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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen67
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am 15. Juni 2003
"A Trick Of The Tail" ist eine meiner Lieblingsplatten von Genesis. Nie wieder erreichte Genesis einen solchen warmen Sound, wie auf der ersten Platte ohne Peter Gabriel. Phil Collins übernimmt die Gesangsparts, ohne das man Gabriel wirklich vermisst. Vielmehr schlägt die Gruppe wiedermal einen neuen Weg ein. Auf diesem Album macht sich besonders der enorme und oft unterschätzte Einfluss von Gitarrist Steve Hackett auf die Musik von Genesis deutlich. Sein Weggang hinterließ später größere Lücken, als der von Peter Gabriel (Zum Vergleich: "...And Then There Were Three"). "A Trick Of The Tail" ist gleichzeitig auch das geschlossenste und songorientierteste Album von Genesis und enthält keine Durchhänger und Lückenfüller. Die einzelnen Songs glänzten besonders bei den legendären Genesis-Konzerten. Dies kann man auch auf dem grandiosen Live-Album "Seconds Out" nachhören.
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am 2. April 2004
Bevor die einstigen Trendsetter und Revolluzzer anspruchsvoller und progressiver Rockmusik mit AND THEN THERE WERE THREE (nach Steve Hackets Ausstieg) endgültig in seichte und kommerzielle Popgefilde abdrifteten, verabschiedete sich Hacket von der Band mit ihrem wohl besten Werk der Post Gabriel Ära, vielleicht sogar ihr vollkommenstes und schönsttes Werk nach SELLING ENGLAND BY THE POUND. A TRICK OF A TAIL ist tatsächlich der Schwanengesang für Genesis, danach sollten sie nie wieder so himmlisch klingen. Auch wenn hier Phil Collins alleine singt, soll dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dennoch waschechter Progressive Rock ist. Folgende, allesamt gelungene Songs sollen meine Zeugen sein:
DANCE ON A VOLCANO: Es ist erstaunlich, wieviel ProgRock voller Tiefgang und Komplexität auf höchstem Niveau in nur fünf Minuten reinpassen, früher brauchten sie für einen solchen Ideenoverkill über zehn Minuten, jetzt ist man überrascht, dass es schon nach so kurzer Zeit vorbei ist, erwartete man doch angesichts so komplex entrückter Rhythmen und tempiwechsel eine Zehnminutensinfonie. Dies ist eine Fünfminutensinfonie mit sehr ungewöhnlichen Rhythmen, vertrackten Melodiebögen, geheimnissvollem Gesang und einem tollen Riff.
ENTANGLED: Wundervolle, getragene Akustikgitarren, die sich gegenseitig zu einem feinen Klangteppich verweben, wundervolle, schaurige Mellotron-Melodien am Ende, dass einem kalte Schauer über den Rücken laufen. Virtuosität, Emotionen, Atmosphäre, hier heißt es: Schweigen, genießen und staunen. Hat etwas von King Crimson....
SQUONK: Dieser Song ist etwas stringenter, es mangelt ihm aber keineswegs an Tiefgang, Atmosphäre und tollen Melodien, in die man sich hineinlegen will.
MAD MAN MOON: Klavierpassagen, die nur von Beethoven oder Schubert besser gemacht hätten werden könne. Leichte Remineszenzen an FIRTH OF FIFTH werden wach, nur sind die Melodien hier noch komplexer und vertrackter und nicht so markant wie auf dem Referanzstück vom SELLING ENGLAND BY THE POUND Album.
ROBBERY ASSAULT AND BATTERY: Ähnlich Skurril und vertrackt, wie DANCE ON A VOLCANO, nur etwas fröhlicher, oder besser gesagt lustiger, die Instrumentalpassage in der Mitte hätte auch aus CINEMA SHOW stammen können...
RIPPLES: Hier gilt es ebenfalls zu geniessen, ähnlich wie MAD MAN MOON, nur etwas seichter und träge vor sich hinplätschernd, die Instrumentalarbeit aber entschädigt für dieses winzige Manko.
Der Titelsong ist nichtz ganz sooo bewegend, aber ebenfallss sehr humorvoll und skurril, hat etwas von HAROLD THE BARREL, locker flockig, angenehm aber ein wenig unspektakulär. Dennoch daumen hoch.
