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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich der Sound, der dem Meisterwerk gebührt!
Schön waren die Songs auf diesem Album ja schon immer, dennoch hat es nie so richtig Spaß gemacht, es zu hören: verschwommener, verwaschener Sound und aufgequollene Weich-Bässe trübten die Freude ganz gehörig ein. Da half selbst die Japan-Pressung des Remasters von 1999 überhaupt nichts (zu der MFSL Version kann ich nichts sagen...nicht...
Veröffentlicht am 20. September 2006 von Alcoholosuchus

versus
16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Remaster
Ein weiteres Bespiel für den Loudness-War.

Wer die Original CD von 1985 (KatNr. 824 300-2, Barcode 4228243002) bekommen kann (keine Remaster und nur mit den originalen 8 Tracks), sollte diese noch (evtl. gebraucht) kaufen.

Ich habe beide im direkten Vergleich gehört. Obwohl die Vinyl Version sicherlich den besten Klang gibt, ist auf CD die...
Veröffentlicht am 16. November 2011 von Dr. No


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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich der Sound, der dem Meisterwerk gebührt!, 20. September 2006
Schön waren die Songs auf diesem Album ja schon immer, dennoch hat es nie so richtig Spaß gemacht, es zu hören: verschwommener, verwaschener Sound und aufgequollene Weich-Bässe trübten die Freude ganz gehörig ein. Da half selbst die Japan-Pressung des Remasters von 1999 überhaupt nichts (zu der MFSL Version kann ich nichts sagen...nicht mehr zu kriegen und wenn, dann viel zu teuer).

Doch jetzt hat man das Album endlich so remastert, wie es ihm schon immer gebührt. Und es ist wirklich kaum zu glauben, mit welcher Klarheit und Natürlichkeit das alles jetzt rüberkommt und mit welchem Druck die Bässe powern! Selbst wer die Songs nicht mag, wird wegen des überragenden Sounds Gefallen an dem Album finden, auch an den Tracks, die seinerzeit keine Radiohits waren.

Dass dann noch jede Menge Bonusmaterial mit hinzugepackt wurde, ist schön und gut, führt aber nur dazu, dass das Album unnötig teuer wird und ist letztlich doch nur für den Tears for Fears Komplettisten und hardcore Collector von Belang - nicht für all jene, die lediglich das beste Album dieser Gruppe genießen wollen.

Wer die Songs from the big Chair von dieser CD gehört hat, hat alles gehört, was es hier zu hören gibt - und braucht die Bonustracks folglich nicht mehr.

Ach ja, eines stößt dann doch komisch auf: dass man bei all den Bonustracks ausgerechnet die "normale" 12 inch Version von Everybody wants to rule the world weggelassen hat, die auf der raren MFSL Pressung mit drauf sein soll.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Remaster, 16. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Songs From The Big Chair (Dig. Remastered) (Audio CD)
Ein weiteres Bespiel für den Loudness-War.

Wer die Original CD von 1985 (KatNr. 824 300-2, Barcode 4228243002) bekommen kann (keine Remaster und nur mit den originalen 8 Tracks), sollte diese noch (evtl. gebraucht) kaufen.

Ich habe beide im direkten Vergleich gehört. Obwohl die Vinyl Version sicherlich den besten Klang gibt, ist auf CD die nicht geremasterte Version noch das kleinere (weil auch etwas dumpf und flach) Übel. Die neue Pressung ist 10dB lauter (warum? Ipod-Gerneration?) und total komprimiert vermatscht und teilweise verzerrt im Klang.

Die alte 85er Ausgabe klingt auf den ersten schnellen Vergleich eher zu neutral in Bass und Höhen, was den Eindruck des "flachen" Tons vermittelt. Beim zweiten Vergleichshören jedoch erkennt man die Details der Sounds und Instrumente, die eben doch enthalten und vor allen Dingen klar heraushörbar sind.
Dies ist bei dieser hier vorliegenden 1999 Remaster nicht der Fall. Sofort hört man Verzerrungen und trotz besserem Bass (!) und stärkeren Höhen gefällt der Sound ganz und gar nicht, da das Ganze wie gesagt unangenehm in den Ohren klingt.
Allerdings muss ich wohl zugeben, in den "audiophilen Ohren". So manchem mag es nicht auffallen, wenn er die Musik im Auto oder auf dem "Ghettoblaster" oder vergleichbarem eher billigeren Equipment hört.
Doch für viele von uns Musikliebhabern kann ich sagen: Es ist eine Schande. Wieder Geld zum Fenster raus geworfen, und das Üble ist: es ist und bleibt nur Geldmacherei ohne Skrupel.

