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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich! Aber doch nicht perfekt!, 4. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Daß das Nassau-Konzert als offizielle Veröffentlichung erscheint, war längst überfällig. Halboffizielle Bootlegs mit großen Teilen des Konzerts ("Bowie: Live USA") kursierten schon lange. Auch hatte Bowie 1990 als Bonustracks zum Album STATION TO STATION schon die Live-Stücke "Stay" und "Word on a Wing" des Konzerts angefügt. Und da kommen wir an den entscheidenden Punkt. Bei der letztgenannten Veröffentlichung hört man Bowie an Ende noch stimmlich herumflippen, was in dieser Version hier frühzeitig weggeblendet wurde. Ähnliches findet man an anderer Stelle der Live-CDs. Es hat also eine Art Zensur stattgefunden. Auch scheint die Lead-Gitarre etwas in den Hintergrund gerückt worden zu sein. Dies kann man auch schon bei der letzten Veröffentlichung des Livealbums "David live" (1975) beobachten, das in der letzten Version in der Instrumentierung bzw. Abmischung völlig anders klang, als noch die 1990er Version. Ein weiterer Haken an dem vorliegenden Konzert ist der Umstand, daß die Stücke "Life on Mars" und "Five Years" eindeutig von einer anderen AUfnahme stammen. Wer genau hinhört, wird merken, daß die beiden Stücke gegenüber den anderen stumpfer klingen. Dies erinnert wiederum an die letzte Version des Live-Albums "Stage" (1979), wo gegenüber der Originalversion nicht nur die Reihenfolge der Lieder verändert wurde, was positiv zu bewerten war, aber eben auch Stücke eingefügt wurden, die - ebenfalls klanglich erkennbar - von anderen Auftritten stammten ("Be my Wife"). Eine interessante Einlage im Nassau- Konzert fiel ebenfalls der Schere zum Opfer: In "Panic in Detroit" fehlt der Part, in dem Bowie stimmlich Percussion nachahmt, was meines Wissens an keiner anderen Stelle irgendwo aufgenommen worden war - schade! Nun fehlt es hier also auch! Fazit: Ein großes Konzert endlich in gutem Klang auf CD erhältlich, aber eben leider nachbearbeitet wie inzwischen die zwei anderen großen Konzerte Bowies aus den 70ern auf CD.
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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bowies Meisterstück, 20. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Station to Station (Audio CD)
Im Erscheinungsjahr des Albums 1976 machte ich mein Abitur. Ein Freund brachte die LP nach den Sommerferien aus England mit. Die Beatles waren entgültig tot, das "Saturday Night Fever" hatte noch nicht begonnen, die Hard-Rock Zeit a la Deep Purple und Led Zeppelin war am Ausklingen, Lachnummern wie Bay City Rollers oder Sweet schafften Chart-Erfolge, experimentelle Elektroniker wie Kraftwerk oder Tangerine Dream eroberten sich ihre Nischen. Musikalisch war alles irgendwie im Umbruch. Bowie fängt dies in grandioser Weise ein. Dieses Album ist wie ein Kaleidoskop seiner Zeit. Songs von epischer Breite wie "Station to Station" repräsentieren den damals noch verbreiteten Hang vieler Musiker (z.B. Yes) zu sog. Konzeptalben oder -songs, "TVC 15" nimmt den aufkommenden Disco-Sound vorweg und "Stay" ist mit seinen schneidenden Riffs und dem ungeheuren Drive einem Song wie "Black Dog" von Led Zeppelin nicht unähnlich, wenngleich er viel eleganter und gezähmter daherkommt. Ein zeitloser Chartknaller wie "Golden Years" ist ebenso vorhanden wie zwei ruhige Songs zum Luft holen und Entspannen.
Ich halte es für Bowies bestes Album, da es sehr rund und ausgewogen ist. Es hat mich vor über 25 Jahren begeistert und tut dies immer noch. Bowies Künstlertrauma mag es sein, zu Anfang seiner Karriere seiner Zeit stets eine Idee voraus gewesen zu sein. Dies brachte ihm den Ruf eines Trend-Setters ein. Später hat er fast immer -wie fast alle etablierten Musiker-einen bereits vorhandenen Trend aufgenommen - zugegebener Weise meist auf hohem Niveau. Aber bei "Station to Station" gelang es ihm in einmaliger Weise, den Augenblick einzufangen, was dieses Album aus allen heraushebt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Album, 5. Juli 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Station to Station (Audio CD)