LOS ENDOS: Was für ein Finale! Hier wird bei Genesis zum allerletztem Male auf Ewig ProgRock zelebriert, am Ende rezitiert man nochmals Sequenzen aus DANCE ON A VOLCANO. DIeses Stück beendet das Album, knüpft aber gleichzeitig noch lose Fäden aus dem Eröffnungssong auf, daher wird man auch hier an SELLING ENGLAND BY THE POUND erinnert, wo der Abschlusssong ebenfalls dem Eröffnungslied entspringt.
Niemals klangen Genesis musikalisch so perfekt aufeinander eingespielt und sie bewiesen hier, dass sie auch ohne Gabriel noch zu glanzvollen Taten fähig waren. Phil Collins Stimme klingt souverän und wunderbar, Steve Hackket an der Giatarre zeigt nochmal, was er alles kann, sowohl an der zwölfseitigen akustischen, als auch an der elektrischen. Das Drumming Phil Collins klingt spritzig und kreativ. Das Basspiel Mike Rutherfords ist wie immer über jeden Zweifel erhaben, Tony Banks am Klavier, an der Orgel und am Mellotron leistet Großartiges und so rundet dies den perfekten Gesamteindruck ab.
KAUFEN, HÖREN UND STAUNEN!!!!
CHEERS!
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am 13. Juni 2009
A TRICK OF THE TAIL - erschienen nur kurz nach dem (langüberlegten !) Abschied Peter Gabriels als Lead-Sänger & Frontman des wohl tiefgründigsten, psychologisch versiertesten & musikalisch reifsten Art-Rock-Projekts der 70er Jahre - entstand unter beinahe unglaublichem Druck: Der charismatisch-intelligente Frontman weg - und kein geeigneter Ersatzmann in Sicht! - Hohe Schulden aus der vorangegangenen, künstlerisch grandiosen,aber finanziell katastrophalen "The Lamb lies down..." - Welttournee & Zweifel, ob die hochkomplex-en,thematischen Handlungsabläufe, die die eingefleischten Genesis-Fans so liebten, noch dem Zeitgeist entsprächen....
Die verbliebenen 4 Musiker verzweifelten nicht, sondern betrauten, nachdem sie Dutzende von Frontman-Kandidaten, (darunter auch (damals...) reputierte Namen!)ohne rechte Begeisterung ausprobiert hatten, kurzerhand Phil Collins nicht nur die Drums, sondern auch die Vocals zu übernehmen- womit ihm ab sofort auch eine Schlüsselposition bei der Neukonzeptuierung der Band zukam - in Zukunft sollte sich das (kommerziell!) auszahlen: Genesis avancierte unter Collins' pop-orientierterem Szepter zu einer der berühmtesten Bands der Achtiger & Neunziger ("Mama" / "Invisible Touch" /"Land of Confusion" usw.) ... "A Trick of the Tail" ist davon (Gottlob !) aber noch weit entfernt ! - Ausgefeilte, orchestrale Zusammenarbeit der typischen 12-string-Gitarren, massiven Mellotron- und Orgel-Klängen, komplexe Texte, eine Stimme, die (noch) sehr an Gabriel erinnert, aber auch schon eigene, eher Collins-typische und trocken englisch-humoristische Züge trägt ("Squonk")- sich beißend-ironisch mit Psychoanalyse beschäftigt ("Entangled") - und Fremdenangst sogar auf liebevoll-mahnende Weise kritisiert ("A trick of the Tail")- musikalisch absolut perfekt - abwechslungsreich-schön - Musik...ein (vor-)letztes Mal in bester (alter) Genesis-Tradition -aber (für den aufmerksamen Hinhörer!) schon mit klaren Zeichen, wo's denn bald hingehen wird ! - Für mich das (vor-)letzte Meisterwerk einer der größten Art-Rockbands aller Zeiten- 5 STERNE m. PLUS ! -
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am 18. Juli 2011
Dieses Album von 1976 ist in aller Hinsicht ein weiteres Meisterwerk von der besten Band. Was sonst erwartet man, wenn doch der Vorgänger ''The Lamb Lies Down On Broadway'' schon ein so träumerisches Musikerlebnis war.
