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Kundenrezensionen

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am 26. November 2002
Etwas hektisch startet Billy Joel in seine CD mit dem Stück „Easy Money". Die interessanten Blä-ser setzen zwar Akzente, doch wirkt das Schlagzeug auf diesem ersten Track meist gehetzt. Lediglich in den beiden getragenen Zwischenspielen wird doch die große Klasse Joels sichtbar - oder besser gesagt hörbar.
Auf einen ersten musikalischen Höhepunkt trifft man dann im zweiten Stück, das der CD auf den Gesamttitel gab: „An Innocent Man". Sparsam führt ein E-Bass und ein Fingerschnippsen in das Stück ein, das dann durch die angenehme Stimme Billy Joels fortgeführt und immer mehr ausge-weitet wird - durch eine zurückhaltene Gitarre und einen gut dosiertes Flügel, auch durch Strei-cher und ein wohlbedachtes Schlagzeug, das den Rhythmus in gelungenen Breaks weiterführt - eine akustische Augenweide sozusagen. So schön kann Rockmusik sein - ohne Übertreibung, ohne Materialschlacht, aber mit viel Musikgefühl.
Auch beim dritten Stück der CD, „The Longest Time", verfolgt Joel die einmal aufgenommene musikalische Fährte weiter. Ähnlich genial und sparsam wie beim vorherigen Stück, setzt er die musi-kalischen Elemente geschickt ein - diesmal auch mehrstimmiger (Chor-)Gesang mit schöner Klangfärbung und Laufmalerei, ganz untypisch für Rockmusik, aber sehr musikalisch. Da passt einfach alles, da fehlt nichts.
„This Night" - das vierte Stück der CD - zeigt wieder die Stärke (oder soll man es Schwäche nen-nen) für langsam und getragene Balladen. Da möchte man am liebsten auf der Tanzfläche schleichen - oder sich im Takt sich bewegen und mitsingen mit der wohlklingenden Stimme Billy Joels. Selten klingt Rockmusik so melodisch und gefällig, ohne dem Mainstream zu verfallen. Man spürt deutlich, dass sich Joel mit sehr guten Musikern umgeben hat, die eine riesige Spielfreude verbreiten; in diesem Stück gefällt vor allem der Saxophonist, der mit Joel kongenial zusammenspielt.
Das nächste Stück - „Tell Her About It" - wird von der E-Gitarre dominiert. Sie treibt zusammen mit dem E-Bass voran und wird immer wieder kurzzeitig vom Schlagzeug sekundiert. Es tut gut, wieder einmal ein flotteres Stück zu hören - auch wenn die eigentlichen Höhepunkte in den ande-ren Stücken gesetzt werden.
So zum Beispiel in „Uptown Girl", das von dem wuchtigen Schlagzeug beherrscht wird. Dieses Stück lädt zum Mitmachen ein - zum Mitsingen und zum Tanzen, was der Qualität keinen Abbruch tut. Immer wieder klingen mehrstimme Backvocals durch, die die Stimme Joels schön untermalen - von den Vollblutmuikern einfach gut gemacht. Dieses „Uptown Girl" möchte man gleich selbst kennenlernen - so begeistert wird sie hier in diesem gelungenen Stück besungen. Da kommt Freude auf, der Funke springt über.
Im siebten Stück kommen wieder Bläser sehr gezielt zum Einsatz - unaufdringlich und sehr gefäl-lig. Es wird schnell deutlich, dass Billy Joel auch den Latin Sound beherrscht. Wir hören ein Stück, das auch auf eine Runde Cha Cha Lust machen kann. Besonders fallen bei diesem Stück die Be-gleitstimmen auf, die sich in eine angenehme Bass- und Diskantstimme verteilen. Dadurch bleibt die mittlere Stimmlage frei, die von Billy Joel gekonnt für den Leadgesang genutzt wird. Es ist eine Freude, Joel beim Singen und Musizieren zu beobachten und ihm zu lauschen. Es geht zwar um „Careless Talk", keineswegs aber um careless music.
Das nächste Stück ist durchaus Geschmacksache. „Christie Lee" muss nicht jedem gefallen. Das Schlagzeug spielt ein bißchen einförmig und stampfig - Joel versucht sich ein bißchen in Rock'n'Roll. Interessant klingt das Piano, das von Joel ein bißchen in den Vordergrund gerückt wird. Keine CD kann nur aus Höhepunkten bestehen.