Also ich bin jetzt bereits seit 15 Jahren Bowie fan und denke immer noch das "Station to Station" das allerbeste Bowie Album ist.Trotz der nicht gerade berauschenden Songanzahl muß es für jeden musikbegeisterten Menschen ein Pflichtkauf sein.
Der Titelsong zu beginn bläst einen förnlich um und ist auch auf dem Christiane F. zu hören,dort allerdings live ,aber beide Versionen haben ihren Reiz.Extrem auch der Text,man merkt das Bowie zu dieser Zeit am Gipfel seines damaligen Kokainkonsums war und sich spindeldürr und wortkarg gab und sich "The Thin White Duke" nannte.
Songs wie "Stay","TVC 15" usw. und zwei Nummern zum finalen Erholen und Ausklingen machen dieses Album zum absoluten Meisterwerk der Musikgeschichte.
meint Jürgen Schwarzbauer
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bowie schlägt eine neue Richtung ein, 26. August 2002
Von 
silbertanne4 "silbertanne" (Offenbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Station to Station (Audio CD)
David Bowie hatte mit "Young Americans" eine fast amerikanische Funk-Platte abgeliefert.
-- Station to Station beginnt mit seinem bis dato längsten und komplexesten Track. Der Synthezizer imitiert Zuggeräusche, ein
Zug in dem Bowie wieder zurückkehrte und von seinen Fans am Bahnhof abgeholt wurde (er benutzte keine Flugzeuge).
Der Song ist asymmetrisch, die Melodie- und Rhytmuslinien gehen ineinander über, es dauert fast 4 Minuten bis der Gesang einsetzt. Der Text wurde viel interpretiert (Technik?, Okkultismus?, das Outro "it's too late" wurde für "Christiane F." beansprucht; es gibt auch Zeilen wie "it must have been love" "movement from Kether to Malkuth" könnte sich auf die Kabbala beziehen, ... Er stellt sich auch in den Zeilen als der dünne weiße Fürst vor ... Was auch immer, am Ende der Collage hat man das Gefühl, den bis dato anspruchsvollsten Track eines (neuen) Bowie gehört zu haben.
"Golden Years" hat Bezüge zu den Zwanziger Jahren und war die einzige Single der Platte. Samtartiger eleganter Funk.
- "Word on a Wing" hat Bezüge zum Thema Religion, was Bowie dann und wann abhandelt.
- "TVC15" - ob die damaligen Diskothekenbesucher wußten, daß sie sich zu einem tanzbaren Song bewegten, der von dem paranoiden Albtraum eines Mädchens handelt, daß von ihrem Fernseher verschlungen wird?
-- "Stay" zeigt einen Bowie, der sich (die Ehe mit Angela war fast am Ende) für einen Tag jeweils jemand Neues sucht. Er ist durchaus selbstkritisch mit "Should I stay or should I go?" Es scheint eine Warnung vor seinem momentanen Zustand zu sein. Die problematische Behandlung eigener intimer Beziehungen hier steht im Gegensatz zu "Lets Spend the Night together" auf "Alladdin Sane".
- "Wild is the wind" ist eine Ballade, was selten für Bowie ist. Obwohl gecovert ist es ein starker Song, der offenbar ein ehrliches Liebesbekenntnis von sich gibt. Eine gute Wahl zum Ausklang der LP. Mit Songs wie diesem unterscheidet sich Bowie z. B. auch von dem "nichts als Weltschmerz" eines John Cale oder Lou Reed, auf die er sich früher manchmal berief. Ein David Bowie schaffte es allemal, wieder aus einer Krise zu kommen. Und überraschend neu war sein Interesse 1975 an "Kraftwerk", die er über den Klee lobte. Mit dem Titeltrack war der erste Schritt in eine Richtung die mit "Low" (düster) und "Heroes" (freundlicher) elektronisch ausgelebt wurde.
- Die Bonus-Tracks klingen den originalen sehr ähnlich - live oder nicht. Gab es wirklich keine Alternative? Deshalb nur 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen COLDWHITEMENSSOUL, 10. November 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Station to Station (Audio CD)
Knapp nach Ende der 74er Diamond Dogs/Soul Philly Dogs Tour erschien das Album ,Young Americans', das auch unter großer Beteiligung der Tour Musiker aufgenommen wurde, und mit dem sich Bowie endgültig vom Glam Rock löste. Der Soul und Funk dieses Albums ist dann auch noch auf ,StationToStation' hörbar, hier aber bereits um die Rhythmik elektronischer Musik angereichert, denn der damals ewig Rastlose wollte auf keinen Fall musikalisch stehen bleiben.

