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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Willkommen zu Meat Loaf, 12. Oktober 2007
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Neighbourhood (Audio CD)
1995 erschien "Welcome To The Neighbourhood", welches nicht von Jim Steinman geschrieben und produziert wurde. Hier wurde eigendlich jeder Song von anderen Leuten komponiert und getextet und auch produziert. U.a. waren dies Sammy Hagar und Ron Nevison.

Überraschenderweise kann man das Ergebnis aber durchaus als gelungen bezeichnen. O.k., manchmal fehlt etwas der rote Faden, aber das Album ist wirklich gut. Insgesamt ist es sicher nicht so bombastisch wie die Jim Steinman-Alben, aber Meat Loaf-light hören wir nicht. Gute Songs sind `Where the rubber meets the road`, `I`d lie for you`, `Left in the dark` und `Not a dry eye in the house`. Und der Oberhammer ist `Original sin`, welches zu den besten Songs ever vom Dicken zählt. Ungewöhnlich ist, dass das Album mit zwei Balladen (`Martha` und `Where angels sing`) endet, gut sind diese Stücke aber auch.

Meat Loaf beweist wieder einmal, dass es auch ohne Herrn Steinman geht. "Neighbourhood" ist ein gutes Stück Musik und sollte allen Fans von Meat Loaf gefallen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Neuauflage!!!, 5. Juni 2011
Von 
RJ + YDJ (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Gelegentlich kritisiere ich es ziemlich harsch, wenn Musik einen, für mich, zu hohen Schmalzfaktor aufweist. Bei einem bestimmten Künstler gehört der Schmalz allerdings dazu und ist quasi nicht wegzudenken. Dieser Künstler heisst mit bürgerlichem Namen Marvin Lee Aday und tritt seit Jahren unter dem Künstlernamen Meat Loaf auf. Was wären die Bat Out Of Hell Alben ohne diese überbordenden Arrangements?

Nach Bat Out Of Hell Vol.2 veröffentlichte Meat Loaf 1995 das Album Welcome To The Neighbourhood welches nun als Collectors Edition neu aufgelegt wird. Die Neuauflage kommt mit einem ziemlich dicken Bonuspaket. Im schicken Digipack finden sich neben dem ursprünglichen Album noch eine CD mit Live Aufnahmen einen Konzertes und eine DVD mit allerhand Filmmaterial.

Welcome To The Neighbourhood ist vor allem fast ohne die Unterstützung von Jim Steinman entstanden. Steinman hatte dem Fleischklops die ersten beiden Bat Out Of Hell Alben auf den Leib geschneidert und auch am dritten Bat Out Of Hell war er beteiligt. Welcome To The Neighbourhood stammt aus der Feder von vielen verschiedenen Songwritern. Steinman steuerte mit "Original Sin" und "Left In The Dark" lediglich 2 Songs bei, der Rest der Titel wurde von Tom Waits ("Martha"), Sammy Hagar ("Amnesty Is Granted") und andere geschrieben. Dadurch ist das Album auch relativ abwechslungsreich geworden. Auf der einen Seite stehen Rock N` Roller wie "Amnesty Is Granted", auf der andere Seite gibt es aber diese mit Pathos vollgepumpten Hymen wie "I'd Lie For You (And That's The Truth)". Dieser Song überzeugt übrigens mal wieder mit einem tollen Gesangsduett von Meat Loaf und Patti Russo. Ganz grosses Ohrenkino.
Dem Album wurden noch ein paar Bonustracks verpasst. Dies sind unter anderem die Beatles Klassiker "Let It Be" und "Come Together", welche aber irgendwie nicht zum Rest von Welcome To The Neighbourhood passen wollen. Wem die Bat Out Of Hell Alben gefallen haben, der wird auch hier zufriedengestellt werden.