''A Trick Of The Tail'' hat alles was ich unter reifer, wunderschöner Musik verstehe: Es hat die Kraft, die Melodien, die Ausstrahlung und das Potential. Genesis bewiesen schon mit ihrem ersten Album von 1969, dass sie Musik bieten können, die so großartig ist, dass ich jedes Mal, wenn ich sie höre, in eine Traumwelt versinke, besonders auch bei dem Album ''Wind & Wuthering'' von 1977.

Nach dem Weggang von Peter Gabriel, waren sich die übrigen Mitglieder nicht so sicher, ob sie mit ''A Trick ...''
ein weiteren Erfolg landen können. Da kein Sänger mehr vorhanden war, wurde der Drummer Phil Collins zum neuen Sänger ernannt und wurde mit diesem Album zum Frontmann von Genesis. Phil Collins war, wie ich finde, ein wirklich großartiger und beeindruckender Drummer und sein Gesang überzeugt mich immer wieder. Auch seine Solokarriere bewies, dass Collins sich nie abwandte von toller Musik. Wie auch Steve Hackett, Gitarrist bei Genesis von 1971 bis 1977, der ebenfalls eine lange großartige Solokarriere vorzuweisen hat. Nach meiner Meinung nach, ist er der beste Gitarrist überhaupt.

''A Trick Of The Tail'' ist ein überragendes, großartiges Meisterwerk. Am meisten gefallen mir darin die Instrumental-Teile und die Melodien.
Und meine Favouriten sind die Songs ''Mad Man Moon'' mit zum weinen schöner Melodie und großartigem Instrumental, dann''Entangled'', ein wunderschönes Ohrwurm-Gitarrenstück, und ''Ripples''.

Dieses Album hat die fünf Sterne mehr als verdient und ist UNBEDINGT zu empfehlen!
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am 10. Juni 2003
Es hat einige Jahre gedauert, bis "trick" vor meinen Ohren die Gnade fand, die seine Vorgänger nicht nötig hatten. Natürlich merkt man dem Album an, dass Peter Gabriel nicht mehr dabei ist. Aber - auch ohne den ihm eigenen Surrealismus sind hier einige Werke enthalten, die man Epen nennen darf. Und "Entangled" und "Squonk" - das sind zwei einmalige Würfe, die sich auch hinter "Nursery crime" oder "Selling England" nicht versteckken müssen.
Und aus heutiger Sicht: wer hätte zu jener Zeit oder auch später noch so etwas fertig gebracht.
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am 2. August 2004
A TRICK OF THE TAIL - erschienen nur kurz nach dem (langüberlegten !) Abschied Peter Gabriels als Lead-Sänger & Frontman des wohl tiefgründigsten, psychologischsten & musikalisch reifsten Art-Rock-Projekts der 70er Jahre, entstand unter beinahe unglaublichem Druck ! - Der charismatisch-intelligente Frontman weg - und kein geeigneter Ersatzmann in Sicht! - Hohe Schulden aus der vorangegangenen, künstlerisch grandiosen,aber finanziell katastrophalen "The Lamb lies down..."-Welttournee & Zweifel, ob die hochkomplex-en,thematischen Handlungsabläufe, die die eingefleischten Genesis-Fans so liebten, noch dem Zeitgeist entsprächen....
Die verbliebenen 4 Musiker verzweifelten nicht, sondern betrauten, nachdem sie Dutzende von Frontman-Kandidaten, (darunter auch (damals) reputierte Namen !)ohne rechte Begeiste-rung ausprobiert hatten, kurzerhand Phil Collins nicht nur die Drums, sondern auch die Vocals zu übernehmen- womit ihm ab sofort auch eine Schlüsselposition bei der Neukonzeptuierung der Band zukam - in Zukunft sollte sich das (kommerziell!) auszahlen: Genesis avancierte unter Collins' pop-orientierterem Szepter zu einer der berühmtesten Bands der Achtiger & Neunziger ("Mama" / "Invisible Touch" /"Land of Confusion" usw.) ... "Trick of the Tail" ist davon (Gottlob !) aber noch weit entfernt ! - Ausgefeilte, orchestrale Zusammenarbeit der typischen 12-string-Gitarren, massiven Mellotron- und Orgel-Klängen, komplexe Texte, eine Stimme, die (noch) sehr an Gabriel erinnert, aber auch schon eigene, eher Collins-typische und trocken englisch-humoristische Züge trägt ("Squonk")- sich beißend-ironisch mit Psychoanalyse beschäftigt ("Entangled") - und Fremdenangst sogar auf liebevoll-mahnende Weise kritisiert ("A trick of the Tail")- musikalisch absolut perfekt - abwechslungsreich-schön - Musik...ein (vor-)letztes Mal in bester (alter) Genesis-Tradition -aber (für den aufmerksamen Hinhörer!) schon mit klaren Zeichen, wo's denn bald hingehen wird ! - Für mich das (vor-)letzte Meisterwerk einer der größten Art-Rockbands aller Zeiten- 5 STERNE m. PLUS ! -
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am 18. Juli 2004
Auf der ersten Platte nach Peter Gabriels Weggang sind Genesis noch richtig progressiv. Die Stücke sind immer noch komplex und driften nicht in 08/15-Popgefilde ab, was in den 80ern bei Genesis leider nicht mehr der Fall war.

