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5.0 von 5 Sternen Frischer Wind bei Purple
Das Wichtigste zuerst: Deep Purple geht auch ohne Ritchie Blackmore und zwar richtig gut! Von einer `Last` befreit, spielen die Herren Gillan, Glover, Lord und Paice mit ihrem neuen Mann an der Gitarre Steve Morse richtig frisch und fröhlich auf.

Einige Kritiker bemängeln, die Platte wäre nicht hart genug. Mir persönlich macht das nichts...
Veröffentlicht am 28. Februar 2007 von Child in time

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es fehlt Richie Blackmore
Mag sein dass Richie Blackmore ein Kotzbrocken vor dem Herrn ist und mag sein dass Steve Morse ein brillanter Gitarrist ist, der die Meisten seiner Zunft locker an die Wand spielt, es ändert nichts daran, ihm fehlt das Quentchen Genie das es braucht, um ihn, so wie Richie Blackmore, zur Ikone werden zu lassen.
Steve Morse spielt die neuen Songs allesamt mit Biss...
Veröffentlicht am 13. August 2012 von Udo Kaube


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frischer Wind bei Purple, 28. Februar 2007
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Purpendicular (Audio CD)
Das Wichtigste zuerst: Deep Purple geht auch ohne Ritchie Blackmore und zwar richtig gut! Von einer `Last` befreit, spielen die Herren Gillan, Glover, Lord und Paice mit ihrem neuen Mann an der Gitarre Steve Morse richtig frisch und fröhlich auf.

Einige Kritiker bemängeln, die Platte wäre nicht hart genug. Mir persönlich macht das nichts aus, sind doch viele gute bis sehr gute Melodien vorhanden. Besonders Jon Lord kann endlich wieder glänzen (was für ein fetter Orgelsound, super!). In den Jahren zuvor, hatte er immer nur so 2 oder 3 Soli und das war es schon. Herr Blackmore beanspruchte deutlich mehr Soli. Und Steve Morse ist ein klasse Gitarrist. Das zeigt er auf dieser Platte und ganz besonders auch Live. Ich habe die Gruppe mit ihm schon sehr häufig gesehen, einfach super.

Tolle Songs sind `Loosen my strings`, `Soon forgotten`, `Sometimes I feel like screaming`, `Aviator`, `Touch away` und das lustige `Somebody stole my guitar`. Zum Klassiker wurde sogar der Mechaniker Ted (angeblich `a true storry`:-)).

