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4.0 von 5 Sternen Vergessenes Kleinod des Verdi-Gesangs
Die Opernaufnahmen der FONIT CETRA aus den frühen Fünfzigerjahren sind heute nicht mehr sehr bekannt, da sie jahrelang nicht erhältlich waren und von der Aufnahmetechnik oft zweitklassig sind.

Dafür haben sie als Dokumente einer vergangenen Epoche großen Wert, da sie zeigen, wie Oper in Italien abseits von den Aufnahmestudios der...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2006 von Kunz Vogelgesang

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Grob und unidiomatisch
Was die DECCA wohl veranlaßt haben mag, diese völlig mißratene Rigoletto-Produktion aus den frühen 1950er Jahren wieder aufzulegen, ist schon schwer nachzuvollziehen. Daß man aber zusätzlich noch die gröbste Fehlbesetzung der Aufnahme, Mario del Monaco, auf dem Titel-Cover abgelichtet hat, mutet fast wie ein Stück "schwarzer...
Veröffentlicht am 17. April 2007 von K.H. Friedgen


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vergessenes Kleinod des Verdi-Gesangs, 21. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Rigoletto (Audio CD)
Die Opernaufnahmen der FONIT CETRA aus den frühen Fünfzigerjahren sind heute nicht mehr sehr bekannt, da sie jahrelang nicht erhältlich waren und von der Aufnahmetechnik oft zweitklassig sind.

Dafür haben sie als Dokumente einer vergangenen Epoche großen Wert, da sie zeigen, wie Oper in Italien abseits von den Aufnahmestudios der DECCA und EMI produziert wurde. Hier hört man meistens Rundfunkaufnahmen der RAI, die mit soliden Kräften der italienischen Opernhäusern aufwarten. Viele von ihnen wurden später weltberühmt. Tebaldi, Corelli Taddei, sie alle haben ihre ersten Aufnahmen für CETRA gemacht.

Auch dieser "Rigoletto" aus dem Jahr 1954 lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Was die Besetzung der drei Hauptpartien betrifft, braucht sie den Vergleich mit den großen Aufnahmen unter Solti, Perlea oder Giulini nicht zu scheuen.

Giuseppe Taddei singt den nach Tito Gobbi besten Rigoletto seiner Zeit, rein stimmlich übetrifft er diesen sogar. Taddeis Bariton ist kernig und strotzt vor Kraft, und seine Interpretation ist ein psychologisch hochinteressantes Portrait des zynischen Hofnarren. Er gestaltet die Partie auf den ersten Blick eher unsentimental schlicht, bringt aber auch sehr subtile Gefühlsnuancen in die Rolle ein. Ein Rigoletto, der wenig poltert und schluchzt, aber schwermütig ist und seine Würde zu wahren versucht.

Seine Tochter Gilda singt die legendäre Lina Pagliughi, ein echter "soprano leggiero", ein ganz leichter Koloratursopran, wie sie heute in dieser Rolle schon beinahe verpönt sind. Hier hört man eine wirklich mädchenhafte Gilda, rein und unschuldig wie ein Engel, mit glockig hellem Klang und sehr verträumter Aura. Zu diesem Zeitpunkt war Lina Paglighi bereits 44 Jahre alt, und das mag man, wenn man ihrer Darbietung zuhört, kaum für möglich halten. Es ist völlig egal, dass nicht alle Koloraturen ganz sauber sind und sie das hohe E auslässt: diese Gilda ist autenthisch und sehr liebenswert.

Feruccio Tagliavini gilt als einer der größten italienischen Tenöre der Nachkriegszeit, der mit wunderbarer Leichtigkeit und Reinheit gesungen hat. Diese Aufnhame kam für ihn vielleicht um ein paar Jahre zu spät, so dass er hier nicht in seiner allerbesten Verfassung anzutreffen ist - aber in sehr guter! Abgesehen von ein paar leicht gequetschten Tönen besticht er durch Eleganz und wunderbare Lyrik; stilistisch ist das vorbildlich gesungen. Dieser Duca di Mantova ist nicht nur Weiberheld, sondern trägt auch sehr melancholische Züge, was die Figur interessanter und vielschichtiger macht.

