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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technisch brillant, inhaltlich flach
5 Sterne für die Technik! 2 Sterne für die Handlung.
Die erste halbe Stunde rechtfertigt alle Lobeshymnen, die dieser Film bekommen hat! So etwas bewegendes gab es nie zuvor! Die Landung der US-Truppen am Omaha-Beach wirkt, dank der genialen Kameraarbeit, so intensiv, als wäre man als Zuschauer, selbst dabei. Und es wird nichts beschönigt! Es wird...
Veröffentlicht am 2. Juni 2004 von junior-soprano

versus
246 von 329 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Völlig überschätzter Film
Auch nach mehrmaligem Anschauen, kann ich nicht begreifen, was an diesem Film so toll sein soll. Abgesehen von einer Sache: Der Landung in der Normandie am Anfang des Films!
Gut, einige Sachen sind nicht 100% realistisch, so z.B. die Tatsache, dass den Alliierten am Omaha Sektor in Wirklichkeit erst mit der 3. Angriffswelle der Durchbruch gelang. Eigentlich...
Am 5. August 2005 veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technisch brillant, inhaltlich flach, 2. Juni 2004
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
5 Sterne für die Technik! 2 Sterne für die Handlung.
Die erste halbe Stunde rechtfertigt alle Lobeshymnen, die dieser Film bekommen hat! So etwas bewegendes gab es nie zuvor! Die Landung der US-Truppen am Omaha-Beach wirkt, dank der genialen Kameraarbeit, so intensiv, als wäre man als Zuschauer, selbst dabei. Und es wird nichts beschönigt! Es wird erbrochen, gestorben und pausenlos geschossen. Trifft eine Granate nebenan, dann wird der Ton ganz leise, man ist also für einen Augenblick taub. Wer nach diesen 30 Minuten noch denkt, Krieg sei ein großes Abenteuer, der ist mir ein Rätsel.
Was ist mit dem restlichen Film? Im wesentlichen läuft es ab wie in Die Brücke von Arnheim", also so wie man es von zahlreichen Kriegsfilmen kennt.
Wirklich dumm an dem Film ist, wie die deutschen Soldaten dargestellt werden. Deren Rollen sind hier ungefähr so gewissenhaft geschrieben, wie die Nazis in der Indiana Jones Serie oder Darth Vader bei Star Wars, also extrem flach und kindisch. So etwas trägt nicht dazu bei, endlich mit der Geschichtsaufarbeitung voran zu kommen! Statt dessen wird mal wieder entzweit. Gedreht wurde der Film offensichtlich in erster Linie für die amerikanischen Veteranen, insbesondere für Steven Spielbergs Vater. Spielberg hat ihm und den anderen Männern mit diesem Film ein Denkmal gesetzt. Und Denkmäler ersetzen nun mal keine Geschichtsbücher.
Die technische Ausstattung der DVD geht in Ordnung. Besonders die Dokumentation ist gelungen. Und das größte Plus ist der Sound des Films, eine gute Demonstration der Möglichkeiten von Dolby Digital 5.1.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Omaha-Beach, 4. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
"Ein Klatschen, Gurgeln, Rauschen. Die Wellen schlagen an den Bug des Landungsboots. Das Boot schaukelt; die Kamera schaukelt mit. Ein paar der zusammengepferchten Männer übergeben sich, andere beten. Dann öffnet sich die Bugklappe. Sofort fallen Schüsse. Wenn die Kugeln in die Körper eindringen, gibt es ein schmatzendes Geräusch. Die vorn im Boot Stehenden brechen zusammen, auf ihren Gesichtern das Staunen über den Tod. Weiter hinten lassen sich einige über die Bordwand ins Meer gleiten. Die Kamera taucht mit. Sie zeigt die langsameren Bahnen, welche die Kugeln unter Wasser ziehen, und ihr unerbittliches Einschlagen in die zappelnden, vom Gewicht ihrer Ausrüstung in die Tiefe gezogenen Soldaten. Blut fließt aus den Körpern. Man hört fast nichts.
Dann ist die Kamera am Strand, zwischen zitternden, brüllenden, um ihr Leben rennenden Männern. Einer betrachtet ungläubig seinen Helm, an dem ein Streifschuß abgeglitten ist; im selben Augenblick trifft ihn ein Geschoß in die Stirn. Ein anderer bückt sich, um seinen linken Arm aufzuheben, den eine Granate abgerissen hat. Ein dritter betrachtet schreiend seine aufgerissenen Gedärme. Sanitäter versuchen einen Verwundeten zu bergen, der von immer neuen MG-Kugeln getroffen wird; schließlich sterben auch die Sanitäter. Ein reglos Liegender wird umgedreht: In seinem Gesicht klafft ein riesiges Loch."
So die Beschreibung der Eingangssequenzen in einer bekannten Wochenzeischrift.

