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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergleichlich
Die Genesis der Siebziger waren vor 30 Jahren für mich DIE Band, bewundert, geliebt, verehrt. Ich habe dann gelitten an den Verrissen von Sounds und Rolling Stone etc., die sich so ab 1976 mit dem Aufkommen des Punk und New Wave häuften und ich habe schliesslich selbst auch das Interesse an der Band verloren, als ich "erwachsen" wurde und die Band sich mehr und...
Veröffentlicht am 22. Mai 2010 von Raimund Eller

versus
6 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Prog-Album ohne Alltime-Classic-Status
Nach dem genialen Vorgänger durfte man auf das nächste Werk gespannt sein. Leider kann es die hohen Erwartungen nicht erfüllen, wenngleich es nicht enttäuscht. Dabei beginnt es mit „Dancing with the Moonlight Knight" äußerst verheißungsvoll. Gabriels Sprechgesang zu Beginn weckt wohlige Schauer, danach wird der Song kraftvoll bis...
Veröffentlicht am 22. Januar 2002 von knarfe


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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergleichlich, 22. Mai 2010
Von 
Raimund Eller (Innsbruck, Tirol Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Die Genesis der Siebziger waren vor 30 Jahren für mich DIE Band, bewundert, geliebt, verehrt. Ich habe dann gelitten an den Verrissen von Sounds und Rolling Stone etc., die sich so ab 1976 mit dem Aufkommen des Punk und New Wave häuften und ich habe schliesslich selbst auch das Interesse an der Band verloren, als ich "erwachsen" wurde und die Band sich mehr und mehr der Hitparade zuwandte. Meine musikalischen Interessen wandten sich der Klassik und der Oper zu und schliesslich dem Jazz. Nun nach fast 30 Jahren erhielt ich letzte Weihnachten die 1970-75er Box von Genesis, und hörte die alten Sachen nach so vielen Jahren - zuerst ehrlich gesagt mit einer gewissen naserümpfenden Distanziertheit - wieder und was soll ich sagen: The Knife, Musical-Box, Supper`s Ready, In the Cage u. Co. hauten mich sofort wieder um. Die alte Magie war blitzartig zurück und seit Jahren war es mir nicht mehr so den Rücken runtergelaufen.... Unglaublich, was diese Anfangszwanziger damals für Musik machten!!! Ich hörte wieder Yes` Close to the Edge, King Crimsons Red und Larks`..., Gentle Giant etc. - meine damaligen Favoriten eben und ich komme aus dem Staunen nicht heraus, was die anno 1972/73 für Musik machten und noch mehr: dass diese Musik damals erfolgreich war!! Wenn ich denke, wieviel - besser: wie wenig von dem Punk und New Wave heute noch hörbar ist, der die alten Prog-"Dinosaurier" ab 1976 dann wegspülte? Wenn ich denke, was heute für Plastikmusik die Hitparaden dominiert und das schon seit den Achzigern! Seit 5 Monaten höre ich die alten Scheiben wieder rauf und runter und ich liebe sie und es gibt so viele tolle unglaubliche Sachen zu hören und Details neu und wieder zu entdecken, uferlos viel wunderbare Musik, aber eines ist unvergleichlich: Dieses Album von Genesis! Das war eindeutig ihre reifste, erwachsenste, wunderbarste Leistung und es gibt für mich nichts in der Pop-/Rockmusik der letzten 50 Jahre, was dieses Album übertifft. Zum Schluss ein Genesis-Spezialtipp für Jazz-Fans: Rewiring Genesis (Lamb Tribute von Nick d`Virgilio) - genial!
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft, 17. Februar 2005
Von 
Jens Römer (Leverkusen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Selling England By The Pound (Audio CD)
Für mich das stärkste Album von Genesis. 1973 erschienen markiert es den Höhepunkt dieser ehedem so kreativen Band (bevor Phil Collins nach dem Ausscheiden von Gabriel aus dem Rest eine Hitfabrik schuf). Der große Erzähler Gabriel nimmt uns mit in sein bizzar-fantastisches Wunderland. Dabei begleitet er uns mal erzählend, theatralisch vortragend mal manisch singend. Als Vehikel dienen uns die vielschichtigen Arrangements der Band: gallopierende Pferde mit weissen Mähnen ("Dancing with the moonlit knight"), rumpelnde Holzkarren ("I know what I Like"), fliegende Teppiche ("The Cinema Show") und gemächlich dahintriebende Boote, die uns vom Ufer eines imaginären Flusses Zeuge von absurden Begebenheiten werden lassen ("The battle of epping forest"). Zum guten Schluss setzen uns Genesis mit einer leisen Variation des Eingangsthemas wieder ab und entlassen uns leicht verwirrt und sehr diesseitig inmitten einer Fleischauktion... eine unglaubliche Platte!
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57 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was waren Genesis mal genial, 29. Oktober 2006
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Selling England By The Pound (Audio CD)
`Can you tell me where my country lies`. Mit dieser Textzeile fängt die "Selling England By The Pound" aus dem Jahr 1973 an. Peter Gabriel singt mit so einer traurigen, gebrechlichen und trotzdem starken, anklagenden Stimme, wie nur er es kann. Die vorliegende Platte ist für mich die stärkste Studioscheibe von Genesis überhaupt. Waren die Vorgänger "Nursery Cryme" und "Foxtrott" schon Meisterwerke einer jungen, aufstrebenden Band, so gelingt es hier, ein Album für die Ewigkeit zu erschaffen.