In meinen Augen ist die CD absolut unterbewertet, ist sie doch sogar besser als einige aus den 70ern. 5 Sterne für tollen, melodischen Hard Rock.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen was fuer ein einstieg fuer steve morse...!!! heilige kanone!, 25. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Purpendicular (Audio CD)
1996 konnten purple fans aufatmen. das ewige gezaenke um + mit ritchie blackmore war zu ende. und das tat den herren hoerbar gut.
die scheibe hier gehoert zu dem besten was purple verbrochen haben, und das gilt fuer alle besetzungen!
sie klingt regelrecht nach frischzellenkur. das gilt fuer den perfekten, aber nicht kalten, klang - wie auch fuer die songs + die spielfreude die einem regelrecht aus den boxen her anspringt.
die songs? hach, eine wonne... schon der einstieg mit "ted the mechanic" ist heute schon ein purple klassiker, das bei keinem konzert mehr fehlen darf.
gleich danach kommt eine schoene ballade mit dem titel "loosen my strings" mit satter orgel + spannender gitarre.
das highlight der cd ist aber ein weiterer klassiker "sometimes i feel like screaming". hier zeit der ex dixie dregs und ex kansas gitarrist dass die blackmore zeit endgueltig vorbei ist.
ein gitarrensound/solo das nimmer enden mag. ein song, den man ausserdem nie, wirklich NIE laut genug hoeren kann.
ich will jetzt gar nicht auf alle songs naeher eingehen.
will nur sagen: sie macht schlicht nur so richtig spass.
spielfreude pur, und das bei allen.
jon lord laesst die hammond jaulen,
ian gillan die stimmbaender vibrieren,
roger glover zupft den gewohnt guten bass,
ian paice laesst die felle krachen.
der gute eindruck den die scheibe macht, hat die truppe auch spaeter live mehrfach unter beweis gestellt. ob auf tour mit oder ohne orchester. die chemie stimmt. man versteht sich ohne grosse worte, keiner draengt sich in den vordergrund oder fuehlt (und zeigt das auch vor allem...) sich als verkanntes (gitarren-)genie.
die zickenzeit ist zu ende, lasst die jungs nie in rente gehn!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen neue Gitarre, neues Leben!!!, 1. Juni 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Purpendicular (Audio CD)
Deep Purple... ein Begriff aus meiner Jugend... mit Smoke on the Water und Child in Time groß geworden... und jetzt dass...
aber bevor jeder denkt ich bin enttäuscht- nein im Gegenteil! Das Album dudelte bei mir die ersten Tage im CD-Player und der Funke wollte nicht überspringen.... schließlich erwartet man bei Purple nur großes... Aber wenn man es mit anderen Augen sieht und dann hört... Dann ist es ein wunderbares Album
Die Songs- sometimes i feel like screamin, ted the mechanic, loosen my strings, a castle full of rascals sind Songs die einfach nur rocken und Spaß machen, vor allem beim Autofahren!
Das Highlight des Albums für mich aber zweifelsohne der Song "the Aviator"!!!
Ian Gillian singt hier als wenn er noch 30 wäre und die Variation an Instrumenten ist perfekt. Vor allem der Einsatz einer Bouzouki ist einfach nur super klangvoll!

für mich 5 Sterne!!!!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es fehlt Richie Blackmore, 13. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Purpendicular (Audio CD)
Mag sein dass Richie Blackmore ein Kotzbrocken vor dem Herrn ist und mag sein dass Steve Morse ein brillanter Gitarrist ist, der die Meisten seiner Zunft locker an die Wand spielt, es ändert nichts daran, ihm fehlt das Quentchen Genie das es braucht, um ihn, so wie Richie Blackmore, zur Ikone werden zu lassen.
Steve Morse spielt die neuen Songs allesamt mit Biss und Würze, aber trotzdem, es geht der Schuss Brutalität, die Brise Abgedrehtheit ab, die den Sound von Deep Purple von den andere Bands unterschied.
Der Westcoasteinschlag der sich durch den neuen Gitarrensound breit macht, nimmt der Musik von ihrer rohen Wucht und damit von ihrer Klasse.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erstaunlich unverbraucht, 22. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Purpendicular (Audio CD)
Mit "Purpendicular" haben die alten Recken um Jon Lord und Ian Gillan, gerade zu einer Zeit, als man allgemein davon ausging, dass durch den endgültigen Ausstieg Richie Blackmores das Kapitel "Deep Purple" Geschichte ist, eine bis dahin völlig unbekannte Leichtigkeit in ihre Musik gepackt.

Die Erleichterung der verbliebenen Band in Steve Morse einen künsterlisch unverbrauchten und dazu auch noch teamfähigen neuen Leadgitarristen an Bord zu haben, ist nahezu in allen Songs des Albums zu hören.

Bestes Beispiel hierfür ist der Ohrwurm "Aviator", der schon fast etwas in Richtung Folk tendiert und Ian Gillan Stimme frisch wie einen irischen Frühlingsmorgen klingen lässt.

