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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bellini in vokaler Perfektion, 25. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Beatrice Di Tenda (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Beatrice di Tenda ist eine der vielen Opern, die ein Schattendasein führen müssen. Verständlich ist dies jedoch nicht, denn wie gewohnt enthält auch diese Oper wunderschöne Melodien und phantastische Koloraturarien. Zwar ist der Inhalt des Werkes ein wenig dümmlich, aber die meisterliche Musik sorgt dafür, dass man gerne darüber hinwegschaut.
Man hat Joan Sutherland die Rolle der Beatrice anvertraut und dies war eine sehr gute Wahl, denn diese außergewöhnliche Sängerin enttäuscht in keinster Art und Weise. Sie ist für ihre vokale Brillianz berühmt und hat besonders in dieser Oper besonders viele Gelegenheiten ihre Fähigkeiten zu zeigen. Schon in der ersten Arie „Respiro io qui" prahlt sie mit waghalsigen Koloraturen und brillianten Spitzentönen. Hin und wieder hat sie zwar ihr weites Vibrato nicht völlig unter Kontrolle, aber dafür schafft sie ein gelungenes Portrait und baut sogar dramatische Effekte in ihren Vortrag ein. Auch die weiteren Szenen werden mit kananrienvogelartiger Brillianz vorgetragen und mit Spitzentönen und Koloraturläufen wird nicht gespart. Die Stimme der Sutherland ist zwar ein wenig arm an Farben, aber dafür versteht sie es auf geniale Art und Weise den Zuhörer mit hohen Noten und überschwänglichen Koloraturpassagen zu verblüffen. Auch die letzte Arie der Oper ist umwerfend. „Nulla io dissi" wird mit viel Gefühl und Melancholie gesungen. Danach stürzt die Sutherland sich in die Cabaletta dieser großen Arie. Mit unglaublichem Tempo und viel Kunstverstand werden hier die Koloraturen und Spitzentöne gesungen. Sie legt wie gewohnt eine bravouröse Leistung ab.
Luciano Pavarotti steht ihr hier als Partner zur Seite. Auch er ist ein begnadeter Sänger (gewesen), der es versteht das Publikum in seinen Bann zu schlagen. Durch seine vollkommene Gesangstechnik und seinen warmen, in der Höhe fast magischen Ton, wird er zur Idealbesetzung für die Partie des Orombello. Er glänzt besonders im großen Duett mit Beatrice, „Parti...Deh! Perdona". Hier sind zwei der größten Stimmen des Jahrhunderts in einem der schönsten Opernduette miteinander vereint. Cornelius Opthof hat eine berückend schöne Stimme und kann den Filippo glaubwürdig darstellen. Er ist ein großer Dramatiker und kann besonders bei hohen Noten auftrumpfen, denn sie sind kraftvoll und voll von Energie. Selbst im Koloraturteil seiner ersten Arie kann er durch gute Technik und brilliante Stimmführung überzeugen. Josephine Veasey singt in dieser Einspielung die Rolle der Agnese del Maino. Sie ist eine sehr gute Mezzosopranistin mit guter Höhe und einem besonders warmen Timbre. Sie brilliert besonders in der ersten Arie „Ah! non pensar che pieno". Auch sie vermag ihren Charakter äußerst glaubwürdig darzustellen und singt mit viel Dramatik und Energie.
