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am 22. Mai 2005
Giuseppe Verdis "Macbeth" aus dem Jahr 1846 führt leider noch immer ein Schattendasein.Nach dem Anhören dieser Aufnahme fragt man sich,warum.
"Macbeth" kann sich in jedem Fall mit den Werken aus Verdis mittlerer Schaffensperiode (etwa bis zur "Aida") messen.Alles ist schon da:Mitreißende Melodien,liebevolle musikalische Charakterisierung der Figuren,großartige Chöre."Macbeth" ragt neben dem "Nabucco" und dem "Ernani" aus den frühen Verdi-Opern heraus.Vielleicht läßt sich der mangelnde Erfolg mit dem Fehlen einer Liebeshandlung erklären,vielleicht ist man von Verdi die Behandlung eines so düsteren Themas nicht gewohnt.Ein solches scheint eher zu Richard Wagner zu passen,der ja allein in seinen "Meistersingern" ohne Mystik und Spukgestalten auskam.Daß auch Verdi die Kunst des Gespenstischen beherrschte, hat er mit "Macbeth" eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Ein großer Verdienst auch des Librettisten Francesco Maria Piave,der es verstanden hat,Shakespeares schottisches Königsdrama in ein straffes,sehr gut nachvollziehbares Operntextbuch umzugestalten,welche gerade beim Verdi der "Galeerenjahre" leider Mangelware sind. Diese Aufnahme aus dem Jahr 1978 ist die wohl beste Werbung für diesen allzu selten gespielten Geniestreich.
Dirigent Riccardo Muti hat ein hervorragendes Sängerensemble um sich geschart:
Da wäre zuerst der Hauptdarsteller Sherrill Milnes zu nennen. Diesem wirft man ganz gerne mal eine gewisse "Cowboy-Mentalität" in Sachen Rollengestaltung vor.Hier liefert er seine,mit dem "Rigoletto" unter Bonyngne, wohl beste Leistung auf Tonträger ab.Vom ersten Wort an glaubt man ihm seinen Macbeth.Er macht eine beeindruckende Wandlung von zaudernden Feldherrn und Ehegatten zum von Gespenstern und Visionen verfolgten König durch,endet schließlich als einsamer,düster vor sich hinbrütender Despot,der fast erleichtert wirkt,als Macduff ihm den Tod gibt.Milnes färbt hier seinen sonst etwas krachledernen Bariton mit sehr subtilen Zwischentönen,singt mit viel Feingefühl,man kauft ihm ganz einfach jedes Wort ab.
Ihm zur Seite steht eine mehr als kongeniale Partnerin:Fiorenza Cossottos Darstellung der Lady Macbeth kann man gar nicht genügend loben.Zunächst einmal ist sie die einzige mir bekannte Lady Macbeth,die ihre Rolle durchgehend singt und nicht,um die Bosheit und Dämonie des "Hausdrachens" zu unterstreichen,in Kreischen und Geschrei verfällt.Diese treibende Kraft hinter Macbeth ist ein Prüfstein für jede Sängerin und schon ganz Große sind an ihr gescheitert (man höre nur mal die ansonsten konkurrenzlose Maria Callas!).Cossottos Lady Macbeth ist keine seelenlose Furie,sondern zu Beginn eine Frau,die für ihren und ihres Mannes Aufstieg vor keiner Bluttat zurückschreckt,sich schützend vor ihren von Spukgestalten heimgesuchten Mann stellt und schließlich unter der Last des bösen Gewissens zusammenbricht.Noch nie hat die Wahnsinnsszene der Lady Macbeth einen derart tiefen Eindruck bei mir hinterlassen.
Auch Ruggero Raimondi meistert die etwas undankbare Rolle des Banquo sehr souverän,drängt sich nie in den Vordergrund;fast ist man traurig,daß sein Auftritt schon im zweiten Akt zuende ist.
Einen weiteren Glanzpunkt vermag José Carreras zu setzen.Er weiß die für einen Tenor ebenfalls ziemlich undankbare Rolle des Macduff,der über weite Strecken zur Untätigkeit verdammt ist, überzeugend zu verkörpern.In der ebenfalls sehr guten DG-Aufnahme des "Macbeth" singt Placido Domingo seinen Macduff als einen verhinderten Helden,der stets in der einen Hand ein Schwert und in der Anderen eine Lanze zu halten scheint.Sehr effektiv,schießt aber spätestens bei der Arie "Oh filgi miei..." über das Ziel hinaus.Carreras verkörpert einen Mann,der von Selbstzweifeln geplagt und erst,als seine Frau und Kinder von Macbeth ermordet werden,sozusagen zum Helden wider Willen wird.Seine Stimme klingt in dieser Aufnahme sehr entspannt,ohne lasch zu wirken und noch weit entfernt von den geradezu schmerzhaften Forcierungen späterer Tage.
Auch die kleineren Rollen sind durchgehend solide besetzt,nur ein gewisser Carlo del Bosco knödelt sich ziemlich unbeholfen durch seinen "Dottore",was aber den Gesamteindruck nicht schmälert.
Ein Sonderlob gebührt dem Ambrosian Opera Chorus,der sowohl die Hexen- als auch die Vertriebenenchöre eindrucksvoll gestaltet.
Dem Dirigenten Riccardo Muti wird des Öfteren vorgeworfen,keine eigene Musiksprache entwickeln und kein Werk nach seinen Vorstellungen gestalten zu können.Aus dieser Not hat er in dieser Aufnahme wohl eine Tugend gemacht,stellt sich als "Kapellmeister" in den Dienst des Werkes und verzichtet auf Spirenzchen,die sich andere Pultstars gerne mal gönnen.
Wenn es bei dieser Ausgabe einen Haken gibt,so ist es dieser,daß das beliegende Booklet den Text der Oper nur auf Italienisch und in englischer Übersetzung wiedergibt,was Leute,die beider Sprachen nicht mächtig sind und zum Opernhören unbedingt ein Textbuch brauchen,vom Erwerb dieser Einspielung abhalten könnte.
Allen anderen sei diese Aufnahme als wertvoller Bestandteil jeder Opernsammlung und als Werbung für dieses grob unterschätzte Werk ans Herz gelegt.
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TOP 500 REZENSENTam 2. Februar 2003
Dies ist m. E. die beste Opernaufnahme von Ricardo Muti überhaupt, die im Vergleich zu der fast gleichzeitig entstandenen Abbado-Aufnahme die Nase vorn hat:

