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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eingängiger Progressivrock einer Legende, 24. August 2001
Von 
clenze (Hamburg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Beat the Drum (Audio CD)
Dies ist das Comeback der bereits 1974 gegründeten Prog-Rocker Pallas, die 13 Jahre bis auf gelegentliche Konzerte nichts von sich hören liessen. Die Szene reagierte auf die Veröffentlichung dementsprechend mit überschwenglichem Enthusiasmus. Man hört auch sofort, dass es sich hierbei nicht um Neulinge handelt: Die Songs sind ausgefeilt, die Produktion sauber. Den Musikern ist ihre Erfahrung und absolute handwerkliche Perfektion anzumerken und -hören. Der direkte Vergleich kommt Bands wie IQ und Arena wohl noch am nächsten. Pallas spielen allerdings eher melodischen, progressivträchtigen Hardrock und erreichen nicht ganz die Komplexität dieser Bands. Das Highlight ist wohl der Titelsong "Beat the Drum", der mit einem verträumten und packenden Keyboard-Teppich los geht und sich dann zu stampfenden Prog/Hardrock steigert. Weiter Anspieltips: Insomniac, das mit seiner Stimmung ein wenig an die alten Marillion erinnert oder Ghosts, in Atmosphäre und Darbietung eine Remineszenz an die momentan schmerzlich vermissten Rush. Eine der Stärken von Pallas ist sicherlich der ausdrucksstarke Gesang, auch wenn der gelegentlich etwas zu sehr im Hintergrund steht. Wer auf komplexen Hardrock, oder eingängigen Progressive Rock steht, der kann hier mit gutem Gewissen zugreifen. Für wirkliche Prog-Fans dürfte die Scheibe wohl eine Spur zu seicht ausgefallen sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rückkehr mit (neuem) Stil ..., 13. August 2009
Von 
T. Wind "DARKEN TOM" (Zwischen-Welt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Beat the Drum (Audio CD)
Eindruck

13 Jahre nach "The Wedge" entschieden sich die Jungs ein neues Album zu veröffentlichen.

Das diese Zeit nicht spurlos an Einem vorbeigehen kann war wahrscheinlich. Und so veränderten Pallas erneut ihre Ausrichtung. Ein neuer Drummer ist an Bord. Straighter sind die Songs geworden - weniger elegisch, weniger symphonisch, weniger Keyboard-lastig.

"A call to arms" ist dann auch der erste Überraschungsmoment, ein Einstieg der aufhorchen lässt - eingängiger Ruf der Band nach Gehör.
Da ist sie wieder - die schmeichelnde Stimme von Alan Reed, die feinen Harmonien.
Eine gekonnte Melange zwischen Vergangenheit und ... ja, was - Moderne ?

Der Titeltrack ertönt - sanftes Intro mit Alan's ruhiger Stimme, dann der Übergang - wuchtiger Bass, starke Drums "Beat the drum".
Im Hintergrund immer wieder die sphärischen Keyboard-Sounds, während es im Vordergrund etwas krachiger zur Sache geht - geiler Song. Die Rhythmus Arbeit ist vom Feinsten - treibt das Stück nach vorne, bis zum langsam ausklingenden Schluss.

Pallas haben sich verändert - das lyrisch-progressive der Frühphase weicht dem packend, rockigen Sound mit progressiven Einschüben und Anspruch.
Bombasteruptionen (seltener) und symphonische Elemente runden ab.

Die Produktion des Albums tut ihr möglichstes dazu, um diese neue Ausrichtung so gekonnt als möglich in Szene zu setzen. Kristallklar und transparent ist sie geworden, etwas basslastig möglicherweise, aber mit Murray hat man ja auch einen Könner dabei.
Immer wieder erinnert er mit seinem Spiel an Chris Squire von YES.

Dann "Insomnia" - ruhige Keyboards, dazu der ruhige Gesang von Reed, immer wieder mit harten Trommel-Schlägen unterbrochen. Und da schimmert doch ein Stück "The Sentinel" durch, weite lichte Harmonien treffen auf Keyboard Leads.

Dann aber fetter Bassgroove, treibende Rhythmik. Anspruchsvoll und doch verspielt - sehr stark. Zweistimmiger Gesang im Mittelteil, bevor der Song in den Refrain mündet.