An Stelle des auf den Vorgängeralben praktizierten Pendelns zwischen Dampfwalzenrock und Ausflüge in den Pop-Rock, bieten Deep Purple hier ein Werk wie aus einem Guss, auf Basis einer erstaunlich frisch klingenden Mischung aus Hardrock und Blues.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deep Purple - purpendicular, 17. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Purpendicular (Audio CD)
Mit diesem Album gibt es 1996 einen überraschenden Qualitätssprung.
Nachdem es mit der Besetzung der Band hin und her ging, ist hier wieder Ian Gillan für den Gesang zuständig, dafür gibt es mit Steve Morse eine neuen Gitarristen.
Das Vorgängeralbum The Battle Rages On konnte nur mit einzelnen Titeln überzeugen, hier kann man das gesamte Album am Stück durchhören.
Das Ganze ist sehr gut strukturiert mit härteren Titeln und ruhigen Balladen, das Album bleibt bis zum Ende abwechslungsreich. Nach all den Jahren höre ich es immer noch gerne, auf keinen der Songs will ich verzichten.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einzige ernstzunehmende DP-Platte nach Perfect Strangers, 21. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Purpendicular [Vinyl LP] (Vinyl)
Mensch ist das toll! Die erste mit Morse endlich auf Vinyl - und wie gut der Sound geworden ist, noch besser als die schon tolle CD, hier sorgt das Vinyl für eine warme Verfeinerung der Tapes und auch für die Ausstattung mit plastikverkleideten Papierinnenhüllen bin ich dankbar! Cover ist ebenfalls schön mit einem Einleger mit einfachem und stilsicherem Design! Diese Platte hat alles, was moderne DP-Platten sonst immer vermissen lassen! Steve Morse hatte bei seinem Einstieg 1996 die Band wieder zum Leben erweckt! Die Songs und Texte sind richtig souverän und hochwertig, keine Klischees, erweitern das DP-Spektrum und spielerisch sind alle Musiker hier sowohl reif als auch extrem an einem hohen Level, so wie es in den 70ern immer war! Besser kann man sich ein modernes DP-Album nicht vorstellen, voller Phantasie und Wagnisse. Als Bonus gibt es sogar noch einen recht guten Song, der nicht auf CD war, ich bin restlos begeistert, höchste Empfehlungsstufe! Mein geschundenes DP-Herz wurde hier seit langem mal wieder etwas versöhnt, denn die Band ist in letzter Zeit, was Sound, Artwork, Songqualität angeht doch sehr beliebig und durchschnittlich geworden, leider...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener Kurswechsel für das alte Hardrockflaggschiff, 9. November 2011
Von 
Alexander Gärtner (www.freak-alex-band.com) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Purpendicular (Audio CD)
Frage: Wie ersetzt man einen Blackmore? Antwort: Am besten versucht man's gar nicht erst.

Deep Purple mit Neumitglied Steve Morse haben sich entschieden, einen Stilwechsel zu vollziehen, anstatt das typische Blackmore- Riffing zu kopieren. Morse setzt sowohl spieltechnisch als auch soundmäßig und kompositorisch völlig andere Akzente als der exzentrische Altmeister. Highgainsounds, Palm Muting, Pinch Harmonies, Shredding und wunderschöne Läufe... keine Sekunde lang klingt es nach Blackmore, und keine Sekunde lang vermisst man ihn. Okay, so ganz aus einem Guss sind die Songs noch nicht, aber dafür recht abwechslungsreich. Einiges ist zugegebenermaßen kompositorischer Durchschnitt, aber ein paar echte Klassiker sind definitiv auch dabei. Allen voran natürlich das sensationelle "Sometimes I feel like Screaming" - eine Powerballade vom Allerfeinsten. Aber auch der eröffnende Shredder "Ted the Mechanic" ist ein beeindruckendes Stück moderner Hardrock.

