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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album aller Zeiten?
Zugegeben, dieses Album ist keine leichte Kost, selbst für Dream Theater-Verhältnisse. Ich habe etliche Durchläufe gebraucht, um mit der Scheibe warmzuwerden, aber die Mühe hat sich mehr als gelohnt.
Schon die ersten 3 Tracks machen dem Hörer klar, dass er es hier nicht mit einem normalen Album zu tun hat - das übergeordnete Konzept der...
Veröffentlicht am 21. August 2002 von Philipp_312

versus
4 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 1999 ist leider nicht 1989
Da ist es also. Hm, mal sehen (bzw. hören)... Sänger LaBrie nervt immer noch, aber Dream Theater haben glücklicherweise gehandelt und ihren Instrumental-Anteil beträchtlich hochgeschraubt (fairerweise muß man sagen, daß der Gesang nicht mehr ganz so penetrant wie früher ist und manchmal sogar richtig gut klingt). Drummer Mike Portnoy...
Am 6. November 1999 veröffentlicht


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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album aller Zeiten?, 21. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Metropolis Part 2-Scenes from a Memory (Audio CD)
Zugegeben, dieses Album ist keine leichte Kost, selbst für Dream Theater-Verhältnisse. Ich habe etliche Durchläufe gebraucht, um mit der Scheibe warmzuwerden, aber die Mühe hat sich mehr als gelohnt.
Schon die ersten 3 Tracks machen dem Hörer klar, dass er es hier nicht mit einem normalen Album zu tun hat - das übergeordnete Konzept der CD betrifft nicht nur den Text, auch musikalisch zieht es sich wie ein roter Faden durch das ganze Album. Die Musik spiegelt wirklich die Stimmung und Atmosphäre der momentanen Situation der Konzeptstory wieder, ist wirklich eine Umsetzung der Handlung in Musik - und das ist selbst für ein Konzeptalbum keine Selbstverständlichkeit (Queensryches "Operation Mindcrime" z.B., mit dem "Scenes..." häufig verglichen wird, geht meiner Meinung nach dieser musikalische rote Faden gänzlich ab).
Die Musik selbst ist natürlich, wie von Dream Theater gewohnt, sehr komplex. Stellenweise ("Beyond this Life", "Fatal Tragedy", vor allem aber "Dance of Eternity") strapazieren die minutenlangen Instrumentalpassagen durch ihre häufigen Rythmuswechsel, ungeraden Takte und Soloeinlagen die Nerven des Hörers bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus. Gerade in diesen Passagen ist die Dichte an brillianten Melodien, Hooks und Riffs aber unglaublich hoch, andere Bands könnten mit den Melodien und Ideen aus 2 Minuten dieses Albums mindestens 2 komplette CDs aufnehmen... deshalb braucht es auch so lange Zeit, bis der Hörer die Songs auch ganz erfasst hat - die Musik ist einfach extrem kompakt.
Die Fähigkeiten der Band und des Sängers James LaBries sollten hinlänglich bekannt sein, die teils wahnwitzigen Rythmen und Soli könnten die meisten anderen Bands dieses Planeten schlicht und einfach nicht spielen. Aber den Kritikern, die behaupten, Dream Theater hätten außer beeindruckender Instrumentaltechnik nichts zu bieten, sollte spätestens dieses Album jeglichen Wind aus den Segeln nehmen - was hier kompositorisch und lyrisch geschaffen wurde, stellt für mich den musikalischen Höhepunkt der gesamten Rockgeschichte dar.
Das ist sicher sehr, sehr subjektiv, aber mich beruhigt, dass ich mit dieser Meinung zumindest nicht ganz allein zu sein scheine, wenn ich mir hier die restlichen Rezensionen durchlese... *g*
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Klassiker, 24. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Metropolis Part 2-Scenes from a Memory (Audio CD)
Ich könnte eine ganze Reihe Alben nennen, die für mich Klassiker sind: Da sind diverse Led Zeppelin-, Deep Purple- und Doors-CDs und auch von Dream Theater ist eigentlich jede CD ein Meisterwerk. Dennoch habe ich mich für "Scenes From A Memory" entschieden, da dieses Album für mich einfach eines ist, das mich so begeistert, dass ich es jeden Tag hören könnte.
Sicher, es hat vorher auch schon Konzeptalben gegeben, ich erinnere nur an großartige Werke wie "The Wall" von Pink Floyd und natürlich "Tommy" von The Who - aber es ist einfach auch die Art, wie Dream Theater Musik machen, also ihr Musikstil, das, was mir absolut zusagt: das Gefrickel, die langen Soli, die genialen Riffs, Rhythmus- und Tempowechsel usw. Ich denke, bei Dream Theater ist einfach immer alles dabei: Elemente aus klassischem Hardrock, aus Metal, aus Klassik und auch durchaus manchmal aus Jazz. Diese Mischung ergibt den Stil von Dream Theater, welcher auf diesem Album sich in einer Art Oper völlig entfaltet.
Harte Rhythmen in meinem Lieblingsstück "Fatal Tragedy" mit klasse Tempowechseln wechseln sich ab mit herrlich melacholischen Balladen wie "Through Her Eyes", dann kommt dazu eine solch ausgefallene Idee wie die Sitar in "Home" - das übrigens mit das gigantischste Stück des Albums ist; schon allein dieser langsame Aufbau bis hin zu dem brachialen Riff, das in ein indisch anmaßendes Solo mündet, bis schließlich ein donnernder Heavy-Metal-Rhythmus begleitet von James LaBries Gesang den Song richtig anfangen lässt, ist unglaublich!