Auf CD Nummer Zwei gibt es den live Mitschnitt eines Konzertes aus dem New Yorker Beacon Theater von 1995 zu hören. Neben den Highlights aus den Bat Out Of Hell Alben, mit einer grossartigen Version von "You Took The Words Right Out Of My Mouth", gibt es natürlich Material von Welcome To The Neighbourhood sowie "Dead Ringer For Love" zu hören. Dass Meat Loaf auch ein Leben als Schauspieler hat wird wieder bewusst als die ersten Takte von "What Ever Happened To Saturday Night" aus der Rocky Horror Picture Show erklingen. Die Liveaufnahme klingt hervorragend und die Stimmung des Konzertes wurde gut eingefangen.

Die DVD enthält die Videos zu "I'd Lie For You (And That's The Truth)" und "Not A Dry Eye In The House" welche schon eher kleine Spielfilme denn profane Musikvideos sind. Von beiden Songs gibt es dann noch die Auftritte in der BBC Sendung Top Of The Pops zu sehen, sowie ein sehenswertes Interview mit Meat Loaf zur Entstehung von Welcome To The Neighbourhood.

Dem Digipack liegt noch ein schön gestaltetes Booklet bei, mit allen Texten, einem ausgiebigen Vorwort und jeder Menge Illustrationen.
Die Collectors Edition von Welcome To The Neighbourhood ist Meat Loaf Vollbedienung verpackt in einem Digipack. So sollten Neuveröffentlichungen eigentlich immer aussehen!

Toll!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das wohl facettenreichste Album von Meat Loaf, 18. August 2011
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Neighbourhood (Audio CD)
Auch auf die recht wahrscheinliche Gefahr hin, daß ich mit meiner Einschätzung ziemlich allein dastehe, für mich ist "Welcome to the neighbourhood" das bis heute beste, weil weitgefächertste Album von Meat Loaf.
Ohne den mindesten Zweifel, stellt die "Bat out of hell" Trilogy (1977/1993/2006) einen Meilenstein in der Musikgeschichte dar. Alle drei sind musikalisch großartig und vor allem die ersten beiden "Bats" sind mit ihren Verkaufzahlen von über 45 und über 25 Millionen Einheiten in jeder Hinsicht sehr respekteinflößend. Unstrittig ist auch, daß zwischen den "Bat..."-Alben, vornehmlich in den achtziger Jahren, auch Alben von Meat Loaf erschienen sind, die schon eines sehr großzügigen Fan-Herzens bedürfen, um geliebt zu werden.
Doch das 1995er "Welcome.." hat in Meat Loafs Gesamt-Schaffen ein Alleinstellungsmerkmal. Es ist vielseitiger, als andere seiner Alben. Natürlich gibt es die üblichen großen Bombast-Hymnen, ohne die ein Meat Loaf Album kaum auskäme, aber schon der Opener "Where the rubber meets the road" ist "dünner", kein orkanischer Alles-was geht-Rock, sonder eher im besten Springsteen-Stil definierter Rock'n'Roll. Voll auf die zwölf gibt's bei "Original sin", einer der Beiträge auf dem Album aus dem Jim Steinman Fundus. Warum diese kraftstrotzende Symbiose aus tosender Rock-Oper und fast zerbrechlich anmutender Ballade keine Single-Auskopplung wurde, werde ich nie begreifen. Eines der größten Lieder, daß Meat Loaf je eingespielt hat. Es war in früheren Versionen von Jim Steinman selbst oder Taylor Dayne schon eindrucksvoll, hier ist es in Perfektion vollendet. Eine weitere Facette des Albums, ist die Cover-Version des Tom Waits Klassikers "Martha", einfach nur traumhaft traurig.