Seht bitte auch folgende Rezension auf amazon.com, die ich leider leider viel zu spät gelesen habe:
http://www.amazon.com/Songs-Big-Chair-Tears-Fears/product-reviews/B00000JR29/ref=cm_cr_dp_hist_2?ie=UTF8&showViewpoints=0&filterBy=addTwoStar
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der weltweite Durchbruch für Orzanbal und Smith, 23. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Songs From The Big Chair (Dig. Remastered) (Audio CD)
Nachdem das Debutalbum "The Hurting" lediglich in England reüssieren konnte (immerhin Nr. 1 der Charts), gelang mit "Songs from the Big Chair" der weltweite Durchbruch für "Tears For Fears" im Jahre 1984/85. Zwei Monsterhits machten die Band auf beiden Seiten des Atlantiks zu Megasellern: das von Roland Orzanbal aussschliesslich für den US-Markt geschriebene, von Curt Smith gesungene "Everybody wants to rule the World" sowie das vor allem das hierzulande immer noch sehr populäre "Shout", vielleicht einer der 80er Songs überhaupt. Wenn man sich das Album im Jahre 2002 anhört, dann muss man feststellen, dass es sich hierbei nicht nur um Musik, sondern auch um ein Zeitdokument, um ein Stück damaliges Lebensgefühl handelt. Es gibt wenige Alben, welche das Lebensgefühl ihrer Epoche auf den Punkt brachten, als rare Beispiele gelten hier vielleicht "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band", "Never mind the Bollocks - Here's the Sex Pistols" oder "Nevermind". "Songs" ist mit Sicherheit auch kein Aufruf zur Revolte oder ähnlichem, trotzdem erkennt man in den Stücken das Wechselbad der Gefühle zwischen Melancholie ("Head over Heels", "Broken") und dem plötzlichen Umschlagen in Euphorie ("Shout", "The Working Hour"), das alles mit einem typischen synthielastigen, aber dennoch rockigem Arrangement. Produktionstechnisch mit Sicherheit eines der besten Alben in seiner Zeit. Die konsequente Fortsetzung war dann auch das Nachfolgealbum "The Seeds of Love" von 1989, ein Soundtrack zum Fall des Eisernen Vorhanges, welches die Hoffnungen der Menschen auf eine geeinte Welt und auf eine Art "Ende der Geschichte" (nämlich dem Sieg der Demokratie und Freiheit weltweit) widerspiegelte. Wie wir wissen ist dies nicht eingetreten. Hört man deshalb "Tears for Fears" immer mit so viel Wehmut?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn es etwas Gutes an 80-er-Jahre-Mucke gibt,, 20. Januar 2009
Von 
Uwe Smala "Uwe Smala" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Songs from Big Chair (Audio CD)
sind es "Tears for Fears".
Mit diesem Album von 1984 wurden sie erst richtig "erwachsen" und als geniale Songschreiber und Musiker anerkannt.
Das ist bei der Scheibe kein Wunder, kann man sie doch von A-Z durchlaufen
lassen obwohl ich "Everybody wants to rule the World", "Shout",
"Head over Heals" und "I believe" besonders hervorheben möchte.
Diese Platte hier, "The Hurting" und "The Seeds of Love" sind Meisterwerke
für die Ewigkeit.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tears for Fears reminds us of what could have been, 19. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Songs From The Big Chair (Dig. Remastered) (Audio CD)
"Songs From the Big Chair" was the first CD I ever bought, which I did about four months before I actually had a CD player (stockpiling for new technology is a dominant gene). But this was one of the first really hot CDs and it was where I got my infamous "three song rule." This rule states: If you are interested in an album by a new group all you need to justify the purchase is for the album to have three solid songs you would like to have. This one offered up "Shout," "Everybody Wants to Rule the World" and "Head Over Heels." The first two made it to #1 on the Billboard Hot 100 and last one topped off at #3. Of course the album went to the top of the charts as well, but more importantly there are other interesting tracks on the album besides the big three. "Heads Over Heels" is actually part of a suite with "Broken," and both "The Working Hour" and "Listen" are above average.
This edition offers up extended mixes of "Shout" and "Everybody Wants to Rule the World" as bonus tracks, but they are hardly necessary to justify having this album in your music collection. I still listen to "Songs From the Big Chair" about once a month and there is always a touch of regret that Tears for Fears self-destructed. The group produced a rather unique blend of synth-pop that made it stand out from most of what was going on in 1985 and the lyrics would have made for nice essay questions on a psychoanalysis exam:
They gave you life
And in return you gave them hell
As cold as ice
I hope we live to tell the tale
Who would have thought that Arthur Janov's primal scream theory would result in deep lyrics? But then the group's name comes from that same source and the whole idea was much more in evidence on their debut album "Hurting" ("Mad World" from that album is reworked to great effect by Michael Andrews and Gary Jules at the end of the cult film "Donnie Darko," which also used "Head Over Heels" to make Tears for Fears the official group of the film). Such ideas are still in evidence on this album, but if "Hurting" is about emotional pain then "Songs From the Big Chair" is moving on to the healing process. This is not exactly a concept album, but the songs do fit together in a way that suggests a definite sense of direction. But then when they start singing about four leaf clovers and do a techno-rap song like "Mother's Talk" you are just going to lose people who are going to go back to the melodies and not bother to figure out the words and dive for deeper meanings.
Looking at the writing credits on these songs you would have said Tears for Fears was clearly Roland Orzabal's group, but by the time Curt Smith bolted they had produced only one more album in three years which had one decent song on it. So Tears of Fears does not exactly come under the heading of a One Hit Wonder, but they certainly only had the solid really great album. However, unlike other groups you might point to in similar circumstances from this same time period (e.g., A-Ha, Mr. Mister), this was the group I really thought had the musical talent to build on. In retrospect, I think it is clear that they did have the talent and Tears for Fears is arguably the most memorable "lost" group of that period.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich hasse dieses Album Cover, 13. September 2012
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Songs From The Big Chair (Dig. Remastered) (Audio CD)
... es verspricht eine gewisse Introspektion und Weisheiten, gefunden von zwei jungen Männern mit nicht mehr ganz zeitgemäßen Frisuren, die diese tiefen Weisheiten und Einsichten aus der metaphorischen Sicht eines großen Stuhls gefunden haben. Nicht von dem ist wahr, außer vielleicht die nicht mehr ganz zeitgemäßen Frisuren ;-).