Gewaltvoyeurismus oder Aufklärung ? Gegen die Beschönigung des Krieges ist dies die Gelegenheit, sich über Omaha Beach zu informieren. Über die Widrigkeiten der Landung und der Landungsoperation, die Tausenden von Toten, die Zusammensetzung der Truppen auf beiden Seiten.

Im Gegensatz zu anderen Streifen , wie etwa D-Day, wird einem vor Augen geführt, dass hier Menschen über Menschen verheizt werden.
Vor Augen geführt, dass die Menschen wie die Lemminge in ihr Verderben stürzen.

Auch wenn selbst eine solche Darstellung nur Abklatsch des wirklichen Schreckens ist, muss als verdienstvoll angesehen werden, dass einem diese Scenen zugemutet werden.

Alle, die von Krieg und kriegerischen Handlungen träumen, sollten diese Scenen als Pflichtsequenz sehen.Ein Gemetzel, das alles andere als heroisch ist, das Menschen im Kampf zeigt, wie sie mittels zerstörender Waffen von einer Todesmaschinerie zermahlen werden. Innerhalb kürzester Zeit eine Überzahl von jungen Leben- endgültig zerstört.

Deswegen ist der Streifen verdienstvoll,über den Rest braucht nicht geschrieben werden, dass ist mehr als genug dargestellt.
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89 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film der nicht nur berührt..., 25. Juli 2010
Von 
Sascha Hennenberger "SasH" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [Blu-ray] (Blu-ray)
Einleitung:
Das Leben eines anderen retten und dadurch das vieler riskieren. Kurz zusammengefasst ist das die Geschichte von "Der Soldat James Ryan", ein Film der sehr viele Zuschauer bisher berühren konnte und zugleich auch wieder in Erinnerung brachte, welche Grausamkeit und Brutalität sich am 06.Juni 1944 bei der Invasion der Normandie ereignete.
Was lässt diesen Film aber so besonders werden? Alleine die Tatsache, dass Steven Spielberg Regie geführt hat? Nun, wenn der Erfolgsfilmer einen Film in die Hand nimmt, konnte er schnell große Erfolge feiern, siehe E.T. - Der Außerirdische (Remastered Version), Schindlers Liste (2 DVDs), Krieg der Welten [Blu-ray], Indiana Jones Quadrilogie (5 DVDs), Der weisse Hai (Special Edition), Jurassic Park Trilogy (3 DVDs) etc... . So war auch klar, dass wenn er sich dem Thema der Invasion der Alliierten im Zweiten Weltkrieg annimmt, dabei kein Schnellschuß herauskommen wird.

Die Story:
Genre: Action, Drama, Kriegsfilm Altersfreigabe: FSK: ab 16 Jahre Spieldauer: 169min.

6.Juni 1944 - D-Day an der Küste der französischen Normandie. Bei der Landung der US-Army werden diese von der deutschen Wehrmacht schwer unter Beschuss genommen. Binnen kürzester Zeit gibt es hunderte Gefallene; unter ihnen die beiden Brüder Ryan, deren dritter Bruder bereits die Woche zuvor in Neu Guinea ums Leben kam. Aus diesem Grund entscheidet der General Stab, das deren vierter Bruder Private James Francis Ryan sofort nach Hause zu dessen Mutter zu schicken. Den Auftrag zur Rettung von Private Ryan erhält Captain John H. Miller und seine Mannen, der nun alles daran setzt, den letzten der Ryan Brüder nach Hause zu bringen...

Der erste Eindruck:
Der zweite Weltkrieg bot schon oft genug Stoff für Filme, wie z.B. bereits in "Die Brücke von Arnheim", "Agenten sterben einsam", Pearl Harbor [Blu-ray] und so weiter. Mit "The longest Day" wurde auch bereits die Landung der Alliierten an den Küsten der Normandie sehr früh und sehr gut verfilmt, aber kein Film erreichte bis her eine annähernd bedrückende Stimmung und eindringliche Atmosphäre wie "Der Soldat James Ryan".
Manch einer mag nun beim Betrachten der ersten halben Stunde denken, dass die Landung an der Küste zu brutal dargestellt wurde. Und auch wenn die Normandie schnell von den Alliierten erobert war, sollten an diesem Tag etliche 1000 im Sperrfeuer ihr Leben lassen.