"Spirits" - ein ruhiger Song, mit hymnischer Gesangslinie (immer wieder an Peter Gabriel erinnernd), weite und kraftvolle Töne vor Schottlands einsamen Highland-Höhen, die Keyboards simulieren den Dudelsack. Ideenreich waren sie schon immer.

"Man of princible" - ein zeitloses Stück Rockmusik, mit Atmosphäre und Stil.

"Ghosts" - die Ruhe umfängt uns, Reeds Stimme umschmeichelt uns, erste zaghafte Rhythmik erklingt, im Hintergrund spielt das Keyboard einfache Töne in Verbindung mit kleinen Pianomelodien. Dann die Textzeile

" ... I've lost control"

das Stück pulsiert plötzlich in Gitarrenriffs, die Steigerung in Aufbau und Spannung ist phantastisch. Die Gitarre wird losgelassen, ausufernde Solo-Parts in Verbindung mit kräftigem, fast schon heavy Riffing - ganz stark.

Nur um dann in die Ruhe von "Blood & roses" zu münden. Pianomelodien erklingen und Reed erzählt uns diese Zeilen voller Schmerz;

"I keep your picture in my head, the way you move, the way you smile,
but blood lies all around, a rose lies broken on the ground ...
I will follow you down... into a deep deep sleep"

und was dann folgt ist bombastische, schmerz-gepeinigte Kunst auf Keyboard und Gitarre ...

Zum Abschluss erfolgen zunächst 3 Minuten instrumentale Musik mit harten Drums und

Pink Floyd'schen Gitarren-Harmonien, bevor Mr.Reed in den Song "Fragments of the sun"einsteigt. Von Einsamkeit und Hoffnung handelt das Stück,

"We all need something to believe in, we all need somebody to love,
we all need the answers to our questions, we all need ... "

Und der Song schraubt sich in die unüberwindbar scheinenden Höhen, die Gitarre jubiliert - über unseren kleinen Horizont hinaus - transportiert unsere tiefen Hoffnungen und Wünsche - überwindet Schwerkraft und alles was uns hält - immer weiter hinaus ...

" ... we'll shine on like fragments of the sun"

So endet die Comeback Scheibe der Jungs - ein selbstbewußtes Statement, immer spannungsgeladen, immer melodisch, niemals platt.

Die "Rock"-Songs werden immer wieder von schönen Solo-Parts aufgebrochen.
Die "Prog"-Songs sind mächtig spannungsgeladen, bauen oft langsam auf, um immer weiter an der Schraube zu drehen.
Die "Balladen"-Songs sind emotional packend.

Ein PFLICHTKAUF für jeden aufgeschlossenen Rock- oder Prog-Musik-Hörer.

Und damit haben die Jungs, nach der elegischen Progphase zu "The Sentinel" Zeiten und der Rock/Pop Phase zu "The Wedge" Zeiten, hier bereits ihren dritten Frühling, sowie ihre dritte Stilphase eingeleitet.

POWER-PROG-ZEITLOSROCK MUSIK VOM ALLERFEINSTEN

Darken Tom von [...]
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4.0 von 5 Sternen Ein gutes Comeback, 19. August 2011
Von 
H. Schwoch "hschwoch" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Beat the Drum (Audio CD)
Zwölf Jahre nach ihrem bis dahin letzten Album THE WEDGE kehrten Pallas 1998 mit einer guten, wenn auch nicht hervorragenden Arbeit zurück.

Der Schlagzeuger ist nicht gerade Phil Collins, und die Produktion wirkt gelegentlich ein wenig unbeholfen, aber mit Nummern wie dem Opener "Call to Arms", "Wilderness Years", "Fragments of the Sun" sowie den beiden wunderschönen Prog-Balladen "Spirits" und "Blood & Roses" (Gänsehaut!) verdiente sich dieses Comeback durchaus mehr als nur ein oder zwei Runden im CD-Player.

Drei Jahre später brachte die Band dann mit dem fabelhaften THE CROSS & THE CRUCIBLE ein richtiges Schmuckstück auf den Markt, das BEAT THE DRUM qualitativ doch noch um einiges hinter sich ließ.
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