„Dance On A Volcano" ist krummtaktig und verspielt. Mir gefallen besonders die furiosen Moog-Spielereien am Ende. „Entagled" ist dann einfach nur traumhaft. Sehr lyrisch mit Akkustischer Gitarre und tollem Collins-Gesang (wenn er will, dann kann der man wirklich gut singen). Besonders gelungen die Stelle „Madrigal music is playing" und danach diese herrlichen, leicht bedrohlichen Moog/Mellotron-Akkorde. Und die letzten instrumentalen zweieinhalb Minuten sind einfach hervorragend, diese verträumten Moogs/Mellotrons einfach nur göttlich. Ich persönlich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, warum „Entangled" so oft kritisiert wird. „Squonk" ist dann nichts wirklich weltbewegendes, aber mit „Mad Man Moon" folgt dann der nächste Kracher. Beginnend als Klavierballade(mit sphärischen Mellotrons und einer malerischen E-Gitarre im Hintergrund), wird das Stück im Mittelteil in ein Pianointerludium übergeleitet, in dem Keyboardläufe das Ganze noch verfeinern. Danach nimmt das Stück einen krummen Rhythmus an (wieder mit tollem, leicht aggressivem Collins-Gesang), ehe es mit Klavier und Moog endet. „Roberry, Assault and Battery" ist lustig und macht einfach Spaß, ohne jedoch peinlich zu wirken. Mit „Ripples" folgt eine mitreißende Ballade, die keinesfalls kitschig geraten ist wie spätere 08/15-Collins-Ballden. „A Trick Of Tail" ist das kürzeste Stück und hat sehr atmosphärische Sounds. „Los Endos" ist ein Instrumental, das einige Themen der vorhergehenden Stücke noch mal zusammenfasst. Ein vor allem rhythmisch sehr einfallsreiches Stück.
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am 21. März 2000
Dieses Album ist der Knaller schlechthin. Kein Mensch hätte je geglaubt, daß sich die Gruppe nach dem Ausstieg von Peter so positiv darstellen könnte. Ein Supersong folgt dem anderen, es ist einfach nicht zu glauben, mit welchem Feingefühl dieses Album zusammengestellt wurde, die Songs komponiert wurden und trotzdem jede Menge Drive darin enthalten ist. "Ripples" ist wohl das unterbewerteste Stück überhaupt, zumal es kaum Live gespielt wurde; Sehr melancholisch, fein und differenziert. Tolles Stück. "Robbery,Assault & Battery" ist ein geniales Musterstück dieser Epoche. "Los Endos", jahrelang der Rausschmeißer bei Konzerten ist zwar ein kurzes, aber dafür heftiges Stück. Und dann "Dance on a Volcano" ...mmmmmmh. Hut ab vor diesem musikalischem Können. Es ist ein sehr wertvolles Album für die Musikgeschichte.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Februar 2013
Zunächst erstmal:Die 5 Sterne-Bewertung bezieht sich auf die malerisch schöne Musik und auf das extrem gelungene Remastering von 1994 (Definitive Edition) ! Für den Remix von Nick Davis gibt es von mir 0 Sterne.
1975 war für Genesis ein heikles Jahr.Des charismatischen Sängers "beraubt",von der Presse und den Fans für tot erklärt,pleite.