Der reale Hintergrund:
Die Landung an den Küsten der Normandie lief unter dem Namen Operation Neptune und war lediglich ein Teil der Operation Overlord. Begonnen hatte diese Operation bereits im Januar selbigen Jahres mit Übungsmanövern in Britannien und endete am 30.Juni 1944. Operation Neptune beinhaltete dabei den Sturmangriff am Küstenabschnitt vor der Normandie und die Etablierung eines Brückenkopfes. Des Weiteren war sie unterteilt in 17 weitere Operationen, deren unterschiedlichen Aufgaben z.B. waren Täuschung der deutschen Verteidiger, Nachschubflüge, Einfliegen der 82. US-Luftlandedivision oder der 101. US-Luftlandedivision zur Eroberung von deutschen Stellungen, U-Boote zur Einweisung der Invasionseinheiten, See- und luftgestützte Aktionen zur Auslegung von Minenfeldern, usw.
Beteiligt waren dabei von allen beteiligten Nationen u.a. 6.900 Schiffe (Kampfschiffe, U-Boote, Landungsboote, Unterstützungsschiffe, Handelsschiffe), 11.000 Flugzeuge (u.a. 4.000 Jagdflugzeuge und 4.000 Bomber) sowie insgesamt etwa 170.000 Soldaten.
Dem konnte die deutsche Wehrmacht nur wenig entgegen setzen, nämlich gerade mal 5 Divisionen sowie 2 Jagdflugzeuge. Zwar waren 3 Panzerverbände in relativer Nähe stationiert, welche aber nur auf ausdrücklichen Befehl Hitlers bewegt werden durften. Zudem waren alle anderen Flugzeuge der deutschen Luftwaffe 2 Tage zuvor ins Landesinnere verlegt worden.

Filmfakten:
Inspiriert wurde dieser Film von dem reellen Fall der Niland Brüder. Robert und Preston Niland fielen am 6. und 7. Juni 1944 bei der Invasion der Normandie, der dritte Bruder Edward kehrte von einem Einsatz in Burma nicht mehr zurück und wurde deswegen als tot gemeldet. Aus diesem Grund trat hier für den vierten Bruder Frederick 'Fritz' Niland (der auch wie James Francis Ryan bei der 101.
US-Luftlandedivision war) die Sole Survivor Policy in Kraft, die besagt, dass zum einen Brüder nicht alle in der selben Einheit dienen durften und zudem der letzte von mehreren Brüdern sofort vom Kriegsdienst befreit und nach Hause geschickt wird, wenn alle anderen im Krieg gefallen sind. Eingeführt wurde diese Regelung durch den Fall der 5 Sullivan Brüder 1942 bei den Solomon Inseln, die im Kriegeinsatz auf dem Kriegsschiff Juno ihr Leben ließen.

Meine Meinung:
Steven Spielberg hat sich mit "Der Soldat James Ryan" sehr sensibel dem Thema "D-Day" genähert. Auf eindruckvolle aber bedrückende Weise wird vor allem die Landung an der Normandie Küste bei Omaha Beach geschildert. Gedreht wurde hier im irischen County Wexford hauptsächlich mit Handkameras, was die Geschehnisse noch authentischer werden ließ.
Doch auch der Cast wurde hochkarätig mit hochklassigen Schauspielern wie Tom Hanks, Tom Sizemore, Edward Burns, Giovanni Ribise, Barry Pepper, Adam Goldberg, Vin Diesel, Jeremy Davis, Matt Damon, Paul Giamatti oder Ted Danson bis in die Nebenrollen besetzt. Zudem mussten alle Schauspieler eine zehntägige militärische Grundausbildung über sich ergehen lassen, bei dem sie in Waffendrill, Nahkampf, Einzelmanövern und Kampftaktiken ausgebildet wurden. Diese Tatsache merkt man auch dem Schauspiel der Charakterdarsteller an, die glaubwürdig ihre Rollen verkörperten. Im Übrigen wird auf der zweiten Disc hierzu ein Special Feature geboten.
Doch nicht nur das alleine, sondern auch die führende Hand von Regisseur Steven Spielberg als auch der herausragenden, nahezu poetischen Kameraarbeit von Janusz Kaminski ist es zu verdanken, dass "Der Soldat James Ryan" ein formidables Jahrhundertwerk, eine absolute Referenz seines Genres geworden ist. Und auch wenn die Schlachtsequenzen für manchen Zuschauer zu brutal und schonungslos sein mögen, wirkt dies dennoch zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt und übertrieben, denn hier wird nur vor Auge geführt, was sich damals an jedem 06.Juni des Jahres 1944 an den Küsten der Normandie wirklich ereignete. Dieser Film soll nicht nur unterhalten, sondern das Publikum bewegen, mitfühlen lassen und zum Nachdenken animieren.
Mr. Spielberg, Aufgabe zu vollster Zufriedenheit erfüllt!

Das Bild:
HD-Widescreen (16:9, 1.85:1)

