Kundenrezensionen


11 Rezensionen
5 Sterne:
 (7)
4 Sterne:
 (4)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne ? zu wenig !, 7. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
sauhart, unberechenbar, schnörkellos und brachial - so kann man dieses
megageile thrashmetal-debüt von 1989 beschreiben.
für mich eine große spur besser, als so manch überbewertete thrash-scheibe (nenne keine titel,sonst gibt es eh wieder nur prügel :D).
fette und schnelle riffs, abgefahrene solis und einen aggressiven randy rampage am mikrofon.
jeder metal-head sollte dieses album besitzen
unglaublich gutes album und remastered !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Annihilators Debüt, 19. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
"Alice In Hell" von 1989 ist wohl das Vorzeigealbum der kanadischen Thrasher um Gitarrist Jeff Waters, vor allem durch den grandiosen Titelsong "Alison Hell". Waters' Erstschlag fällt dabei produktionstechnisch minimalistisch aus: eingespielt in Rekordzeit nur von ihm an Gitarre und Bass, Drummer Ray Hartmann und Sänger Randy Rampage mit seiner punkig angehauchten Freakstimme, die den Songs diesen bitterbösen Grundton verleiht.

Ging es bei "Crystal Ann" und "Alison Hell" noch eher in gemäßigtem Tempo voran, so sollte man sich spätestens bei den ersten Shred-Riffs von "W.T.Y.D.(Welcome to your Death)" fest anschnallen, denn ab jetz geht's Schlag auf Schlag! "Wicked Mystic", "Word Salad", "Burns like a Buzzsaw Blade", "Schizos 1 und 2", "Ligeia" (ja, es geht um Poe's Kurzgeschichte^^) und schließlich "Human Insecticide" legen dem Hörer allesamt erstmal den Scheitel neu, und zwar in teilweise wahnwitzigem Tempo, ein Thrashgewitter erster Klasse.

Bei aller Kritik, die Jeff Waters schon so einstecken musste, dieses Album ist und bleibt ein Meisterwerk.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Annihilator Scheibchen schlechthin!, 2. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
Im Zuge des finalen Aufbäumens unzähliger Thrash Bands schlug dieses Debütalbum ein wie die Bombe, da war sich sogar die gesamte Musikpresse einig. Sorgte bereits das Demo "Phantasmagoria" im Undergrond für großes Aufsehen, war es bei Veröffentlichung von "Alice in Hell" nur mehr Frage des Feinschliffs, um den sabbernden Metal Fans einen künftigen Klassiker aufs Tablett zu servieren.

Großteils verantwortlich dafür ist der eröffnende Killertrack "Alison Hell" - eingeleitet von einem majestätischen Zupfintro im Flamenco Stil, stellen Saitenhexer Jeff Waters, Powerröhre Randy Rampage und Drummer Ray Hartmann ein musikalisches Feuerwerk zur Schau, dass man eigentlich nur noch als die absolute Krönung des Heavy Metals huldigen kann. "Regisseur" Waters degradierte hier schon im zarten Alter von 21 Jahren (!) sämtliiche Griffbrettwichser Sektionen mit seinem atemberaubenden Gitarrenspiel zu aussichtslosen Spastikern und übernahm noch nebenbei die Produktion von "Alice In Hell" im Alleingang.

Die einzigartige Kombination aus Jeff's verspielt-flinken Leads, den mächtigen Stakkato Riff Formationen und dem garstig-fiesen Gesangsstil Rampage's gibt diesen Power/Thrashmetal Geschossen gewissermaßen eine dämonische und gleichsam hinterfotzige Duftmarke. Mit Ausnahme des bereits erwähnten Einstiegsdoppels "Crystal Ann"/"Alison Hell", dass einerseits sehr tempivariiert und andererseits irgendwie doch eingängig ist, bewegt sich das Restmaterial - in diesem Sinne seien die nächsten Vorschlaghämmer wie "Welcome To Your Death", "Wicked Mystic", "Word Salat" oder "Human Insecticide" erwähnt - im oberen Drehzahlbereich, also Thrashkeulen, welche aber Dank Ihres wahnwitzigen Songwritings niemals Gefahr laufen, langweilig zu werden. In der darauffolgenden, ersten Europatour mit den Briten Onslaught sollen diese laut Augenzeugen Berichten zufolge Abend für Abend von Waters & Co. an die Wand gespielt worden sein, was nicht sonderlich verwundert, konnte ich mich Jahre später selbst von den unglaublichen Livequalitäten des Flitzefingers Waters (der mit komischen Grimassen seine Riffs unterhaltsam begleitet) mit Mannschaft überzeugen.