Genesis galten zu Unrecht als "Peter Gabriel mit Begleitband" und nur wenige konnten sich damals vorstellen,daß PG mit seiner extrem prägnanten Stimme ersetzt werden könnte.Merkwürdig,wo doch Phil Collins schon auf "Selling England..." bewiesen hatte,daß seine Stimme ebenfalls gut mit dem Genesis-Sound harmoniert ("More Fool Me").
Daß damals eigentlich Tony Banks der kreative Kopf der Band war,wurde vielen erst klar,als "A Trick Of The Tail" herauskam.
Phil Collins übernahm die Vocals souverän und das ganze Album klang,als wenn gar nichts passiert wäre;etwas weniger experimentell,runder,eingängiger,aber definitiv "Genesis".Ein wunderschönes Stück Musikgeschichte,das mit "Entangled" und "Ripples" zum Träumen einlädt und keinen schwachen Track enthält.
Die erste CD-Serie war leider ein Grund,weiter Vinyl zu hören.Flach,"digital",keine Räumlichkeit,mumpfig,mittenlastig,oben kein Funkeln...einfach schrecklich.Die 94er Remaster von Chris Blair(einer der besten beim Mastering),Geoff Cullingham und Nick Davis brachten dann die Wende.Die "Definitive Remaster"-Serie ist unglaublich gelungen;orientiert sie sich doch eng am Klang der Schallplatte.Ein sensibles,gekonntes Remastering,das den Klang vorsichtig an allen Ecken und Enden deutlich verbesserte,ohne zu viel zu verändern.Kein Loudness-War,kein Clipping.So soll das sein!
Der heute erhältliche Remix/Remaster von Nick Davis/Tony Cousins ist das krasse Gegenteil.
Als ob es noch nicht genug wäre,daß Cousins die Musik stark komprimiert (auch auf der SACD!),jeder Dynamik beraubt,hoch ausgesteuert und dazu noch massiv in den Frequenzgang eingegriffen hat....
nein,Davis mußte sich die alten Tapes auch noch für einen Remix holen.Er versprach aber,beim Remix "sensibel vorzugehen" und keine allzu starken Veränderungen vorzunehmen."Zeitgemäß" wollte er es klingen lassen...oje.
Kurzum:Als jemand,der das Album schon seit vielen Jahren hört und jede Veränderung bemerkt,ist es unerträglich,wenn Instrumente plötzlich lauter oder leiser abgemischt sind,gewohnte Passagen dadurch einen völlig anderen Charakter erhalten.
Ein Remix,wie man ihn von Pop-Produktionen kennt,zB damit ein Song tanzbarer wird,mag hier und da nett sein,ist aber bei einem Stück Musikgeschichte von 1975 extrem daneben.Man hätte das als Gag auf irgendeiner Jubiläumsedition anbieten können,aber nicht als Ersatz für die originale,die authentische Abmischung.
Das ist,als würde man über "Revolution"von den Beatles sagen:"J.Lennon`s Gitarrenspiel war eh nie das beste und außerden kreischt sie in dem Song auch so;die mischen wir mal richtig nach hinten und holen dafür Gesang und Baß deutlich nach vorne."
Wer würde so eine S..... hören wollen?
Mein Tip: Die "Definitive Edition" wird nicht mehr ewig erhältlich sein.....
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am 18. Februar 2010
..So singt Meister Collins selbst im Vulkantanz. Wenn man sich das erste Album ohne den genialen Texter und Sänger Peter Gabriel mal so anhört, könnte man wirklich denken, Genesis machen alles richtig. Nunja, so ist es auch noch auf A Trick Of The Tail. Bevor die Band nach dem nächsten Album "Wind & Wuthering" gnadenlos im belanglosen und langweiligen Pop versinken (Wobei auch ...And Then There Were Three noch ganz gut war) bieten sie uns noch zwei Alben absoluter Spitzenklasse, die mit Sicherheit auf der Höhe der vorangegangenen fünf Alben (Trespass - Lamb) schweben.
Die große Preisfrage jedoch ist, ob der Lauf von Genesis wirklich gravierend anders gewesen wäre, wenn Gabriel und Hackett die Band nicht (viel zu früh) verlassen hätten. Naja, jedenfalls wäre es nicht ganz so schlimm geworden. Teilweise ist echt wirklich furchtbar, was uns die Herren auf I Can't Dance oder Calling All Stations geboten haben. Wie gesagt, Superstars wurden sie in den 80ern-90ern, Kultstatus erlangten Genesis allerdings in den 70ern!