'Songs from the Big Chair' ist ein großartiges Album, mit einer tollen Produktion und wunderbaren Melodien, dass sich inhaltlich sehr um Unsicherheit und Furcht dreht. 1985 war es ein massiver Chart Erfolg, mit einem ganzen Homerun an Top 10 Singles. Das Album ist ein schönes Beispiel, dass Popularität auch Substanz haben kann. Während das Vorgängeralbum 'The Hurting' noch sehr elektronisch klang, öffnen Orzabal und Smiths hier ihren musikalischen Horizont. SHOUT ist in diesem Sinne der perfekte Opener. Während sich der Song textlich immer noch um postpubertäre Angst dreht, vor missverstehenden Eltern und anderen Autoritäten, ist die Musik extrovertierter geworden, organischer, aber auch mehr fürs große Stadion Publikum gemacht.

Diese neue musikalische Breitwandigkeit trifft einen dann frontal bei MOTHERS TALK. Voller schräger beats ist der Song vielleicht an manchen Stellen zu schroff, damals war er die erste Single und ein Ausrufezeichen. Andere Songs sind weniger schroff beim ersten Hören, eher zugänglich obwohl sie für den damaligen Kontext auch eher experimentell waren. LISTEN ist so ein Kandidat, mit seiner beruhigenden 7-minütigen Keyboard getragenen Klanglandschaft und den eher spärlichen Texten rund um den Kalten Krieg. THE WORKING HOURS ist ein anderes gutes Beispiel. Der Song wirkt geschäftigt, emotional geladen und hat vielleicht eine der besten Gesangsleistungen von Roland Orzabal. Flankiert von einer Reihe wunderbarer Saxophon Solos, die dem treibenden Rhythmus des Songs eine gewisse Geschmeidigkeit geben. Bekannte Auskopplungen sind dann wieder EVEYBODY WANTS TO RULE THE WORLD und HEAD OVER HEELS, die wahrscheinlich jeder schonmal in den letzten Jahren gehört hat, auch wenn er kein ausgewiesener Fan ist. Beides großartiger Songs, mit dramatischer Dynamik und Steigerung hin zu den noch großartigeren Refrains.