Dancing with the moonlit knight: Der heimliche Titelsong des Albums. Peter singt zum weinen schön, das Lied steigert sich jedoch unglaublich und jeder der 5 kann seine Stärken ausspielen. Eines meiner Lieblingsstücke von Genesis überhaupt.
I know what I like: War ein ganz kleiner Hit in GB. Ist eigendlich ziemlich poppig für damalige Genesiszeiten, also vollkommen ungewöhnlich. War eigendlich fast immer im Liveprogramm.
Firth of fifth: Wird von vielen Fans als d a s Genesisstück gehandelt. Ich sehe es ähnlich. Das Gitarren-Keyboardsolo ist wirklich nicht mehr zu toppen. Tony und Steve in Topform.
More fool me: Gesungen von Phil (ganz dünnes Stimmchen). Das Lied ist gut, man fragt sich aber wirklich, wie aus diesem `Sänger` mal der Superstar Collins werden konnte.
The battle of epping forest: Was für ein Song, was für ein Text. Die Gruppe und Peter Gabriel übertreffen sich selber. Teilweise richtig hart, so dass man die "Schlacht" nachvollziehen kann. Der Text strotz nur so vor Ironie und Sarkassmus.
After the ordeal: Gutes instrumentales Stück.
The cinema show: Ein vielleicht noch besseres Keyboardsolo von Banks (geht das überhaupt noch nach `Firth of fifth`?). Für mich auch eines der besten Stücke von Genesis überhaupt. Gänsehaut garantiert.
Aisle pf plenty: Zum Ende wird uns noch erklärt, wie ein (gutes?) englisches Frühstück aussehen muss.