Angefangen bei Chor und Orchester: Beide schaffen von vornherein eine wahrhaft gespenstische Stimmung und zeigen, dass Verdi hier eine geniale Shakespeare-Vertonung gelungen ist - seine erste Oper ganz aus einem Guss mit einer ganz einheitlichen Klangsprache.

Sherrill Milnes bietet in der Titelrolle eine seiner besten Leistungen überhaupt - mit vollem Einsatz seiner kernig-männlichen Stimme und großer Ausdrucksbandbreite zeichnet er ein großes Charakterportrait.

Fiorenza Cossotto ist eine hinreißend hysterische und technisch hervorragende Lady, für mich die beste Mezzosopranistin in dieser Rolle. Die metallische Schärfe ihrer Stimme kommt hier ideal zur Geltung. Man muss erst die Callas in der (aufnahmetechnisch furchtbaren) Mailänder Live-Aufnahme hören, um zu merken, dass es in der originalen Sopranbesetzung noch besser geht.

Ruggero Raimondi singt einen sehr differenzierten, eleganten Banquo, und José Carreras gewinnt in einer seiner besten Aufnahmen den Vergleich gegen Domingo in der Abbado-Einspielung, weil er zurückhaltender im Ausdruck bleibt, ohne neutral zu werden.

Unbedingt empfehlenswert!
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am 16. Februar 2012
Ich habe mir kürzlich den Macbeth unter der Leitung von Riccardo Muti gekauft. Diese Aufnahme hat mich vom ersten hören sofort begeistert. Ich kannte bisher nur den Macbeth von Abbado, aber diese Aufnahme gefällt mir besser. Ich kann mich nur allen vorangegangenen Rezensionen anschließen. Dieser Macbeth ist ein einmaliges musikalisches Ereigniss. Eine fantastische musikalische Interpretation durch Muti. Großartige und wunderbare Solisten, allen voran F. Cossotto und S. Milnes. Auch die kleinen Rollen sind mit Raimondi und Carreras bestens besetzt.
Ich kann allen Verdi-Freunden nur raten, sich diese CD zuzulegen. Man vergisst beim hören die blutrünstige Handlung dieser Oper und keine schlechte Inszenierung lenkt von dieser herrlichen Musik ab. Mein Fazit: Ich bin absolut begeistert. Eine der schönsten Verdi-Aufnahmen die ich kenne.
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am 3. April 2014
Diese wirklich hervorragende Einspielung von Verdis frühem Werk strotzt vor musikalischem Terror und das ist durchaus positiv gemeint bei der blutrünstigen Dramenvorlage. Riccardo Muti gelingt mit dem New Philharmonia Orchestra eine höchst ausgewogene Lesart und Interpretation der Partitur. Der vielfach geforderte und beschäftigte Chor könne kaum exquisiter besetzt sein als mit dem immer wieder überzeugenden Ambrosian Choir.
Die Hauptpartien sind mit den Spitzenkräften des Verdigesangs der siebziger Jahre besetzt. Fiorenza Cossotto gelingt eine äußerst überzeugende Lady, die ihren Charakter von sonnambul bis hin zur Über-Leichen-gehenden Strategin in jeder Nuance fein auslotet und der die Partie scheinbar sängerisch keinerlei Mühe bereitet. Auch Sherrill Milnes überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus Belcanto und charakteristischer Gestaltung. Banco ist mit dem cantablen Ruggero Raimondi besetzt. Man könnte sich vielleicht von der Partie ein Gran mehr schwarz-satten Bassklang wünschen, aber das wäre in diesem Fall Kritik auf ganz hohem Niveau. Auch Jose Carreras überzeugt mit gestaltendem Tenor als Macduff. Insgesamt also eine Einspielung, die in einer Verdi-Sammlung auf gar keinen Fall fehlen sollte.
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am 22. Juli 2001
Macbeth gehört zu Verdis grandiosesten Werken, keine Arie, kein Chor, keine der großartigen Szenen ist mit irgendetwas anderem aus Verdis Schaffen direkt vergleichbar. Ein Spitzenensemble rundet diesen Hörgenuss ab. Absolut empfehlenswert! P.S.: Lady Macbeth ist natürlich nicht Sherrill Milnes, er seineszeichens Bariton und der Interpret des Macbeth, sondern die großartige Fiorenza Cossotto. Liebe Grüße nach Berlin an heikoschon@web.de ;)
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am 16. April 2002
Beindruckend und immer wieder hörenswert. Meine zwei Vor- Reszensenten haben recht: die Aufnahme ist einfach phänomenal. Und selten habe ich die Chöre so leidenschaftlich gehört wie hier. Überragend: Jose Carreras! Spitze!
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