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Kundenrezensionen

66
4,6 von 5 Sternen
Love over Gold
Format: Audio CDÄndern
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Februar 2009
Glücklicherweise wurde Love Over Gold in einer Zeit (1982) aufgenommen in der es noch nicht ganz üblich war seine Songs mit Synthesizern bis zur Unkenntlichkeit zu entstellen. Zumindest schien Mark Knopfler davon noch nichts zu halten, denn besagte Synths hört man hier zum ersten mal, allerdings kommen sie (Gott sei dank) nur sehr dezent zum Einsatz. Auf diesem Album stechen die Keyboards besonders hervor, im Vergleich zum Vorgänger Making Movies nimmt besagtes Instrument eine immer wichtigere Rolle in den Songs von Mark Knopfler ein. Deswegen erinnert die Band an vielen Stellen u.a. an Bruce Springsteen, denn den Rock'n'Roll der drei Vorgänger-Alben sucht man hier vergebens, findet ihn allerhöchstens bei dem poppigen Klamauk-Song "Industrial Disease", vielmehr ist es die erste richtige Pop-Platte der Dire Straits, hat aber im Vergleich zum (meiner Meinung nach überbewerteten) Brothers In Arms eine viel dichtere und fesselndere Atmosphäre. Love Over Gold ist meiner Ansicht nach nicht nur besser als die Brothers In Arms sondern auch mitunter eine der besten Platten die die Dire Straits je rausbrachten. Die überwiegend düstere Atmosphäre machen dieses Album zu einem außergewöhnlichen und gerade deswegen liebenswerten Stück Musik. Dabei kriegt man nur fünf Songs geboten, verteilt auf 40 Minuten. Angefangen bei dem 14-Minuten-Epos "Telegraph Road", welches einer der beeindruckensten Songs ist die Mark Knopfler je geschrieben hat, "Private Investigations", einem sehr ruhigen und düsteren Lied über Alkoholismus und Verzweiflung, bis zum Titeltrack lässt die Band keine Zweifel über ihre Klasse aufkommen. "It Never Rains" ist dann der fast schon heitere Abschluss einer für die kurze Spielzeit echt beeindruckenden Platte. Mit das Beste was die Dire Straits in ihrer Karriere eingespielt haben.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 7. August 2008
Dort wo ,Brothers In Arms' zu anbiedernd, ,Making Movies' zu altbacken wirkt, schlägt ,Love Over Gold' genau in die Kerbe die man als kunstvollen, oder künstlerisch wertvollen Pop bezeichnen könnte. Hier gibt es keine Blues oder Bluegrass Referenzen, keine Shuffle Beats mehr wie auf den ersten beiden Alben, hier waren die Dire Straits bemüht stilvollen Pop zu fertigen.

,Telegraph Road' - als Song sicher das Opus Magnum Knopflers - könnte man durch seinen mehrteiligen Aufbau und Spannungsbogen auch als Prog bezeichen, doch sind sound, Melodie und Arrangement dazu eigentlich zu sehr Pop.
,Private Investigation' ist sicher der Kern Song des Albums: wie man das Kunststück zusammenbringt einen Song ohne Refrain und ohne Gesang, nur über studiotricks und verschieden Sound layer trotzdem zu einem Hit zu machen war und ist mir nach wie vor ein Rätsel...

,Industrial Disease' ist das in Richtung Dylan und Lennon augenzwinkernde comedy Stück mit sozialkritischem Ansatz und tollem Riff; ,Love Over Gold' ist eine große Komposition die vom Arrangement genug Luft bekommt um ihre Wirkung zu entfalten und ,It never Rains' beginnt mit einer Keyboard Melodie' die wie ein lieber alter Bekannter klingt, um sich danach in typisch Knopfler'scher Manier mit einem rockenden Riff schön dynamisch zu steigern.

Den einzigen Vorwurf den man diesem Album machen kann ist, das da nur 5 Stücke drauf sind, ansonsten ist es eleganter, begnadet produzierter Pop, der trotz der 80er Jahre sounds eigentlich wunderbar gealtert ist.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. November 2008
Die Messlatte, die ich inzwischen an oberklassige Musik anlege ist, dass das betreffende Werk auch nach Jahrzehnten noch nicht verstaubt und/oder altmodisch klingt, dass man es auch nach Jahren in denen man anderer Musik quasi eher zufällig den Vorzug gibt noch hervorkramen kann und mächtig überrascht ist, was für gute Mucke das ist.