Jazzige Elemente wiederum kann man bei "Scenes From A Memory" wohl vor allem in "The Spirit Carries On" finden - zumindest geht der Gospelchor und teilweise auch die Klavierstimme in diese Richtung.
Zwar ist "Scenes From A Memory" nicht ein Album, bei dem so viele verschiedene Melodien zu finden sind wie bei "Images And Words", aber es ist nun einmal ein Konzeptalbum und daher zieht sich die Musik auch in motivartiger Manier durch das ganze Album. Es ist halt wie bei einer Oper: es gibt eine Overtüre und gewisse Themen kehren eben immer wieder. Und es lässt sich auf jeden Fall immer wieder irgendetwas Neues finden, so oft man das Album hört; sei es John Petruccis virtuoses Gitarrenspiel, Jordan Rudess phantasievolle Keyboardstimmen, John Myungs erstaunliche, nicht nur begleitende Bassläufe oder Mike Portnoys überragende, treibende Schlagzeugbeats betreffend. Und auch James LaBrie, wenn man sich mal richtig auf seine Stimme konzentriert, singt einfach phantastisch - allerdings ist meine Ansicht auch ohnehin, dass er eine wunderschön warme, umfangreiche und - so hoch sie auch ist - kräftige Stimme hat. Ich verstehe die Leute wirklich nicht, die seinen Gesang nicht mögen - meiner Meinung nach passt er perfekt zu Dream Theaters überragender Musik.
Ein paar Worte seien aber auch noch zum textlichen Konzept gesagt: Die Texte sind alle voll von Bildern und genialen Versen wie "where did we come from, why are we here, where do we go when we die, what lies beyond, what lay before..." usw. - das ist Poesie! - Und das Thema ist interessant (Mord und Liebe und letztlich Leben nach dem Tod) und wie gesagt textlich toll umgesetzt - auch wenn man die CD ein paar Mal gehört haben muss, um alles zu verstehen.
Fazit: Nur geniale Bands wie Dream Theater vermögen es heutzutage wohl noch, Konzeptalben dieses Kalibers mit richtigen "Leitmotiven" zu kreieren und deswegen hat Dream Theater mit "Scenes From A Memory" auch völlig zurecht einen großen Erfolg erzielt und sich endgültig an die Spitze der großen Rock-/Metalbands katapultiert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich glaube es nicht!!!, 5. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Metropolis Part 2-Scenes from a Memory (Audio CD)
Seit zwei Wochen läuft diese CD in meinem CD-Player rauf und runter (das ist keine Floskel, sondern Tatsache) und im Moment ist noch kein Ende abzusehen. Noch nie hat mich ein Album so gefesselt. Ich denke, daß die Band mit ihrem Neuzugang die absolute Traumbesetzung gefunden hat und hoffe, daß es so weiter geht, auch wenn man sich nur schwer vorstellen kann, wie dieses Meisterwerk (dieser Meilenstein, dieses Album der Alben etc.) noch getoppt werden kann. An dem Instrumental "The dance of eternity" würde sich ein Großteil aller lebenden Musiker die Zähne ausbeißen. "Beyond this life" kommt unheimlich schnell und heavy daher. Andererseits legen die fünf mit "Through her eyes" eine dermaßen herzzerreißende Ballade hin, daß man sich fragt wie die zwei letztgenannten zusammen auf eine CD passen. Noch dazu direkt hintereinander. Und doch stimmt am Ende alles. Das Konzept, die Story geht auf und man kann sich durch die Musik fast bildlich vorstellen wie der Protagonist Nicholas vor dem Grab seiner "früheren Inkarnation" Victoria steht oder der "Showdown" in einer dunkelen Gasse zum Tod zweier Hauptfiguren führt. Dream Theater beweisen, daß sie im Moment die Könige des Progressive Metal sind. Ich kann jedem diese Platte nur ans Herz legen. Kaufen, hören, dahinschmelzen.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Scenes from a progressive Masterpiece, 14. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Metropolis Part 2-Scenes from a Memory (Audio CD)
Bei dem mittlerweile 5. Studioalbum wagen sich Dream Theater erstmals an ein Konzeptalbum. Ein Silberling mit einer Menge komplexer Musikverschachtelung, instrumentaler Perfektion und großartiger Produktion - soweit die Dinge, die ohnehin jeder von Dream Theater erwartet. Natürlich wird er sie auch diesmal finden.
Thematisch erleben wir die Session eines gewissen Nicholos bei einem Psychater, durch dessen Betreung er hofft, seine verwirrenden Träume besser zu verstehen. Träume, in denen er immer wieder von einem Mädchen namens Victoria heimgesucht wird, die bereits vor langer Zeit verstorben ist. Auf den insgesamt 77:14 Minuten erfolgt nun eine musikalische Reise durch Nicholas Unterbewusstsein.