Das Orchester der RAI Torino unter Angelo Questa spielt temperamentvoll und solide, aber nicht auf Weltklasseniveau. Dafür gelingt Questa hier eine Aufführung mit viel Italianità und Dramatik. Und das ist bei Verdi doch das wichtigste.

Als Ergänzung zu anderen Aufnahmen sehr empfehlenswert, vor allem für Nostalgiker!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metternich über alles, 11. Juni 2004
Josef Metternich zählte in den 50er Jahren zu den ganz großen Baritonen Deutschlands. Viele Partien aus italienischen und französischen Opern in deutscher Sprache sind mit ihm entstanden, leider findet man sie heute kaum noch angeboten. Umso verdienstvoller jetzt endlich die Neuauflage zahlreicher alter Opernaufnahmen, die gerade diesen Sänger der Vergessenheit entreissen. Gewiß, technisch gibt es bessere Aufnahmen, und heute hört man Oper in der Originalsprache, aber wer einen deutschen Rigoletto hören will, wird hier vorzüglich bedient. Metternich gelingt ein stimmlich souveränes und darstellerisch glaubhaftes Rollenporträt, und seine Partner Rita Streich und Rudolf Schock stehen ihm nicht nach. Wenn schon italienische Oper in deutsch, dann so. Nicht vergessen werden soll die große Margarete Klose als Maddalena
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rigoletto auf Deutsch, 2. Oktober 2006
Verdis Rigoletto ist von den Plattenproduzenten so reich begünstigt worden, daß dem Interessenten eine Fülle, ja Überfülle, von guten bis erstklassigen Aufnahmen zur Verfügung steht, was manchem Musikfreund die Wahl zur Qual macht.
Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Produktion des RIAS Berlin aus den frühen Nachkriegsjahren, die, wie damals hierzulande allgemein üblich, in deutscher Sprache aufgenommen wurde. Aus heutiger Sicht erhöht das den Wert des Albums, weil fremdsprachige Opern in deutscher Übersetzung inzwischen wahre Raritäten sind. Das eingesetzte Sänger-Ensemble ist von unterschiedlicher, aber insgesamt guter Qualität.
Zunächst Rita Streich als Gilda: eine wunderbare, glockenreine Sopranstimme (man beachte das herrliche e''' am Ende ihrer großen Arie im 2. Akt), die der Rolle in allen Aspekten gerecht wird und auch stimmschauspielerisch in jeder Hinsicht zu überzeugen vermag.
Ihr Partner ist Rudolf Schock. Ich gestehe, daß ich nicht zu den Verehrern dieses Sängers gehöre, muß aber einräumen, daß er in dieser Aufnahme insgesamt eine gute Figur macht und nicht die Enden so abgehackt singt, was viele seiner späteren Aufnahmen so schwer genießbar macht. Auch hat er nicht die gewohnte Mühe mit den hohen Tönen und singt somit die Rolle des Herzogs sympathisch, unangestrengt und an manchen Stellen sogar recht elegant. Trotzdem bleibt (aus meiner Sicht) zu bedauern, daß Peter Anders nicht zur Verfügung gestanden hat.
Der Darsteller der Titelrolle, Josef Metternich, überzeugt mich hingegen auf der ganzen Linie. Er singt und gestaltet seinen Part ganz hervorragend und beweist einmal mehr, daß er zu Recht einer der ganz wenigen deutschen Sänger war, denen die große Ehre zuteil wurde, an der New Yorker Metropolitan Opera italienische Partien singen zu dürfen. Ein besonderes Lob gebührt noch der großen Margarete Klose, die der Maddalena ein ganz unverwechselbares Profil gibt. Die übrigen Rollen sind angemessen besetzt, mit Künstlern, die allerdings heute kaum noch jemand kennt. Ganz riesiger Pluspunkt der Aufnahme ist der Dirigent Ferenc Fricsay, der seinen (leider ungenannten) Chor und das RIAS Symphonie-Orchester Berlin zu einer runden Leistung bewegt. Auch hier zeigt sich, wie in seinen wenigen Studioaufnahmen, welch ein großartiger Operndirigent er doch war.
Die Aufnahmetechnik ist nicht überwältigend, aber insgesamt recht erfreulich. Immerhin handelt es sich um eine Rundfunk-Produktion aus dem Jahr 1950. Von einem Textheft kann keine Rede sein, lediglich eine knappe Inhaltsangabe ist enthalten. Andererseits ist der Text den meisten Musikfreunden ziemlich geläufig, und die Sänger bemühen sich um eine verständliche Aussprache. Außerdem ist der Preis des 2 CD-Albums sehr moderat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfreuliche Wiederbegegnung, 17. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Rigoletto (Audio CD)
