewöhnliche Besetzung und die schwere Durchdringbarkeit des Stückes machen es zu einem der Stücke, die man in heutigen Konzertsälen vermisst. Die Pionierleistung auf dieser CD verdient damit umso mehr Respekt.
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am 16. Oktober 2011
Über Bach hat E.M. Cioran noch etwas Lustigeres gesagt, als nur, dass er eben ein Genie sei: "Ohne Bach wäre Gott beeinträchtigt. Ohne Bach wäre Gott ein Kerl dritten Grades. Bach ist das einzige, was uns den Eindruck vermittelt, das Universum sei nicht mißraten. Alles ist bei ihm tief, real, ohne Theater. ... Wenn es ein Absolutes gibt, dann Bach."

Tja. - Das alles wäre Bach selbstverständlich auch ohne das Musikalische Opfer. Aber mit ihm ist er es noch mehr. Und ich muss sagen: Ich hätte es für mich selbst nicht entdecken können, es wäre für mich nie das geworden, was es jetzt ist, ohne diese Aufnahme. Ich kannte schon verschiedene Interpretationen, die ich nicht weiter durchgehen möchte. Aber ich fühle gegenüber Concentus Musicus Wien unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt eine aufrichtige Dankbarkeit, dass sie mir diese Musik nun so nahe gebracht haben. Ich übertreibe nicht: Etwa eine Woche lang habe ich nichts anderes gehört. Und wenn der Player mal schwieg, dann im Kopf.

Vermutlich lauschen die meisten Interessenten der Bachschen Musik ja wie ich: also mit Begeisterung und Liebe, aber ohne tiefere musikalische Kenntnis. Und diese Hörer suchen in den Rezensionen hier wohl auch oft in erster Linie danach, ob sie mit der besprochenen Einspielung nur ihr Geld aus dem Fenster werfen, ob es nicht vielleicht doch etwas viel Besseres gibt... Und denen kann ich ruhig versichern, dass das hier nicht der Fall ist. Wer eine Maßstab setzende und ungeheuer glückliche Einspielung des Musikalischen Opfers sucht, der liegt mit dieser CD goldrichtig. Fünf Sterne, selbstverständlich. Absolute Empfehlung.
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am 23. November 2002
Johann Sebastian Bach war ein Genie! Es mag wohl keinen Menschen auf Erden geben, der dieser plakativen Aussage widersprechen würde. Die musikalische Dichte seines Werkes, der Einfallsreichtum, die vollendete Verwendung kompositorischer Stilmittel wie des Kontrapunktes etc. ist einzigartig und wird einzigartig bleiben. Schade, dass es uns nicht vergönnt ist, ihn kennenzulernen!
Aber wofür gibt es denn die Musiker? Als Boten der Musik haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, uns wenigstens mit dem Geist des Komponisten zu segnen und wenn man sich diese Einspielung des "musikalischen Opfers" anhört, spürt man Johann Sebastian Bach nah an seinem Herzen. Bewegend nah!
Klare Artikulation der musikalischen Phrasen, gut gewählte Tempi und vor allem präzises Zusammenspiel der Musiker zeichnen diese Aufnahme aus. Trotz der enormen technischer Schwierigkeit des Werkes spielt das Concentus Musicus so, als ob sie ihr ganzes Leben nichts anderes gemacht hätten, als Bach zu interpretieren. Und auch ihr Dirigent N.Harnoncourt beweist mit dieser Einspielung seine Klasse als wahrer Musiker!
Ehrlich gesagt hat mich die Tatsache, Bach auf Originalinstrumten zu hören, zunächst abgeschreckt. Doch errare humanum est! Und so kann man sagen, dass man, wenn man sich einmal diese Aufnahme angehört hat, es immer wieder tun nöchte.
Fazit: Absolut empfehlenswert!
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am 11. April 2011
Großartige Einspielung von "Ein Musikalisches Opfer". Dies ist für mich Bach in "Reinkultur", Nicht so leblos, wie viele anderen Aufnahmen. Harnoncourt hat hier wieder einmal gezeigt, dass er ein Meister seines Faches ist.
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am 12. November 2012
Zur Leistung von Orchester und Dirigenten kann ich nichts sagen ... allerdings sollte man erwähnen, dass sich hier nicht wie beworben um eine DDD Aufnahme, sondern um eine ADD-Aufnahme von 1970 handelt. CD wird zu Amzaon retourniert!
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