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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Traum..., 27. August 2010
Rezension bezieht sich auf: 154-Digipack (Audio CD)
Inhaltlich und auch optisch (cover) ein ganz großer Wurf. Wenn man eine Platte nach dem schönen und coolen Äußeren kauft und dann feststellt, dass die darauf enthaltene Musik so genial wie vielfältig, zukunftsweisend und zeitlos ist, was will man mehr? Wire waren die perfekte Überleitung vom kurzlebigen Punk hin zu wieder mehr "sophisticated music", die trotzdem anders war und klang. Die Band hat sich unter Mastermind Collin Newman auch stetig nach vorne entwickelt - 30 Jahre nach der 1. Platte erschien ein respektabler und unpeinlicher neuer release (object 47). Besonders ans Herz sei auch die 1987er Platte "ideal copy" gelegt, die unglaublich zeitgemäß klingt - Leute, kauft Euch was von dieser wegweisenden, herrlichen Band - ihr werdet es nicht bereuen.
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4.0 von 5 Sternen Post-Punk-Meilenstein, 17. August 2013
Rezension bezieht sich auf: 154 (Audio CD)
Wie die anderen Rezensionen zeigen, gehen die Meinungen zu diesem - dritten - Album von Wire selbst bei prinzipiell positivem Urteil noch auseinander. Für mich ist es ihr mit Abstand stärkstes Werk: musikalisch differenzierter Postpunk mit intelligenten Texten, der u. a. an Gang of Four und Section 25 (vor ihrer "Hilltop"-Pop-Phase) erinnert. Zum ersten Anspielen eignen sich die eingängigeren "I Should Have Known Better" und "Blessed State" besser; in die Höhepunkte wie "A Touching Display" und "Indirect Enquiries" muss man sich aufgrund ihrer Düsternis und/oder Sperrigkeit erst reinhören.

Sehr zu empfehlen ist die 1994er CD-Ausgabe mit den 5 Bonustracks, die stellenweise derart radikal experimentell ausgefallen sind, dass sie schon Assoziationen zu Industrial-Acts wie "Throbbing Gristle" wecken.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düsterer und experimenteller New Wave-Klassiker, 13. September 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 154 (Audio CD)
Ich kannte bisher von Wire ihr erstes Album "Pink Flag" (1977) und ihr letztes Album, "Send" (2003), ihr Comeback nach fast zwanzig Jahren Pause. Ersteres hatte mich schwer beeindruckt, letzteres fast gar nicht. Nun habe ich mir dieses 1979 erschienene Album bestellt, und ich bin auf meine Kosten gekommen.
Der Erstling besteht ungefähr zur Hälfte aus geradlinigem 70s-Punk, zur Hälfte aus eher getragenen, wuchtigen Stücken, die die Platte vom Sound her zu einem frühen Vorläufer des Indie-Genres machen. In manchen Stücken schimmerte bereits die Düsternis durch, die auf dieser Platte hingegen dominiert. Viele der Stücke könnte man auch einfach als Gothic einordnen -- etwa das siebenminütige "A Touching Display", oder auch "A Mutual Friend", die seelenzerfetzende Düsternis ausstrahlen und fast von Joy Division stammen könnten. Ausnahmen zu dieser Grundstimmung kann man an einer Hand abzählen -- darunter das schöne, geradezu poppige "The 15th", oder das muntere rollende "Map Ref. 41°N 93°W".
Insgesamt ist die Musik abwechslungsreicher geworden, nicht zuletzt auch durch den stärkeren Einsatz von Synthesizern -- die Gitarren sind hier leiser, verhaltener, die Songs werden oft durch Synthie-Sounds getragen. Der Song "Small Electric Piece" ist, wie schon der Name sagt, sogar eine rein elektronische Komposition. Daneben gibt es auch einige andere recht experimentelle Songs, etwa das schön bekloppte, psychotisch dissonante Krach-Experiment "Once is Enough", das ein wenig an Sonic Youth erinnert.
Trotz allem kann mich diese Platte nicht so begeistern wie ihr Debüt -- aber auch bei weitem nicht so langweilen wie ihr Comeback-Werk. Die Songs sind abwechslungsreich, experimentell, beschreiten zuweilen neue Wege -- es fehlt nur die unglaubliche Kraft der wuchtigen Songs der ersten Platte. Kann aber auch sein, dass es erst nach mehrmaligem Hören zündet, das Potential dazu haben die Songs schon...
Interessant ist diese Platte auf jeden Fall. Sie beschreitet in vielerlei Hinsicht neue Wege und zeigt sehr schön, wie der Punk der 1970er zum Gothic, Indie und Synthie-Pop der 1980er mutierte, und ist somit echter New Wave-Klassiker.
Dem, der Wire noch nicht kennt, würde ich auf jeden Fall eher "Pink Flag" empfehlen, die wesentlich eingängiger und weniger düster ist. Wer jedoch die frühen Wire mag, wird auch an diesem Werk seine Freude haben. Mir fehlen zwar ein wenig die wuchtigen Hits des Erstlingswerks, doch ist dies sicherlich eine Platte, die ich gerne öfter hören werden. Darum: Wohlverdiente 4 Sterne.
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154 von Wire (Audio CD - 1999)
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