Dass Dream Theater gerade jetzt zu einem Konzeptalbum neigt, scheint eine logische Konsequenz. Das Vorgängeralbum "Falling Into Infinity" stieß, für Dream Theater ungewohnt, erstmals auf negative Kritiken. Die Musik sei "selbstverliebt" und "angeberisch" titelte zB. der Musical Express. Natürlich - Mike Portnoy beweise wieder einmal, dass er der wohl beste Drummer der Welt sei (und der größte Angeber noch dazu) und auch Petrucci und Myung lieferten eine instrumentelle Meisterleistung - doch darüber hinaus habe Dream Theater das Schreiben der Songs vergessen. "Musik der Selbstdarstellung willen" warf der "Metal Observer" den Amerikanern vor. "Musikalische Onanie" sogar.
Ob diese Kritik nun berechtigt war, oder nicht - Dream Theater schien sie zum Anlass genommen zu haben, noch abstraktere Themen musikalisch umzusetzen. Die Reise eines Mannes durch seine Psyche. Spirituelle Todeserfahrung, Reinkarnation, psychologische Abgründe - darunter machen sie es nicht.
Und so erleben wir, einmal mehr, Mike Portnoys brilliantes Drumspiel, Petruccis perfekte Gitarrenskits, Myungs fantastische Bassbeherrschung und Rudess' Zauberei am Keyboard. Nichts neues soweit. Und wieder ist da dann noch jemand der singt: James LaBrie - gut, aber eben nicht überragend und somit das schwächste Glied der Dream Theater Kette. Fähig, die Qualität des Instrumentalen zu erhalten, aber nicht fähig, dem Ausnahmespiel von Portnoy, Petrucci, Myung und Rudess noch etwas hinzuzufügen.
Hatte man bei "Falling Into Infinity" teilweise tatsächlich noch den Eindruck, dass die Songs nur eine musikalische Präsentationsbühne für instrumentalen Extremsport waren, so erleben wir hier ein rundum verbundenes Werk. Wenn James LaBrie zwischen Keyboard und Drumsolo in einer anfänglich an Pink Floyd erinnernden Ballade "Fatal Tragedy" "Without faith, Without hope, There can be no peace of mind" in die Gehörgänge des Hörers schmettert, dann passt alles zusammen.
Die Harmonien, die Modulationen, die Kontrapunkte - alles scheint perfekt gesetzt und fügt sich in das Gesamtbild. Dream Theater führen uns durch Nicholas' psychologische Tiefen und spätestens wenn die orientalischen Melodien vom musikalischen Mittelstück "Home" verklungen sind und sich der Song mit eingebauten Samples zu orgiastischen Instrumental-Passagen steigert, kann man sich der Magie der Musik kaum entziehen. Das folgende, 6-minütige "Dance Of Eternety" schwelgt im gleichen Rausch weiter, steigert diesen gar noch in ungeahnte Höhen und Dream Theater erreichen ihren komplexen Höhepunkt. Bereits wenig später erklingt die Schlussnummer "Finally Free", in der noch einmal tragende musikalische Motive des Albums aufgegriffen werden und eine Reise zu Ende geführt wird.
Eine Reise vierer Ausnahmemusiker mit Sänger, die Kritik nur noch ihrer selbst Willen zulassen wird. Entsprechend hilflos waren Dream Theater Gegensprecher diesmal und flüchteten sich in nichtssagende Argumenationen. So entblödeten sich einige Kritker nicht, erneut darauf hinzuweisen, Dream Theater wolle zu viel und habe vor lauter musikalischer Brillianz das vergessen, worauf es ankommt. Keine dieser Stimmen konnte jedoch, vielsagender Weise, wirklich aufzeigen, wo der Schwachpunkt dieses Albumbs genau liegen soll.
Wie Keyboarder Rudess später in Interviews preisgab entstand "Scenes from a memory" völlig ohne Einwirken der Plattenfirma, welches bei dem ungeliebten Vorgänger ausartend der Fall gewesen sei.
Mag dies nun der Grund sein, oder auch nicht. Gab es jemals eine kreative Krise bei Dream Theater, so ist sie überwunden. "Metropolis Part II - Scenes from a memory" erreicht genau das, was ein gutes Progressive Album ausmacht. Beim ersten Hören bleibt kaum etwas hängen, ausser Überwältigung und der Gewissheit, so eben etwas Großes gehört zu haben. Desto öfter man jedoch die Play Taste seines CD-Spielers betätigt, desto mehr Freude findet man an diesem Album. Und so hört man es immer und immer wieder, entschlüsselt es mehr und mehr und entdeckt immer mehr von seiner Schönheit. Eine Schönheit, die schlichtweg überwältigend ist.
