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am 8. Oktober 2012
Der Konzertmitschnitt "Five live Yardbirds" aus dem Dezember 1964 gehört mit Sicherheit zu den bedeutendsten Impulsgebern für die bluesbeinflusste britische Rockmusik, ja der Rockmusik überhaupt. Oder wie es Jon 'Mojo' Mills in den Linernotes zur Charly-Ausgabe der Scheibe ausdrückt: "In releasing a chaotic 'live' album as their debut the Yardbirds were ahead of the game. Here, there was no compromising for the pop audience, which other R&B bands catered for." Selbst die digital remasterte Version des Albums kann dem rüden Rhythm & Blues des Quintetts nichts von seiner atemberaubenden Kraft rauben. Die fünf jungen Kerle auf der Bühne des kleinen Londoner Marquee-Clubs drehten ihre Verstärker einfach nur bis zum Anschlag auf und spielten drauflos. Beim Anhören des Silberlings fühlt man förmlich den Schweiß der Musiker und des Publikums von der Decke des Clubs tropfen. Keith Relf (voc, harp), Eric Clapton (l-g), Chris Dreja (r-g), Paul Samwell-Smith (bg) und Jim McCarty (dr) vermischen Chicago Blues, Beat und Soul zu einer wilden Frühform rhythm & blues-lastiger Rockmusik. Der Mitschnitt dokumentiert dabei, daß die Band die Vorlagen ihrer schwarzen Vorbilder nicht einfach nachspielt, sondern sie als Ausgangsbasis für Improvisationen nutzt. Nicht umsonst spricht Jon 'Mojo' Mills im Booklet von "the earliest type of improvisational playing in rock music". Das Originalalbum enthält zehn Songs, die allesamt Coverversionen sind. Höhepunkte sind für mich das unglaublich dynamische "Smokestack lightning" von Howlin' Wolf. Der 'Wolf' selbst bezeichnete laut Linernotes diese Yardbirds-Fassung seiner Komposition als "the greatest version of the song ever recorded", und das will ja was heißen. Auch die rasiermesserscharfe Version von Bo Diddleys "I'm a man" mit prächtigen Wummerbass-Linien von Samwell-Smith reißt mit. Schon bei "Too much monkey business" von Chuck Berry, dem Eröffnungssong der Scheibe, brilliert der blutjunge Eric Clapton mit tollen Soli. Überhaupt läßt Clapton immer wieder seine große Klasse aufblitzen. Herausheben aus einem furiosen Set möchte ich schließlich noch John Lee Hookers "Louise". Die Truppe fetzt diese Vorlage runter, als ob der Teufel hinter ihr her wäre. Auf Claptons Leistung habe ich bereits hingewiesen. Aber auch die anderen Akteure tragen ihr Scherflein zu dem heißen R&B-Eintopf bei. So erweist sich Keith Relf für mich als Top-Sänger, dessen rauhes Organ sehr gut zum Songkatalog passt. Daß Christian Graf und Burghard Rausch in ihrem Rockmusik Lexikon schreiben, der "krächzende Gesang von Relf fiel aufgrund seiner begrenzten Möglichkeiten etwas ab" (S. 1448), kann ich nicht recht nachvollziehen. Die drei Rhythmus-Leute - ich brauche es eigentlich nicht extra zu betonen - leisten einen Mordsjob. Bei aller Klasse leidet das Album für mich jedoch etwas unter seiner allzu großen Bo Diddley-Lastigkeit. Allein drei der zehn Titel stammen von Elias McDaniels, so Bo Diddleys bürgerlicher Name. Wer den Diddley-Beat kennt, weiß um dessen Tendenz zu Monotonie. Unter den zehn Bonustracks der CD findet sich mit "Who do you love" noch ein weiterer Song dieses schwarzen Blues-Künstlers. Und die einzige Yardbirds-Komposition auf dem Album, "Honey in your hips" von Keith Relf, - auch ein Bonustrack - wandelt ebenfalls auf Bo's Spuren. Selbiges gilt für die Version von Willie Dixons "You Can't judge a book by looking at the cover". Zudem ist die Fassung von Eddie Boyds Slowblues "Five long years" - von Clapton übrigens später gern in seine Gigs integriert - nicht sehr aufregend. Unter den Bonustracks - Live- und Studioaufnahmen - ragt "Let it rock" von Chuck Berry heraus. Schade, daß Slowhand nur ganz selten Rock'n Roll-Songs gecovert hat. Auch Billy Boy Arnolds Blues-Gassenhauer "I wish you would" und das Instrumental "Got to hurry" gehen gut ab. Bei "Boom boom" von John Lee Hooker ist die Fassung der Animals deutlich rasanter. Abschließend sei nochmals Jon 'Mojo' Mills zitiert. Er bezeichnet "Five live Yardbirds" als "living piece of musical history" und "one of the most exciting 'live' documents of the mid-60s R&B". Recht hat der Mann! Aber bei aller Bedeutung des Live-Dokuments für die Entwicklung der Rockmusik: die Einseitigkeiten im Repertoire der Band sollten nicht übersehen werden. So schrammt die Scheibe für mich knapp an der Höchstwertung vorbei.
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am 16. Februar 2010
"Five Live Yardbirds" ist das erste wirklich wesentliche Livealbum aus den frühen 60ern. Es ist auch ein Dokument wie es 1964 im Londoner Marquee Club atmosphärisch zuging, wenn die Yardbirds einen ihrer berühmten "Rave-Ups" vom Stapel ließen. Gewiss, es ist rau, ungestüm und wild, von Hifi-Qualität war man damals noch weit entfernt - dem Vernehmen nach wurde für die Aufnahme nur ein einziges Mikrofon verwendet(?)-, aber das Feeling ist einmalig. Schon die Ankündigung der Band vermittelt Clubatmosphäre und Gänsehautfeeling pur. Und dann legen sie los - Eric Clapton startet mit dem Intro von "Too Much Monkey Business" und die Band steigt ein, aber wie. Man wird da schier überrollt. Es wurde immer wieder mal behauptet, dass Claptons Virtuosität überdecke, dass der Rest der Band nichts drauf hätte, hier ist der klare Gegenbeweis. Man höre nur auf die Bassläufe von Paul Samwell-Smith oder das Harmonikaspiel von Keith Relf.
Großartig sind ihre Interpretationen von Howlin' Wolfs "Smokestack Lightin'" und Eddie Boyds "Five Long Years", der einzigen Nummer in gemäßigtem Tempo, aber dafür voll der Blues! Für sein akustisches Bluesalbum "In the Cradle" von 1994 griff Clapton auf diesen Titel zurück. Toll auch "Respectable" von den Isley Brothers, wo sie gegen Ende auf "Humpty Dumpty" umschwenken. Der wahre "Rave-Up" ist aber die Schlussnummer "Here 'Tis". Es gibt keinen Leerlauf, die Band spielt stets mit Volldampf, äußerst kompakt und die Atmosphäre kocht!
Die von Repertoire aufgelegte CD-Ausgabe kommt im Digipack mit informativen Booklet und entspricht klanglich der originalen LP von 1964, gemessen an den damaligen technischen Möglichkeiten erstaunlich klar und sauber. Die Aufstockung mit sechs Live- bzw. semi-Live-Titeln aus demselben Zeitraum, darunter eine tolle Version von "I Wish You Would", ist höchst willkommen. Nur die letzten beiden Bonustracks - "I'm a Man" und "Shapes of Things" -, obgleich äußerst rar, passen sowohl zeitlich (aus 1967) als auch stilistisch nicht dazu.
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