Auf den ersten Blick scheint das Bild alles andere als in Ordnung zu sein. Es wirkt nicht nur sehr kühl, sondern auch sehr körnig und stellenweise zu hell. Allerdings sollte hier zwingend berücksichtigt werden, dass dieser Look gewollt so eingesetzt wurde. Kameramann Janusz Kaminski wollte dem Zuschauer kein glatt poliertes, sauberes Kinobild liefern, sondern vielmehr den Eindruck einer Kriegdokumentation vermitteln. Aus diesem Grund ließ er die schwarze Beschichtung der Kameraobjektive entfernen, was dazu führte, dass das Licht dadurch mehr reflektiert wurde und dadurch niedrigere Kontrastwerte und eine höhere Lichtempfindlichkeit entstand.
Wie bereits vorhin erwähnt wurden beim Dreh zur Landung an der Normandie Küste Handkameras mit asynchron eingebauten Umlaufblenden einsetzen, was für wacklige und ungleichmäßige Aufnahmen sorgte und diesem Effekt noch mehr unterstütze.
Zusätzlich wurde das gesamte Filmmaterial im Bleach Bypass Prozess (um genau zu sein ENR, erfunden von Technicolor) entwickelt. Bei diesem Effekt wird das Bleichen bei der Farbfilmentwicklung entweder komplett oder nur teilweise ausgesetzt. Dadurch wird das Farbbild von einem Schwarz-Weiß-Bild überlagert, demzufolge das Bild mit verminderter Farbsättigung daherkommt, was auch Einflüsse in Bezug auf erhöhten Kontrast und stärkeres Graining hat.
In dem Zusammenhang ist die Umsetzung auf Blu-ray sehr gut ausgefallen. Der gewünschte Effekt entfaltet voll seine Wirkung und verleiht dem Film - auch dank eines optimalen Schwarzwertes - eine zusätzlich düstere Atmosphäre.

Der Ton:
Tonspuren: Deutsch DD 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch

Leider liegt die deutsche Tonspur lediglich in Dolby Digital 5.1 vor. Nichtsdestotrotz wird hier eine gute Qualität geboten, der es allerdings ein wenig an Dynamik mangelt. Vor allem bei heftigen Explosionen vermisst man ein wenig den Druck der Bässe. Allerdings wird dennoch volle Leistung bei den Surroundkanälen abgeliefert. Insbesondere bei den Kampfszenen zu Beginn des Films wird im Heimkino der Eindruck erweckt man würde sich inmitten der Kriegsgeschehnisse befinden.
Deutlich mehr wird indes bei der englischen O-Ton Spur in DTS-HD MA 5.1 gearbeitet. Die Dynamik wurde hier voll ausgelastet und auch die Bässe werden bei den entsprechenden Szenen voll ausgelotet. Hier wird stark an der Referenzmarke gekratzt. Das 24bit Encoding macht sich auf alle Fälle sehr gut bemerkbar.
Unterstrichen wird dies mitunter auch von dem herausragenden Score von Steven Spielbergs Haus- und Hofkomponist John Williams, der zu jeder Szene auch die perfekte musikalische Untermalung findet.

Special Features: (auf Disc 2)
- Eine Einführung zum Film (2:35 min.)
- Blick in die Vergangenheit (4:40 min.)
- Miller und seine Einheit (8:23 min.)
- Boot Camp (7:37 min.)
- Die Produktion von Soldat James Ryan (22:05 min.)
- Die Neuerschaffung von Omaha Beach: (17:57 min.)
- Musik und Sound (15:59 min.)
- Schlussgedanken (3:43 min.)
- In die Bresche: Der Soldat James Ryan (25:01 min.)
- Original Kinotrailer (HD) (2:10 min.)
- Re-Release Trailer (HD) (1:59 min.)
- Den Krieg filmen (88:05 min.)
- Wendecover

Das Bonusmaterial auf Disc 2 lässt keinen Grund zur Beschwerde aufkommen. Zwar befinden sich lediglich die Trailer in HD-Auflösung auf der Scheibe, aber auch in Standard Definition können die weiteren Features durchaus überzeugen. So findet man hier nicht nur zusätzliche Informationen zum Film wie z.B. bei den Dokumentationen "Miller und seine Einheit", "Die Neuerschaffung von Omaha Beach", "Die Produktion von Soldat James Ryan" oder "Musik und Sound", sondern auch ergänzende Auskünfte zum historischen Hintergrund. Hierzu befindet sich mit "Den Krieg filmen" ein sehr interessanter und mit knapp anderthalb Stunden Spielzeit ein sehr ausführlicher Bericht über Kriegsberichterstatter mit beim Bonusmaterial. Zusätzlich veranschaulicht "Blick in die Vergangenheit" die Recherche Arbeiten von Steven Spielberg und Drehbuchautor Robert Rodat zu "Der Soldat James Ryan". Hier wurde wirklich zu jedem nur möglichen Gebiet ausreichend Material geboten, um sich zusätzliches Wissen anzueignen.

Resumee:
Zu Recht hat der Film bei den Academy Awards Verleihungen insgesamt 5 Oscars u.a. für beste Kamera, beste Regie und besten Ton gewonnen. Des Weiteren war "Der Soldat James Ryan" hier in 6 weiteren Kategorien nominiert. Doch auch ohne diese Tatsache kann man unweigerlich das hohe Niveau erkennen, mit dem hier gearbeitet wurde. Und auch wenn viele wieder den Patriotismus in Kritik stellen wollen, wird hier eine wichtige Message vermittelt. Selten wurde der Krieg so schonungslos und rau dargestellt. Nichtsdestotrotz wurde allerdings kein Actionfeuerwerk zelebriert, sondern mit viel Liebe ins Detail und auf Originaltreue die Grausamkeit authentisch in Szene gesetzt.
Man kann wohl zu Recht behaupten, dass Steven Spielberg hier ein wahres Meisterwerk gelungen ist.Umso erfreulicher ist es, dass auch die technische Umsetzung auf das Medium Blu-ray sehr gut gelungen ist. Das Bild lässt, im Rahmen der beabsichtigten Effekte, keine Wünsche offen und auch der Ton liefert gute (deutsche Spur) bis herausragende (englischer Originalton) Werte.
Abgerundet mit einer Masse an zusätzlichen Informationen durch die Special Features ist diese Blu-ray eine absolute Pflichtanschaffung für jeden Cineasten.