Love over Gold gehört definitiv zu den zeitlosen Werken der jüngeren Musikgeschichte. LoG klingt unfassbar gut, während sich andere Werke dieser Zeit anhören als wären Sie in einem Blecheimer eingespielt worden. Es ist ein unverbogenes, hörbar nicht kommerziell ambitioniertes Album, sonder aus dem Herzen der Musiker eingespielt.

Meine Favoriten sind die beiden ersten Stücke "Telegraph Road" und "Private Investigations", beides sehr melancholische Stücke mit einprägsamen Melodie- und Instrumentierungslinien, und natürlich nicht zu vergessen Mr. Weltklasse-Knopfler an der Gitarre. Er spielt sein Instrument nicht nur gottesgleich sondern mit einer soundtechnischen Wärme, die unweigerlich ins Herz geht. TR und PI sind 7-Sterne-Tracks, und fangen die etwas schwächere Wertung für das meines Erachtens etwas verspielte, nicht so zeitlos klingende "Industrial disease" bequem auf.

Der Titeltrack "Love over Gold" knüpft nahtlos an Track 1 und 2 an, ist auch ein Meisterwerk der Kunst MUSIK zu schreiben und zu intepretieren. Crescendo, Decrescendo, und Musikinstrumente, die aufeinandern zu hören scheinen, und sich in Ihrer Führungsarbeit gegenseitig ablösen und niemals behindern hört man da. So soll Musik wahrhaftig sein.

Der letzte Song "It never rains" ist dann wieder eher belanglos, aber in einem positiven Sinne; easy Listening auf hohem Niveau, wer kann das den heutzutage noch!

"Love over Gold" ist ein ganz starkes Stück Musik, klingt zeitlos schön, und ist auf hohem musikalischem Niveau wunderschön easy anzuhören! Wenige Scheiben vermögen es, sowohl nebenher laufen zu können als auch ganz bewußt als oberklassige Musik wahrgenommen und genossen werden zu können.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Dezember 2002
Auf 'Love Over Gold' trifft die Bezeichnung 'Filme für die Ohren' zu, wie auf kein anderes Album von Dire Straits. Allein schon der großartige Auftakt der CD mit 'Telegraph Road' läßt vor dem geistigen Auge eine Szenerie entstehen, in der aus einem Ort des Friedens - der kleinen Hütte, die sich ein Wanderer gebaut hat - schließlich eine riesige Stadt, ein Moloch wird, der jedes Leben zu ersticken droht. Mark Knopfler übt damit in seinem an Bob Dylan angelehnten Sprechgesang in unnachahmlicher Weise Kritik an unserer Welt. Die Atmosphäre wird durch die Gitarrenmusik der Dire Straits, die stellenweise ein wenig an Django Reinhardt oder B.B. King erinnert, entsprechend erzeugt bzw. unterstützt.
In 'Industrial Disease' greifen die Straits in witziger Weise ein anderes, gar nicht so witziges, Problem unserer Zeiten auf - Industrialisierung und Konsumterror.
Die Gitarrenmusik von Dire Straits und insbeondere von Mark Knopfler ist sehr filigran, in dem Melodien oft mehr angedeutet als gespielt werden. Im Gegensatz zu anderer Musik aus der Zeit hat die Musik von Dire Straits einen beachtlichen Dynamikumfang. Gerade auf diesem Album merkt man recht deutlich wie leise und laute Passagen in geradezu klassischer Weise zur Unterstützung der Texte verwendet werden.
So gesehen also nicht unbedingt Musik, die man im Hintergrund laufen lassen kann, während man anderes erledigt, aber wer sich die Zeit nimmt und sich auf die große Tiefe der Musik einlässt wird das Album mit der Zeit sehr zu schätzen wissen.
Wer ein ruhigeres Album von den Dire Straits sucht ist hier genau richtig. Hier wird Musik geboten, die nicht rockt, sondern cool dahinrollt.
Meine Empfehlung: CD in den Player und dann zurücklehnen und Balsam für die Nerven hören!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer dieses Album aus 1982 kennt, hat i.d. R. schon einigen Stunden an Hörsessions hinter sich gebracht.
Ich selbst besitze mittlerweile insgesamt fünf Ausgaben (die original Erstausgaben als Vinyl und CD, die Remastered CD, sowie die 2010 erschienene 180g Vinyl)