„Leave A Tender Moment Alone" zeigt wieder mehr das Können Billy Joels in musikalischen Balladen, in denen er eine Geschichte erzählen kann. Da stimmt wieder alles: Jedes Instrument be-kommt seinen Platz, ohne sich vorzudrängen, ohne andere zu dominieren. Sehr gut abgestimmt und ausgewogen - immer mit Spannung, aber nicht hektisch - vom Feinsten!
Zum Abschluss „Keeping The Faith" - nein, man braucht den Glauben an die Musikalität nicht verlieren. Sehr geschickt bildet der E-Bass das Fundament, auf dem sich die Stimme Joels entfalten kann, die sozusagen im Dialog mit den Bläser abwechselnd und auch im Duett herrliche Musik machen.
Es gibt sicherlich etliche CDs, die spektakulärer und bombastischer daherkommen, die mehr auf Showeffekte bauen, aber nach ein Paar Durchläufen nichts mehr bieten können. Das gibt es bei unserer CD nicht. Auch knapp 20 Jahren nach der Veröffentlichung (damals noch als Vinyl-LP) hat diese Musik immer noch viel zu bieten - wohl dosiert, wohl komponiert, gut gemacht, gespielt und gesungen.
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am 8. Januar 2000
Längst etabliert als erfolgreicher Songwriter und weltweit gefeierter Live-Act, überraschte der 'Poet aus New York' nach seiner eher nüchternen Bestandsaufnahme amerikanischer Gegenwartsmentalität (THE NYLON CURTAIN) nun mit einer gutgelaunten Reminiszenz an die kraftvoll-verspielten 50er und die Pop-Seligkeit der 60er Jahre. Vom ersten Takt an bietet AN INNOCENT MAN (1983) einen Schlagabtausch von mal ausgelassener, mal besinnlicher, aber immer kurzweiliger Musik, die sich in den Arrangements von Bläsern (v.a. Saxophon), Bass, Gitarren, knackigem Schlagzeug, Joels typischem Pianospiel und Gesang mit viel Background-Chor klar der Ursprungszeit des Rock'n Roll erinnert. In diesem Stile sind die großen Hits wie "Uptown Girl" oder "Tell Her About It" ebenso gehalten wie das weniger bekannte "Careless Talk" oder der herrlich selbstironische Rausschmeißer, "Keeping the Faith." Zur unterhaltsamen Abwechslung tragen weiterhin die Adaptation einer bekannten Beethoven-Melodie im romantischen "This Night" oder das wundervolle Titelstück bei, dessen spartanische Instrumentierung (u.a. mit Triangel und Streichern) Joels Stimmumfang von drei Oktaven ebenso wie sein Gespür für kitschfreie Gefühlsmusik besonders schön hervorhebt. Wie "An Innocent Man" ist auch "Leave A Tender Moment Alone" ein weiteres Vokalmeisterstück und alleine schon das Geld für den ganzen Tonträger wert: veredelt durch Toots Thielemans Mundharmonica, vermittelt dieses Lied vielleicht am besten die Stimmung eines damals frisch verliebten Billy Joel, der mit treffsicherem Schwung noch einmal sein großes Potential als Komponist und Interpret melodiöser Kleinode ausreizt. AN INNOCENT MAN rundet damit seine erfolg- und einflußreichste Halb-Dekade ab, die 1977 mit THE STRANGER eingeleitet wurde. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 500 REZENSENTam 27. November 2009
,Innocent Man' ist sicher das unbeschwerteste und auch charmanteste Billy Joel Album. Eine Hommage an die Musik mit der Joel aufwuchs, die ihn prägte und die stilmäßig soul, rock'n'soll, doo-wop und fifties pop abdeckt. Das schöne hier - er nimmt oft Anleihen, aber er klaut nie - sein songwriting ist hier immer noch ganz stark und auch wenn das hier keine ernsthaften oder zwingenden Lieder sind, so steckt hier doch ganz viel Herzblut, ehrliche Nostalgie und Überzeugung drinnen. Und so liebevoll wie diese Lieder hier arrangiert sind, würde man Sie um liebsten umarmen und ganz fest drücken.

Kein wichtiges Album, aber ein wunderschön leichtes mit hohem Unterhaltungsfaktor, das gleichzeitig auch zeigt, wie versiert und perfekt Joel als Hitlieferant damals war, denn eigenlich hätte man hier jeden dieser 10 tracks als single auskoppeln können.