So überwältigend, dass bei der Benotung kein Spielraum bleibt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!!! Ein wahrer Meilenstein der Rockmusik!!!, 27. Juni 2013
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Metropolis Part 2-Scenes from a Memory (Audio CD)
Mit meinen fast 55 Lenzen auf meinem Buckel, bin ich erst recht spät auf Dream Theater aufmerksam geworden. Mein 30 Jahre jüngerer Sohn machte mich mit dieser außergewöhnlichen Band bekannt. Er spielte mir Songs aus "Train Of Thought" vor. Zunächst dachte ich, dass ich doch wohl zu alt für diesen "Krach" bin. Dann habe ich mir "Metropolis Part 2-Scenes from a Memory" vor die Brust genommen und siehe da, der Funke sprang über. Welch ein grandioses Album wurde da meinen Ohren zugeführt. Die unglaublich versierten Musiker haben mich sofort überzeugt. Das Album hat keine Längen und überzeugt durch ein hervorragendes Zusammenspiel der Band. nachdem ich mir die CD zugelegt hatte, schaffte ich mir auch die DVD. Und nun kam ich gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Mike Portnoy, den ich zwischenzeitlich auch als Bandmitglied von Transatlantic und Gefährte von Neal Morse schätzen gelernt hatte, bedient das Schlagzeug wie das Monster aus der "Muppet Show". Es ist unbeschreiblich, was dieser "Kerl" für ein Taktgefühl hat. Aber hiermit noch nicht genug. John Myung, der Mann am Bass, ist ein ebenso wichtiger Taktgeber und diese Aufgabe erfüllt er mit Bravour. John Petrucci ist wahrhaft ein Gitarrengott und nicht nur weil er flinke Finger hat, sondern weil er auch bei den härteren Gangarten sehr viel Gefühl und Gespür für wunderbare Harmonien mitbringt. James LaBries Gesang ist glasklar und gerade bei den ruhigen Songs bekomme ich durch seinen Gesangsstil und seiner Stimmlage eine (im positiven Sinne)Gänsehaut. Die Melodien der Songs profitieren besonders durch das Keyboardspiel von Jordan Rudess. Hervorragend ist zudem noch der eindrucks- und gefühlvolle Gesang von Theresa Thomason. Die bisher 106 Fünf-Sterne-Rezensionen besagen zudem schon sehr viel über die Qualität dieses Meilensteins der Rockgeschichte aus. Meine Lieblingssongs und gleichzeitig Anspieltipps sind:

"Through Her Eyes"
"The Spirit Carries On"
"One Last Time"
"Finally Free"

Auch gehe ich bei all dem Lob sogar soweit, dass nach meinem Befinden "Finally Free" eines der besten Rocksongs überhaupt ist und eigentlich so einen Stellenwert wie "Child In Time" von Deep Purple haben müsste. So schließe ich mich überaus gerne all den Kritikern bei Amazon an, die sich entschieden haben, "Metropolis Part 2-Scenes from a Memory", fünf Sterne zu geben. Die musikalische Entwicklungshilfe meines Sohnes hat bei mir Früchte getragen, denn zwischenzeitlich habe ich mir fast sämtliche CD's von Dream Theater zugelegt.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dream Theaters vielleicht größter Geniestreich, 18. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Metropolis Part 2-Scenes from a Memory (Audio CD)
Ihnen weiß Progressive-Rock zu gefallen? Sie haben von diesem Album aber noch nie etwas zuvor gehört? Das trifft sich ausgesprochen gut, denn nach diesem Hörerlebnis werden sie dieses Musik-Genre LIEBEN.
Dream Theater zählen von Anbeginn ihres musikalischen Wirkens zu den Vorreitern des progressiven Rocks. Nur verwirrt die Kategorisierung in dieses Genre vielleicht mehr als daß sie hülfe. Fortschrittlichen Rock kann man das, was die Band seit 2 Jahrzehnten betreibt, sicher nennen, aber man bekommt ein falsches Bild, wenn man ausschließlich in einer solchen Kategorie dächte. Vielmehr bezeichnet ihr musikalisches Schaffen die Fähigkeit, aus einem reichen Repertoire verschiedener Musikstile (Rock, Klassik, E-Musik, Jazz, Soul, Pop, Gospel, Funk) zu schöpfen und darüber virtuos zu handhaben. Nun glauben Sie bitte nicht, Dream Theater machten Funk-Musik oder reinrassigen Jazz und fusionierten nun diese Stilrichtungen miteinander. Das Fundament ihrer Musik ist selbstverständlich der Rock, und wenn ich hier von anderen Stilrichtungen erzähle, derer sich zu bedienen die Band in der Lage sei, dann will das nur heißen, daß der aufmerksame Zuhörer in regelmäßigen Abständen solche Einflüsse anderer Stilrichtungen in deren Musik wiederfindet, ohne dabei jedoch auf die Idee zu kommen, daß das nun keine Rockmusik mehr sei. Das Markenzeichen dieser Band besteht gerade darin, die Rockmusik, wenn nicht vollkommen neu, dann doch wenigstens erfrischend anders zu interpretieren. Dream Theater haben den Rock in ihrer zwanzigjährigen Schaffenszeit sicher nicht revolutioniert, aber sie haben entscheidend daran mitgewirkt ihn voranzutreiben.
Metropolis Part 2 - Scenes from a Memory bildet in der Historie der Band deshalb den Höhepunkt, da Melodik und technische Virtuosität hier meiner Meinung nach wie in keinem anderen Output der Band mehr miteinander verschmelzen. Denn um als großartige Musik gelten zu können, reicht Virtuosität allein nicht aus, die man der Band zweifelsohne zusprechen kann. Es ist die Melodie, die den Musikstücken Seele einhaucht. Solange die Melodie es ist, die die Zügel in der Hand hält und Virtuosität in ihrem Sinne gebraucht, ist nach meinem Verständnis die Voraussetzung für großartige Musik gegeben, und genau diese Konstellation finden wir bei Metropolis Part 2 gegeben. Dream Theater haben (fast) all ihre Virtuosität in den Dienst der Melodie gestellt, so daß uns mit diesem Album ein Werk begegnet, das bei all seiner hohen technischen Raffinesse doch nie seine Seele vergißt.