An Rigoletto-Aufnahmen ist wahrlich kein Mangel, selbst alle herausragenden hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Trotzdem möchte ich dieser alten Einspielung aus dem Jahr 1954, bei uns weder bekannt noch populär, hiermit eine Lanze brechen. Das liegt vor allem an den sängerischen Leistungen. Der großartige Bariton Giuseppe Taddei gibt der Titelrolle ein ganz einzigartiges Gepräge, sein Gesang ist dazu so makellos, daß man wirklich von einer Spitzenleistung sprechen kann. Ferruccio Tagliavini als Duca ist ein ganz hervorragender Rollenvertreter, seine weiche, an Gigli erinnernde Stimme nimmt den Hörer so gefangen, daß man die gewissenlose, unrühmliche Figur, die er verkörpert, beinahe vergißt und ihm ganz unverdiente Sympathien entgegenbringt. Ich ziehe ihn hier noch Björling und Alfredo Kraus ein wenig vor. Lina Pagliughi ist eine ganz jungmädchenhafte, bezaubernde Gilda (hin und wieder denkt man an Erna Berger), und dann Giulio Neri: ein dämonischer, fast beängstigender Sparafucile, der dieser Nebenrolle mit seinem gewaltigen Baß ein Gewicht verleiht, das ihr eigentlich gar nicht zukommt (in einer Don Carlos-Aufnahme singt er einen geradezu furchterregenden Großinquisitor). An der Maddalena von Irma Colasanti gibt es nichts zu kritisieren, und die übrigen Nebenrollen sind angemessen besetzt.
Angelo Questa dirigiert den Cetra-Chor und das Orchester der RAI Turin routiniert. Leider konnte auch die digitale Neuabmischung den mulmigen Klang der alten Aufnahme nicht recht aufhellen. Ansonsten sehr anhörenswert. Von einer Textbeilage kann ernsthaft nicht die Rede sein, weder eine Einführung in das Werk geschweige denn ein Libretto sind vorhanden. Dafür ist der Preis kundenfreundlich.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Grob und unidiomatisch, 17. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Rigoletto (Ga) (Audio CD)
Was die DECCA wohl veranlaßt haben mag, diese völlig mißratene Rigoletto-Produktion aus den frühen 1950er Jahren wieder aufzulegen, ist schon schwer nachzuvollziehen. Daß man aber zusätzlich noch die gröbste Fehlbesetzung der Aufnahme, Mario del Monaco, auf dem Titel-Cover abgelichtet hat, mutet fast wie ein Stück "schwarzer Humor" an. Denn einen grobschlächtigeren Darsteller des Herzogs von Mantua hat es auf Tonträger bis heute nicht gegeben. Mario del Monaco macht aus dem aristokratischen Frauenheld einen erotischen Wegelagerer, der den Anforderungen der Rolle in keiner Weise gerecht werden kann. Statt die junge, wohlbehütete Gilda mit schmeichelnder Stimme zu betören und zu umgarnen, tritt hier ein Kraftprotz auf den Plan, der das arme Mädchen mit seinen Stentortönen buchstäblich "an die Wand" singt und ihm praktisch singend die Unschuld nimmt.
Ein ähnlicher Fehlgriff ist Aldo Protti als Rigoletto. Auch er wird weder singend noch schauspielerisch der Rolle auch nur annähernd gerecht. Seine Stimme klingt grob und unausgeglichen, und die vielen Facetten dieser tragischen Figur bleiben völlig im Dunkeln. Beide Sänger sind krasse Fehlbesetzungen, und es bringt nichts ein, sie mit wirklich idiomatischen Rollengestaltern, an denen in anderen Aufnahmen kein Mangel ist, vergleichen zu wollen. Sie sind ganz einfach fehl am Platz.
Das ist deshalb besonders bedauerlich, weil damit die schöne und profunde Leistung von Hilde Gueden, die der Gilda mit ihrer fein ziselierten, anmutigen Stimme in jeder Hinsicht gerecht wird, nicht zum Tragen kommen kann. "Als Gilda fällt sie in den weit geöffneten Rachen Mario del Monacos, der aus dem Herzog einen unerträglichen Macho macht", wie Jürgen Kesting treffend ausführt. Das Gaunerpaar Sparafucile/Maddalena ist mit Cesare Siepi und Giulietta Simionato luxuriös besetzt. Aber alles dies kann die Aufnahme nicht retten, auch nicht die gute musikalische Umsetzung der Partitur durch den erfahrenen Operndirigenten Alberto Erede mit dem Chor und Orchester der Accademia di Santa Cecilia Rom.
Eine Textbeilage gibt es auch nicht, aber das wäre für den Käufer noch am ehesten zu verschmerzen.
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5.0 von 5 Sternen Gianna d'Angelo is a ravishing Gilda!, 8. März 2014
Von 
S. Smith (Canada) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rigoletto (Audio CD)
Many thanks to Cantus Classics for including on this MP3 disc the wonderful 1959 studio recording of Rigoletto featuring Richard Tucker as the Duke, Renato Capecchi as Rigoletto and the divine Gianna d'Angelo as the most beautiful Gilda on record - delightful in characterization with a clean and brilliant belcanto line that seems to soar and float effortlessly. "Caro nome", "Tutte le feste", and "V'ho ingannato ..." are breathtaking and are highlights of an all-round superb performance. Capecchi as the title character sings solidly and conveys Rigoletto's emotional state with conviction while Tucker as the Duke is in fine voice.