Alles in allem, ein wahrer Klassiker, groß in seinem Anspruch und groß im Erfüllen derselben, den sich jeder mal in Ruhe anhören sollte, der ein wenig den Pop und New Wave der 80er für sich entdecken möchte.
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5.0 von 5 Sternen Ein Glanzstück des 80-er-Jahre-Synthiepops, 19. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Songs From The Big Chair (Dig. Remastered) (Audio CD)
Rund zwei Jahre nach "The hurting" veröffentlichten "Tears for fears" am 25.02.1985 ihr zweites Album. Gegenüber dem zurückhaltenden, beinahe introvertierten Erstling wurde der Nachfolger instrumentell stark ausgebaut und ist melodisch deutlich massentauglicher. Der Erfolg war durchschlagend: "Songs from the big chair" erreichte in mehreren Ländern die Spitze der Charts, darunter auch in den USA, und konnte teilweise sehr lange Verweilzeiten in den jeweiligen Hitlisten erreichen. Mit bis heute über zehn Mio. Verkauften Exemplaren ist es das mit Abstand erfolgreichste Album der Band.

Stilistisch wird "Songs from the big chair" im Allgemeinen dem Synthie-Pop zugeordnet. Dieser Einschätzung kann man insgesamt durchaus zustimmen und unter Annahme dieser Zuordnung stelle ich für mich fest, dass der Longplayer zu den Spitzenerzeugnissen dieses Genres zählt. Dennoch unterschiedet es sich signifikant von vielen seiner gleichaltrigen Zeitgenossen. Verglichen mit Alben von "A-ha", "Alphaville" oder "Depeche mode" ist "Songs from the big chair" wesentlich rauer und kraftvoller. Instrumentell besteht ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Gitarren, Saxophon, echten Drums und Synthies. Während Erstere Struktur und Rhythmus liefern, werden die Synthies vor allem zur Erzielung von Raumwirkung genutzt.

In gewisser Weise bildet "Songs from the big chair" alle positiven Facetten des 80-er-Jahre-Synthiepops ab: Kraftvolle, treibende Melodik, Sinnlichkeit und Verzagtheit, raue Eleganz sowie interessante Lied-Strukturen.

Bevor es nun an die Bewertung der Titel geht: Ich habe ein Exemplar aus den 80-ern vorliegen, kann also über eventuelle Klangunterschiede der Remastered-Versionen sowie die dort zusätzlich vorhandenen Titel nichts sagen. Einen Klangvergleich konnte ich bei "Rio" von Duran Duran ziehen. Dort schienen, wie auch von einigen Rezensenten angesprochen, bestimmte Klangnuancen im verstärkten Bass der neuen Abmischung unterzugehen.

"Shout" dürfte der bekannteste Titel des Albums sein und zieht gleich zum Auftakt alle Register. Zwar erscheint es strukturell einfach, ist jedoch melodisch überaus schön und durch die perfekte Instrumentierung extrem kraftvoll. Das Klangbild wirkt rau, komplex, treibend, dabei herrlich präzise und doch keinesfalls rein-elektronisch. Die Stimme dominiert nicht, sondern ist in die Instrumente eingebettet. Sehr schön ist die Spannungssteigerung, für die das lange Gitarren-Zwischenspiel ein wesentliches Element ist. Die verglichen zur Single-Version deutlich längere Spielzeit gibt "Shout" Zeit, um sich zur vollen Erhabenheit zu entfalten.
Nach diesem Giganten scheint Einhalt notwendig. "The working hour" nimmt die Kraft des Openers heraus und ersetzt diese durch eine sehr subtile Spannung, die im Verlauf steig gesteigert wird. Interessant ist die Struktur des Titels: Einer sehr langen instrumentellen Einführung folgen Strophe/Refrain/Zwischenspiel/Refrain. Die Melodie ist sehr schön und vermittelt eine hohe Eindringlichkeit. Die Instrumentierung ist sehr elektronisch, wobei ein Saxophon einen schönen Kontrast zu den Synthies setzt, und schafft so einen herrlichen Kontrast zum Vorgänger.