Weitere Empfehlungen: Neal Morse (Testimony, One, ?), Transatlantic (Bridge Across Forever, SMPTE), Pain Of Salvation (Be, The Perfect Element Part 1, Entropia), Spock's Beard (The Light, Five, Snow).
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kompliziert, aber genial, 11. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Metropolis Part 2-Scenes from a Memory (Audio CD)
Dream Theater gehören spätestens seit ihrem Erfolgsalbum images & words zur Speerspitze des Progressive Rock/Metal. Meiner Meinung nach einer der stärksten Songs auf diesem besagten Album ist Metropolis Pt.1: the miracle and the sleeper.
Metropolis Pt.2: scenes from a memory stellt sich also, auf den ersten Blick, als verheißungsvoller Nachfolger da.
Ein Blick auf das Layout läßt erkennen, dass sich Dream Theater wieder auf etwas dunkleres Terrain gewagt haben. Das äußere Erscheinen prägen ein Gesicht, eines Mannes, das zusammen mit vielen kleinen Fotos zu einer Art Mosaik verschmilzt, sowie ein altes, schwarz weißes Haus auf der Rückseite der CD und eine Zeitung, beim Aufschlagen der Hülle, die beim genaueren Hinsehen, den Songtext des Dreh- und Angelpunktes, dieses grandiosen Albums darstellt.
Die Tonträger selbst ist in schlichtem schwarz gehalten.
Beim Aufschlagen des Booklets dann die Enttäuschung...weißer Hintergrund, und hintereinanderweg alle Songtexte drin. Wenig spektakulär, aber wie der Hörer bald sehen wird, wissen diese vier Ausnahmemusiker wie sie ihre Musik für sich selber sprechen lassen können.
Hörer anspruchsvoller Musik wissen was jetzt kommt. Die zeremonielle Vorbereitung auf das Hören.
Das Zimmer wird abgedunkelt, der Discman wird aufs Bett gelegt, die CD wird sanft zu Grabe getragen, denn sie wird den Discman für eine lange Zeit nicht mehr verlassen, und dann macht man es sich bequem, holt noch einmal tief Luft, drückt den Play Knopf und versinkt in einer andere Welt. Die Fahrt kann beginnen.
Stille...
Plötzlich das Ticken einer Uhr...
Tick...Tack...Tick...Tack...
Plötzlich eine angenehme Stimme.
„Close your eyes and begin to relax..."
Scheinbar willenlos folgt man dem Befehl.
„Take a deep breath and let it out slowly", fährt die Stimme fort.
"Concentrate on your breathing. With each breath you become more relaxed. Imagine a brilliant white light above you focusing on this light as it flows through your body."
Die Uhr verschwindet langsam mit zunehmendem Echo und von der Ferne hört man eine eingängige akustische Gitarre.
Weiterhin dominierend fährt die Stimme fort: „Allow yourself to drift off, as fall deeper and deeper into a more relaxed state of mind. Now as I came back from 10 to 1 you feel more peaceful and calm."
Während des Countdowns, der die Spannung auf das was folgen mag steigert und zugleich angenehm beruhigend wirkt, kommen die Gitarren immer klarer durch und die Stimme verschwindet langsam und leitet mit dem kleinen Wörtchen „one" zu James Labries gefühlvollem Gesang über. Und plötzlich wird einem wieder bewußt auf was man sich da eingelassen hat. Nach diesem zweiminütigen Intro findet ein fließender Übergang in das atemberaubende Instrumentalstück „Overture 1928" und eh man sich versieht befindet man sich inmitten einer grandiosen Story wieder, über einen jungen Mann, der eine Rückführung erlebt um herauszufinden warum ihn seit einiger Zeit Alpträume plagen. Schnell findet er die Antwort und findet sich in einem Drama aus Liebe, Betrug, Eifersucht, Mord und bizarren Gestalten wieder.
Ehe man sich jedoch dessen bewusst ist, wird man durch das nachfolgende „Strange Deja Vu" aus den Träumerein gerissen, das wieder fließend aus dem vorhergehenden Stück resultiert.
Druckvolle Gitarren begleiten diese faszinierende Reise durch die Psyche eines jungen Mannes, der jedes mal wenn er die Augen schließt in eine andere, und dennoch vertraute Welt eintaucht.
Seine Geschichte ist geprägt von unzähligen Hochs und Tiefs, die er während seiner Rückführung durchlebt. Diese Achterbahnfahrt der Gefühle wird perfekt durch die Musik unterstützt, die vor Breaks und Soli nur so strotzt, ohne allerdings den Gesang zu verdrängen.
Nach 5.12 Minuten folgt wieder ein fließender Übergang, der sich beim weiteren Anhören als typisch für dieses nahtlos ineinander verwebte Konzeptalbum erweist, welches eigentlich ein riesiger Song ist, in die ruhige Ballade „Through my words", das trotz seiner Kürze von 1.02 Minuten eines der schönsten Lieder ist, das Dream Theater jemals geschrieben haben.
