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Kundenrezensionen

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4,0 von 5 Sternen
Empyrean Isles (Rvg)
Format: Audio CDÄndern
Preis:9,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2010
Auch wenn man mit dem Namen Herbie Hancock noch nie konfrontiert wurde, wird man dennoch seine Musik bei irgendeiner Gelegenheit sicher schon mal gehört haben. Die britische Band US3 mixte in den 90er Jahren ihren weltweiten Hit "Cantaloop" (Funky, Funky) mit Samples aus der originalen Aufnahme von Herbie Hancocks "Cantaloupe Island" und garantierte so, dass das Stück als Radiohit und sommerliche Cafe-Beschallung ewig weiterlebt. Es ist neben "Watermelon Man" das bekannteste Stück aus Hancocks früher Blue Note-Ära. Das 12-taktige Thema, das mit einem 16-taktigen Chorus ergänzt wird, hat er mit dieser einzigartig groovenden Soul-Funk-Piano-Figur unterlegt, die sich, wenn man sie einmal zu Ohren bekommen hat, für ewig ins Gedächtnis einbrennt. Angereichert wird "Cantaloupe Island" mit den genialen Bläser-Sätzen von Freddie Hubbard, die dem geschmeidigen Funk-Jazz Konstrukt eine markante Note verleihen. Hubbard tauschte die Trompete gegen ein Flügelhorn, um diesen warmen und glattpolierten Ton aus Elfenbein in den Sound zu weben. Mit diesem etwas freieren polyrhythmischen Hardbop der 60er, der in einer fast modalen Anlage mit nur drei sehr delikaten Harmonien gebunden ist, knüpft Hancock mit erdigen und dynamischen Ostinato-Rhythmen und cooler Relaxtheit unmittelbar an den Funk-Bop eines Horace Silver an. Spielerisch balanciert er dabei den Kontrast zwischen straighten Patterns und swingenden Improvisationen aus. Typisch für Hancock ist auf Empyrean Isles (1964) die brilliante Verbindung von Akkordwechseln, Funk, modalen Skalen und freiem Spiel. Diese Fähigkeit hat ihn als Sideman bei anderen Musikern (Miles Davis, Wayne Shorter) auch deshalb so populär gemacht, weil er ein hohes Maß an Flexibilität in seinem Spiel hatte, ohne dabei seine Individualität aufzugeben. "One Finger Snap" besteht bis auf das Intro fast nur aus unmelodischen Akkordprogressionen. Auf dem dissonanten "The Egg" verzichtet er ebenfalls zunehmend auf Melodiebögen und lässt der spontanen und experimentalen Improvisation einen größeren Freiraum, ohne sich aber vollständig zum Free-Jazz durchringen zu können. Das Quartett zerlegt das Stück in einzigartig improvisierte Fragmente und fügt diese unikaten Einzelteile dann sorgsam und fließend wieder in den Kontext. Auffällig ist auch, wie reibungslos der akustische Dialog zwischen den Musikern stattfindet. Da schimmert der Einfluss des Miles Davis Quintett durch, dem sich Hancock im Mai 1963 anschloss. Das Besondere an "The Egg" sind vor allem die komplex wuselnden Drummuster von Tony Williams. Zusätzlich zu den 4 Stücken, welche die Mythen und Legenden der sagenumwobenen Empyrean Isles auferstehen lassen, sind auf der CD noch zwei Alternate Takes von "One Finger Snap" (der den Original Take fast noch überbietet) und des lebhaften "Oliloqui Valley" vorhanden. Die qualitativ sehr gute Remasterarbeit erfolgte 1999 durch Rudy Van Gelder. Nora Kelly führt in den Original Liner Notes ausführlich aus, was es mit den Empyrean Isles eigentlich auf sich hat. Zusätzlich wirft Bob Blumenthal noch einmal einen Blick auf das Album.
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13 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. März 2004
Cantaloupe Island ist einer von Herbies größten Hits. Also ist diese Platte ein Muss. Oder etwa nicht?
Ich kenne die Empyrean Isles seit mehreren Jahren. Irgend etwas hat micht immer an ihr gestört, ich war mir aber nicht sicher was. Heute kann ich es glaube ich konkretiseren. Es sind Herbies Mitspieler, bzw. auch die fehlenden Mitspieler.
Zum eine ist da Freddie Hubbard. O.k., ich bin voreingenommen und wohl nicht sein größter Fan. Trompetenspiel ist für mich zunächst mal Miles Davis, und dann vielleicht irgendwann Chet Baker ... mit Freddie bin ich noch nie klargekommen. Auf der Maiden Voyage spielt Freddie ja auch, aber dezent. Auf der Empyrean Isles ist das anders, dort dominiert er die ersten beiden Stücke. Wohl deshalb sind sie einfach nicht mein Fall.
Die zweite Besonderheit ist das fehlende Saxophon.
Das Ergebnis sind zunächst zwei Titel, die mir wenig geben (One Finger Snap, Oliloqui Valley). Leider gibt es die sogar noch als alternate take, wodurch die platte insgesamt leidet.
Hörenswert - und sogar zur Pflichtaufnahme - wird die Scheibe aber durch die anderen beiden Titel. Cantaloupe Island kennt eh jeder (war das nicht die Anfangsmelodie bei Willemsen?). Und auch The Egg hat Repertoirewert. Starke Anklänge an free jazz, aber das in einer Weise die auf der Nicht-Free-Jazzer mögen wird.
Ergo: Die Original-LP hatte eine schwache A- und eine starke B-Seite. Die CD ist genau so, nur hat sie (wegen der alternate takes) die schwache A-Seite gleich doppelt.
Wegen Cantaloupe Island aber in jeden Fall sammelwürdig.
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2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. März 2003
Hervorragend! Eine schöne Jazz-CD, die Herbie Hancock mit seiner hervorragend besetzten Band in den 60er Jahren geschaffen hat. Die Songs sind völlig zeitlos, werden heute noch oft von Jazzbands gecovert. Diese Scheibe ist eine schöne Mischung aus Funk, Free und Hardbob. Typisch Hancock der 60er Jahre eben.
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1 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Januar 2013
War ein Geschenk, ist aber vom Beschenkten überwiegend positiv beurteilt worden. Allerdings sind offensichtlich
nicht alle Titel gleichermaßen gut angekommen.
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