Testequipment:
TV: Toshiba 47Z3030D (47")
BD-Player: Panasonic DMP-BD30
AV-Verstärker: Denon AVR-1602
Boxen: Magnat
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51 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für den Preis zuschlagen!!!, 19. Oktober 2011
Von 
So ich muss nun auch mal meiner Meinung kund tun. Lasst euch bloß von diesen pseudo Filmlienhabern dazu verleiten diesen Film wegen angeblicher schlechter Qualität nicht zu kaufen. Ich sage das die Bildqualität der Hammer ist und habe mich fast durch diese schlechten Rezessionen beeinflussen lassen.
Mein Equipment:

Sony KDL-46 EX 700
Sony BDP-S370 Blu-ray Player
Onkyo HT-S3200 Heimkinoanlage

So wie gesagt das ist zwar nicht das beste Bild was ich bisher sah aber das der Film von der Bildqualität her nicht 100 % mit Avatar-Aufbruch nach Pandora mithalten kann sollte jedem klar sein. Das Bild ist die meiste Zeit gestochen scharf und es kommt jederzeit absolutes HD-feeling auf, mich hat es fast vom Sessel gerissen denn der Ton ist auch erste Sahne. So und um mal kurz auf das Steelbook zu kommen: ist nicht mein erstes Steelbook, gehört aber zu meinen schönsten und sollte für diesen super Preis in keiner Filmsammlung fehlen, der FSK Aufkleber lässt sich problemlos entfernen.
Ich hoffe ich konnte mit meiner ehrlichen Meinung einigen Leuten die Entscheidung erleichtern.

Prädikat: unbedingt kaufen!!!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen unglaublicher Anfang, 10. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
Die erste halbe Stunde des Films, die die Landung der Aliierten in der Normandie zeigt ist eine der besten Szenen, die jemals in einem Kriegsfilm gezeigt wurden. Die realistische Darstellung des Grauens, in dem Krieg nur noch Abschlachten ist, unterstützt von perfekt räumlichen Sounds versetzt den Betrachter in nahezu beänstigendem Maße in den Film. Hier zeigt sich was ein genialer Regisseurs durch gekonnte und sinnvolle Nutzung modernster Techniken erreichen kann. Der Anfang ist der Teil des Films, der einem auch Jahre nachdem man den Film im Kino gesehen hat, lebhaft in Erinnerung ist.
Leider kann der Film das hohe Niveau des Anfangs nicht halten und wird zu einem, manchmal ewas oberflächlich inszenierten, klassisch amerikanischem Kriegsfilm, dessen Pathos & Patriotismus dem europäischen (oder eher dem deutschen) Zuschauer nicht unbedingt zugänglich ist. Zwar finden sich weiterhin Abstufungen, die das schwarz-weiß Schema durchbrechen, wenn z.B. gezeigt wird, daß auch die Guten nicht immer Helden sind und auch Verbrechen begehen können, aber dennoch ändert sich der Grundtenor nicht. Auch der Schluß entspricht, wie zu erwarten, dem einer Heldengeschichte.
Der Anfang des Filmes ist unbedingt sehenswert, wer aber einen Antikriegsfilm erwartet sollte sich überlegen danach weiterzuschauen. Wer einen Kriegsfilm erwartet, wird wohl auch nach den ersten Minuten Gefallen an dem Film finden, denn Kamera und Technik sind durchgehend brilliant und die folgende Heldengeschichte über Kameradschaft, Opferwillen und Einsatz für Freiheit und Vaterland entspricht so ziemlich genau dem was man von diesem Genre erwartet.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Soldat James Ryan - brillant, aber auch fragwürdig, 7. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
Erst einmal: der Film ist klasse gemacht, von hoher technischer Qualität. Kamera, Ton, Musik sind erste Sahne. Auch Spielbergs Regieleistung ist einmalig. Die Darsteller tun ein übriges. Herausragend: Tom Hanks als (scheinbar) harter Soldat. Aber auch die übrige Crew kann sich sehen lassen. Die ersten und letzten zwanzig Minuten sind Filmgeschichte, daran gibt es nichts zu rütteln. Die Massaker sind mit so unglaublicher Wucht und Intensität inszeniert, daß einem schier der Atem schockt. Aber hier hört die Bewunderung auch schon wieder auf: "Der Soldat James Ryan" kann anfangs zwar schockieren, insgesamt aber vertreibt der Film eine fragwürdige Botschaft. Nach dem Motto: Krieg ist zwar übel, aber gerechtfertigt, wenn es ziemlich viel Böse erwischt. Und das sind hier natürlich wieder mal die Deutschen, die als eiskalte Killer dargestellt werden, während die Amerikaner als Retter der Menschheit auftreten. Spielberg hat keinen Antikriegsfilm gedreht (auch wenn er es uns glauben machen wollte). "Der Soldat James Ryan" ist ein gut gemachter Kriegsfilm, mehr nicht. Was besonders schwer wiegt: um einen einzigen amerikanischen Soldaten zu retten, beißen nicht nur eine Menge böser Deutscher, sondern auch einige seiner Landsleute ins Gras. Das Drehbuch ist das große Minus des Films. Einige der Dialoge hätte man sich sparen können, ebenso den gefühlsduseligen Salut von James Ryan am Grab von John Miller. Ein technisch gut gemachter und faszinierender Film wird durch diese Gesten immer wieder in unerträgliches Pathos getaucht.
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4.0 von 5 Sternen Heftiger Kriegsfilm, 16. Oktober 2013
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Ab 16? Brutale Kriegsszenen, Köpfe fliegen ab, ... Den Film sieht man besser erst kurz, bevor, besser: anstatt man zum Militär geht, doch keine Minute früher. Ab 18, Dokumentarcharakter hin oder her!