Empfohlen sei an dieser Stelle die 2011 veröffentlichte "Collectors Edition" (2CD + DVD) dieses großen Albums. sicherlich teurer, aber erschwinglich und ganz und gar lohnenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nachbarschaft der Fledermaus, 25. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Neighbourhood (Audio CD)
Fassen wir den Weg von Meat Loaf bis zu diesem Album kurz zusammen: 1977 veröffentlichte er mit dem Songwriter Jim Steinman ein fulminantes Debüt namens "Bat out of Hell", das schnell zu einem der erfolgreichsten Tonträger der Musikgeschichte wurde. 1981 schoben die beiden den Nachfolger "Deadringer" hinterher, der zwar ganz ordentlich aber nicht überragend war und auch nicht mehr so erfolgreich. Es kam zum Bruch mit Steinman und Meat Loaf lebte eine totale Talfahrt hin. Die drei nachfolgenden Alben waren kommerziell wie (zum großen Teil qualitativ) ein Desaster, der stimmgewaltige Sänger verlor seinen Plattenvertrag und flüchtete sich zeitweise in Alkohol.

Denn jedoch gab es Ende der Achtziger die Versöhnung mit Jim Steinman und beide arbeiteten an einem Opus, das schließlich 1993 das Licht der Welt erblickte: "Bat out of Hell II: Back into Hell", welches vom Stand weg 10 Millionen Exemplare verkaufte (bis heute knapp 25 Millionen) und mit "I would do anything for love" einen weltweiten Tophit abwarf. Nun sind wir im Jahr 1995 und "Welcome to the Neighborhood" soll der Nachfolger eines absoluten Meisterwerks werden.

Die Frage ist jetzt, wie man ein absolutes Meisterwerk toppt. Die Antwort: Man probiert es erst gar nicht. Für "Welcome to the neighbourhood" schraubte Meat Loaf den Bombast Anteil wieder ein wenig zurück ("Bat out of hell II" hatte mit Soundeffekten, Chören und Gitarrengewitter ja alles Machbare ausgelotet) und ließ dem Rock wieder mehr den Vortritt. Weniger Richard Wagner, mehr Bruce Springsteen, könnte man sagen. Jim Steinman war nur insofern involviert, als dass Meat Loaf zwei seiner älteren Songs erneut aufnahm und so zumindest ein wenig die Linie des Vorgängers zu halten.

Im Prinzip wurde aber hier jeder Song von jedem anders komponiert und produziert, was das Album zwar ein wenig inhomogen, aber auch sehr abwechslungsreich erscheinen lässt. Beteiligt waren u.a. Van Halen Sänger Sammy Hagar, Hitschreiberin Dianne Warren, Tom Waits und auch Sarah Durkee und Paul Jacobs, mit denen Meat Loaf schon auf seinem besten 80er Album "Bad Attitude" zusammengearbeitet hat.

DAS ALBUM "SONG FÜR SONG"

"Where the rubber meets the road"
Mit Grillenzirpen wird das Album eröffnet, ehe sanft eine Piano Melodie einsetzt und Meat Loaf mit sanftem, fast wehmütigen Gesang einsetzt. Doch die Stille hält nicht lange, denn ein sägender Gitarrenriff eröffnet diesen stampfenden Rock n Roller in bester Bruce Springsteen Manier mit einem glänzenden Gitarrensolo und einem tollen, einprägsamen Refrain. Guter Einstieg, anders als die epochalen Steinman-Opener, aber sehr gelungen.
4/5 Sternen

"I'd lie for you (and that's the truth)"
Meat Loaf konnte es wohl nicht lassen, als Single einen nicht nur dem Titel nach ähnlich klingendem Song seinem Hit "I would do anything for love (but I won't do that)". Denn der Song ist durchaus ähnlich aufgebaut; Wechsel zwischen laut, leise, opplent und spartanisch, langsam und schneller. Dennoch ist das Ganze glücklicherweise trotz eindeutiger Anlehnung kein schaler Abklatsch, sondern eine schöne Nummer. Entgegengesetzt den meisten Meat Loaf Balladen, in welcher die Sängerin meist nur gegen Ende oder Mitte auftaucht, liefert er sich hier ein schönes Duett mit Patti Russo.
4/5 Sternen