Ein kleines "Problem" was Annihilator auf Lebzeiten mit sich schleifen werden, ist, dass sie mit "Alice in Hell" die Messlatte enorm hoch gesetzt haben und letztlich mit keinem der vielen Nachfolgewerke aufzuschließen vermochten, was jedoch nicht heißen soll, dass man so tolle Outputs à la "Never, Neverland" ('90), "Set The World On Fire" ('93), "King Of the Kill" ('94) oder "Criteria For A Black Widow" ('99) ignorieren sollte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Debüt, 9. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
Alice in Hell bzw. Annihilator gehören mit zu meinen Lieblingsbands jener Zeit neben Megadeth und Metallica. Die Riffs und Soli haben einfach diese ganz besondere Art die sich heute kaum mehr findet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Legendäres Debüt, 31. Januar 2001
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
Der Status von `Alice in Hell` kann inzwischen getrost als `legendär'bezeichnet werden. Allein das wunderschöne Akkustik-Intro `Crystal Ann` und der Evergreen `Alison Hell` genügen fast schon, hier eine Kaufempfehlung auszusprechen. Im Vergleich zu späteren Annihilator-Outputs wirkt dieses Debüt natürlich, wie auch bei anderen Vertretern der Zunft, ungestüm und im Bezug auf das Songwriting etwas unausgegoren. Diese Defizite werden jedoch durch eine eindrucksvolle Spielfreude und urwüchsige Energie wieder wettgemacht. Schon hier zeigt sich, daß Jeff Waters virtuoses Gitarrenspiel einmal Maßstäbe setzen würde, und Randy Rampages Röhre ist nur mit dem Wort `kultig` zu umschreiben. Die Abwechslung kommt hier sicher noch etwas zu kurz, fast alle Songs fahren im DZug-Tempo durch die Boxen, aber das stört dank solcher Glanzstücke wie `Welcome to Your Death` oder `Human Insecticide` nicht weiter. Sollte in keiner Trashsammlung fehlen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Jeff Waters' Geniestreich, 14. September 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
Mit Annihilators Erstlingswerk "Alice In Hell" komponierte (und produzierte) der damals 22-jährige Gitarrengott Jeff Waters im Jahre 1989 ein Thrash/Speed-Metalklassiker und Kassenschlager für Roadrunner Records, der (zumindest für mich) in die Topriege der Metalplatten gehört.

"Alice In Hell" startet mit dem wunderschönen und traumhaften Instrumental "Crystal Ann" nur um nach 1:41 Minuten mit dem Quasi-Titelsong "Alison Hell" alle Riff-Register zu ziehen und den Hörer umzuhauen, als wäre er von einer 500kg-Bombe getroffen worden. Die Gitarrenarbeit von Jeff Waters ist schlicht und ergreifend beeindruckend. Virtuos, technisch und mit einer leichten Prise Verrücktheit geht dieser Mann an die Sache, sodass man sich glücklich schätzen darf, dass die Gitarren auch in den darauffolgenden Liedern immer den elementaren Bestandteil der Songs ausmachen.

Weiter in der Playlist geht es mit Thrash/Speed-Metal-Granaten wie "W.T.Y.D" (Welcome To Your Death), "Wicked Mystic" oder "Burns Like A Buzzsaw Blade". Dass die Texte dabei nicht immer allzu ernst genommen werden sollten und meist einen ironischen Touch haben, wird besonders an den nachfolgenden "Schizos (Are Never Alone) - Part I & II" und "Word Salad" (no ballad) deutlich. Mit dem auf der gleichnamigen Erzählung von Edgar Allen Poe basierenden Song "Ligeia" und dem Riff-Inferno "Human Insecticide" endet das 37:50 Minuten lange Magnum Opus Annihilators mit der wohltuenden Erkenntnis, dass "Alice In Hell" nicht auch nur einen schwachen oder mäßigen Song beinhaltet, sondern von vorne bis hinten ein Fest für die Ohren ist.