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Billy is a classically trained pianist but he opted for a career in pop and rock music. He has proved to be a remarkably successful singer-songwriter. It is said that he has sold more albums within the USA than any other solo performer except Garth Brooks and Elton John. Neither Billy nor Garth ever achieved anything close to that level of success in Britain, but Billy has fared better than Garth (whose UK recognition level is quite modest) particularly due to this album, which yielded five UK hits including a number one (Uptown girl), a top five hit (Tell her about it) and a top ten hit (An innocent man). Given his American popularity, I'm sure he did even better in his homeland but I haven't checked. The success of this album means that many tracks from it are available on his hits compilations but the other songs here are well worth a listen.

Billy deserved all the success he had with this album as the songs are great - all of them, not just the hits - and the musicianship and production are also superb. The album opens with Easy money (a song about an optimistic gambler). Next comes the title track, which is not about a prisoner wrongly convicted - it is actually about a man protesting to his woman that he is innocent of the deeds she accuses him of, but she won't listen to him any more. Great stuff. In contrast, Billy sings about different aspects of new love in The longest time and This night.

Billy gives a great piece of advice in Tell her about it - if you love somebody, make sure they know how much you appreciate them. Billy wrote Uptown girl as a tribute to his wife, but something went amiss in the years that followed because she is no longer his wife. Careless talk is a cautionary tale about gossip. Another cautionary tale follows in Christie Lee, about a woman who wants a man's possessions but doesn't want the man.

Billy offers more advice in Leave a tender moment alone - however, it is clear that he has difficulty following his own advice. Billy closes the album with a song about his past, Keeping the faith.

So this is an album that can appeal on many different levels - the brilliant, rhythmic music makes this great to play as background music but the lyrics are very thoughtful and will offer much pleasure to those wanting to give this album undivided attention.
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am 26. November 2002
Etwas hektisch startet Billy Joel in seine CD mit dem Stück „Easy Money". Die interessanten Blä-ser setzen zwar Akzente, doch wirkt das Schlagzeug auf diesem ersten Track meist gehetzt. Lediglich in den beiden getragenen Zwischenspielen wird doch die große Klasse Joels sichtbar - oder besser gesagt hörbar.
Auf einen ersten musikalischen Höhepunkt trifft man dann im zweiten Stück, das der CD auf den Gesamttitel gab: „An Innocent Man". Sparsam führt ein E-Bass und ein Fingerschnippsen in das Stück ein, das dann durch die angenehme Stimme Billy Joels fortgeführt und immer mehr ausge-weitet wird - durch eine zurückhaltene Gitarre und einen gut dosiertes Flügel, auch durch Strei-cher und ein wohlbedachtes Schlagzeug, das den Rhythmus in gelungenen Breaks weiterführt - eine akustische Augenweide sozusagen. So schön kann Rockmusik sein - ohne Übertreibung, ohne Materialschlacht, aber mit viel Musikgefühl.
Auch beim dritten Stück der CD, „The Longest Time", verfolgt Joel die einmal aufgenommene mu-sikalische Fährte weiter. Ähnlich genial und sparsam wie beim vorherigen Stück, setzt er die musi-kalischen Elemente geschickt ein - diesmal auch mehrstimmiger (Chor-)Gesang mit schöner Klangfärbung und Laufmalerei, ganz untypisch für Rockmusik, aber sehr musikalisch. Da passt einfach alles, da fehlt nichts.
„This Night" - das vierte Stück der CD - zeigt wieder die Stärke (oder soll man es Schwäche nen-nen) für langsam und getragene Balladen. Da möchte man am liebsten auf der Tanzfläche schlei-chen - oder sich im Takt sich bewegen und mitsingen mit der wohlklingenden Stimme Billy Joels. Selten klingt Rockmusik so melodisch und gefällig, ohne dem Mainstream zu verfallen. Man spürt deutlich, dass sich Joel mit sehr guten Musikern umgeben hat, die eine riesige Spielfreude verbrei-ten; in diesem Stück gefällt vor allem der Saxophonist, der mit Joel kongenial zusammenspielt.