"Original sin"
Aufheulende Gitarren eröffnen den Song, mit einer ruhigen Klaviermelodie geht der Song weiter, ehe in bester Meat-Loaf-Manier eine Rock n Roll Achterbahn, mit musical-haftem Flair und prägnanten Background Chor über uns hinein bricht. Yep, das ist Steinman in bester Formund Meat Loaf verleiht diesem bereits zuvor veröffentlichten Song (einmal von Pandoras Box, einmal von Taylor Dayne) die Wucht, die diese Nummer braucht. Meat at it's Best und einer der stärksten Songs in seinem Reportoire.
5/5 Sternen

"45 Seconds on Ecstasy"
Du liebe Güte, was soll das denn? Zum einen führt der Titel in die Irre, denn das Ganze dauert nicht "45 Seconds" sondern knapp 1:16, und zum zweiten ist das ein Reggae-artiger, drogenverseuchter "Song", der von einer Frau gesungen wird. Über Sinn und Unsinn kann man sich jetzt streiten, mir persönlich sagt es nicht zu.
1/5 Sternen

"Runnin' for the red light"
Purer Rock n Roll. Anders kann man es nicht beschreiben. Ein schneller, griffiger Rock Song, der zwar dank wuchtiger Gitarren und Background Chor im Refrain sehr füllig ist, aber den Meat Loaf typischen Bombast deutlich zurückschraubt. Tolle Gute Laune Nummer mit Mitsing-Faktor.
4/5 Sternen

"Fiesta de Las Palmas Perdidas"
Was hatte Meat Loaf auf diesem Album nur mit seinen obskuren Zwischenspielen. Dieser knapp anderthalbminütige Song beschwört mit Bläsern und spanischen Gitarren mexikanisches Flair. Klingt ja nicht schlecht, aber viel zu kurz und vor allem total unpassend
2/5 Sternen

"Left in the dark"
Und wieder darf Meister Steinman ran. Ein über 7 Minuten dauernde Bombast Ballade mit einem grandiosen Meat Loaf und großflächig eingesetztem Klassik-Ensemble. Wie bei Steinman üblich sich stetig steigernd; ruhig nur mit Piano und Streichern am Anfang; wuchtig und oppulent in der Mitte nur um wieder ruhig auszuklingen. Steinman hatte diese Nummer bereits auf seinem Solo-Album "Bad for good" und auch Barbara Streisand hatte ihn schon gesungen, aber hier kann Meat Loaf's raumfüllende Stimme endlich dieser Mega Ballade gerecht werden.
5/5 Sternen

"Not a dry eye in the house"
Wie es der Titel vermuten lässt, eine weitere Ballade, bei der auch songtitel gerecht kein Auge trocken bleibt. Etwas weniger oppulent als "Left in the dark", aber mit einer schönen Melodie. Meat Loaf singt hier sehr wehmütig und sanft und jagt einem Gänsehaut über den Rücken. Kitsch? Klar, aber schöner Kitsch.
4/5 Sternen

"Amnesty is granted"
Eine Nummer von Ex-Van-Halen-Sänger Sammy Hagar und wie man vermuten kann, ein Stadion Rocker par excellance. Fette Gitarren, gutes Riffing, ein einprägsamer Refrain. Sehr schön
4/5 Sternen

"If this is the last kiss (lets make it last all night)"
Der Titel deutet eine Ballade an, aber so ganz stimmt das nicht. Ich denke "gefühlvoller Rocker" trifft es am besten. Auch hier mischt seine Duett-Partnerin Patti Russo mit und das Wechselspiel gibt dem Song die nötige Dramatik.
4/5 Sternen

"Martha"
Oh, jetzt wirds kitschig. Meat Loaf vergreift sich an Tom Waits, doch ihm steht "Martha" einfach besser zu Gesicht. Meat Loaf kann Balladen singen, aber diese hier geht mir doch zu sehr in Richtung Kitsch. Der Song ist ganz in Ordnung aber nicht ganz mein Fall.
3/5 Sternen

"Where angels sing"
Meat Loaf bleibt schmusig. Eine ruhige, sehr spartanisch arrangierte Nummer mit leichtfüßiger Blues Gitarre und schwerem Piano. Im Refrain wird es mit weiblichem Backgroundchor wirklich sehr engelhaft. Nicht so ganz mein Fall, aber ein schöner Ausklang für das Album.