StationToStation bietet nur 6 songs mit dem zentralen, über den Text Bowie selbst wieder neu definierenden, 10minütigen Titelstück, das gleichzeitig auch die kühle Ästhetik der begleitenden Tour widerspiegelt. Eigentlich wäre es ein sehr homogenes Album geworden, gäbe es da nicht ,TVC15' drauf. Dieses Lied klingt mit seinem Honky Tonk Piano part eigentlich fast nach ,Hunky Dory' und hat mit der unterkühlten Ausstrahlung der white mens soul songs, die den Rest des Albums bestimmen, nichts gemein. Es wirkt fast wie ein Fremdkörper, denn selbst die Ballade ,Wild Is The Wind' passt hier noch ins Konzept, weil Sie den Soul von ,Young Americans' transportiert. ,Stay' ist ein Funk Stück mit großartigem Gitarren(s)lick, ,Golden Years' und ,Word On A Wing' sind zwar nicht die besten Stücke die Bowie je geschrieben hat, waren aber damals etwas durchaus Neues, und sicher wichtig für die weitere Entwicklung seiner Musik.

Dass Bowie den Sound der ihm vorschwebte erst mit Brian Eno und dem Nachfolger Album ,Low' fand, ist im Vergleich recht deutlich zu hören und möglicherweise wäre er besser beraten gewesen, gleich ein reines Funk Album aufzunehmen, denn der unterkühlt-motorische, musikalische Unterbau dieser Platte hat nie etwas Zwingendes, und die Kompositionen sind nicht die gelungensten. ,Sister Midnight' hätte hier gut draufgepasst, aber das reichte er ja leider an Iggy Pop weiter.

Dass die songs Live trotzdem zündeten, lag an den bei dieser Tour dann unglaublich aufspielenden Gitarristen Carlos Alomar und Stacey Heydon, wie allgemein an der ,Raw Moon' Tour Band von 1976. Nachzuhören wird dies dann endlich auch offiziell in der nächstes Jahr erscheinenden DeLuxe Edition von StationToStation sein, die fast das gesamte Nassau Coliseum Konzert als Zugabe beinhalten wird - eines der besten Bowie Konzerte, das je stattgefunden hat.

Knappe 4 Sterne aber trotzdem für dieses Album, weil Bowie auch damit einmal mehr seine Besessenheit bewies sich immer neu zu erfinden, sich immer weiterzuentwickeln und weil man eine derartige Atmo eigentlich kaum je wieder von irgendjemand anderen serviert bekam.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum man dieses Album haben muss:, 19. Dezember 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Station to Station (Audio CD)
Erklärungsversuch (absolut und rein subjektiv):

Das Album ist das vielleicht beste Bowie Album, weil:

- neben Station To Station auch Word On A Wing, Stay und Wild Is The Wind darauf sind, die allesamt absolut zu meinen Bowie-Song-Favoriten gehören.

- kein Lied - auch nicht Golden Years und TVC 15 - stören.

- weil dieses Album sehr kompakt und in sich stimmig ist.

- weil es extrem faszinierend ist, wie ein Mensch, der während der Entstehung physisch und psychisch so kaputt war, etwas so kraftvolles und ausdrucksstarkes zu Stande bringen konnte. Man bekommt geradezu das Gefühl, dass jedes Fünkchen an Lebensenergie in dieses Album gesteckt wurde.

- weil Bowies Stimme auf diesem Album so tief, voll, ausdrucksstark und gefühlsbetont klingt und sich von schwindelerregenden Höhen in die abgründigsten Tiefen schraubt, wie kaum sonst in seiner Karriere.

Der Titelsong ist geradezu herausragend gut, weil:

- ich sowieso sehr gerne sehr lange Stücke mag. Dieser Song nimmt sich über drei Minuten Zeit, bis die erste Zeile gesungen wird. Dadurch schafft es der Song, den Hörer ganz in seine Welt mit einzufangen.

- ich es toll finde, wenn Stücke sehr dynamisch sind und sich innerhalb eines Stückes eine geradezu "epische" Entwicklung oder Struktur ablesen lässt. Wenn also das übliche Muster von Strophe-Refrain-Strophe durchbrochen wird durch wechselnde Tempi, Harmonien und Rhythmen. Die Spannung und die bedrückend bedrohliche Atmosphäre vom Beginn des Stückes ("Throwing darts in lovers' eyes") weicht gegen Ende einer ausgelassen, trotzigen Heiterkeit ("It's too late - to be late again / It's too late - to be hateful"), als wolle das Lyrische-Ich der Welt mitteilen: "Klar, die Situation ist ausweglos, aber hey, was soll's, hoch die Tassen, lasst uns feiern!"