Cantus' release comes closest to the original recording in terms of sound with the voices well captured. This is an excellent version of this much-loved opera worth owning for many reasons if not only because it splendidly preserves the artistry of the sadly under recorded Gianna D'Angelo in what was her signature role.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Very poor interpretation, 31. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Rigoletto (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Rolando Panerai performs very poorly in this version of Rigoletto. No bottom, no rythm. Duettis are boring too cause of his lack of voice.
Mcneil or Bruson performance are definitely much better.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlechteste Gesamtaufnahme, 11. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Rigoletto (Ga) (Audio CD)
Die wohl schlechteste Gesamtaufnahme des Rigoletto, die merkwürdigerweise neu aufgelegt wurde. Del Monaco gröhlt sich unerträglich laut und spröde durch seine Partie, die eines eleganten Tenors vom Schlage eines Bergonzi (unter Kubelik) oder Alfredo Kraus (unter Solti) oder zumindest Domingo (unter Giulini) bedarf. Protti ist nicht besser in der Titelrolle, grob, laut, unintelligent. Man vergleiche ihn mit einem Sänger wie Merrill oder einem Darsteller wie Gobbi. Hilde Güdens Gilda ist unidiomatisch. Neben Maria Callas oder auch Joan Sutherland wirkt sie unsicher und blaß. Das Orchesterspiel unter Erede ist stumpf und glanzlos. Einziger Lichtblick: Giulietta Simionato und Cesare Siepi als Banditenpaar.
Wer eine gute Aufnahme hören will, sollte zur alten, aber konkurrenzlosen Serafin-Aufnahme greifen mit Callas, Gobbi, di Stefano (der allerdings die Stretta im 2. Akt auslässt) oder zur Solti-Einspielung (mit Moffo, Merrill, Kraus). Mit Abstrichen sind auch die Aufnahmen unter Kubelik (Fischer-Dieskau, Scotto, Bergonzi) und Bonynge (Sutherland, Pavarotti, Milnes) oder Giulini (Cotrubas, Cappuccilli, Domingo) zu empfehlen. Gewarnt sei vor der neueren Levine-Aufnahme, die außer einer ausgesungenen Gilda (Cheryl Studer) und einem noch ausgesungeren Duce (Pavarotti) einen nur mittelmäßigen Rigoletto zu bieten hat und deren Orchesterspiel charmlos und unelegant-hastig daherkommt.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Oper mit Weltspitze, 15. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Rigoletto (Ga) (Audio CD)
Der Rigoletto war die Lieblingsrolle von Aldo Protti. Er hatte sie 418 mal gesungen. Sein Repertoire war weitgespannt und erstreckte sich auch auf selten gespielte Werke. Er war mit einer begnadeten Stimme ausgestattet und künstlerisch wie auch menschlich eine überaus sympathische Erscheinung. Dass er auch sportlich recht fit war, konnte er damit zeigen, dass er als Tonio im Bajazzo als Kapriole einen Handstand vorführte. Über mehr als zwei Jahrzehnte gehörte er international zu ersten Sängergarnitur. Das Anhören dieser großartigen Baritonstimme macht große Freude. Die Partie des Rigoletto wird von ihm überzeugend und vor allem in den Schlüsselszenen packend interpretiert.