Es spielt das London Symphonie Orchestra unter der Leitung von Richard Bonynge. Er ist der Ehemann der Sutherland und er stand ihr in ihrer langen Karriere stets mit Rat und Tat zur Seite. Er geht sehr gefühlvoll auf die Sänger ein und unterstützt besonders seine Frau sehr gut. Bonynge hat zwar immer im Schatten seiner Frau gestanden, allerdings legt er hier eine Meisterleistung ab und er überzeugt durch ein gefühlvolles Dirigat und ein hohes Maß an Dynamik. Außerdem hat er durch seine hohe Musikalität ein untrügerisches Gespür für das richtige Tempo. Zusätzlich gibt es noch einige Ausschnitte aus weiteren Studioaufnahmen der Decca. Sutherland singt Arien aus "Norma", "Sonnambula" und "I Puritani"
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "BEATRICE DI TENDA", 6. Februar 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Beatrice Di Tenda (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Bellinis Oper "Beatrice di Tenda" kann leider nur auf ein Schattendasein an den Opernhäusern zurückblicken. Dabei steht dieses Meisterwerk den anderen bekannteren Opern des italienischen Komponisten in keinster Weise nach. Die Musik ist melodisch und mißreißend. Die Anforderungen an die vier Protagonisten sind hochkompliziert und verlangen nach überragenden Interpreten. Bellini stattete die Titelfigur seiner Oper mit dramatischen und auch lyrischen Anteilen aus, die eine sehr gute Koloraturfähigkeit bis zum es³ erfordern.
Joan Sutherland gestaltet die Beatrice ausdrucksstark und gesanglich brilliant. Ihr leicht melancholisches Timbre paßt hervorragend zu dieser Rolle und die Koloraturen bewältigt sie als bravouröse und eloquente Klangfontänen. Alle Register der Verzierungskunst kann sie hier ziehen. Sie australische Sopranistin offeriert hier wirklich eines ihrer stärksten und berührenden Portraits.
Der ganz junge Luciano Pavarotti läßt seinen strahlenden Tenor auftrumpfen und kann aber auch innig und verhalten singen.
Dagegen haben es Cornelius Opthof und Josephine Veasey natürlich schwer. Aber der Bariton und die Mezzosopranistin singen und gestalten ihre Rollen mit Geschmack. Besonders Josephine Veasey überrascht mit ihrem gleißenden Mezzosopran. Cornelius Opthof verfügt allerdings nur über begrenzte stimmliche Mittel, die er jedoch gut und überzeugend einzusetzen vermag. Immerhin hat der Bariton in den 60er und 70er Jahren mit großem Erfolg an allen großen Opernhäusern gastiert.
Richard Bonynge leitet das London Symphony Orchestra nicht nur kompetent, sondern mit Verve und Charme. Es gelingt ihm dem unwiederstehlichen Melodiker Bellini nachzuspüren.
Ohne Zweifel ist diese Aufnahme von "Beatrice di Tenda" eine Referenzaufnahme dieser Oper. Wer eine radikalere und schärfere Einspielung dieses Werken bevorzugt, dem sei die moderne Aufnahme mit Edita Gruberova und Vesselina Kasarova empfohlen. Sie ist weniger schwelgerisch und opulent, dafür dramatischer und kontrastreicher. Die Leistungen von Sutherland und Gruberova lassen sich nur sehr schwer und unzureichend vergleichen. In aller erster Linie ist es eine Geschmacksfrage! Sutherland singt berauschend schön und vollendet. Edita Gruberova gestaltet die Partie eindrucksvoller, aber vokal unebener.
Was die Besetzung der anderen Partien anbelangt, ist die ältere "Beatrice di Tenda" mit Pavarotti, Veasey und Opthof sehr gut und ausgeglichen geraten. Da kann die moderne Einspielung nicht ganz mithalten. Zudem hält die ältere Aufnahme noch einen schönen Bonus parat: Vier großen Arien von Bellini, wunderbar gesungen von Joan Sutherland ziwschen 1962 und 1964.
Letztendlich ist "Beatrice di Tenda" aber eine Primadonnen-Oper, die von der Protagonistin lebt. Und die ist in beiden Aufnahmen hervorragend!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bellini in vokaler Perfektion, 9. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Bellini: Beatrice Di Tenda (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Beatrice di Tenda ist eine der vielen Opern, die ein Schattendasein führen müssen. Verständlich ist dies jedoch nicht, denn wie gewohnt enthält auch diese Oper wunderschöne Melodien und phantastische Koloraturarien. Zwar ist der Inhalt des Werkes ein wenig dümmlich, aber die meisterliche Musik sorgt dafür, dass man gerne darüber hinwegschaut.