Für die Höchstnote reicht es in meiner Welt nicht, sorry. Aber vier grundsolide Sterne sind dicke drin.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der wenigen hörbaren Platten von Deep Purple nach 1990 mit ein paar richtigen Schätzen!, 6. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Purpendicular (Audio CD)
Ich liebe dieses Album! Zusammen mit Abandon sind es zwei einzige Alben von Deep Purpel mit Steve Morse, die meiner Meinung nach einem sehr hohen künstlerischen Anspruch dieser Band genügen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Frischzellenkur eines Hard Rock Giganten, 28. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Purpendicular (Audio CD)
Als Deep Purple 1996 mit ihrem fünfzehnten Studio-Album "Purpendicular" aufschlagen, sorgen sie für einigen Wirbel in der Hard Rock Szene. Es ist der erste Studio-Einsatz für Steve Morse, den Nachfolger des drei Jahre zuvor gefeuerten Ausnahme-Gitarristen Ritchie Blackmore. Der neue Mann, ein Amerikaner, ist weitaus weniger extrovertiert, dafür aber mindestens genauso technisch versiert wie sein Vorgänger. Er hat Gitarre studiert, früher bei Dixie Dregs und Kansas gespielt und passt somit fachlich perfekt in die Band. Dennoch hat er bei den Fans zunächst einen schweren Stand. Bereits seit 1994 ist er festes Mitglied, doch erst mit "Purpendicular" gelingt es ihm, den Großteil der Anhänger zu überzeugen. Das liegt vor allem an seiner beeindruckenden, funkensprühenden Spielfreude. Die bewirkt bei den alten Recken Ian Gillan (Gesang), Jon Lord (Keyboard), Roger Glover (Bass) und Ian Paice (Schlagzeug) nach deren letztem, gutklassigen aber vorhersehbaren Album "The battle rages on" (1993) eine wohltuende Frischzellenkur. "Purpendicular" groovt an allen Ecken und Enden und wartet mit vielen hörenswerten Ideen auf.

Der "neue" Sound bewegt sich deutlich in Richtung Blues Rock, bietet aber auch herrlich melodische Elemente. Zum Einstieg schwingt Morse in "Ted the Mechanic" gleich mal die Axt. Ultraschnelle Poser-Passagen sind seine Sache nicht. Er spielt vom ersten Ton an songdienlich. Und wie! Was für ein trockenes Stakkato-Riff! Über die Jahre hat sich der breitbeinige Heavy Blues um den Mechaniker Ted zu einem unverzichtbaren Live-Klassiker entwickelt. Es ist kaum zu glauben, aber nach fast 30 Jahren im Geschäft gelingt es einer Legende noch einmal zu überraschen. Besitzstandsverwaltung klingt anders. Das hier ist deutlich hörbare, ungezügelte Experimentier- und Spielfreude. Verleitet sofort zum energischen mitgrooven. Ganz nebenbei schüttelt sich der neue Gitarrist ein wirklich geschmeidiges Solo aus dem Ärmel. Besser kann man kaum in ein Album einsteigen.

"Loosen my Strings" hält im Anschluss das vorgelegte Top-Niveau. Es strotzt nur so vor eleganten Melodiebögen und beinhaltet ein unvergesslich gefühlvolles Solo. Das ist Rockmusik in absoluter Perfektion, wie sie nur ganz, ganz wenige Bands auf diesem Planeten erreichen. Ian Gillan präsentiert sich in den Strofen druckvoll und kräftig, ehe er im Refrain in höhere Stimmlagen wechselt. Die sechs Minuten werden nie langweilig und fesseln stets aufs Neue. Meisterhaft inszenierter Gefühls-Rock, der sofort in seinen Bann zieht. Die stärkste Nummer der gesamten Platte.

Mit dem satten "Soon Forgotten" leben Deep Purple dann ihre etwas progressivere Seite aus. Der Refrain ist spannend aufgebaut, das Keyboard knarzt heftig, aber so richtig will mich das ganze nicht packen. Ein guter Song - mehr aber nicht.

Außergewöhnlich wird es dann mit der Halb-Ballade "Sometimes I feel like screaming". Ian Gillan brilliert einmal mehr mit seiner unvergleichlich charismatischen Stimme und Steve Morse umgarnt diese mit einem erneut herrlich melodischen Gitarrenthema. Im Chorus schraubt sich dann die gesamte Truppe empor zu einem eingängigen Höhepunkt des Albums. Richtig stark.