Das nächste Stück - „Tell Her About It" - wird von der E-Gitarre dominiert. Sie treibt zusammen mit dem E-Bass voran und wird immer wieder kurzzeitig vom Schlagzeug sekundiert. Es tut gut, wieder einmal ein flotteres Stück zu hören - auch wenn die eigentlichen Höhepunkte in den ande-ren Stücken gesetzt werden.
So zum Beispiel in „Uptown Girl", das von dem wuchtigen Schlagzeug beherrscht wird. Dieses Stück lädt zum Mitmachen ein - zum Mitsingen und zum Tanzen, was der Qualität keinen Abbruch tut. Immer wieder klingen mehrstimme Backvocals durch, die die Stimme Joels schön untermalen - von den Vollblutmuikern einfach gut gemacht. Dieses „Uptown Girl" möchte man gleich selbst kennenlernen - so begeistert wird sie hier in diesem gelungenen Stück besungen. Da kommt Freude auf, der Funke springt über.
Im siebten Stück kommen wieder Bläser sehr gezielt zum Einsatz - unaufdringlich und sehr gefäl-lig. Es wird schnell deutlich, dass Billy Joel auch den Latin Sound beherrscht. Wir hören ein Stück, das auch auf eine Runde Cha Cha Lust machen kann. Besonders fallen bei diesem Stück die Be-gleitstimmen auf, die sich in eine angenehme Bass- und Diskantstimme verteilen. Dadurch bleibt die mittlere Stimmlage frei, die von Billy Joel gekonnt für den Leadgesang genutzt wird. Es ist eine Freude, Joel beim Singen und Musizieren zu beobachten und ihm zu lauschen. Es geht zwar um „Careless Talk", keineswegs aber um careless music.
Das nächste Stück ist durchaus Geschmacksache. „Christie Lee" muss nicht jedem gefallen. Das Schlagzeug spielt ein bißchen einförmig und stampfig - Joel versucht sich ein bißchen in Rock'n'Roll. Interessant klingt das Piano, das von Joel ein bißchen in den Vordergrund gerückt wird. Keine CD kann nur aus Höhepunkten bestehen.
„Leave A Tender Moment Alone" zeigt wieder mehr das Können Billy Joels in musikalischen Balla-den, in denen er eine Geschichte erzählen kann. Da stimmt wieder alles: Jedes Instrument be-kommt seinen Platz, ohne sich vorzudrängen, ohne andere zu dominieren. Sehr gut abgestimmt und ausgewogen - immer mit Spannung, aber nicht hektisch - vom Feinsten!
Zum Abschluss „Keeping The Faith" - nein, man braucht den Glauben an die Musikalität nicht ver-lieren. Sehr geschickt bildet der E-Bass das Fundament, auf dem sich die Stimme Joels entfalten kann, die sozusagen im Dialog mit den Bläser abwechselnd und auch im Duett herrliche Musik machen.
Es gibt sicherlich etliche CDs, die spektakulärer und bombastischer daherkommen, die mehr auf Showeffekte bauen, aber nach ein Paar Durchläufen nichts mehr bieten können. Das gibt es bei unserer CD nicht. Auch knapp 20 Jahren nach der Veröffentlichung (damals noch als Vinyl-LP) hat diese Musik immer noch viel zu bieten - wohl dosiert, wohl komponiert, gut gemacht, gespielt und gesungen.
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am 19. Mai 2000
Wenn ich diese Platte höre, habe ich immer das Gefühl, Billy wollte seine musikalischen Wurzeln aus den 50er und 60er-Jahren wiederfinden. Und in der Tat könnten die meisten Songs von anderen Interpreten stammen. Man hört Billy James Brown ("Easy Money", eine Minioper mit extrem souligen Feeling, für mich eine der besten Vokalleistungen von Billy überhaupt), Billy Joel and The Supremes ("Uptown Girl"), The Billy Platters ("This Night", hinreissend, wie er gerade noch diesseits des Kitschs balanciert)oder Fats Joelino ("Christie Lee", das traurige Schicksal eines Saxophonspielers, der an eine Saxophile gerät...). Die größte Gemeinheit war in dieser Hinsicht "Leave A Tender Moment Alone". Bevor ich mir die Platte gekauft hatte, war ich fest davon überzeugt, der Song stammt aus den 70ern von Gilbert O'Sullivan. Aber nein - auch hier hat sich Billy Joel verewigt! Die ganzen Nummern sind absolut stilecht arrangiert, klingen aber trotz aller Perfektion total locker und fröhlich. Ein Album mit eingebauter Gute-Laune-Garantie! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 26. November 2002
Etwas hektisch startet Billy Joel in seine CD mit dem Stück „Easy Money". Die interessanten Blä-ser setzen zwar Akzente, doch wirkt das Schlagzeug auf diesem ersten Track meist gehetzt. Lediglich in den beiden getragenen Zwischenspielen wird doch die große Klasse Joels sichtbar - oder besser gesagt hörbar.