Man hat Joan Sutherland die Rolle der Beatrice anvertraut und dies war eine sehr gute Wahl, denn diese außergewöhnliche Sängerin enttäuscht in keinster Art und Weise. Sie ist für ihre vokale Brillianz berühmt und hat besonders in dieser Oper besonders viele Gelegenheiten ihre Fähigkeiten zu zeigen. Schon in der ersten Arie Respiro io qui" prahlt sie mit waghalsigen Koloraturen und brillianten Spitzentönen. Hin und wieder hat sie zwar ihr weites Vibrato nicht völlig unter Kontrolle, aber dafür schafft sie ein gelungenes Portrait und baut sogar dramatische Effekte in ihren Vortrag ein. Auch die weiteren Szenen werden mit kananrienvogelartiger Brillianz vorgetragen und mit Spitzentönen und Koloraturläufen wird nicht gespart. Die Stimme der Sutherland ist zwar ein wenig arm an Farben, aber dafür versteht sie es auf geniale Art und Weise den Zuhörer mit hohen Noten und überschwänglichen Koloraturpassagen zu verblüffen. Auch die letzte Arie der Oper ist umwerfend. Nulla io dissi" wird mit viel Gefühl und Melancholie gesungen. Danach stürzt die Sutherland sich in die Cabaletta dieser großen Arie. Mit unglaublichem Tempo und viel Kunstverstand werden hier die Koloraturen und Spitzentöne gesungen. Sie legt wie gewohnt eine bravouröse Leistung ab.

Luciano Pavarotti steht ihr hier als Partner zur Seite. Auch er ist ein begnadeter Sänger (gewesen), der es versteht das Publikum in seinen Bann zu schlagen. Durch seine vollkommene Gesangstechnik und seinen warmen, in der Höhe fast magischen Ton, wird er zur Idealbesetzung für die Partie des Orombello. Er glänzt besonders im großen Duett mit Beatrice, Parti...Deh! Perdona". Hier sind zwei der größten Stimmen des Jahrhunderts in einem der schönsten Opernduette miteinander vereint. Cornelius Opthof hat eine berückend schöne Stimme und kann den Filippo glaubwürdig darstellen. Er ist ein großer Dramatiker und kann besonders bei hohen Noten auftrumpfen, denn sie sind kraftvoll und voll von Energie. Selbst im Koloraturteil seiner ersten Arie kann er durch gute Technik und brilliante Stimmführung überzeugen. Josephine Veasey singt in dieser Einspielung die Rolle der Agnese del Maino. Sie ist eine sehr gute Mezzosopranistin mit guter Höhe und einem besonders warmen Timbre. Sie brilliert besonders in der ersten Arie Ah! non pensar che pieno". Auch sie vermag ihren Charakter äußerst glaubwürdig darzustellen und singt mit viel Dramatik und Energie.

Es spielt das London Symphonie Orchestra unter der Leitung von Richard Bonynge. Er ist der Ehemann der Sutherland und er stand ihr in ihrer langen Karriere stets mit Rat und Tat zur Seite. Er geht sehr gefühlvoll auf die Sänger ein und unterstützt besonders seine Frau sehr gut. Bonynge hat zwar immer im Schatten seiner Frau gestanden, allerdings legt er hier eine Meisterleistung ab und er überzeugt durch ein gefühlvolles Dirigat und ein hohes Maß an Dynamik. Außerdem hat er durch seine hohe Musikalität ein untrügerisches Gespür für das richtige Tempo. Zusätzlich gibt es noch einige Ausschnitte aus weiteren Studioaufnahmen der Decca. Sutherland singt Arien aus "Norma", "Sonnambula" und "I Puritani"
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