Den Job des Sängers übernimmt Blondschopf Randy Rampage, dessen Stimme mit ihrem verrückten Unterton zur Musik passt, wie die Faust aufs Auge. Und trotz des Umstandes, dass Randy technisch gesehen vielleicht nicht mal im Männerchor einer Dorfkirche mitsingen könnte, weiß er mit seinem Singorgan weit besser zu gefallen, als die Sänger der folgenden Alben (besonders Aaron Randall) mit ihren oft austauschbar, generisch und leicht kitschig klingenden Stimmen. Jeff Waters hatte einfach kein gutes Händchen für gute Sänger, was ihm auch wohl dazu bewegte, Randy Rampage für das 1999 erschienene Album "Criteria For A Black Widow" zurückzuholen, nachdem die Qualität seiner Platten stetig abgenommen hatte. An das Debüt kam Annihilator trotzdem nie mehr heran. Schade.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Through Hell and Back again, 7. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
Zu den berühmten Metal-Klassikern zählt man bekanntlich Alben wie die "Number of the Beast" von IRON MAIDEN. Auch METALLICA's "Master of Puppets" wird oft genannt. Nicht zu vergessen das unbeschreiblich geile "Reign in Blood" von SLAYER und noch 100 weitere Alben... Es gab zu dem Thema einmal eine nette Sonderausgabe in der Rock Hard glaub' ich, mit den 100 besten Metal Scheiben der Geschichte.
Ich habe erst vor kurzem, Ja Schande über mich!, die charismatischen, hochbegabten Jungs von ANNIHILATOR für mich entdeckt und schwimme seit dem Tag auf einer Euphorie-Welle. Wusste gar nicht, dass ich surfen kann' Gleich erstmal bei Ebay ein bisschen gestöbert und das erste Album, um das es sich heute handeln soll, besorgt.

Der schaurig schöne Titel Alice in Hell lässt schon vermuten, dass wir es hier mit einem Metal-Album zutun haben, denn aus welchem anderen Genre hätte eine Platte mit dem Titel entspringen können ;)
Zu meiner Überraschung und um Bezug auf die Einleitung meines Artikels zu nehmen, musste ich feststellen, dass auch Alice in Hell von Annihilator unter den besten Metal-Scheiben des vergangenen Jahrtausends zu finden ist.
Das sind sehr hohe Erwartungen, die sich binnen Sekunden aufgebaut haben und so eine Wand lässt sich schwer einreißen. We shall see'
Zur Band
""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""

Das Mastermind hinter der Band ist der Gitarrengott Jeff Waters. Ein Virtuose und Techniker unter den Gitarreros. Man merkt seinem Spiel deutlich an, das er schon seit frühen Tagen, genauer seit dem er 13 ist, Spaß am Gitarrenspiel hat.
Er gründete 1984, zur Blütezeit des Metal, zusammen mit John Bates die Band ANNIHILATOR. Erst 5 Jahre später sollte er mit Alice in Hell, ihrem Debütalbum, für Aufsehen sorgen. Ausschlaggebend war der Übersong Alison Hell. Nebenbei bemerkt ein tolles Namensspiel mit dem vermeintlichen Titeltrack und dem Namen des Albums.
John Bates war zu Beginn der Bandgründung, also in der Anfangsphase der Sänger, wurde aber bereits 1985 ersetzt. Meines Wissens übernahm erst Waters den Part. Wenn man sich einmal die Liste der ehemaligen Mitglieder von Annihilator anschaut, eine praktische Auflistung findet man unter Wikipedia, fällt doch auf, dass Annihilator eigentlich ein Ein-Mann-Projekt darstellt, ähnlich wie es zurzeit Running Wild tun. Immer wieder wurde jeder mögliche Posten, sei es das Schlagzeug, die Gitarre (neben Waters natürlich), der Bass oder der Gesang, neu besetzt. Der einzig beständige Teil der Band ist Jeff selbst, er hat sein eigenes Projekt nie im Stich gelassen und dass obwohl Megadeth's Dave Mustaine bereits zweimal versuchte ihn für seine Band zu gewinnen.
Der Status der Band wurde durch Tourneen mit Größen wie Overkill und sogar Judas Priest gefestigt und ist mittlerweile ein sehr lohnenswerter Headliner geworden. In diesem Jahr wurde ihr bislang 11. Album, Metal, veröffentlicht, dessen Bericht alsbald bei mir zu lesen sein sollte. Wenn nichts schief geht natürlich *Daumen drückts* Interessant ist hierbei die Liste der Gastmusiker: Jesper Strømblad von IN FLAMES etwa oder "Wildchild" Alexi Laiho von den Bodomkindern geben ihr Können zum Besten und es sei mir an dieser Stelle erlaubt zu sagen: Das Album ist die Krönung der Geschichte von Annihilator.
Tracklist "Alice in Hell"
""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""