Der Herzog wird von Mario del Monaco gesungen, einem Tenor, der schon seit geraumer Zeit teilweise mit einer Kritik überzogen, die mehr als nur befremdlich erscheint. Über die Gründe kann man nur spekulieren, entbehren symptomatischer Weise bereits Angriffe gegen seine Interpretation der Herzogfigur nicht einer gewissen Komik, weil schon eine klare Beschreibung fehlt, wie man sich nach einer vorgeblichen Idiomatik einen Adligen als subtilen Verführer vorzustellen hat. Das könnte vielleicht den Adelsstand selbst interessieren, gäbe es in Opernwelt und Literatur nicht bereits zur Genüge unterschiedliche Erscheinungsbilder von Frauenhelden aus dem Adelsstand.

Ein gewisses Problem besteht darin, dass der Herzog in seiner Erscheinung als Adliger nur die Gräfin von Ceprano verführen will, was natürlich hier nur beschränkt auf den Handlungsrahmen der Oper und von der Tatsache abgesehen zu verstehen ist, dass der

Herzog bereits die Tochter des Grafen von Monterone entehrt haben soll und deshalb samt Rigoletto verflucht wird. Das Rollenbild verlangt dazu einen jungen und feurigen Liebhaber, weil derselbe bei seinen anderen Eskapaden in Verkleidungen auftritt, und zwar bei Gilda als Student und bei Maddalena als Soldat. Verdi charakterisierte den Herzog als Wüstling, natürlich nicht bezogen auf den Habitus. Einige Kritiker scheinen den Opernstoff sträflich vernachlässigt zu haben, oder wie hat man sich beispielsweise einen subtil als Student oder Soldat auftretenden Lüstling vorzustellen? Mario del Monaco war damals figürlich und stimmlich eine blendende Erscheinung und auf der Höhe seines Könnens. Er meistert

alle Anforderungen der Rolle mit Bravour. Auf der Bühne hatte er den Herzog selten gesungen, später überhaupt nicht mehr, von der Mitwirkung bei Verfilmungen abgesehen.