Die Musik erinnert u.a. an Elgar, auch ansonsten bespielt Spielberg das ganz große Kino mit US-amerikanischem Pathos. Ich musste es aber doch einmal zumindest als DVD ansehen. Die Eingangsszene ist aufwendig (und doch nur eine äußerst verkürzte Darstellung des D-Days 1944): GIs stürmen unter großen Opfern voran. Aus der großen Masse namenloser Soldaten wird plötzlich eher zufällig einer hervorgehoben: James Ryans Brüder sind kurz hintereinander alle drei getötet worden. Nun soll auf Geheiß General Marshalls der Mutter wenigstens der vierte Sohn bleiben, ein Sonderkommando erhält folglich diesen eigenartigen Auftrag ...

Viele Effekte tragen die 160+ Minuten. Unter den fünf Oscars war der für die beste Regie, der zweite für Spielberg nach Schindlers Liste (feine Anspielungen auf das Thema Jude sind auch hier enthalten). Kameraführung und Farbgebung sind besonders und fügen sich doch ein. Die Einzel-DVD ist zweischichtig, sie enthält eine deutsche und - das finde ich immer wichtig - eine englische Tonspur (Lautstärkeniveauunterschiede innerhalb des Films sind vermutlich Absicht) sowie Untertitel (da noch eine Handvoll weitere Sprachen). Extras gibt es keine. Zu D-Day etc. existieren ja auch viele informative cher o.ä., so dass es zu verkraften ist.

Um zu ermessen, dass Kri[[ASIN:3861501988eg]] brutal ist, brauche zumindest ich keine vorgeführten expliziten Brechreizszenen. Die löschen auch die vielen guten Drehbuchideen etwas aus. Etwas weniger Pathos, Heroismus und Vereinfachung hätte es für mich auch getan. Clint Eastwoods Pazifikkrieg-Doppelfilm ist da viel weiter.