Nun kam also die SHM SACD (Katalognummer UIGY-9505, erschienen in 07/2011), zugegebenermaßen nicht ganz so günstig, weil ich diese Japan Ausgabe irgendwie verschlafen hatte.

Dennoch hat sich die Ausgabe mehr als nur gelohnt. Extrem nuancenreich, sehr gut ausgepegelt und in einer wirklich hervorragenden Auflösung (vor allem die Hauptinstrumente Gitarre und Klavier stechen da hervor).

Insgesamt eine extrem runde Aufnahme, die nur eines verlangt, einen SACD-tauglichen Player, da es eine Single Layer Produktion, also keine Hybrid SACD ist.

Wer diese Aufnahme zu einem noch halbwegs vertretbarem Preis finden sollte, braucht sich keinerlei Gedanken zu machen und sollte nicht zögern.

Das Geld ist mehr als gut angelegt; entweder als reines Sammlerobjekt mit programmiert steigendem Wert oder aber als purer Hörgenuss und Referenz-Aufnahme, da es bis heute von diesem Album definitv keine bessere Aufnahme gibt.

Viel Spass beim Hören
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 20. Oktober 2009
Als dieses Album 1982 veröffentlicht wurde, hatten die Dire Straits bereits mit "Making Movies" den endgültigen Durchbruch geschafft und konnten nun "befreit" aufspielen.

In den 41 Minuten Spielzeit sind nur fünf Titel enthalten, aber dafür haben diese Titel eine Qualität, wie sie zuvor nie gekannt waren. Gleich der erste Titel "Telegraph Road" ist hierfür das beste Beispiel.

In über 14 Minuten Spielzeit kann man regelrecht in die Musik eintauchen und den Titel einfach nur genießen. Für mich ist es auch heute noch verwunderlich mit wie viel Professionalität dieses Stück aufgenommen wurde, da passt jeder Ton und das Stück baut sich langsam auf, bevor es zu einem Höhepunkt kommt. Am Ende werden wir mit einem längeren Outro wieder in die Welt außerhalb des Liedes entlassen.

So intensiv wie dieser Song ist auch das restliche Album. Immer wieder wird man in die Atmosphäre der Song hineingezogen. Wie auch beim zweiten Titel "Private Investigation". Der ein wenig Düster daher kommt, aber immer wieder durch Knopflers Gitarre zu Leben erweckt wird, besser geht es kaum.

Bei "Industrial Disease" greift Mark Knopfler die Industrialisierung und den Fortschritt an. Musikalisch wieder ein anderer Stil, aber dennoch unverkennbar Dire Straits und das macht dieses Album aus, des es trotz wieder erkennbar, aber immer wieder Überraschungen bietet.

Der Titelsong "Love over Gold" dagegen ist fast schon ein Popsong, der aber durch die Gitarre Knopflers seine klasse hat und sehr hörenswert ist.
Schön auch des fast schön fröhliche "It never rains", dass einem starken Album den passenden Schlusspunkt gibt, hier stellt man auch musikalisch fest, dass es nicht regnet.