- das Stück sehr starke Emotionen in mir wach rührt.

Die Zeilen "It's not the side-effects of the cocaine / I'm thinking that it must be love" sind großartig, weil:

- bei aller Distanz, die Bowie üblicherweise in seinen Texten gegenüber dem Hörer/Leser/Publikum wahrte, hier tatsächlich einmal Bowie selbst zu sprechen scheint und seine tiefsten Ängste und Gefühle mit dem Hörer teilt.

- diese Zeilen ein hohes Maß an Selbstreflektiertheit und auch Selbstironie zeigen. Das Phänomen der Kokainsucht, was bei Bowie in dieser Zeit sicher lebensbestimmend war, wird tatsächlich benannt. Ebenso der Konflikt zwischen Sucht und Identität. Hier spricht jemand, der nur noch "glauben" oder "denken" kann, dass ein Gefühl (Liebe) tatsächlich echt ist und nicht bloß eine Nebenwirkungen der Kokainsucht. Wirklich sicher sein kann er sich jedoch nicht. Diese Offenheit dem Hörer gegenüber macht Bowie sehr verletzlich. Zugleich hat man als Hörer das Gefühl, dadurch Bowie ein Stück näher zu sein und endlich einmal Einblick in sein Innerstes bekommen zu haben.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Analogue Master und DAS Konzert der Isolar Tour, 27. September 2010
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
EMI braucht Geld, das weiss man, und so erscheinen innerhalb kurzer Zeit nicht nur Lennon's Studio Alben neu remastered, sondern auch eine DeLuxe Version von Macca's ,Band On The Run', eine Box mit den Kollaborationen Harrisons mit Ravi Shankar und eben auch - endlich - StationToStation von Bowie um das 76er Nassau Coliseum Konzert erweitert.

Letzteres war in den letzten 30 Jahren sowieso eines der heissbegehrten bootlegs von Bowie und da schliesst EMI nun endlich eine Lücke, denn im Gegensatz zu den bootlegs kommt die offizielle Erstveröffentlichung nun in glasklarem sound daher. Auch ein schöner Bonus: das Studioalbum erhält man mit dieser Box im analgue master mix und da hört sich diese Scheibe plötzlich unerhört warm an.

Zur Musik auf StationToStation sei auf meine Rezi des 1999er Remasters verwiesen.

Warum der Konzertmitschnitt so heiss begehrt war ist leicht erklärt: er präsentiert Bowie's damalige Tourband auf ihrem Höhepunkt. So ,z'sammg'hatzt' wie man auf weinerisch sagt, war wohl keine andere Band auf all den Bowie Tourneen. Sicher die Spiders hatten Saft und den großartigen Mick Ronson, aber was Carlos Alomar hier schon vom Intro zu StationToStation weg bietet ist nicht minder großartig. Auch Ex-Yes Keyboarder Tony Kaye macht hier mehr als eine gute Figur und liefert zu bspw. ,Changes' herrlich fill ins. Überhaupt hat man diesen song nie wieder so kraftvoll und dynamisch gehört wie in dieser Version - er rockt richtig.

Neben einer wunderbaren Version von ,Life On Mars?' merkt man auch wie groovig diese Musiker damals drauf waren. ,Panic In Detroit' funkt genauso wie ,Rebel, Rebel' und eigentlich klingt die Band um einiges schwärzer als jene der ,Diamond Dogs'-Tour. ,Fame' in einer Version die besser als jene von ,Stage' ist und die ungemein rockenden ,Suffragette City' und ,Queen Bitch' machen dann auch locker die etwas schlapperen ,Diamond Dogs' und ,Jean Genie' wieder wett.

Auch der Preis dieser Edition ist mehr als Fair, den neben den 3 beigelegten Fotografien erhält man mit dem Booklet auch noch die Komplette Bowie Chronologie der Jahre 75/76 und die Aufmachung in der Karton Box ist auch sehr hübsch.

Wer sich das alles auch noch auf Vinyl geben will, der greife zur - ungleich teurerern - DeLuxe Edition.
Aber alles in allem reicht die ,Collector's Edition' völlig aus. Mein 99er Remaster von ,Station' schmeiss ich dennoch nicht weg, denn auch das hat klanglich seinen Reiz.