Scheinbar hatte er diese Opernfigur nicht besonders gemocht. Umso mehr ist diese Aufnahme ein wertvolles Dokument.

Hilde Güden gibt mit ihrer glühenden und seelenvollen Stimme eine wunderbare Gilda ab.

Ihre Stimme ist nicht nur wunderschön und voller Leben, sondern auch von großer Leuchtkraft und Tragfähigkeit. Nicht nur in Duetten mit Mario del Monaco behauptet sie

sich mit ihrer wie ein Lichtbündel strahlenden Stimme problemlos. Quasi ergänzt sie mit

Helligkeit das dunkle Timbre der Stimme von Mario del Monaco, der teilweise sowieso nur

mit halbgeschlossener Kehle singt. Ihre Gilda wird von keiner Konkurrentin übertroffen.

Cesare Siepi glänzt als Sparafucile und hatte diese Rolle übernommen, obwohl sie relativ klein war. Sein Don Giovanni in der gleichnamigen und bedeutensten Oper von Mozart setzte Maßstäbe, die vor ihm und nach ihm keiner erreicht hat. Interessanterweise hat Don Giovanni eine gewisse Nähe zur Herzogfigur, jedoch sind nicht nur die musikalischen Architekturen beider Opern grundverschieden, sondern auch die maßgeblichen Handlungsstoffe, von der Tatsache abgesehen, dass der Don Giovanni nicht nur galant aufzutreten hat, sondern teils auch spöttisch und anmaßend zu singen hat. Giulietta Simionato war eine der führenden Mezzos, Lieblingspartnerin und Freundin der Callas. Fraglos ist ihre Maddalena überzeugend Selbst die wohl kleinste Rolle, nämlich die des Grafen von Monterone, ist mit Fernando Corena hochrangig besetzt. Also große Oper im wahrsten Sinne des Wortes.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerte Aufnahme, 7. Dezember 2006
Von 
Wilhelm Kaiser "Alexander" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Rigoletto (Ga) (Audio CD)
Die Rolle des Herzogs mag zwar nicht die größte Partie des Sängers Mario del Monaco gewesen sein, jedoch erscheint es auch nicht angemessen, ihn für diese Rolle als Fehlbesetzung zu bezeichnen. Das Rollenverständnis ist nicht zuletzt auch eine reine Geschmacksfrage, und wer von der Partie des Herzogs eine extrem subtile sängerische Leistung erwartet, mag von Mario del Monaco enttäuscht sein. In ein "subtiles" Rollenverständnis passt selbst noch nicht einmal die Vorstellung des Komponisten, denn Giuseppe Verdi selbst hatte in dem Herzog einen "Wüstling" gesehen. Ein "subtiler Wüstling" wäre sicherlich ein innerer Widerspruch. Mario del Monaco singt aber sowieso nicht wie ein Wüstling; er assoziiert äußerstenfalls die Vorstellung eines rücksichtslosen Draufgängers. Introvertiert angelegten Hörern mag das am wenigsten passen. Dass die Ausübung von Kunst auch Vielfalt bedeutet, scheint gelegentlich bei egomanischen Kritiken vergessen zu werden. Der Herzog will das Herz der unschuldigen Gilda erobern. Mit einer festgezurrten Charakterisierung, wie ein solches Vorhaben zu praktizieren ist, um zum gewünschten Erfolg zu kommen, kann man sich auch leicht auf Glatteis begeben. Und ein nur auf schönes Singen bedachter Stil ist letztlich reizlos, ein Ergebnis, das sich noch verstärkt, wenn die sängerische Darstellung bieder erscheint.