Von den 10 besten Genesisliedern sind hier direkt 4 Stück enthalten. Man kann kaum glauben, dass Banks, Collins und Rutherford später so durchschnittliche Alben wie "Invisible Touch" gemacht haben.
Dieses Album scheint mir ein absolutes Vorbild für die Marillion der Fish-Ära und für IQ zu sein. 5 Sterne für das geniale "Selling England...". Hier wurde Musikgeschichte geschrieben.
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54 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jahrhundertwerk des Art-Rock-Genres, 29. August 2000
Rezension bezieht sich auf: Selling England By The Pound (Audio CD)
Wenn es in meiner Riesensammlung an Platten irgendeine Platte gäbe, die ich vor einem Zimmerbrand retten dürfte, wäre es diese. Die kompositorische Vielfalt bei den Stücken "Firth of Fifth", "Battle Of Epping Forest" und "Cinema Show" ist zwar auf "The Lamb", welche ebenfalls zu meinen Lieblingsplatten zählt, auch vorhanden, so zeigt diese dennoch völlig andere Strukturen, eher schon "kommerziell" im weitesten Sinne. Die Harmonien des Gitarrenparts von "Firth of Fifth" sollte man sich vergleichsweise auf der "Seconds Out" reinziehen und dabei nicht mit der Lautstärke geizen. Vergleicht man diesen dann mit der Originalversion, stellt man fest, daß man hier eher das Bedürfnis hat, in die Harmonien "reinzukriechen". Gabriel hat nirgends mehr, davor oder danach so betont und stimmungswechselnd gesungen wie bei "Battle of..". Banks obergeniale Vielfalt und Ideenreichtum wie beim Instrumentalteil von "Cinema Show" wurde von ihm selbst meiner Meinung nach nie mehr erreicht. Der Übergang in den Schlußteil mit Gabriel's zerbrechlich klingendem Ausklang ist einfach nicht nachvollziehbar. Wie können sich Menschen solche Harmonien ausdenken? Für mich ist und bleibt diese Scheibe die Platte aller Platten...
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Werk von Genesis. Majestätisch !, 28. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Selling England By The Pound (Audio CD)
Vergesst Invisible Touch. Genesis waren in den 70ern am besten, als Peter Gabriel noch dabei war. Ihren absoluten Höhepunkt erreichte die Band mit dem Meisterwerk SELLING ENGLAND BY THE POUND. Weder vorher, noch nachher klangen Genesis ausgewogener und virtuoser. Jeder Song sitzt:
DANCING OUT WITH THE MOONLIT KNIGHT ist der wohl beste Song von Genesis. Eingeleitet durch einen melancholischen und ungeheuer gefühlvollen Gesang Peter Gabriels, unterlegt von dezenten Gitarren- und Keybordklängen, ehe dieses Meisterstück progressiver Musik theatralisch ausartet und in acht Minuten mehr aussagt und beinhaltet als das 22 minütige SUPPERS READY vom Vorgängeralbum.
I KNOW WHAT I LIKE ist eine düster-melancholische Gänsehautballade mit sehr virtuosem Drumming.
FIRTH OF FIFTH ist ebenfalls ein ProgRock-Song der absoluten Spitzenklasse. Eingeleitet durch einen herrlichen von Klavier vorgetragenen Melodiebogen und mit weit ausschweifenden Instrumentalpassagen in der Mitte entsteht hier eine knapp zehnminütige Minisinfonie.
MORE FOOL ME ist etwas kitschig. Kein Wunder, es wird von Phil Collins vorgetragen. Könnte auch von seinem aktuellem Album TESTIFY stammen. Leider wirkt diese Schnulze auf SELLING ENGLAND etwas deplaziert und nichtssagend.
THE BATTLE OF EPPING FORREST dauert elf Minuten, basiert aber hauptsaächlich auf der von Gabriel gesungenen Geschichte, enthält dafür nur sehr kurze Instrumentalsoli. Der Text ist lustig und zeugt von schwarzen Humor, die Melodien verspielt.
AFTER THE ORDEAL ist eine klasse Instrumentalnummer mit herrlich bombastischen Melodien, welche das nachholt, was bei THE BATTLE... fehlte.
THE CINEMA SHOW .... soll ich zu diesem Musterstück noch etwas sagen ? Alleine dieser Song rechtfertigt den Kauf des Albums. Nach langer Solopassage und traumhaften Melodien endet der Song mit:
AISLE OF PLENTY, dem letzten Song des Albums. Hier wird nocheinmal die Melodie von DANCING OUT... rezitiert.
Dieses kurze Kleinod ist zugleich Ende und auch Anfang des Albums, denn es endet, wo DANCING OUT... beginnt und befiehlt daher dem Hörer das Album von neuem zu spielen.
KAUFT ES UND STAUNT!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Welt für sich, 13. Juni 2009
Das Album ist für mich unter den ersten 5 meiner Musiksammlung. Es hat auch nach 30 Jahren keinen Charme eingebüßt. Es ist Musik von einem anderen Stern. Meine Vorredner haben das im Detail begründet.

Ich möchte nur auf zwei Dinge eingehen: "The battle of epping forest" und "Cinema Show".

Man höre sich nur mal an, wie Collins, dieser Ausnahmedrummer, "the battle ..." unterstützend mitprägt. Seine Rhythmustextur ist unglaublich, wenn er unter den Stakkato-Refrain von Gabriel eine Bluesmetrik legt. Das ist für eine britische Folkrockband sehr ungewöhnlich. Hier zeigt Collins, dass nur mit ihm Genesis das wurde, was es heute ist: das imposanteste Musikunternehmen aller Zeiten - neben den Beatles. Der Song "The battle .." ist ein Stück Musik, wie man es nur selten hören darf. Viele mögen es nicht, weil es metrisch zu komplex ist.