Doch "Soldat James Ryan" ist auch eine gut erzählte Geschichte mit doch noch mehreren Ebenen. - Fazit: Vier Sterne -
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Anti- Kriegsfilm, 29. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
(Eher wird die amerikanische Vorgehensweise verherrlicht.)
Der Soldat James Ryan handelt um die Suche nach Privat Ryan, dessen beide Brüder im Krieg gefallen sind und diese Nachricht ihm nun überbracht werden soll, damit er in seine Heimat zurückkehrt und vom Kriegsdienst vorerst befreit ist. Eine Truppe wird nach Frankreich ausgesandt, um nach ihm zu Suchen. Der Film beginnt direkt mit der Landung auf „Omaha Beach" in der Normandie am 6. Juni 1944 und ist klasse in Szene gesetzt. Die bedrückende, gefährliche Atmosphäre wurde sehr gut rübergebracht, doch das Bild nach der Invasion ist vielleicht ein wenig dramatisiert: das Wasser am Strand ist von dem Blut der gefallenen Soldaten blutrot gefärbt.
Der Rest des Filmes ist sehr spannend und die Action stimmt, doch leider ist dieser Film, wie fast alle amerikanische Kriegsverfilmungen, teilweise patriotisch und die deutschen Soldaten werden wie abgrund- schlechte Menschen gezeigt. Man darf nicht vergessen, dass auch die deutschen Soldaten nur Menschen waren, die unter einem schrecklichen Regime litten und keine herzlosen Maschinen waren. Auch sei haben eine schlimme Zeit erlebt. Aber wie amerikanischen Filmen es eben so üblich ist, wird das leiden der amerikanischen Soldaten vorgeschoben.
Ansonsten spiegelt dieser Film die Situation des zweiten Weltkriegs sehr gut wieder und Tom Hanks spielt eine Rolle gewohnt gut. Die DVD hat ein sehr gutes Bild und einen guten Ton. Als Bonusmaterial sind u.a. „Making of" und die Trailer auf dem Datenträger zu finden, auch in guter Qualität.
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246 von 329 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Völlig überschätzter Film, 5. August 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [2 DVDs] (DVD)
Auch nach mehrmaligem Anschauen, kann ich nicht begreifen, was an diesem Film so toll sein soll. Abgesehen von einer Sache: Der Landung in der Normandie am Anfang des Films!
Gut, einige Sachen sind nicht 100% realistisch, so z.B. die Tatsache, dass den Alliierten am Omaha Sektor in Wirklichkeit erst mit der 3. Angriffswelle der Durchbruch gelang. Eigentlich hätten also schon massenweise Tote am Strand liegen müssen, als sich für Tom Hanks die Luken öffnen. Ausserdem wird nichts von der riesigen Schiffsflotte gezeigt, die die deutschen Verteidiger stundenlang unter Artilleriefeuer nahm. Das war in "Der längste Tag" besser dargestellt.
Aber was die Erstürmung des Strandabschnitts betrifft, so ist es das realste Stück Kriegsfilm, das ich bisher sah. Grandios!
Man spürt förmlich die Todesangst der unter Dauerfeuer liegenden Soldaten. Vorrücken ist Selbstmord. Dableiben ist Selbstmord. Zurück ins Wasser wäre ebenfalls Selbstmord.
Diese Stelle des Films zeigt den Krieg, wie er wirklich gewesen sein muss. Brutalster Horror für alle Beteiligten.
Wenn der Film auch nur 10% des Realitätsgrades der Anfangsszene behalten hätte, würde ich ihm mindestens 4 Sterne geben.
Aber was nach dieser Szene kommt, ist nichts als billigster Ami-Pathos-Kitsch, der mit der Realität aber auch gar nichts zu tun hat.
Die Deutschen sind charakterlose, dumme Schießbudenfiguren, die nichts zu tun haben, als scharenweise ins Gewehrfeuer unserer Superhelden zu rennen.
Warum müssen sich die Amis immer so darstellen? Dasselbe Muster zieht sich durch fast alle Vietnam-Filme. Müssen sie etwas kompensieren? In amerikansischen Kinos wurde jedenfalls bei jedem abgeschossenen Deutschen in Saving Private Ryan gejubelt und wenn ich mir die Darstellung der kurzgeschorenen Krauts anschaue, ist das auch durchaus verständlich.
Die Deutschen sind nämlich nicht nur dumm und feige in diesem Film, sie sind vor allem äußerst hinterhältig und gemein. (Beispiel: Tom Hanks gibt die Order einen gefangenen Deutschen (der sich vor Angst natürlich in die Hosen macht, ein Ami wäre da tapferer) freizulassen, anstatt ihn zu erschießen. Natürlich ist es genau dieser Soldat, der den guten Tom am Ende des Films feige abknallt. (Wenn man schon einem Deutschen hilft...)
Dafür wird der Deutsche natürlich ebenfalls erschossen. Er hätte sich eben wie versprochen der nächsten Ami-Einheit ergeben müssen. Dass er dazu aber erst durch die deutschen Lininen gemusst hätte (Hanks Trupp operiert ja hinter der Front), stört dabei wohl keinen. Er hätte also der deutschen Einheit sagen müssen: Tut mir leid, ich kann nicht bei euch bleiben, ich habe den Amis da hinten nämlich versprochen, mich den Aliierten zu ergeben. Tschüssi!
Dafür hätte wohl jeder Verständnis gehabt. ;-)
Was man sonst bei diesem Film lernt: Die Waffen SS war eine Idiotentruppe, die es nichtmal in Kompaniestärke schafft, einem Dutzend Ami-Helden beizukommen.
Deutsche Panzer haben im Gefecht das Turmluk vorzugsweise offen, MG's dürfen auf vorbeirennende Amis nicht angewendet werden. Die Panzer selbst knackt man am besten, indem man ihnen mit alten Socken die Ketten wegsprengt.
Sturmgeschütze (im Film sollen das Panther-Panzer sein) können dafür ihre Kanonen fast im 90% Winkel bewegen, um in Kirchtürmen verschanzte Sniper zu erwischen. (Womit sollte man diese Superhelden aus Stahl auch sonst töten?)
Deutsche Handgranaten sind nur dazu gebaut worden, um von tapferen Amis zurückgeschmissen zu werden. Dass die reale Zündverzögerung ein solches Unterfangen sinnlos gemacht hätte, interessiert bei soviel Schwachsinn eh keinen...
Wenn sich tapfere GI's mit einem MG verschanzen, haben sofort mindestens ein Dutzend Wehrmachtssoldaten anzutreten, um sinnlose Befehle schreiend, ins Feuer zu laufen. (Sollten sogar Amis mal nachladen müssen, hat man natürlich solange zu warten.)
Ich frag mich wirklich, wie diese idiotischen Krauts den Weg nach Frankreich überhaupt gefunden haben und wie schlecht die anderen Armeen Europas wohl sein müssen, um von denen geschlagen worden zu sein.
Am Ende des Films flattert natürlich der Sternenbanner über den Bildschirm, nachdem Ryan brav vor'm Grab des toten Captain salutiert hat.
Spielberg sollte sich wirklich besser wieder an E.T. oder seine Dinos halten, anstatt ein Machwerk wie dieses abzuliefern.
Wer einen wirklich guten Kriegsfilm sucht, sollte sich lieber Filme wie "Im Westen nichts Neues" anschauen.
Warum Der Soldat James Ryan von einigen Leuten als realistisch bezeichnet wird, ist mir jedoch völlig unverständlich.
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26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen Welt - und Kreisklasse, 19. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Spielberg bietet uns mit "Der Soldat James Ryan" ganz ganz grosses Kino, veranschaulicht aber auch was einem (Anti-)Kriegsfilm schaden kann.