Im Anschluss auf diese Verschnaufspause gibt es dann, das von vielen Fans als liebstes Stück angesehene „Fatal Tragedy", das sehr markante Riffs enthält und auf eine absolut coole Weise rüberkommt, bis es eingeleitet von einem Chor in eine wunderschöne Hard Rock Ballade auszuarten droht, sich aber sofort wieder fängt und unterlegt von einer spärlich eingesetzten Bass Drum sich in jedes Herz fräst. Wieder balladesk und sofort danach sperrfeuerartig ist dieses Lied das perfekte Beispiel für die oben genannte Vielseitigkeit dieses Meisterwerks.
Das Lied endet mit einem Knall, markierend für den Todesschuß, der den folgenden Mordkomplex des Albums einleitet. Das sechste Lied, der vorher erwähnte Dreh- und Angelpunkt des gesamten Albums. Die Ermordung einer jungen Frau, durch ihren Freund, das zugleich härteste Stück des Albums. Ein einschneidendes Riff zu Anfang, eine grandiose Double Baß, hier schlägt das Metal Herz höher und höher. Ein bombastischer 11 Minuten Song, der in meinem Freundeskreis schon Kultstatus erreicht hat.
Nach diesen beiden Krachern wird dem Zuhörer dann eine Pause gegönnt. Eingeleitet von einer wunderschönen Frauenstimme und einem orchestralem Klanggemälde wird langsam die wohl schönste Ballade in der Geschichte der Musik aufgebaut. „Through her eyes" ihr Titel. Jegliche Beschreibung verbietet sich, da sie dieses Meisterwerk nur verschmähen würde. Manchem kommen hier die Tränen.
Nach langsamen Ausklingen heben die fünf Mannen noch mal zu zwei Brechern an, die vergeblich nach Konkurrenz Ausschau halten. Das sich langsam aufbauende „Home" mit einer stolzen Spielzeit von 12.53 Minuten überschlägt sich selbst, im weiteren Verlauf, vor Dynamik. Die Jungs übertreffen sich mal wieder an Genialität und zeigen allen Pseudomusikern im folgenden Instrumentalstück, das auf den Namen „The Dance Of Eternity" hört, was eine wirkliche Gitarren- Keyboardschlacht ist. Beim ersten Durchhören dieses Liedes mag man erschlagen sein durch die zahlreichen Melodie- und vor allem Taktwechsel, aber nach mehreren Durchläufen kommt man wohl oder übel zu dem Entschluss, dass dieses Stück das perfekte Instrumentallied ist und eine derartige musikalische Professionalität äußerst selten ist. Manche sagen, dass sei pure Angeberei. Ich sage, aus ihnen spricht purer Neid.
Dann folgen die letzten drei Stücke. Wem es bis hierher gefallen hat, mag leicht melancholisch werden, vor allem weil der 10. Titel „One Last Time" mit einem genial traurigem Klavier Intro anfängt, aber keine Sorge, ihr habt noch 22.15 Minuten vor euch.
Trotz des genialen Refrains ist „One Last Time" jedoch einer der unauffälligeren Songs, wahrscheinlich weil er genau zwischen den bombastischsten Liedern dieses Albums liegt, denn die zwei letzten Songs heben zu einem überaus fulminanten Ende an, welches an niemandem ohne Eindruck vorbeizieht. „The Spirit Carries On", eine großartige Rockballade, legt die Moral dieser Geschichte zugrunde. Der Verlust der Angst vor dem Tod, durch die Erkenntnis das der Geist eines jeden Menschen über den Tod hinaus existiert. Uff wie philosophisch! Hilfe, ich brauche eine Verschnaufpause!!! Keine Sorge man wacht in etwa 12 Minuten wieder auf. Das Intro des letzten Stücks „Finally Free" beginnt wieder mit dem Hypnotiseur vom Anfang, der seine Gastauftritte stellenweise während des Albums fortführt.
Nicholas, der Hauptcharakter, wacht auf, steigt in sein Auto und fährt nach Hause, begleitet von der wieder einmal bombastischen Musik des Quintetts.
Doch was ist das? Das Lied fängt gar nicht so Happy End mäßig an, wie man sich einen gelungen Abschluss vorgestellt hat. Donner, Regen, Wind. In Gedanken sitzt man auf dem Beifahrersitz des alten Mustangs, die schottrige Straße erhellt von zwei Scheinwerfen, sonst ist man umgeben von bedrohlicher Schwärze. Doch dann fängt Nicholas neben einem an zu lächeln, die Musik befreit sich von ihrer Beklommenheit bis sie einstürzt. Der Mord kommt wieder, Schüsse hallen durch die Nacht, eine Frau schreit, eine weiteres qualvolles Deja vu, gefolgt von dem genialen Refrain zu „One Last Time" und einem instrumentalen Epos.
Schließlich bremst der Wagen in der Einfahrt, die Musik verstummt, das Radio ist aus. Nicholas geht ins Haus. Der Fernseher oder das Radio ist zu hören, das von einer Katastrophe berichtet. Es wird ausgeschaltet. Ein Drink wird eingeschüttet, das Knistern einer Schallplatte ertönt. Plötzlich die Stimme des Hypnotiseurs „Open your eyes Nicholas!", ein Schrei folgt, die Nadel der Schallplatte verschiebt sich in einem unangenehmen Quietschen. Dann nur noch statisches Rauschen...