Für mich waren die Dire Straits bzw. Mark Knopfler nie besser.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Februar 2008
Hier ist es also, das Prog-Rock-Album von den Dire Straits. Bereits auf 'Making Movies' kündigte sich ein Stilwechsel zu längeren und aufwendigeren Songs an. Und hier finden sich schließlich die zwei 'progressivsten' Stücke im 'Dire Straits'-Repertoire. Der erste ist 'Telegraph Road'. Mit seiner Spielzeit von vierzehn Minuten, seiner Abwechslung zwischen langsameren/ruhigeren und schnelleren/lauteren Teilen und dem bombastischen Schluss ist das Stück ein progressiver Hammer. Mark Knopfler beweist hier seine Fähigkeiten als 'Gitarrenvirtuose'. Aber auch Keyboarder Alan Clark, der hier seinen Einstand feiert, gibt sich Mühe. 'Private Investigations' war ein Nr.-Hit in Großbritannien. Das Stück ist weitestgehend ruhig gehalten. Es ist eine lange Zeit zurückhaltend Intrumentiert und baut durch seine Intensität viel Spannung auf. Dann kracht plötzlich eine verzerrte Gitarre rein und das Piano hämmert aus den Boxen. Dann wird das Stück wieder ruhig, um in einem erneut bombastischen Schlussteil zu Enden. Große Klasse! Ebenfalls gelungen, ist die um 3 Minuten verlängerte Live-Fassung auf 'On The Night', sie ist durch zusätzlichen Einsatz des Saxophons noch interessanter, allerdings kommt dort der bombastische Schlusspart nicht so überraschend wie auf der Studiofassung. 'Industrial Disease' klingt ähnlich wie 'Walk Of Life', ist aber nicht ganz so spimpel gestrickt. Ein gutes Stück. 'Love Over Gold' und 'It Never Rains' bringen dann zwar nichts Neues, sind aber ebenfalls rundum gelungene Stücke bei denen die Stimmung sowie die Instrumentierung einfach passt.

Alles in allem das Zweitbeste 'Dire Straits'-Studio-Album. Ich persönlich stelle die beiden nachfolgenden Alben 'Brothers In Arms' und 'On Every Street' etwa auf die gleiche Stufe. Ersteres wuerde ich einen Tick niedriger Ansetzen, wahrend das zweite noch eine Spur besser ist. Die Live-Alben 'Alchemy' und 'On The Night' schätze ich sogar noch höher ein.
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am 18. November 2012
Als Dire Straits groß waren, war ich noch nicht geboren, als Dire Straits noch nebenher waren, war ich noch ein kleines Kind. Aber nun hat man sie dennoch für sich entdeckt. Diesen sanften Poprock kann man wirklich nur weiter empfehlen. Bei diesem Album kommt erst einmal die lange Telegraph Road, die musikalisch (instrumental) auf über vierzehn Minuten kommt, und genau das macht dieses Album aus, viele der Songs beginnen und winden sich immer wieder um instrumentales, mal um Gitarrenklänge, mal um Gitarren- samt Klavierklänge, dann geht es rockiger weiter und endet wieder im Pop. So geht es dann über zu Privat investigations, zu Industrial disease zu Love over Gold und It never rains. Das Album ist im Ganzen also sehr melodisch angelegt, sehr besinnlich, sanft, baut stetig auf den ruhigeren Rock auf und senkt sich dann zu Pop hinunter.

Muss ganz ehrlich sagen, mir würde von Heute niemanden einfallen der das noch genauso hinbekommt. Wer also auf Poprock steht, es auch gerne mal etwas ruhiger angehen möchte und wohl auch, auf eine Reise zu den Anfängen von Poprock reisen möchte, darf sich dieses Album nicht entgehen lassen.