5 Sterne - alleine schon für's Nassau Konzert - aber hier bekommt man wirklich viel für sein Geld.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ausschlachten eines gradiosen Albums, 20. Januar 2011
Zu "Station To Station" ist viel gesagt und geschrieben worden. Es war eine der erfolgreichsten Bowie LPs und nahezu jede Nummer der Scheibe wurde (irgendwo in der Welt) als Single ausgekoppelt. Station To Station markiert perfekt den Übergang zwischen dem Bowie der "Diamond Dogs"-Phase im amerikanischen Stil hin zum Bowie der "Berliner" Jahre ab 1977 mit den von Eno produzierten Alben. Und es enthält mit "TVC 15" meinen absoluten Bowie Lieblingssong. Klare 5 Sterne, also.

Nun die Vermarktungsstrategie von EMI. Wer das Album seit Jahren hat, konnte eine Menge Geld für (wie ich finde) überschaubaren Mehrwert ausgeben. 1990 kam eine Neuauflage mit 2 Live-Mitschnitten auf den Markt, zuletzt eine digitalisierte Version und nun zwei große Pakete mit analog Master-Version des Albums, vielen Fotos und dem Nassau-Konzert von 1976. Die "Deluxe-Box" kombiniert dies sogar mit weiteren Vinyls. Na klar freue ich mich, wenn alte Konzerte, die vorher nur in Auszügen oder gar nicht verfügbar waren, den Weg in eine offizielle Veröffentlichung finden. Aber ich möchte als Nicht-Hifi-Feinschmecker nicht immer das wieder das Studio-Album neu erwerben. Warum Nassau nicht separat auf den Markt bringen? Schließlich ist da weit mehr drauf als "Station To Station"-Material. Dafür entziehe ich den fünften Stern.

Wie gut ist das Nassau-Konzert? Der Sound ist erstklassig. Und musikalisch? Die Songauswahl ist vielseitig, wie auch bei den damaligen offiziellen Bowie Live-Alben. Meiner Meinung nach können jedoch wenige Songs hier das Studio-Niveau erreichen. Klar, es bleibt großartige Musik. Aber "5 Years" verliert viel durch den vereinfachten Beat, "Rebel Rebel" klingt weichgespült, "Panic In Detroit" wird in über 6 Minuten zur Spielwiese für Solisten, "Changes" wirkt irgendwie fahrig. Ach ja, und mir als Lou Reed Fan kann eine solch fade Version von "Waiting For My Man" nicht egal sein! Positiv herausheben möchte ich "Stay", das live rockiger als auf dem Studio-Album ist.
Das Live-Album "Stage" höre ich mir, auch wenn das Live-Gefühl durch den Schnitt getrübt ist, insgesamt lieber an.

Fazit:
Ein grandioses Album kommt auf den Markt, mitsamt vielen Fotos und einer Konzertaufnahme. Ich hätte mir das Konzert gern separat zugelegt, daher einen Punkt Abzug fürs Konzept. Das Konzert fand ich wiederum gut, aber nicht so klasse, dass es den Mehrfachkauf des Studioalbums rechtfertigt hätte.
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4.0 von 5 Sternen Great Follow-up To "Young Americans", 22. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Station to Station (Audio CD)
The already established 'thin white duke' continued his 'fame' with the single release of "Golden Years", a warm, but tepid dance song that introduced the fantastic "Station To Station". The title track clocks in the lengthiest of his songs and provides a series of bridges and chorus changes that surpassed anything he had done to date. The entire sound is more bluesy with the power-ballads "Word On A Wing" and "Wild Is The Wind". "Stay" is is the funkiest and most 'blue-eyed' of the set, while "TVC15" simply delivers a well written novelty tune. This set was more of a second version of "Young Americans" rather than a new direction, but if it's not broke - don't fix it. That's pretty hard for soemone like Bowie to do, considering how many 'costume changes' he goes through each year.
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5.0 von 5 Sternen A Step Up With A Grand Mix Of Styles, 4. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Station to Station (Audio CD)
After the great acceptance of "Young Americans" (no surprise), Bowie once again reevaluated himself and mixed a little funk with some serious drama vocals. Sure, the lengthy title track has some nice special effects and a three-tiered bridge that keeps the momentum going, but there is so much more. Other than the finger snapping "Golden Years" and the techno-pop endlessly repeating chorus of "TVC15" (a slam on MTV), Bowie tries his voice at 'high' vocal drama. Both "Wild Is The Wind" and the funkier, "Stay" show Bowie's remarkable vocal range. It's no wonder the RYKO additions were included. It's a satisfying combination and, once again, Bowie succeeds.
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Station to Station
Station to Station von David Bowie (Audio CD - 1999)
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