"Cinema show" ist vermutlich mein Paradestück von Genesis. Was dort im zweiten Teil geschieht, ist wirklich von einem anderen Stern. Tony Banks zeigt, wie unauffällig er die Klassik in den Rock eingebettet hat. Das Stück, das scheinbar nie zu Ende geht, entwickelt noch heute einen geradezu magischen Sog. Es ist, um in der heutigen Sprache zu reden, "spacig". Und auch das Ende des Songs, das in seiner Eigenwilligkeit besticht, zeigt, das Genesis mit zum kreativsten Musikerpool gehört, der jemals auf einer Bühne stand. Wie seichte Wellen ebbt der Song aus in einer schwebenden Klangcollage über Collins ätherischen Drum-Spielereien. Herrlich.

"Selling England ... " ist für mich dasselbe Kaliber wie Tschaikowskys 6. Sinfonie. Es ist ein eigenes Genre, das nie wieder bedient werden konnte. - Diese Platte ist pure Fantasie - in Noten gesetzt. Das Wort Meisterwerk ist dafür zu abgegriffen.

Danke - Genesis.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Klangerlebnis, 30. Dezember 2009
Über das Album an sich, muss man dem Genesis Fan nicht mehr viel erzählen. Stücke wie "I know what I like", "Firth of Fifth" oder "Cinema Show" sind legendär. Als die neue SACD + DVD Version herauskam, habe ich mir diese gekauft, weil ich die Klangqualität der normalen CD nicht besonders berauschend fand. Ich bin im Besitz eines Multiformat-Players eines bekannten japanischen Herstellers und froh, wenn ich für das Gerät "passendes Futter" finde. Als erstes habe ich die SACD eingelegt und aufmerksam gelauscht. Hier konnte ich nun Feinheiten hören, die ich bei der normalen CD nie wahrgenommen habe. Das ganze Klangbild ist viel luftiger. Danach habe ich zum Vergleich die DVD eingelegt. Was ich hier gehört habe, hat mich echt aus den Socken gehauen. Zwar fehlt ihr zum Vergleich zur SACD etwas an Dynamik, aber dafür tut sich quasi eine dreidimensinale Bühne auf. Ich habe noch nie solch eine Tiefenstaffelung erlebt. Die DVD-Audiospur bietet ein wahres Klangerlebnis. Anmerkung: Ich höre SACDs und DVDs meistens über Kopfhörer.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rule "Brittania" !!!!- DAS Einsteigerwerk für "Jung"-Proggies !!!!-, 4. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Selling England By the Pound (Audio CD)
Wenn irgendwann 1973 auf einer Rockbühne eine Art römischer Legionär mit dem britischen "Union Jack" auf dem Langschild & neonleuchtendem Gesicht auf der Bühne stand und bekannte: "I am the voice of Britain !"- dann, ja dann war man auf einem GENESIS-Konzert gelandet & Peter Gabriel schickte sich an, die Hymne ihres 5. Studio-Albums (- für nicht wenige war und ist es das mit Abstand beste Album der Band !-)einzuleiten, den Song "Dancing with the Moonlit Knight" !-
Ich hatte mal einen Freund, der über Hörensagen (er suchte endlich mal Musikalben, die ihm nicht nach dem 5. Mal anhören langweilig wurden...)auf Progressive Rock aufmerksam geworden war. Eines Tages tauchte er auf & sagte, er wolle mal in diese Musik hineinhören, er habe so viel Tipps bekommen - Was ganz Typisches sollte es sein, aber auch was wirklich Hervorragendes & überhaupt die beste Prog-Scheibe, die ich ihm empfehlen könne.....
Ich zögerte keine Sekunde, griff ins CD-Regal und legte "Selling England by the Pound" von GENESIS auf !!-
Ganz ernsthaft - es gibt für mich keine Platte, die musikalisch von der 1. bis zur letzten Sekunde derart spannungsgeladen, abwechslungsreich, vielfältig , textlich tiefsinnig, aber auch voll des subtilen, englischen Humors ist, auf der eigentlich und einfach ALLES GENAU STIMMT !-
Von "Trespass" bis "Foxtrot" hatten GENESIS sich Schritt für Schritt immer mehr gesteigert - jedesmal hieß es, noch ausgefuchster, einfallsreicher, aberwitziger & musikalisch perfekter...., aber mit "Selling..." erreichten sie ihren wirklichen kreativen Höhepunkt (lässt man mal "The Lamb..." als, aus vielen Gründen, Ausnahme-Album aussen vor...) - bis dahin nie erreicht, und später (nach Gabriels Weggang)auch nie mehr !-