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz großer Dream Theater-Klassiker - Kino für die Ohren!, 22. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Metropolis Part 2-Scenes from a Memory (Audio CD)
„Metropolis Pt.2: Scenes From A Memory" ist für Dream Theater anno 1999 ein "Back to the Roots"- Album und ein Schritt in eine völlig neue Dimension zugleich. Viele kleine stilistische Experimente aus dem Vorgängeralbum "Falling Into Infinity" sind einem großen Experiment gewichen, ein fest zusammenhängendes episches Konzeptwerk zu konstruieren. Dieses baut auf "Metropolis Pt.1 - The Miracle and the Sleeper" auf, einem Song, der auf Dream Theaters 1992er Mega- Album "Images And Words" fast im Alleingang Prog Metal- Geschichte geschrieben hat. "The Miracle" und "The Sleeper" wurden kurzerhand zum Synonym für zwei Hauptfiguren der Geschichte gemacht - zwei Brüder im Eifersuchtsstreit um eine junge Frau, Victoria, die auf tragische Art und Weise ermordet wird, bevor sich der vermeintliche Täter scheinbar selbst umbringt...zumindest deutet der gefundene Abschiedsbrief darauf hin, aber so einfach ist es dann doch nicht. Diese Ereignisse aus dem Jahr 1928 werden durch einen Hypnotiseur aus dem Bewusstsein von Nicholas zu Tage befördert, der im früheren Leben Victoria war. Soweit die Story; die Lyrics bewegen sich gekonnt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Wunderbar, wie dabei James LaBrie seine Stimmhöhe für die Victoria- Parts anpasst und den Übergang von Nicholas zu Victoria durch stärker werdende, hohe Backings zum Ausdruck bringt.
Dream Theater entlehnen aus Metropolis Pt.1 geschickt einige musikalische Andeutungen, wie den symbolisch für die Zeitreise rückwärts gespielten Effekt vom Anfang des ‚Originalsongs' im eröffnenden Instrumentalpart OVERTURE 1928 oder das Rezitieren von Textstellen in HOME.
Musikalisch ist das Album in progressiver Hinsicht weniger 'Meilenstein' als "Images And Words". Dafür ist das von der ersten bis zur letzten Minute überragende Konzeptalbum aber in Stimmungen, Atmosphären und Dramatik durch die epische Aufmachung vielseitiger und schließt in der Spielkunst durchaus zu "Images And Words" auf. Nach dem gesprochenen Intro REGRESSION (Terry Brown, Producer- Legende u.a. von Rush und Fates Warning, ist die Stimme des Hypnotiseurs) präsentiert schon das Instrumentalstück OVERTURE 1928 mit der Vorstellung musikalischer Themen einige melodische Leckerbissen, deren technischer Faktor nur erahnen lässt, welche vielseitigen virtuosen Kabinettstückchen das aussagekräftig betitelte Instrumentalstück THE DANCE OF ETERNITY (mit Jazz-Touch), aber auch lange gesangsfreie Passagen in BEYOND THIS LIFE oder auch HOME (anfänglich sogar mit orientalischen Zügen behaftet) bereit halten. John Petrucci glänzt mit vielfältigen und ausdruckstarken Soli, deren Energieverläufe herrlich in die epischen Teilstücke passen und mit derart eingängigen und fesselnden Melodien ausgestattet sind, dass auch die ärgsten 'Frickel'-Feinde keine Solo-Panik haben müssen. In den Duellen mit Petruccis Gitarre feiert mit Jordan Rudess der inzwischen 3. Keyboarder der Band seine beeindruckende Feuertaufe. Er meistert es vorzüglich, den kreativen Glanztaten eines Kevin Moore kaum nachzustehen und dabei auch noch neue Akzente zu setzen - virtuos im oft angewandten Klavierspiel, genial im Zusatz antreibender Synthesizer- Sounds. Stilistisch hat Rudess somit kaum was mit Ur-Keyboarder Kevin Moore (von 1989 bis 1994 in der Band) oder mit seinem direkten Vorgänger Derek Sherinian gemeinsam und sorgt zusammen mit Petrucci dafür, dass „Metropolis Pt. 2" wie eine Wunderlandreise durch drei Jahrzehnte Prog Rock-Geschichte auf Metal getrimmt mit ganz eigenen und neuen Song- und Soundideen wirkt.
Das einzigartige Prädikat des Albums: Auch das Songwriting ist wie aus einem Guss. In zwei Akte unterteilt greifen die einzelnen Stücke oft nahtlos ineinander. Sie bilden trotz herrlich eingängiger Refrains weniger eine bloße Zusammenstellung von gut geschriebenen Songs wie bei vielen anderen Konzeptalben des Genres, sondern eher ein musikalisches Gesamtkunstwerk, das sich der Spannung des erzählten Inhaltes anpasst und von einem Höhepunkt zum nächsten jagt. Dazu gehören balladeske Momente wie THROUGH MY WORDS und THROUGH HER EYES, bei dem Soulsängerin Theresa Thomason mit ihrer wunderschönen Stimme verträumte Atmosphären erzeugt. Aber auch ganz schön heavy geht es zu bei HOME oder BEYOND THIS LIFE. Nettes Spielchen hier: Die Lyrics erzählen vom Mord an Victoria mit den Worten des Zeitungsartikels, der auf der Rückseite des Booklets zu sehen ist. Emotionale Höhepunkte werden erreicht in ONE LAST TIME, das sich als Ballade startend kraftvoll entwickelt - James LaBries expressiver Gesang geht wahrlich durch Mark und Bein - und in THE SPIRIT CARRIES ON, das in seinem ergreifend ekstatischen Finale von einem kompletten Gospelchor unterstützt die Lyrics ganz vom Beginn des Albums wieder aufgreift. Dramatischer Höhepunkt ist natürlich das lange FINALLY FREE mit mehreren Wechseln der Stimmung und dem Eindruck des tragischen Mordes. Das 77:14 Minuten dauernde Traumtheater ist spannender als ein Krimi und sorgt auf der Suche nach dem Mörder für viele spannende Hördurchgänge - die Symbiose der fesselnden musikalischen Dynamik mit den drehbuchreif konstruierten zeitlich versetzten Handlungslinien sorgt für ein unvergleichbares Hörerlebnis für allerhöchste Ansprüche.