Die negativen Kritiker des Sängers behaupten von ihm, er sänge grölend, dröhnend, kurzatmig, brüllend und dergl. mehr. Diese hässlichen Urteile werden den Attributen des Sängers nicht gerecht. Sie sind bereits gesangstechnisch absurd. Der Künstler hat eine klangvolle Stimme mit gestochen klarer Diktion, die er je nach dem Charakter des Szenarios hell und dunkel färben konnte. Er hebt sich damit wohltuend von solchen Interpreten ab, deren Vortrag plärrend und verwaschen oder nasal blasiert und manieriert erscheint. Die vorgebliche Kurzatmigkeit soll wohl insistieren, dass bei einer kraftvollen Emission der Stimme das Durchhalten des Atemzuges leidet. Es handelt sich hierbei um eine bloße Unterstellung, die mit der Wirklichkeit bei Mario del Monaco überhaupt nichts zu tun hat. Zum einen kann das übermäßig lange Halten eines Tones eher als fragwürdige Unsitte verstanden werden und zum andern hatte Mario del Monaco noch im vorgerückten Alter beispielsweise als Siegmund die langen Wälse-Rufe mit voller Stimmkraft rund 15 Sekunden gehalten.

Noch befremdlicher ist der Vorwurf des Brüllens. Ein Brüllen führt zur Heiserkeit und verhindert, dass sich die Obertöne ungestört entfalten. Mario del Monaco ließ nicht nur wunderschöne Töne im Pianissimo erklingen, sondern konnte auch herrliche Legatobögen ertönen lassen. Seiner blendende Gesangstechnik sind die Angriffe nicht zugänglich. Seine Stimme war überaus robust. Wäre die negative Kritik berechtigt, hätte er weder im Einzelnen noch auf Dauer die Leistungen erbringen können, die ihn weltberühmt machten. Über drei Jahrzehnte hinweg war der Künstler weltweit fast pausenlos mit Höchstleistungen im Einsatz. Immerhin verglich Maria Callas die Stimme von Maria del Monaco einmal mit einem von Fassetten strotzenden Brillanten.

Zur Aufnahme als Herzog lässt sich allenfalls sagen, dass an einigen Stellen ein größerer Abstand zum Mikrofon besser gewesen wäre. Ich sehe den Sänger als Bereicherung in der erlesenen Schar wunderbarer Sänger an, die ich hier allein wegen des Umfanges gar nicht aufzählen kann. Aldo Protti hat zwar eine riesige Stimme, aber er konnte in überaus bewegender Weise auch die subtilen Phasen der Rolle glaubhaft durchdringen. Nicht umsonst war er als Rigoletto-Interpret begehrt und erfolgreich. Gerade die von ihm verkörperte Menschlichkeit ist ergreifend, die allein schon das Miterleben dieser Aufnahme lohnt.

Hilde Güden singt beseelt mit leuchtender Stimme die Gilda und ist sicher die Idealbesetzung für diese Rolle - eine bessere Gilda gibt es nicht. Nach dem Charakterbild handelt es sich bei der Gilda um eine unerfahrene und liebreizende junge Frau, fast eher Engel als Mensch. Maria Callas wäre für eine solche Rolle trotz großartiger stimmlicher Möglichkeiten nicht befähigt gewesen. Noch weniger gilt dies etwa für Joan Sutherland, die mit ihrer pastosen Stimme offenbar nur der Schönheit ihrer eigenen Stimme verpflichtet war und nach gewisser Zeit langweilt. Die Rolle der Gilda verlangt hingegen eine beseelte, ja inbrünstige Charakterisierung. Allein der Charme, den Hilde Güden menschlich und beruflich verbreitete, macht jedes Anhören dieser Stimme zu einer wunderbaren Bereicherung und Freude. Die weiteren Glanzlichter Giuletta Simionata und Cesare Siepi runden die Aufnahme zu einem wahren Fest illustrer Sänger ab.
Kommentar
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