Da ich persönlich nichts auszusetzen habe und das ganze als Rund empfinde kann ich nur fünf Sterne geben und das Album weiter empfehlen.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. August 2004
Wenn es darum gehen würde, welches Album der Dire Straits am ehesten mit dem Meisterwerk „Brothers in Arms" konkurrieren könnte, so würde ich sofort an „Love Over Gold" denken. Das 1982 erschienene Album zeigt die Band in höchster Spiellaune, allen voran Mark Knopfler, der neben dem Schreiben der Songs sich zusätzlich für das Produzieren zuständig zeigte, unterstützt wurde er von Jimmy Iovine. Vom Sound her unterschied sich das vierte Album der Dire Straits durch den verstärkten Gebrauch von Synthesizern, Keyboards und Klavierklängen. Daraus resultierend ergab sich ein völlig neues, sehr atmosphärisches und komplexes Klangbild und die breite Besetzung gab dem brillanten Songschreiber Knopfler mehr Kompositionsmöglichkeiten.
Statt der üblichen 8- 9 Titel der Vorgänger enthält „Love Over Gold" gerade einmal deren fünf, besitzt mit 41:12 Minuten aber ähnliche Spielzeit. Denn bei diesem Album ist jeder Song gewissermaßen ein eigenständiges Kunstwerk, das sich vom Gesamtalbum unterscheidet, aber trotzdem einen Teil des Gesamtwerkes ausmacht, ähnlich wie bei dem variantenreichen „Brothers In Arms" - Album. Die Qualität der nicht sehr eingängigen Songs erkennt man erst nach mehrmaligem Anhören, dann ist das Album aber fast perfekt.
Die Titel im Einzelnen:
1. Telegraph Road (14:18): Der längste Titel der Band überhaupt, sehr episch angelegt mit einer metaphorischen Geschichte und langen Instrumentalparts, einer der besten, komplexesten Songs der Dire Straits
2. Private Investigations (6:45): Atmosphärisch sehr dicht und dunkel, Knopfler spricht den Textpart, es gibt weder Gesang noch einen Refrain, wurde in England erfolgreich als Single veröffentlicht
3. Industrial Disease (5:50): Wurde als offizielle Single veröffentlicht, ein schneller Rocksong im Stil von „Sultans Of Swing" mit einem sehr ironischen, bissigen Text
4. Love Over Gold (6:16): Zusammen mit Telegraph Road mein Lieblingsstück der CD. Eine ruhige, wunderbar instrumentierte Ballade mit einem einfühlsamen Knopfler und sehr schönem Text. Mit eine der schönsten Dire-Straits-Balladen.
5. It Never Rains (7:54): Am Anfang eine Ballade, wandelt sich der Song zu einem temporeichen Rocksong, der lange Instrumentalpart am Schluss wirkt allerdings überflüssig und das Lied an sich etwas überproduziert. Trotzdem ist auch der letzte Titel des Albums auf sehr hohem künstlerischem Niveau.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Mai 2003
Wie schreibe ich eine Rezension über eine Platte, die mein Idealbild von Musik schon mit 16 in eine andere Dimension geschossen hat? Hm. Mal sehen.
Zunächst die Fakten: 4. Album von Dire Straits, nach dem Debut-Album (Dire Straits), dem Zweitlingswerk (Communiqué) und "Making Movies". Die erste Platte, die ich von Dire Straits in die Finger bekommen habe. Es ist das letzte Album in Originalbesetzung, nach der "Lover over Gold-Tour wurde die Band auch personell nur noch von Mark Knopfler getragen. Und wohl genau deswegen gefällt sie mir so gut: es ist die Platte einer Band, die es nach 2 ähnlichen Alben geschafft hat ihren Stil zu ändern und so der Langeweile des Alltags und der damit verbundenen Erwartungen zu entkommen. Love over gold. Die Liebe zur Musik und zu unednlich schönen Melodien eines begnadet kreativen Mark Knopflers und Texten, die der Feder eines Sprachwissenschaftler entsprungen sind. Niemals platt oder langweilige, gern aber amüsant, ernst oder mit Gefühl ohne dabei schnuzlig zu werden.
Die Songs:
1. Telegraph Road
Mehr als ein Song; eine Mini-Oper mit einer 5Piece-Band, grandiose Geschichte und brilliant vertont zu gleich. Für mich sind die beiden Soli von Mark Knopler in diesem Stück (fast 14 Minuten), das Beste was die moderne Musik im Bereich gebundener, kreativer Melodien hervorgebracht hat.
2. Private Investigations
Folgt Telegrapg Road noch ansatzweise dem üblichen Schma von Songs, hier ist das anders. Opus, Offenbarung - jedenfalss ein Stück, das man in der richtigen Stimmung unendlich geniessen kann.
3. Industrial Disease
Satire? zynische Betrachtung der Gesellschaft? Vielleicht, oder einfach nur ein schneller, witziger Song.
4. Love over Gold
Ein Prunkstück eines Love-Songs.
5. It never rains
Ein geniales Ende mit viel Zuversicht einer genialen Platte.
Anleitung zum Hören:
a) Nachbarn wegschicken
b) Anlage angenehm laut (LAUT!) einstellen
c) Kerzen
d) geniessen
Album kaufen, in den Schrank damit und regelmäßig reinziehen.
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