Jedes Stück ist eine Perle des Prog - vom fantastischen, gaaanz langsamem Spannungsaufbau von "Dancing with the Moonlit Knight" mit traumhaft dynamischem Hauptteil, über die abgefahren witzige Story eines Rasenmähers, der messerscharf beobachtet (und durch den Kakao zieht), was da so alles in englischen Landhäusern passiert ("I know what I like"), einem 3. Höhepunkt im elegischen Pianokonzert "Firth of Fifth", einer kleinen Akustikgitarren-Einlage ("More Fool me"), in der Phil Collins schon mal testet, was er später lieber gelassen hätte (Li-La-Lead-Gesang - wenn man ganz, ganz kritisch ist: Vielleicht der einige Moment, in dem das Album gaaanz sacht schwächelt...),dann ein nächster Höhepunkt im brillianten 10 Min.-Epic: "Battle of Epping Forest" - musikalisch genial aufgebaut & mit einem Peter Gabriel, dessen bisweilen schwärzester englischer Humor selten facettenreicher war, - anschließend darf dann in "After the Ordeal" Steve Hackett endlich mal zeigen, was er kann (phänomenal - mein ahnungsloser, klassischer Gitarrenlehrer hielt das Stück damals für das Meisterwerk eines unbekannt gebliebenen Barock-Komponisten (ich ließ ihn in dem Glauben ;-))- und dann klingt das Ganze mit der obergenialen "Cinema Show" und dem Endlos-Epilog "Aisle of Plenty" aus ...
Das ganze Werk kommt dabei leichtfüssig daher wie aus einem Guss (live klappte das selten richtig überzeugend, da die Stücke auch in ihrer Abfolge aufeinander einfach SO ineinander passen!!!!)- ohne auch nur eine einzige (echte) Schwachstelle - und wirkt trotz des enorm hohen musikalischen Anspruchs so leicht und flüssig,und geht dabei - (Aha ! - es ist möglich !) sogar in jedem Moment mit wunderbarer Melodiosität ins Ohr .... - als habe man alles mal so eben innerhalb eines unglaublich steilen Form-Hochs an einem lauen Sommernachmittag mit links eingespielt. - Überhaupt ist "Selling..." für mich DAS Sommer-Album schlechthin - wie geschaffen, an einem warmen Juni-Abend (..also wohl nicht in Deutschland !- *g*) im Garten unter einem schattigen Baum zuzulauschen & wegzuträumen (passend dazu: das wunderschöne Albumcover von Betty Swanwick !).
Ausser der Musikerleistung ist noch die des Toningeneurs & des Co-Produzenten John Burns erwähnenswert: Selten gelang es so, sich in die musikalische Intention einer hochkreativen Band in ihrem absoluten schöpferischen Reifezustand hineinzuver- & das am Mischpult auch umzusetzen !-
Wer diese Scheibe nicht hat, dem fehlt das Herz des Progressive Rocks !-
-5 goldene Sterne (...und ein Stammplatz im CD-Regal !!!!)- ....ZUGREIFEN !!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Take a little trip back with father Tiresias..., 21. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Selling England By The Pound (Audio CD)
Viele Bands haben in Ihrer Schaffenszeit nur einmal (wenn überhaupt) das Glück DAS eine Werk, ihr opus magnum zu schreiben.
Bei GENESIS wird aus künstlerischer Sicht hier gerne und oft "The Lamb lies down Broadway" genannt.
Meiner Meinung nach hat GENESIS dies zweimal vollbracht. "Selling England by the Pound" ist der direkte Vorgänger zu "The Lamb" und bildet musikalisch auch das Bindeglied zwischen "Lamb" und den Vorgängerwerken "Foxtrot" und "Nursery Crime" die zum Teil etwas unrund wirken. Diese Platte ist harmonischer, ausgefeilter, runder ja erwachsener. Das direkte Nachfolgewerk "The Lamb" ist ein Konzeptalbum das EINE Geschichte erzählt und daher musikalisch auch anders aufgebaut.The Lamb erinnert zum Teil eher an spätere Gabriel-Alben, er trennte sich auch unmittelbar nach dem letzten Konzert der Tour von Genesis.
Was Tony Banks und das oft "vergessene" Bandmitglied Steve Hackett hier aus Ihren Instrumenten Zaubern ist atemberaubend schön. Zwar ist hier auch der erste Single-Hit der Band "I Know What I Like" auf dem Album vertreten, doch unterscheidet sich dieser SEHR von den Stücken mit denen die restlichen Genesis seit "Follow You Follow Me" und hat si gar nichts mit den Collins-lastigen Hits und POP-Songs zu tun.
"Selling England" ist vom erstenen bis zum letzten Ton eine Reise. Angefangen mit dem sehr stark intoniertem "Dancing With The Moonlit Knight" über die traumhaften Klaviereinsteig zu "Fith of Fith" mit dem wundervoll getragenem, irgendwie entrückten Gitarrensolo Hackets bis hin zu der schier unglaublichen "Cinema Show".
Selling England ist das Meisterstück der "pre-lamb" Zeit.
Wer tolerante Nachbarn hat: Aufdrehen und auf Reisen gehen.
Wer keine hat: Gute Kopfhörer, aufderehen und auf Reisen gehen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prog-Meisterwerk ist eigentlich noch untertrieben..., 19. Februar 2010
An dem Album gibt es Nichts, was schlecht wäre. Astreine musikalische Leistungen, geniale Songstrukturen, wunderhübsche, zuckersüße Melodien, interessante Texte (interessant sind sie allemal)... was will man mehr?