"Everybody want's to rule the world" erscheint im Vergleich zu seinen Vorgängern sehr konventionell. Dennoch ist es melodisch schön, sehr gut instrumentiert und hat alles, was ein Chartstürmer zur damaligen Zeit haben musste. Entsprechend hoch war der internationale Erfolg. Hervorzuheben ist die subtile Steigerung der Spannung und das geschickte Überleiten zum Nachfolger. "Mothers talk" zieht das Tempo deutlich an und ist in seiner Gesamtheit deutlich kraftvoller. Zwar ist die Melodik verglichen mit anderen Titeln des Albums sehr stark zurückgesetzt, jedoch mehr als ausreichend. Schnell, treibend, elegant und…"cool", ist "Mothers Talk" durch genau den melodischen Kontrast ein wichtiger Teil des Albums und war auch die richtige Wahl für eine Single-Auskopplung.

Nach diesen vier akustischen Schwergewichten erscheint ein Atemholen notwendig. "I believe" nimmt die Energie der Vorgänger heraus und führt in völlige Entspannung. Die wunderschöne Melodie wird lediglich von Klavier und Saxophon getragen; erst zum Ende kommen einige Synthies hinzu, die vor allem als Überleitung fungieren. So fragil und in sich gekehrt, fungiert "I believe" einerseits als Ruhepol und ist zugleich ein Atemholen zum folgenden "Broken", das eine Einheit mit seinem Nachfolger bildet.

"Broken" beginnt mit rauen Synthies, die das Tempo wieder anziehen und das sehr lange Intro einleiten. Dieses ist durch kurze Zwischenspiele strukturiert, wobei Stimmung und Spannung mit jedem neuen Abschnitt durch das Hinzukommen neuer Instrumente gesteigert wird. Erst nach rd. 100 Sekunden setzt Gesang ein, der den Beginn des Höhepunktes markiert. Melodisch ist "Broken" schön, stimmungsvoll und äußerst elegant. Sehr geschickt wird dann zu "Head over heals" übergleitet, das melodisch wie eine Fortsetzung wirkt. Tempo und Spannung werden herausgenommen, man scheint vom Diffusen in Klare zu treten. Am Höhepunkt agieren mehrere Stimmen, die die zelebrierte Eindringlichkeit wunderbar unterstützen. Wie um den Kreis zu schließen, folgt ein kurzes Fragment von "Broken".

Das abschließende "Listen" nimmt Kraft, Dramatik und Aggressivität der Vorgänger völlig heraus und scheint in die Unendlichkeit zu weisen. Leichte Synthie-Klänge fungieren als Einleitung. Zwar hat der Titel nur drei Themen, jedoch sind diese melodisch ausnehmend schön, wunderbar instrumentiert und sehr geschickt miteinander verbunden. Wieder wird die Stimmung zum Ende hin subtil gesteigert, bis mit wenigen Tönen alles ins Nichts aufgelöst wird. Ein toller Abschluss für ein exzellentes Album.

"Songs from the big chair" ist ein hervorragendes Album, das einerseits sehr rau-elektronisch klingt, aufgrund der Instrumenten-Kombination jedoch erstaunlich zeitlos erscheint. Dementsprechend ist es nicht nur Liebhabern elektronischer Klänge, sondern jedem nicht Genre-gebundenen Hörer dringend zu empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Pop/Rock Klassiker in super Ausführung, 9. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über dieses Album in der originalen Version muss man einfach nichts mehr sagen. Toller Sound, der auch nach 30 Jahren noch viel Spaß macht. Das war eben nicht 08/15, sondern durchaus variantenreicher komplexer Sound.
Diese Ausgabe gefällt mir besonders, weil hier noch spezielle Versionen der wichtigsten Stücke aus den Jahren 1983 bis 1985 enthalten sind. Zusätzlich gibt es einige interessante B-Seiten, die so bisher noch nicht in digitaler Form veröffentlicht wurden.
Wenn man ein Reissue eines Albumklassikers rausbringt, kann man sich sehr gut an dieser Ausführung orientieren.
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4.0 von 5 Sternen Die "Songs From A Big Chair" klang noch nie so sauber ..., 31. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... wie auf dieser überabeiteten Version aus dem Jahre 2006!