Auch nach mehreren Jahren Abstand von der Anfangseuphorie ist und bleibt dieses Album ein unnachahmliches Meisterwerk und reiht sich in einer Reihe mit progressiven Konzept-Wunderwerken wie "The Lamb Lies Down in Broadway" oder "The Wall" in die Rock-Geschichte ein.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino im Kopf, 27. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Metropolis Part 2-Scenes from a Memory (Audio CD)
'Dream Theater' haben sich nach einem Kino benannt. Und machen jetzt selber Kino, auf ihrem neuen Konzeptalbum 'Metropolis 2: Scenes from a Memory'. Es ist eigentlich müssig, einzelne Stücke aus dieser (prallgefüllten!) CD herauszugreifen, denn eigentlich muß man nach dem Einlegen der CD den Regler hochfahren, das Licht ausmachen, sich in einem bequemen Stuhl zurücklegen und das Ding von vorne bis hinten durchhören!
In teilweise über zehnmünitigen, nichtrepetitiven Stücken wird die Geschichte des Nicholas erzählt, der sich hypnotisieren läßt, um seine nächtlich wiederkehrenden Träume zu analysieren. Was er dabei erlebt - der Tod einer jungen Frau, Brudermord - ist musikalisch perfekt umgesetzt; einzelne musikalische Motive, Texte und Themen tauchen immer wieder auf, werden immer wieder im neuen Kontext arrangiert, bauen eine dramatische Atmosphäre auf.
Musikalisch muß man zu Dream Theater eh nichts mehr sagen, spätestens seit 'Images and Words' sind sie _die_ feste Größe im Progressive Rock. Bei 'Scenes from a Memory' orientieren sich Musik und Texte naturgemäß immer an der Handlung, trotzdem (oder gerade deshalb) gibt es viel Raum für Instrumentals und ausschweifende Solos. Musikalisch werden allerlei Anleihen bei Pink Floyd, Queen, Queensryche (Operation Mindcrime!) gemacht. 'Neuzugang' Jordan Rudess an den Keyboards fügt sich perfekt in die Band ein, was er zusammen mit John Petrucci musikalisch bietet ist schlichtweg unglaublich. (Aber das war ja auch schon auf den hervoragenden beiden 'Liquid Tension Experiment' Alben zu hören!). Neben seinen Keyboards zeichnet sich Rudess aber auch noch verantwortlich für die einen gospelartige Backgroundchoruses und symphonische Einlagen.
Ich kann diese CD uneingeschränkt empfehlen, allerdings ist es kein 'easy listening', und auch nichts für Hitparadenhörer. Dream Theater machen handfeste, handwerklich hervoragende Musik, rhytmisch komplex und stellenweise recht heftig :) Vor dem Kauf also erstmal reinhören, falls man mit der Band noch nicht vertraut ist; jeder der Dream Theater aber wegen ihrer bisherigen CDs kennt und schätzt wird sicher nicht enttäuscht sein!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloses Glück, 12. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Metropolis Part 2-Scenes from a Memory (Audio CD)
Seit nunmehr sieben Jahren hat sich dieser Meilenstein des ProgMetal einen

stets sicheren Platz in meinem CD-Player erobert und die Band selbst, als auch vergleichbare Genre-Größen haben diesen Schatz nie mehr annähernd erreicht. An diesem Album, welches die Jungs um Portnoy eingeschmiedet haben, findet sich auch nach dem hundertsten Durchlauf kein Kritikpunkt, im Gegenteil, diese wunderbare Reise durch die musikalischen Möglichkeiten der modernen Rockmusik wächst bei jedem Anhören.

Vergleiche zu anderen Combos zu ziehen, wäre der CD eigentlich nicht würdig, doch wer wie ich auch Spaß an Vanden Plas, Rush, Threshold und Konsorten hat, muß diese CD als Maßstab für seine übrige Sammlung haben! Hobby-Musiker müssen tapfer sein, damit Sie nach intensiven Einhören nicht das Fenster des Proberaumes zu öffnen, um Ihre Instrumente nach draußen zu befördern.

Göttliche Melodien, unglaubliche Spielkunst und eine spannende Konzeptstory machen "Scenes from a Memory" zu einem absoluten Meilenstein des Heavy-Metal! Jeder, der nur annähernden Musik-Sachverstand besitzt und ALLE Freunde der Pommes-Gabel sollten sich dieses Teil in den Schrank stellen, natürlich nur die Hülle, denn die CD wird den Player so schnell nicht verlassen! Musik für die Ewigkeit!
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