FAZIT
-----------

Man muss es Meat Loaf schon hoch anrechnen, dass er nicht versucht hat "Bat out of hell II" zu kopieren. Herausgekommen ist dabei ein Album das sehr abwechslungsreich ist; Meat Loaf's bekannten Stil verwendet aber auch ganz neue Wege geht. Gerade das Rock n Rollige wie "Amnesty is granted" oder "Runnin for the red light" hebt sich positiv von den sonst oppulenten Songs des stimmgewaltigen Sängers ab. Mir persönlich ist der Balladen Anteil etwas zu hoch, und hätte man die beiden kuriosen Zwischenspiele "45 seconds..." und "Fiesta..." durch einen tollen und unveröffentlichten(!) Jim-Steinman-Beitrag ersetzt, so hätte ich vielleicht alle 5 Sterne vergeben. So sind es vier (aber starke vier) geworden.

Erwähnenswert sei noch die Booklet Gestaltung dieser Scheibe. Im Stile alter Kinoplakate der Fünfziger und Sechziger Jahre ist ja bereits das effekthascherische Cover gehalten. Im Booklet gibt es ein Filmplakat passend zu jedem Song. Sehr schön fürs Auge und mal was anderes als Motorräder, gigantische Fledermäuse und blonde Muskelmänner