01 - Crystal Ann
02 - Alison Hell
03 - W.Y.T.D.
04 - Wicked Mystic
05 - Burns Like A Buzzsaw Blade
06 - Word Salad
07 - Schizos (Are Never Alone) Parts I & II
08 - Ligeia
09 - Human Insectic

"Zu den Tracks" oder "Kopfüber in die Hölle"
""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""

Was sofort ins Auge fällt ist die relative kurze Spieldauer von grade einmal knapp 38 Minuten. Nunja, das hat nichts zu sagen, denn auch Slayer haben zum Beispiel mit Reign in Blood auch kein Mammutwerk abgeliefert und trotzdem die Hölle rausgelassen (im positiven Sinne versteht sich). Auf Alice in Hell ist Word Salad dabei schon der längste Track des Albums mit grade einmal 5:49 Minuten.
Crystal Ann, eigentlich der erste "Song" ist "nur" ein Intro und wird oft auf den Liveshows als Opener genutzt. Getragen von einem zurückhaltenden Bass und wundervollen fast griechischen Akustikgitarrenklängen wird man beinahe ruhig und sinnlich in das Album eingeführt. Als reines Intro einfach wundervoll gelungen und eins der schönsten kürzeren Gitarrenstücke im Genre des Metal. Allerdings wird diese Art der Albumgestaltung heutzutage sehr oft kopiert, da es ein bewährtes und meist stimmiges Stilmittel ist.
Das Highlight der Platte folgt dann direkt im Anschluss. Fast in der gleichen Art beginnt nämlich Alison Hell, jetzt allerdings merklich von E-Gitarren gespielt. Nach genau 15 Sekunden wird dann schon mal vorsichtig gerifft, das Schlagzeug setzt ein und ab jetzt beginnt eine fast halbstündige Fahrt durch die Hölle. Ladies & Gentlemen, halten sie ihre Tickets bereit, diese Fahrt werden sie so schnell nicht vergessen!
Das Gitarrenspiel wird jetzt schneller und er erfolgt ein sehr bekanntes und leider auch oft kopiertes Lead, schnell, melodiös und sehr eingängig gehalten. Das Riff, das dem folgt, spielt fast die gleiche Melodie aber eben eine Spur härter. Nach dem Ansturm wird ein kurzes, ruhiges Break eingelegt und dann befindet man sich auch schon im Rhythmus der Strophen. Langsamer, im Midtempo angesiedelt aber ungemein groovy bahnt man sich seinen Weg durch den Text. Die Stimme ist sehr verständlich und im Vergleich zu Bands wie Anthrax oder Slayer "normal", immer wieder durchbrochen von kleinen, hohen Schreien. Später im Verlauf des Songs gibt's dann ein sehr interessantes, fast lustiges und doch schaurig schönes Element zu betrachten, wenn sich die Stimme und das ganze Grundthema des Songs etwas zurück ziehen und man eigentlich nur eine Leadgitarre hört und ganz in der Tradition eines Musicals die Stimme ganz hoch wird und kurz und spitz die folgenden Worte ausgestoßen werden:

"Sitting in the corner, you are naked and alone
no one listened to your fears, you've created me"
Schaut man sich den Text als Ganzes an, sieht man, dass der Song eigentlich eine Hommage an "Alice im Wunderland" ist und hier sozusagen ins "Horrorland" bzw. in die Hölle transportiert wird. Vom Herrn Waters würd ich gern mal eine Buchform der Geschichte lesen, er sollte mal darüber nachdenken ;) Man kann jetzt meinen kleinen, ausgewählten Textauszug interpretieren und darin hochlyrische Ansätze finden. Dass man, wenn man alleine ist und niemanden mehr hat und die Welt zu zerbrechen droht, etwas schafft, dass vielleicht sogar Gestalt annehmen kann. Sprich: Man verschafft seiner Wut und Verzweiflung Luft. Was irgendwie eine Hilfe darstellt... aber genug von den Interpretationen.
Zu Recht ein absoluter Klassiker im Metal und insgesamt sehr stimmig, Text, Härte, Melodie, und das kleine "Break" aus dem Musical- bzw. Opernbereich, einfach herrlich.