Auf einen ersten musikalischen Höhepunkt trifft man dann im zweiten Stück, das der CD auf den Gesamttitel gab: „An Innocent Man". Sparsam führt ein E-Bass und ein Fingerschnippsen in das Stück ein, das dann durch die angenehme Stimme Billy Joels fortgeführt und immer mehr ausge-weitet wird - durch eine zurückhaltene Gitarre und einen gut dosiertes Flügel, auch durch Strei-cher und ein wohlbedachtes Schlagzeug, das den Rhythmus in gelungenen Breaks weiterführt - eine akustische Augenweide sozusagen. So schön kann Rockmusik sein - ohne Übertreibung, ohne Materialschlacht, aber mit viel Musikgefühl.
Auch beim dritten Stück der CD, „The Longest Time", verfolgt Joel die einmal aufgenommene mu-sikalische Fährte weiter. Ähnlich genial und sparsam wie beim vorherigen Stück, setzt er die musi-kalischen Elemente geschickt ein - diesmal auch mehrstimmiger (Chor-)Gesang mit schöner Klangfärbung und Laufmalerei, ganz untypisch für Rockmusik, aber sehr musikalisch. Da passt einfach alles, da fehlt nichts.
„This Night" - das vierte Stück der CD - zeigt wieder die Stärke (oder soll man es Schwäche nen-nen) für langsam und getragene Balladen. Da möchte man am liebsten auf der Tanzfläche schlei-chen - oder sich im Takt sich bewegen und mitsingen mit der wohlklingenden Stimme Billy Joels. Selten klingt Rockmusik so melodisch und gefällig, ohne dem Mainstream zu verfallen. Man spürt deutlich, dass sich Joel mit sehr guten Musikern umgeben hat, die eine riesige Spielfreude verbrei-ten; in diesem Stück gefällt vor allem der Saxophonist, der mit Joel kongenial zusammenspielt.
Das nächste Stück - „Tell Her About It" - wird von der E-Gitarre dominiert. Sie treibt zusammen mit dem E-Bass voran und wird immer wieder kurzzeitig vom Schlagzeug sekundiert. Es tut gut, wieder einmal ein flotteres Stück zu hören - auch wenn die eigentlichen Höhepunkte in den ande-ren Stücken gesetzt werden.
So zum Beispiel in „Uptown Girl", das von dem wuchtigen Schlagzeug beherrscht wird. Dieses Stück lädt zum Mitmachen ein - zum Mitsingen und zum Tanzen, was der Qualität keinen Abbruch tut. Immer wieder klingen mehrstimme Backvocals durch, die die Stimme Joels schön untermalen - von den Vollblutmuikern einfach gut gemacht. Dieses „Uptown Girl" möchte man gleich selbst kennenlernen - so begeistert wird sie hier in diesem gelungenen Stück besungen. Da kommt Freude auf, der Funke springt über.
Im siebten Stück kommen wieder Bläser sehr gezielt zum Einsatz - unaufdringlich und sehr gefäl-lig. Es wird schnell deutlich, dass Billy Joel auch den Latin Sound beherrscht. Wir hören ein Stück, das auch auf eine Runde Cha Cha Lust machen kann. Besonders fallen bei diesem Stück die Be-gleitstimmen auf, die sich in eine angenehme Bass- und Diskantstimme verteilen. Dadurch bleibt die mittlere Stimmlage frei, die von Billy Joel gekonnt für den Leadgesang genutzt wird. Es ist eine Freude, Joel beim Singen und Musizieren zu beobachten und ihm zu lauschen. Es geht zwar um „Careless Talk", keineswegs aber um careless music.
Das nächste Stück ist durchaus Geschmacksache. „Christie Lee" muss nicht jedem gefallen. Das Schlagzeug spielt ein bißchen einförmig und stampfig - Joel versucht sich ein bißchen in Rock'n'Roll. Interessant klingt das Piano, das von Joel ein bißchen in den Vordergrund gerückt wird. Keine CD kann nur aus Höhepunkten bestehen.