So aber, kann ich nur konstatieren: Das Highlight des ehemals massigen Tenors bleibt die "Bat out of Hell" Trilogie. "Welcome to the Neighborhood" gehört aber mit "Deadringer", "Bad Attitude" und "Hang cool teddy bear" in die starke zweite Reihe seiner Alben und kann daher bedenkenlos empfohlen werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastische Neuauflage eines ohnehin schon großartigen Albums!, 18. August 2011
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Auch auf die recht wahrscheinliche Gefahr hin, daß ich mit meiner Einschätzung ziemlich allein dastehe, für mich ist "Welcome to the neighbourhood" das bis heute beste, weil weitgefächertste Album von Meat Loaf.
Ohne den mindesten Zweifel, stellt die "Bat out of hell" Trilogy (1977/1993/2006) einen Meilenstein in der Musikgeschichte dar. Alle drei sind musikalisch großartig und vor allem die ersten beiden "Bats" sind mit ihren Verkaufzahlen von über 45 und über 25 Millionen Einheiten in jeder Hinsicht sehr respekteinflößend. Unstrittig ist auch, daß zwischen den "Bat..."-Alben, vornehmlich in den achtziger Jahren, auch Alben von Meat Loaf erschienen sind, die schon eines sehr großzügigen Fan-Herzens bedürfen, um geliebt zu werden.
Doch das 1995er "Welcome.." hat in Meat Loafs Gesamt-Schaffen ein Alleinstellungsmerkmal. Es ist vielseitiger, als andere seiner Alben. Natürlich gibt es die üblichen großen Bombast-Hymnen, ohne die ein Meat Loaf Album kaum auskäme, aber schon der Opener "Where the rubber meets the road" ist "dünner", kein orkanischer Alles-was geht-Rock, sonder eher im besten Springsteen-Stil definierter Rock'n'Roll. Voll auf die zwölf gibt's bei "Original sin", einer der Beiträge auf dem Album aus dem Jim Steinman Fundus. Warum diese kraftstrotzende Symbiose aus tosender Rock-Oper und fast zerbrechlich anmutender Ballade keine Single-Auskopplung wurde, werde ich nie begreifen. Eines der größten Lieder, daß Meat Loaf je eingespielt hat. Es war in früheren Versionen von Jim Steinman selbst oder Taylor Dayne schon eindrucksvoll, hier ist es in Perfektion vollendet. Eine weitere Facette des Albums, ist die Cover-Version des Tom Waits Klassikers "Martha", einfach nur traumhaft traurig.
Die nun vorliegende "Collectors-Edition" macht das Album endgültig zum Juwel! Allein die Aufmachung würde einen Neukauf schon rechtfertigen, der reichliche Bonus macht ihn zwingend. Dem Studio-Album wurden vier zusätzliche Tracks hinzugefügt. Die Beatles Cover "Come together" und "Let it be" (wodurch das Album seine musikalische Spannweite nocheinmal erweitert), die ursprüngliche Version von "Is nothing sacred" (andere Version als drei Jahre später auf dem "The very best of" Album") und das wunderbare "Oh, what a beautiful morning".
Hinzu kommt eine zweite CD, mit einem knapp 80 minütigen Mittschnitt der "Born to rock - World Tour'95'96", in bester Sound-Qualität, ein komplettes Live-Album sozusagen.
Damit noch nicht genug, denn ein dritter Silberling, eine DVD mit den Video-Clips (bei Meat Loaf ja fast schon Kurz-Kino-Filme) der beiden Singles und den Top of the Pops Auftritten zum Album zzgl. einer gelungenen Making of Dokumentation des Albums, runden dieses ganz und gar gelungene Paket ab.
Besser hätte man es nicht machen können!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen SANFTE KRAFTKOST VOM FLEISCHKLOPS ...,, 23. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Neighbourhood (Audio CD)
die mich wieder einmal satt und glücklich macht und meine Nachbarn zum Sturmklingeln auffordern sollte, denn Meat-Loaf-Sessions laufen bei mir natürlich nicht duckmäuserisch und leise ab.
Da hilft es auch nichts wenn ich artig - Welcome - an der Wohnungstür sage ; das Walzwerk Meat in adäquater Lautstärke betört nicht jeden.
Mich dafür um so mehr, obwohl dieses Teil hier meiner Meinung nach nicht ganz in die gewaltigen Prankenabdrücke
der Batology hineinstapfen kann.

Los geht es aber mit einem freudigen Einsteiger, gleich mal aufdrehen und Spass haben an - WHEN THE RUBBER MEETS THE ROAD - (Paul Jacobs) , schön rockig, flotte guitars, Meat is back...

Diane Warren liefert den nächsten Song, natürlich eine pathetische Ballade, die es fast mit - I D DO EVERYTHING
FOR LOVE - aufnehmen kann, in gewohnter Inbrunst bringt Meat - I D LIE FOR YOU - herz- und hirnschmelzend an
den Mann - die Frau, das gehört einfach zu Meat Loaf, schöner vertonter Groschenroman , I like it ...

Musical-dramaturgisch, schwer und drastisch - ORIGINAL SIN -, unverkennbar Jim Steinman, Meat und Chor tenoren um die Wette, man sollte bordeauxrote Samtvorhänge an s Fenster drapieren und fünfarmige Kerzenleuchter aufstellen...

Mit einem heissen furiosen Highschool-Teil fährt der Lederjacken-Lohengrin mit - RUNNIN FOR THE RED LIGHT - auf,
lehnt etwas an - PARADISE BY THE DASHBOARD LIGHT - an, gut, gut, gut ...

Und wieder grüsst der Bombast von Jim Steinman bei - LEFT IN THE DARK- , eine 7-minütige heroische Story ,
durch die sich der sympathische Rockmops schwelgt, zärtelt und schmettert, auch wieder schöööön ...

Meat bleibt balladig bei - NOT A DRY EYE IN THE HOUSE -, könnte vom Stil auch ein Ding von Bon Jovi sein,
wer die mag, mag auch diesen Song, Diane Warren war wieder einmal die Verfasserin...