Da wir uns mit A Trick Of The Tail noch in den 70ern befinden, könnte man davon ausgehen, sie machen auch nach Gabriels Ausstieg noch super Musik. Und so ist es auch. Daher kann die Entwicklung der Jahrhundertprogband nicht (nur) seinem Ausstieg gelegen haben. Das hört man vom Anfang, dem übergenialen Intro von Dance On A Volcano bis hin zu den Reprisen von Squonk und dem Opener im abschließenden großartigen Los Endos. Es handelt sich bei den beiden einrahmenden Songs um extrem energiereiche, höchst progressive, dramatische und letztendlich wirklich Genesis-typische Lieder, denen man den Schnitt in der Karriere des Interpreten echt nicht anhört (abgesehen von Collins Stimme, die hier zugegebenermaßen wirklich gut passt - doch gegen Gabriel kommt man halt nicht so einfach an). Zwischen diesen beiden Krachern (die man auch bedenklos hintereinander spielen könnte, da sie ja musikalisch in einander greifen) befinden sich 6 weitere Titel, die alle mit sehr guter Qualität zu überzeugen wissen.
Entangled ist eine Ballade in der Schiene von More Fool Me und For Absent Friends, aber länger, fetter und übertriebener. Hier bleibt es nicht bei Gitarrenbegleitung; es kommt auch noch ein fettes Mellotron hinzu. Wieso es Phil Collins über sich ergehen lässt, hier nicht mal Schlagzeug spielen zu dürfen, ist mir allerdings ein Rätsel.
Das bereits angesprochene Squonk stellt sich als anfangs vielleicht langweiliger, weil eintöniger straighter, zäher Rocker herraus, der aber trotzdem super Melodien hat. Wenn man diesem Song eine Chance gibt und ihn mehrmals hört, schafft er es auch ohne großartige 7/8-Offbeats (nicht falsch verstehen, ich liebe solche Sachen) oder viel Progressivität zu fesseln. Klasse.
Mad Man Moon ist ein absolutes Highlight auf der Platte. Verbreitet der Song anfangs noch balladesken Eindruck, verwandelt er sich bald in einen vielschichtigen Track mit einem wundervollen Klavierpart (der nach Banks eigenen Worten live nicht umsetzbar ist- Overdubs?) und einem weiteren kraftvollen, leider zu kurzen 7/8-Part. Daumenalarm!
Robbery, Assault & Battery ist ebenfalls ein vielschichtiger Song der Marke "klassische Genesis" und bildet einen gelungenen Auftakt in den "zweiten Teil", bzw die zweite Seite der Platte. Besonders zu erwähnen sind hier die grandiosen Keyboards von Banks und die pure Energie, die das Lied besitzt.
Ripples, mit 8 Minuten das längste Stück der Platte ist ein sehr schönes stück mit vielerlei Ideen und Variationen. Viele kritisieren das Stück- zu Unrecht. Es handelt sich um einen bezaubernden, ruhigen und epischen Song. Wunderschön. Erneuter Daumenlarm.
Der Titelsong ist ein weiterer poppig angelegter Track, der es jetzt noch immer mit jeder nach Wind & Wuthering folgenden Ballade Genesis' aufnehmen könnte. Poppig, aber wenigstens guter Pop!

Steve Hackett spielt (etwas weniger aber trotzdem wichtigerweise) seine genialen und gefühlvollen Gitarrenläufe, Rutherford grummelt wie immer irgendwo im Hintergrund rum, Banks ist sowieso erste Sahne und Collins Schlagzeugspiel steht natürlich außer Frage. Wie ist es mit seinem Gesang? Naja, gegen Peter Gabriels Gesang kommt man sowieso nicht an (außer Nick D'Virgilio!) und gegen seine Texte selbstredend auch nicht. Trotzdem meistert er seine Arbeit sehr gut. Aber dieses Album hätte man sich bedenkenlos auch mit Gabriel vorstellen können.
Es. fehlt. nichts.

Anzeichen auf Pop? Mäh.

Friedrich Stenzel, 16
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