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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr schön!, 24. August 2011
Von 
Tobias Fabian-Krause (Landau, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Karajan-Edition: 100 Meisterwerke (Offenbach / Chopin / Delibes) (Audio CD)
Jacques Offenbach wurde 1819 als Jakob Eberst in Köln geboren. Um antisemtischen Ressentiments entgegenzuwirken änderte sein Vater, Isaac Eberst, den Familiennamen in Offenbach, da er aus Offenbach am Main stammte. Offenbachs Vater war selbst Musiker und unterrichtete seinen Sohn im Geigen- und Cellospiel, wobei sich dieser als sehr talentiert erwies, weswegen ihn der Vater 1833 nach Paris schickte, wo er am dortigen Conservatoire von Luigi Cherubini aufgenommen wurde und fortan studierte und als Cellist fungierte. In Paris änderte Offenbach seinen Vornamen von Jakob zu Jacques.

Nach dem Abbruch des Studiums war er Cellist in verschiedenen Boulevardtheatern und erwarb den Ruf eines begabten Solisten, der mit großen Pianisten wie Lizt und Mendelssohn auftrat. Ab 1849 wurde er Dirigent am Théâtre francaise und schrieb die Bühnenmusik zu den dort aufgeführten Theaterstücken. 1855 eröffnete Offenbach ein eigenes Theater, in dem er zunächst selbst geschriebene Einakter aufführte. 1858 komponierte er Orphee aux Enfers (Orpheus in der Unterwelt), seinen ersten Zweiakter, welcher ihm den Durchbruch brachte.

La Gaite parisienne ist ein Ballett, das der französische Komponist Manuel Rosenthal (1904-2003) aus Melodien Offenbachs zusammengestellt hat. Natürlich darf der Cancan aus der Ouvertüre zu "Orhpee aux Enfers" dabei genau so wenig fehlen wie die Barcarolle aus "Hoffmann's Erzählungen". Insgesamt ist die Musik stimmig zusammengestellt und ergibt eine höchst unterhaltsame Ballett-Suite.

Bei "Les Sylphides" handelt es sich um ein Ballett, das von Michel Fokine im Original choreographiert wurde. Fokine bediente sich dabei bekannter Melodien von Frédéric Chopin, die dieser für Solo-Klavier geschrieben hatte. Die erste Orchestrierung hatte der russische Komponist Alexander Glazunow geschrieben. Karajan verwendet ihr ein Arrangement des britischen Komponisten und Arrangeurs Roy Douglas (*1907).

Schließlich handelt es sich bei "Coppélia ou La Fille aux yeux d'émail" (Coppélia oder das Mädchen mit den Glasaugen) um ein Ballett in 3 Akten, dessen Musik der französische Komponist Léo Delibes (1836-91) schrieb. Die Handlung basiert auf E.T.A. Hoffmanns Erzählung "Der Sandmann". Die Suite zu diesem Stück besteht aus dem Auftakt "Prélude et Mazurka", "Scene et Valse de Swanilda" und dem Csárdás.

Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker befinden sich bei dieser Form der oftmals als "leichtere Unterhaltung" abqualifizierten Musik voll in ihrem Element. Gewohnt vollmundig sind sie am Werk, manchmal schwelgerisch, manchmal sehr schwungvoll. Mag sein, dass heute viele Interpreten mehr Wert auf Transparenz legen würden und dabei dem Stück noch manch ein interessantes Detail entlocken würden, so gefällt mir der typische Karajan-Stil bei dieser Art von Musik immer sehr gut. Das Zuhören ist eine große Freude.
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