Und endlich , die Boxen zum Vibrieren bringen, ich fänd s geil wenn jetzt mal der Putz bröckeln würde, wurde doch
- AMNESTY IS GRANTED - von Sammy Hagar geschrieben, satter Rocksound, treibende Hardrock-gitarren, aber zum Mauern-
einstürzen zu melodisch, zu solide, aber headbanging lässt sich nicht vermeiden...,man möchte weiter rocken...

Aber schon versorgt uns wieder Diane Warren mit Schmusigkeit, im Duett beim Stück - IF THIS IS THE LAST KISS -,
okay, dann lieben und schmachten wir halt wieder, Meat ist ja auch kuschlig...

Das hat wohl Tom Waits auch so gesehen, legt er Meat doch - MARTHA- an s Ochsenherz, leise poetische Romantik,
und wieder überzeugt Meat mit Leidenschaft...

erspart aber mit dem Goodbye - WHERE ANGELS SING- das Warten auf eine richtig krachende Nummer auf dieser Scheibe,
bei diesem zartfühlenden hymnischen letzten Liebchen müssen sich meine Nachbarn wirklich nicht ducken, diese
Meat-Loaf-Session ist hier äusserst gediegen und Trommelfell-verschonend abgelaufen...

Aber wenn ich jetzt gleich BAT II einlege , lösen sich doch noch die Tapeten im Hausflur gegenüber...

Vier ganz fette Hackbratenscheiben für dieses Meat-Machwerk, fast wären es fünf geworden, aus Sympathie für
den pompösen Dramaturgen hätt ich beinahe noch eine draufgelegt...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfach toll, 18. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Neighbourhood (Audio CD)
Musik ist ja bekanntlich Geschmacksache. Aber ich finde das Album einfach genial. Mir gefällt es sogar noch besser als Bat II. Der Opener 'Where The Rubber Meets The Road' bildet einen gelungenen Auftakt. Songs wie 'Original Sin', 'I'D Lie For You' und 'Amnesty Is Granted' sind einfach Meat Loaf markant und knallen einfach gut rein. Den genialen Meat Loaf finde ich im Höhepunkt 'Left In The Dark'. Wer Meat Loaf mag sollte sich dieses Album unbedingt zulegen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Freunde der Meat Loaf Balladen, 17. Mai 2011
Von 
Thomas Vogel "Brassomaniac" (Black Forrest, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Neighbourhood (Audio CD)
So muss eine Meat Loaf Platte sein!
Gefühle pur, mit Überzeugung gesungen und spontane musikalische Kabinettstückchen.
Das beste, was Rockmusiker an Balladen so haben. Meine Favoriten: "Not a dry eye in the House", "Where Angels sing" und vor allem das grandiose "Martha".
Mal auf die Texte hören, da kann's einem schon kalt den Rücken runter laufen!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingtes Muß !, 5. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Neighbourhood (Audio CD)
Wer die Musik von Meat-Loaf mag, kommt auch an dieser CD nicht vorbei.Die gelungene Mischung aus "Monumental-Rock" und gefühlvollen Balladen geht entweder direkt in die Beine oder ins Herz. Nur eine von vielen CD's, die man als Meat-Loaf und Jim Steinman -Fan unbedingt haben muss.
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4.0 von 5 Sternen Zu unrecht unbekannt, 6. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Neighbourhood (Audio CD)
Ich bin eigentlich nur wegen eines Tracks auf dieses Album aufmerksam geworden, aber ich muss sagen, dass ich positiv überrascht bin. Die Songs sind abwechslungsreich, sehr pompös produziert, aber nicht so steril wie die Aufnahmen aus der Anfangszeit. Auch Meat Loafs Stimme selbst ist hier auf ihrem Höhepunkt.
Das Album zieht einem nicht die Socken aus, aber es ist wirklich gut und dafür überraschend unbekannt. Deshalb 4 von 5.
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