Das zweite Album von Roland Orzabal und Curt Smith war ja noch als Referenzalbum der Kunst des Masterings bekannt und kommt hier zum ersten Male in einer klanglisch wirklich ansprechenden Qualität rüber.
Man hat hier endlich mal, nach dem klanglisch blassen 85er Originalalbum und dem durch Dynamikkomprimierung absolt totgemasterten viel zu lauten 99er Rerelease, den goldenen Mittelweg gefunden und einiges aus diesem feinen Album rausgeholt.

Absolut genial sind auch die nun mit auf diese Doppel-CD gepackten Bonustracks.
Sicherlich besteht hier kein Anspruch auf Vollständigkeit (so fehlen Beispielsweise der Extended Mix von "Shout", die Extended Version von "Everybody Wants To Rule The World" oder gar das spezielle "Everybody Wants To Run The World" und einiges anderes), aber die Liste der Bonustracks in Form von B-Seiten auf der Album CD dieses Rereleases und 7" und 12" Versionen auf der Raritäten-CD kann sich durchaus sehen lassen.
Man hätte also durchaus noch mehr aus diesem Release machen können, aber dazu wäre dann sicherlich noch eine dritte CD nötig gewesen und mir ist auch nicht bekannt ob alle Masterbänder noch sauber und technisch einwandfrei vorliegen

Die Tracklist dürfte viele Liebhaber der Musik von Tears For Fears trotzdem auf alle Fälle mit der Zunge schnalzen lassen ;)

CD01 - The Original Album Plus The B-Sides
Original Album:
1. Shout 6:32
2. The Working Hour 6:31
3. Everybody Wants To Rule The World 4:11
4. Mothers Talk 5:07
5. I Believe 4:54
6. Broken 2:38
7. Head Over Heels / Broken (Live) 5:02
8. Listen 6:49
9. The Working Hour (Piano Version) 2:09
The B-Sides:
10. The Marauders 4:18
11. Empire Building 2:50
12. The Big Chair 3:35
13. Pharaohs 3:44
14. When In Love With A Blind Man 2:27
15. Sea Song 3:49
16. Broken Revisited 5:17

CD02 - Rarities 1983-1985
The 7" Singles:
1. The Way You Are (7" Version) 4:59
2. Mothers Talk (7" Version) 3:55
3. Shout (7" Version) 4:53
4. Everybody Wants To Rule The World (7" Version) 4:14
5. Head Over Heels (Remix) (7" Version) 4:18
6. I Believe (A Soulful Re-Recording) 4:42
7. Mothers Talk (US Remix) 4:17
The 12" Singles:
8. Shout (US Remix) 8:03
9. Shout (US Dub Version) 6:48
10. Everybody Wants To Rule The World (Urban Mix) 6:00
11. Mothers Talk (Beat Of The Drum Mix) 8:58
12. Broken / Head Over Heels / Broken (Preacher Mix) 8:04

Die Aufmachung dieser Deluxe Edition macht ihren Namen ebenfalls alle Ehre.
Die beiden CDs stecken in einem schicken, aufwendig gestalteten und robusten Digipack und dazu gibt's ein dickes Booklet mit umfangreichen Linernotes von Paul Lester, vielen Fotos und Informationen zu den auf den beiden CDs befindlichen Titeln.
Ein wenig schlampt wurde allerdings bei den Zeitangaben, denn die länge der 7" Version von "Shout" wurde beispielsweise mit 4:03 angegeben, was natürlich falsch ist, und bei der 7" Version von "Everybody Wants To Rule The World" fehlt die Zeitangabe sogar komplett.

Alles in allen ein feines Release dessen Kauf sich für mich wirklich gelohnt hat, bei dem man aber halt einige kleine Abstriche machen muß weil man, was die Trackliste betrifft, noch ein wenig mehr hätte rausholen können.
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5.0 von 5 Sternen Sehr gute 80 er Songs für einen guten Preis., 10. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Songs From The Big Chair (Dig. Remastered) (Audio CD)
Original verpackte CD mit qualitativ sehr guten Songs.
Hier bekommt man 80 er Songs für eine fairen Preis.
Auf die 80 er
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