Die erwähnte Härte im Riffing und die solide, schaurige Grundstimmung lässt man zu keinem Zeitpunkt der halben Stunde vermissen. Vielmehr wird man, wenn man sich auch mit dem Text auseinander setzt, in die Hölle hineingezogen. Das mag von mir jetzt vielleicht stereotypisch und eher kitschig wirken, allerdings trifft das ausnahmsweise völlig zu. Sicher, man kann das Werk nicht mit denen von Dimmu Borgir vergleichen, zumal diese in einer ganz anderen Welt (oder einer anderen Hölle) leben. Aber es funktioniert vom Mitreißfaktor genauso wie die Blind Guardian Alben. Das klingt jetzt eventuell komisch, spottet aber jeder Beschreibung. Daher solltet ihr das selbst mal versuchen' Hier wirkt das alles aber, vielleicht auch nur durch Zufall gelungen, noch passender als bei den genannten Bands, und das muss man erstmal schaffen.
Der 3. Track etwa, W.T.Y.D. heißt ausgeschrieben: Welcome to your Death, also Willkommen zu deinem Tod. Herrlich bescheuerte Titel, die eben wirklich nur im Metal vorkommen und die extrem geile Musik absolut würdig unterstützen ;) Denn rational und subjektiv gesehen ist das doch alles nur Müll, welcher gesunde Mensch will so was wirklich hören? Naja, wir ;) Und man hört den Metal ja eigentlich nicht, um Satan anzubeten oder Leute umzubringen, was viele Leute leider total missverstehen und falsch interpretieren, sondern um verdammt viel Spaß zu haben. Um abzufeiern und einfach mal die Matte zu schütteln ;) Shake Heads, oder wie war das Wishmaster? *g* Aber wem sage ich das' das ist ein Leidensthema und Klischeedenken und das wollen wir hier jetzt nicht auch noch anprangern' Das würde vermutlich den Rahmen sprengen.

Zurück zum Album:
Musikalisch bewegt sich das Album also in dem angesprochenen Rahmen und fällt nicht vom durchaus hohen Standard ab. Einige Songs sind dabei etwas schneller gespielt, W.T.Y.D. ist dabei eine reinrassige Thrashmetal Nummer und heizt daher ordentlich ein. Sehr schnelles Tempo, aber immer noch sehr gut verständlich. Auch hier wieder im Song ein Break, das eigentlich eine ganz andere Schiene fährt und den sonst eher normalen Song durchaus passend auflockert. Irgendwie erinnert mich der Song an Raining Blood oder Angel of Death von Slayer. Das die Stimme verständlich bleibt, heißt aber nicht, das die Lyrics harmlos rübergebracht werden. Die Stimme klingt zu jeder Zeit böse und aggressiv und doch irgendwie sehr melodiös. Eine tolle Gratwanderung.
Wicked Mystic ist irgendwie ein weiteres Highlight des Albums und nach 3 richtigen Songs schon 2 Highlights zu haben heißt schon was. Das Riff zu Beginn haut noch mal deutlich rein und ist härter und direkter als zuvor. In diesem Song wird viel mehr mit dem Rhythmus gespielt, manchmal einfach nur verlangsamt, um dann in einem Sologewitter auszubrechen. Stellenweise unterbricht der Song für quälende Millisekunden, die einem wirklich deutlich länger vorkommen. Auch Wicked Mystic heizt gut ein, dass es jedem Anthrax und Slayeranhänger Angst und Bange werden muss.