Im Vergleich dazu wirkt "Cascades: I'm not your lover" vom Aufbau her recht klassisch. Nach verträumtem Intro schiebt sich ein sattes Riff in den Vordergrund. Eindeutige Reminiszenz an alte Tage inklusive eines entfesselten Jon Lord. Das krawalligste der zwölf Stücke auf "Purpendicular" macht ebenso viel Spaß wie alle anderen.

Mit dem eskapistischen Hilfeschrei "The Aviator" überraschen Deep Purple im Anschluss erneut. Ein derartiges Soundgewand würde man eher vom mittlerweile im BaRock angekommenden Richtie Blackmore erwarten. Das hier klingt wie ein keltischer Folklore-Song, bloß ohne Dudelsäcke. Glasige Akustik-Gitarren und ein eingängiger Chorus, der nie kommerziell überladen wirkt. Ein weiteres Highlight und ein angenehmer, andersartiger Farbtupfer.

"Rosa's Cantina" bietet im Anschluss fünf Minuten puren Groove. Sagenhaft. Zu keinem anderen Purple-Stück lassen sich vortrefflicher die Glieder schütteln. Nicht einmal 70er Hits der Marke "Hush" und "Black Night" können diesbezüglich mithalten. Für den Südstaaten-Einschlag ist Steve Morse verantwortlich. Seine britischen Mitstreiter zeigen, dass sie sich auch in diesem Metier gekonnt zu bewegen wissen. Einfach nur geil.

Der stampfe Heavy-Blues "A castle full of Rascals" bietet Schlagzeuger Ian Paice einmal mehr die perfekte Bühne. Seine Leistung auf dem Album ist eindrucksvoll. Obwohl seine Parts nicht besonders anspruchsvoll sind und er sicherlich deutlich mehr kann, legt er große Spielfreude an den Tag. An einigen Stellen hätte die etwas klatschige Snare allerdings voluminöser sein dürfen. Das mindert die Leistung aber nur marginal.

In "A touch away" tritt dann wieder das Kollektiv in den Vordergrund. Die Halb-Ballade tänzelt grazil vor sich hin und die Band gibt sich entspannt und selbstsicher. "Light as a feather" eben. Perfektes Timing in Verbindung mit leichtfüßiger Ruhe, die beim Zuhörer ein Gefühl tiefer Zufriedenheit erzeugt. Besonders geeignet für sommerliche Cabrio-Fahrten. Stark.

Mit "Hey Cisco" geht es deutlich rabiater weiter. Krachende Double Bass und ein gefährlicher Basslauf von Roger Glover.

Leidiglich "Somebody stole my guitar" lässt die ganz großen Ideen etwas vermissen. Solider Hard Rock, mehr nicht.

Gleiches gilt auch für den abschließenden "Purpendicular Waltz".

Trotz des etwas durchschnittlichen Endes ist "Purpendicular" alles in allem ein richtig starkes Album. Vielleicht der bislang letzte echte Klassiker der Rock-Dinos. Die nachfolgenden "Abandon" (1998), "Bananas" (2003) und "Rapture of the deep" (2005) erreichen nur in Ansätzen eine ähnliche Dichte an Klassesongs. Mitte der 90er beweisen Deep Purple, dass sie inmitten eines veränderten Rock-Umfeldes bestens bestehen können. Das verdanken sie vor allem dem Einstieg von Steve Morse. Mittlerweile ist er nicht mehr wegzudenken und beeinflusst den Band-Sound maßgeblich.

Nach dem Tod von Jon Lord gehen die verbliebenen Mitglieder (mit Ausnahme von Morse) stramm auf die 70 zu. Wenn die Gerüchte stimmen, werden Fans noch 2013 ein letztes Studio-Lebenszeichen der Hard Rock Legenden zu hören bekommen. Man darf gespannt sein, was sie im 21. Jahrhundert nach dann über 45 Jahren im Geschäft musikalisch zu sagen haben. Vielleicht springt ja noch einmal eine ähnliche Heldentat wie anno 1996 dabei heraus.
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Purpendicular
Purpendicular von Deep Purple (Audio CD - 1996)
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