„Leave A Tender Moment Alone" zeigt wieder mehr das Können Billy Joels in musikalischen Balla-den, in denen er eine Geschichte erzählen kann. Da stimmt wieder alles: Jedes Instrument be-kommt seinen Platz, ohne sich vorzudrängen, ohne andere zu dominieren. Sehr gut abgestimmt und ausgewogen - immer mit Spannung, aber nicht hektisch - vom Feinsten!
Zum Abschluss „Keeping The Faith" - nein, man braucht den Glauben an die Musikalität nicht ver-lieren. Sehr geschickt bildet der E-Bass das Fundament, auf dem sich die Stimme Joels entfalten kann, die sozusagen im Dialog mit den Bläser abwechselnd und auch im Duett herrliche Musik machen.
Es gibt sicherlich etliche CDs, die spektakulärer und bombastischer daherkommen, die mehr auf Showeffekte bauen, aber nach ein Paar Durchläufen nichts mehr bieten können. Das gibt es bei unserer CD nicht. Auch knapp 20 Jahren nach der Veröffentlichung (damals noch als Vinyl-LP) hat diese Musik immer noch viel zu bieten - wohl dosiert, wohl komponiert, gut gemacht, gespielt und gesungen.
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am 5. Mai 2014
Billy Joel hat keine wirklich schlechten Alben herausgebracht, im Grunde haben alle mindestens 4 Sterne verdient, aber das hier ist für mich nach "The Stranger" das geschlossenste Album mit keinen Ausfällen oder Schwachpunkten. Und es wirkt recht konzeptionell, offensichtlich wollte Joel hier der gesangsbetonten Musik der 50er und 60er Jahre Tribut zollen. Es startet mit dem mit fetzigen Bläsersätzen und Billys Schreien versehenem, etwas hektischen "Easy Money", dann ganz lässig und sparsam instrumentiert der Titelsong, dann folgen das geniale A Capella Stück "The Longest Time ", die stimmungsvolle Ballade "This Night", die schnellen Hits "Tell Her About it" und "Uptown Girl", das groovige "Careless Talk", das rock 'n' rollende "Christie Lee" um dann mit dem ruhigen "Leave A Tender Moment Alone" und dem selbstreflektierendem "Keeping The Faith" im mittleren Tempo das Album zu beschliessen. Neben der wie immer hervorragenden, wandlungsfähigen Stimme Billy Joels, gibt es viele super arrangierte Hintergrundgesänge und Bläsersätze, die die Musik veredeln.
Ein sehr empfehlenswertes Album auch für Billy Joel Einsteiger.
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am 12. Dezember 1999
Billy Joels CD aus dem Jahre 1983 ist ein weiterer Meilenstein auf der unendlich langen Liste der Erfolgsalben dieses begabten Musikers, Pianisten, Songwriters.
Die Stücke sind sehr gefällig, wie immer mit einem dominierenden Klavier und sie sind sehr einfallsreich: Der größte Hit ist sicherlich "Uptown Girl" oder auch "Tell her about it", mein Lieblingsstück ist aber auf jeden Fall "This night": hier gelingt es Joel ein klassisches Stück von Beethoven in den Refrain einzubauen, es fällt kaum auf, weil es nicht anachronistisch ist, aber für Klassikexperten ist es natürlich obsolet. Ich glaube aber sagen zu können, das Beethoven sicherlich nicht über diesen Diebstahl verärgert wäre, denn es ist genial gemacht (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 1. Dezember 1999
Gekauft habe ich mir dieses Album, weil ich zwei Stücke schon kannte, und ich muß sagen, daß ich es nie bereut habe. " An innocent man" stammt eigentlich aus den 80er Jahren, aber irgendwie hört sich die Musik gar nicht nach dieser Zeit an. Gerade bei " The longest time" oder "Uptown Girl" könnte man eher an die Musik der 60er oder 70er denken. Gerade diese beiden Stücke kommen unwahrscheinlich schwungvoll daher. Es sind sicher keine qualitativ hochwertigen Stücke, aber sie machen unwahrscheinlich gute Laune durch ihre Unbeschwertheit. Und dazu kommt sicher noch Billy Joels klangvolle Stimme, die einen unglaublichen Tonumfang hat . Dies macht diese CD zu einem wunderschönen Werk der Popmusik. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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