Burns like a Buzzsaw Blade'. Nunja' wie war das mit dem Titel noch mal? *g* Eventuell der schwächste Song auf dem sonst so genialen Album. Der Schöpfer sagt selbst über den Sinn des Titels, dass es um die Erkennung von Fantasie hinter dem Rationalen geht. Dass man sich von Gefühlen wie Lust, Verlangen und Passion in eine Art Trance versetzen lassen kann. Also etwa das Realisieren einer Macht, die hinter dem rationalen Denken liegt und einfach nicht zu erklären ist. Sie passiert einfach, man kann sie spüren und das zählt.
Ganz schön tiefsinnig für einen Song mit dem Titel. Man kann ja alles Mögliche in so gut wie alles hinein interpretieren. Ich habe Interpretationen in der Schule geliebt, das sollte man vielleicht noch anmerken, daher hab ich an solchen Äußerungen und Überlegungen meine helle Freude ;)
Musikalisch fällt der Song aber überhaupt nicht auf. Keine besonderen Arrangements, ein mittelmäßiger Metalreißer, wenn man vom (wirklich so gewollten?) Sinn absieht'
Word Salad, also Wortsalat, findet man in dem Song nicht vor obwohl es textlich schon daran erinnert. Es wird in dem Song viel mit kurzen Satzfragmenten gearbeitet, was vor allem dem Speed im Strophenpart deutlich zu gute kommt. Musikalisch geht man wieder einen Schritt in Richtung Alison Hell. Ein eher ruhiges Intro, ein Midtempo-Riff, die Strophen etwas schneller und stimmlich tief gehalten. Das Break bildet dieses Mal ein schönes, nicht ganz so durchsichtiges Gitarrensolo, eine Mischung aus Riff und Soloding. Im Refrain heißt es dann "Word Salad - No Ballad". Naja, eine Ballade hätte ich da jetzt auch nicht wirklich vermutet ;)

Schizos ist laut Songtext in zwei Teile gespalten. Allein vom Titel sollte klar sein, was die Intention von Jeff war. Er sagt ja selber, dass es eine Menge Stimmen in seinem Kopf gibt, die alle versuchen, mit ihm zu sprechen. Ob er sie durch diesen Song geistig verarbeiten will? Wäre denkbar, obwohl er wohl eher sämtliche Stimmen damit aus dem Kopf pusten könnte' Wie wahr doch der Untertitel des Songs "..are never alone" ;) Ich wusste doch, dass mir wer zuhört. Nach nur wenigen Sekunden unheilvollen Brummens schlägt man wieder voll auf die 12 und gibt Vollgas. Im Mittelpunkt stehen Waters' Gitarrenriffs und Geschrubbe, das noch einen Tick verrückter ausfällt als auf den Songs zuvor. Bestimmt entstand erst der Titel und dann der Rest *g* Von Gesang kann hier eigentlich keine Rede sein, überhaupt ist der Songtext wie erwähnt recht bescheiden. Man hört nur tiefe "Growls"(?). Mitten drin unterbricht der Song kurz und geht dann wieder unbehelligt weiter, im gleichen Tempo und mit der gleichen Stimme und Melodie. Part 2 halt' Hier hört man dann gegen Ende auch wieder die verrückten und pfeilschnellen Soli erklingen.
Etwas ruhiger setzt da Ligeia an. Ein tolles Rhythmusspiel von Gitarren und Drums und ein fett vor sich hin marschierendes Riff. Der Gesang setzt sehr bald ein und ist endlich wieder klar verständlich, aggressiv aber melodisch. Unterbrochen werden die lyrischen Ausbrüche nur von gelegentlichen, kurzen Soli. Ansonsten hat man sich dem langsameren, dafür stampfenden Rhythmus verschrieben. Langsamer heißt aber nicht Midtempo sondern immer noch verdammt schnell. Die Perfektion des Dargebotenen lässt mich immer wieder Staunen, stellt das Album Alice in Hell doch das Debüt von Annihilator dar.

Human Insectic ist der letzte der Kracher auf Alice in Hell. Den Song kann man am ehesten mit denen von früheren Slayer Veröffentlichungen vergleichen. Dabei fällt mir ein, dass einige Slayer Platten eventuell später noch dran glauben müssen und euch vorgestellt werden, macht euch auf was gefasst, hehe'
Schnelle Gitarrenläufe, nicht sehr aufwändig oder originell aber ein Brecher vor dem Herrn. Hier wird zum Ende noch einmal voll und ganz auf Speed gesetzt und könnte von der "Melodie" im Refrain durchaus mit Angel of Death von Slayer mithalten. Alles sehr erbarmungslos und hart eingespielt.
Was bleibt?
""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""