Fangen wir mit dem "grossen Kino" an: wie in der Vor-Rezension schon beschrieben wurde erhielt der Film 5 Oscars (Regie, Kamera, Schnitt, Ton und Toneffekte). Diese erhielt er absolut zu recht! Spielberg schafft es vorallem durch diese Komponenten den Zuschauer von Anfang an in grausame Brutalität eines Krieges und seiner tragischen Hauptakteure zu versetzen. Man schaue sich nur an wie Spielberg die Landung der Alliierten in der Normandie darstellt. Die Szene verdient nur ein Wort: MEISTERHAFT! Für mich die beste Szene in einem Kriegsfilm die jemals gedreht wurde. Realistischer kann man so etwas nicht ins Kino bzw. ins heimische Wohnzimmer bringen. Ebenfalls perfekt besetzt ist die Position des Hauptdarstellers mit Tom Hanks, der geradezu prädestiniert ist für die Rolle des Captain Miller.

Warum also "nur" drei Sterne für den Film?? Für mich verfällt er nach einer Weile zu sehr in das typische Schema der Hollywood-Produktionen für dieses Genre. Einfache Story mit amerikanischen Soldaten die wahnsinnige Kraftakte unternehmen und retten was eigentlich nicht zu retten ist. Alles schön serviert für den patriotischen US Kino-Besucher. Mich stört nicht das Deutsche Soldaten dabei, wie schon jemand schrieb, als Nazi-Skins ohne Gewissen und hässlichen Fratzen dargestellt werden. Dafür haben zu viele damals fanatisch bis zum bitteren Ende gekämpft. Nein, aber wenn ich bei diesem nicht ganz unproblematischen Thema schonungslos den Wahnsinn des Krieges, das Leiden der Soldaten und ihre Familien zeigen will (was "der Soldat James Ryan" durchaus tut und woran ich einen Anti-Kriegsfilm auch messe) sollte ich bei allen Freiheiten die sich ein Film nehmen muss, so nah wie möglich an der Realität bleiben. Durch übermässige Glorifizierung der (US-)Soldaten und ihrer Operationen leidet allein schon durch die fehlende Glaubwürdigkeit der ganze Film. Dies fängt schon bei der schwachen Story an: Nie im Leben hätten höchste Kreise des amerik. Militärs wenige Tage nach der Invasion, also in einer entscheidenden Phase, eine Gruppe von Soldaten zich Kilometer hinter die feindlichen Linien entsandt um einen einfachen Private zu suchen ohne zu wissen wo dieser sich aufhält oder ob er überhaupt noch lebt. Ich verstehe hier Spielberg nicht. Als wenn er sich nicht entscheiden konnte: Erst zeigt er in einer tiefgründigen Szene die vom Krieg gezeichnete Seele eines Soldaten bei einem Gespräch unter Kameraden dann insziniert er eine "glorreiche" Verteidigungsschlacht. Weder hätte eine Gruppe von ein dutzend Mann mit 2 Maschinengewehren plus ein paar Kilo Sprengstoff eine Chance, einen Panzer-Angriff samt Infantrie aufzuhalten noch hätte ein einziger US-Soldat schätzungsweise 8-10 gegnerische Soldaten mit einem einziegen Karabiner bewaffnet zur Aufgabe zwingen können um diese dann schließlich doch laufen zulassen. Dadurch zeigt man weder die Sinnlosigkeit eines Krieges noch ehrt man die Männer die damals ihren Kopf hinhielten. Wirklich respekt zollen würde man ihnen wenn man ihr damaliges Handeln korrekt darstellen und nicht durch irgendwelche Absurditäten kaschieren würde.

Deshalb: Der Film fängt grandios an, bietet auch danach noch das ein oder andere ansehliche kann aber durch die schwache Story das Niveau nicht halten - deshalb drei Sterne!
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Saving Private Ryan [VHS]
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