Ich hatte mir dieses Album eher zufällig von einem Bekannten ausgeborgt und nebenbei beim Lernen gehört. Richtig aufmerksam bin ich allerdings bei Track 3 (Firth of Fifth) geworden - dieses Klavierintro, respektive, dessen Synthie reprise in der Mitte haben mich einfach umgeblasen: diese Melodie ist so fröhlich-majestätisch, die Taktstruktur einfach genial (ich liebe Strukturen, die nicht auf Anhieb zu durchschauen sind, aber musikalisch doch Sinn ergeben). Majestätisch ist überhaupt ein Attribut, das diesen Track gut beschreibt. Zwischendrin ist er auch etwas melancholisch, aber doch in schöner Weise.

The Battle of Epping Forest ist einfach köstlich, musikalisch wie auch textlich - da mitzusingen ist schlichtweg ein Genuß. Der Einstieg der Band nach dem 7/8 Marschintro fasziniert mich auch jedesmal aufs neue! I know what I like ist textlich übrigens ebenso köstlich und das Plattencover unterstreicht den Inhalt famos.

More Fool Me ist ein wunderbarer kleiner (unproggiger) Song mit tollem Sound (die 12-Saitige Gitarre im Refrain gibt richtig Volumen).

The Cinema Show: die Lyrics am Beginn, wie Romeo und Julia sich gesondert fertig machen, um sich zum Kinogehen zu treffen - so süß, echt gelungen: man kann richtig die Aufregung der beiden spüren, wie's mal so ist bei den ersten gemeinsamen Kinobesuchen...

Dieses Album war mein Einstiegsalbum in das Genesis Universum - und ich kann mir keinen besseren vorstellen. Ob es ein guter Einstieg für Nicht-Proggies in Prog Rock ist, wage ich allerdings nicht zu beurteilen. Ich werde es aber auch in Zukunft jedem interessierten Musikliebhaber ans Herz legen.

Wem Musikalität und Melodie auf hohem Niveau ein Anliegen sind, der ist mit diesem Album allerdings gut beraten, um es dezent zu formulieren.

Ich halte dieses Album, mal abgesehen davon, daß ich es absolut gesehen für eines der besten Alben überhaupt halte, für einen sehr guten Einstieg in den ausgeklügelten 70er Prog. Es ist Prog von der weniger 'abgefahrenen' Sorte, aber wenn irgendein Album den Ausdruck Meisterwerk verdient hat, dann dieses (auf Genesis und Prog allgemein bezogen).
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