So, das war also das Debüt von Annihilator. Die Reise durch Alice's Hölle ist vorbei und mühsam krabbelt man wieder an die Erdoberfläche. Das war ein Ritt, den will man als Metaller doch gerne so schnell wie möglich wiederholen.
Im Thrash- bzw. Speedmetalgenre ist es für mich eines der besten Debüts der vergangenen 20 Jahre. Slayer waren mit ihrer Show no Mercy noch einen Tick gnadenloser und brutaler, trotzdem technisch versierter als es Annihilator 6 Jahre später mit Alice in Hell versuchen würden. Nichtsdestotrotz ist dieses Album für einen Fan von härteren und schnelleren Gitarrenklängen durchaus empfehlenswert. Wenn man auf die Melodie größtenteils verzichten kann oder einem generell einfach nur zum Moshen ist. Hier herrscht beim Moshen schon fast Knochenbruchgefahr ;)
Wenn ihr meine anderen Rezensionen von Langrillen kennt, dann fällt auf, dass ich auf eine Songbewertung dieses Mal verzichtet habe. Es ist schwer, ein Urteil zu fällen, wenn man nur einzelne Songs betrachten muss. Das Album stellt eigentlich kein Konzeptalbum dar, muss bzw. sollte allerdings als Ganzes konsumiert werden. Es ist eine Einladung, mit Alice durch die Hölle zu reiten und das kann man nicht einfach so ohne weiteres unterbrechen. Daher spreche ich nur eine allgemeine Empfehlung aus.

Meine Empfehlung beschränkt sich aber, wie mehrfach erwähnt, auf Fans von Slayer oder, ganz entfernt, die frühen Anthrax oder Megadeth. Sie richtet sich also klar an den Thrashmetaller. Alle anderen werden auf Grund der fehlenden Melodien und der Brutalität des Albums schnell Abstand nehmen wollen.
Zum Preis kann ich nur sagen: ich habe sie bei Ebay gefunden. Bei Amazon sollte sie aber auch nicht mehr als 10 Euro kosten, diese sind aber sehr gut investiert. Value for Money ;) Geht und kauft, liebe Konsumenten, kauft euch ein Ticket für die Hölle!

-Dennis für Ciao.de und Amazon.de 2010
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweifelsohne 5 Sterne mit Sahne und Zucker oben drauf !, 2. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
Eine Achterbahnfahrt direkt in die Hölle! Einsteigen Alice! Es geht kurz ein paar Meter gemächlich bergauf aber dann nimmt die Karre Fahrt auf! Nächster Halt Fegefeuer, Kopf einziehen, anschnallen sinnlos..

Was einem hier um die Ohren gehauen wird sucht wie hier schon mehrfach angedeutet auch unter bekannten Vertretern des Genres seinesgleichen: Ein paar Mal Alice in Hell hören und dann bei Metallica einschlafen..

Virtuos brutale Klampfenakrobatik gepaart mit druckvoller Bassarbeit und knochentrockenem Geknüppel aus der Schießbude - dazu der Gesang von Randy Rampage an dem sich Generationen von Exorzisten die Zähne ausgebissen haben müssen.. einmal in Fahrt wird hier keine Pause mehr gemacht,kurzum, wer mal 10€ richtig gut anlegen möchte klickt hier auf "kaufen!"
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Thrash-Alice, 19. September 2008
Von 
Christoph Finkbeiner "Wicht" (Dornstetten Baden-Württember) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
Das Intro ist genial und passt nahtlos zum Opener Alice in Hell. Leider sind die nachfolgenden Lieder nicht mehr ganz so genial weshalb ich einen Stern abziehen muß. Wenn man aber bedenkt das es ein Erstlingswerk ist und das die Scheibe bald 20 Jahre auf dem Buckel hat ist der Sound ganz passabel. Damals lief Alice in Hell in unserer Heavy Disko und die Leute sind alle ausgeflippt und haben gemoscht. Wer Thrash Metall mag dem gefällt auch diese Platte
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alice in Hell, 7. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
Ein sehr schönes Produkt und gute und schnelle Service. Ich bin sicherlich, dass Ich noch mal bei Ihnen kaufen werde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Alice in Hell
Alice in Hell von Annihilator (Audio CD - 2007)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen