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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Militärischer Beethoven, 14. September 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Egmont / Wellingtons Sieg / Märsche (Audio CD)
Es dürfte für Ludwig van Beethoven wohl nicht gerade eine angenehme Erfahrung gewesen sein, dass beinahe keines seiner Werke, in denen das gesungene Wort eine Rolle spielt, zu größerer Berühmtheit gelangt ist. Seine Bühnenmusik zu Goethes Schauspiel "Egmont" op. 84 macht da keine Ausnahme. Dabei gab selbst Goethe der Musik seinen Segen und tatsächlich ist der hier eingespielte Auszug mehr als hörenswert.
Aber wie so oft bei Beethovens Vokalwerken wird das Stück auf die berühmte Ouvertüre reduziert, wohl eines der bekanntesten Werke der klassischen Musik. Die Tatsache, dass gleich das erste Lied "Die Trommel gerühret" von erstaunlicher Prägnanz und mitreißend ist, der Umstand, dass die zahlreichen Zwischenakte es durchaus mit den großen Sinfonien aufnehmen können, und der Gesichtspunkt, dass Beethoven den Tod seiner beiden Protagonisten, Clärchen und "dieser Egmont", unter anderem durch ein originelles Melodram darstellt, werden da leicht(fertig) vergessen.

Ludwig van Beethoven war zeitlebens ein Freund der neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet des Militärs. Seine sogenannte Schlachtensinfonie "Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria" op. 91 beweist eindrucksvoll, mit welcher Fertigkeit er militärische Geschehnisse in Musik umzusetzen wusste. Das Werk behandelt eine der entscheidenden Niederlagen Frankreichs in einem paneuropäischen Krieg, der Frankreich nahezu ruinieren sollte.
Nachdem er Fanfaren auf beiden Seiten erklingen lassen hat, beginnt die Schlacht, die insbesondere deswegen bemerkenswert ist, da Beethoven hier erstmals Kanonenschläge nachahmt. Das besondere Highlight ist freilich die folgende Siegessinfonie, die uns den bekannten, heroischen Beethoven zeigt.
Es nimmt kaum Wunder, dass "Wellingtons Sieg" bei Beethovens Zeitgenossen äußerst beliebt war. Einerseits herrschte in Wien eine grundsätzliche Begeisterung für das Militärische, andererseits befand man sich im Krieg gegen die heranziehenden napoleonischen Truppen. Ähnlich wie das fünfte Klavierkonzert und die siebte Sinfonie ruft "Wellingtons Sieg" zum Widerstand gegen Unfrieden und Unterdrückung auf.

Als Zugabe gibt's einige Militärmärsche Beethovens, die dessen Geschick zeigen, Märsche abwechslungsreich und spannend zu gestalten. Nicht umsonst verwandte er in seinen späten Streichquartetten und Klaviersonaten als Variante des Scherzos Märsche. Überhaupt spielt der Marsch im Schaffen Beethovens eine gewichtige Rolle.
Besonders hervorzuheben gilt der bekannte "Yorckscher Marsch" in F Dur WoO 18, dessen knappe Anlage einen genialen Plan im Hintergrund erahnen lässt.

Diese weniger bekannten Meisterwerke werden allesamt durch die Berliner Philharmoniker beziehungsweise die Bläser der Berliner Philharmonie (Märsche) dargeboten. Diese spielen unter der Leitung von Herbert von Karajan und Hans Priem Bergrath (Märsche) wie entfesselt. Selten beispielsweise habe ich die Schlachtensinfonie derart transparent und zugleich mitreißend, packend erlebt. Gundula Janowitz als Clärchen vermag es beeindruckend, Naivität und Leidenschaft zu verbinden. Auch Erich Schellow als Egmont überzeugt durch seine beruhigende Stimme. Die Aufnahme - in sehr guter Tonqualität angesichts ihres Alters - wirkt homogen, differenziert und majestätisch. Eine verdienstvolle Leistung um Werke, die im Gros der anderen epochalen Meisterstücke Beethovens beinahe untergehen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wertvoll wegen Egmont, ansonsten ordentlich gemacht, aber keine bedeutende Musik, 10. Februar 2011
Von 
Tobias Fabian-Krause (Landau, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Egmont / Wellingtons Sieg / Märsche (Audio CD)
Den Ausführung der exzellenten Rezension von "Lateingott" ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Stünde sie hier allein, würde ich selbst wohl keine schreiben. Da aber auch ein Verriss dabei ist, möchte ich mich auch zu Wort melden und diese CD alles in allem loben.

Es ist gar nicht leicht, eine Aufnahme der kompletten Egmont-Musik zu bekommen. Neben dieser hier kenne ich nur noch eine von Claudio Abbado (Berliner Philharmoniker) mit Cheryl Studer als Klärchen und Bruno Ganz als Sprecher, die aber dieser Aufnahme hier nicht das Wasser reichen kann. Die Aufnahme von Thomas Dausgaard mit dem Schwedischen Kammerorchester kenne ich nur durchs Reinhören in die Downloadtracks. Ich weiß nicht, wer seine Sängerin ist, aber sie überzeugt mich weniger als Frau Janowitz.

Gundula Janowitz macht ihre Sache meines Erachtens sehr gut. Man nimmt ihr das tieftraurige Mädchen für meinen Geschmack auch gut ab. Gerade "Freudvoll und Leidvoll", die Quelle des rauf- und runterzitierten "Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt" singt sie formidabel und, weil das hier bestritten wurde, sie singt es eben wirklich. Es ist nicht nur die Instrumentalversion zu hören.

Am Spiel der Berliner Philharmoniker ist nicht viel auszusetzen. Es gibt allerdings sowohl von Karajan mit dem Orchester als auch von anderen Interpreten bessere Aufnahen der Egmont-Ouvertüre. Ist doch etwas arg viel Getöse und etwas zu wenig Transparenz was Karajan hier veranstaltet. Natürlich ist das typisch für Karajan, aber die Aufnahme in seinem vorletzten Symphonien-Zyklus, die wenige Jahre später aufgenommen wurde ist ein wenig besser. Das betrifft dann natürlich auch die "Siegessymphonie".

Ich bin an und für sich überhaupt kein Freund des Militärs, aber ich muss gestehen, für Märsche habe ich etwas übrig. So sind mir sämtliche Gelöbnis- und Zapfenstreichveranstaltungen suspekt. Aber der York'sche Marsch, vorschriftsmäßiger Teil solcher Zeremonien, gefällt mir. Herrlich den hier mal von einem Weltklasseorchester zu hören. Für die übrige Militärmusik gelten die gleichen Vorbehalte und das gleiche Kompliment.

Vor gut 2 Jahren kam ich einem an und für sich exzellenten Musikgeschäft an einem Verkäufer vorbei, der gerade von einem Kunden nach der "Schlachtensymphonie" gefragt wurde. Er bekam Empfehlungen für die "Eroica", hätte aber eigentlich genau dieses Album in die Hand gedrückt bekommen müssen (die einzige Aufnahme im Sortiment des Geschäfts), denn wie hier schon erwähnt handelt es sich Beethovens "Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria". Zu Beethovens Zeit berühmter und beliebter als seine Symphonien, Klaviersonaten bzw. -konzerte oder das Violinkonzert. Ein Treppenwitz der Geschichte, denn diese Komposition ist wahrlich nichts bedeutendes. Fanfaren, Kampfgeräusche, "Rule Britania"-Zitate usw.. Historisch interessant und ein nettes Kuriosum, aber im Grunde verzichtbar.

Egmont hätte 5 Sterne verdient, die Militärmusik ist sehr gut gespielt und auch nett anzuhören, aber jetzt auch kein Muss. Wellingtons Sieg ist aus meiner Sicht einfach keine gute Musik, so dass ich wohl hier einmal tatsächlich für die Beethoven-Komposition einen Stern abziehe und nicht wegen interpretorischer Mängel.

Schließlich aber noch eine Klarstellung: wer hier Mängel bei der Tonqualität hört, den verstehe ich nicht. Für eine Aufnahme aus den 70ern ist die Tonqualität exzellent. Von dem hier bemängelten räuspern, umblättern, notenständerrücken und was nicht alles bemängelt wurde, höre ich nichts und ich bin diesbezüglich eigentlich überdurchschnittlich empfindlich.
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5.0 von 5 Sternen Meisterhafter, kraftvoller Beethoven, 6. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Egmont / Wellingtons Sieg / Märsche (Audio CD)
Sehr gelungen ... einfach Beethoven pur. Besonders hervorzuheben "Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vitoria". Man kann sich das Aufeinandertreffen der aufgestellten (sowie Verbündeten) Armeen (Juni 1813) bildlich vorstellen. Hört (sieht) die Niederlage Napoleons kommen, die sich mit der Völkerschlacht bei Leipzig (Oktober 1813) und dann mit Waterloo (Juni 1815) endgültig vollzug. In dem Vitoria-Schlachtenepos führt die Musik das Geschehen, beschreibt Note für Note die Formation der Regimenter, deren nationale Signale, den Angriff, Kampf und schließlich den Sieg der Verbündeten unter Wellington über die Franzosen. Ein musikalisches Getümmel mit Höhen und Tiefen nebst wildem Kanonendonnern.
Krieg ist Qual und Vernichtung ... die in Töne gesetzte Musik Beethovens ist einfach nur genial. Obwohl so genannte Experten eher lächeln und das Werk mit "banal" bewerten. Ich finde es einfach fantastisch. Auch die anderen, meisterhaft dirigierten Kompositionen auf dieser CD. Ein Hörgenuss - eben Beethoven (Wer sonst?)- ohne Konkurrenz zu jeder Zeit, kraftvoll, heroisch und melodiös.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Einspielung der Egmontmusik, 20. August 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Egmont / Wellingtons Sieg / Märsche (Audio CD)
Unter Karajans Leitung schwingen sich die Berliner Philharmoniker empor in olympische Höhen musikalischer Entfaltung sowie harmonisch-symphonischer Brillianz und offerieren eine Egmontmusik, die in puncto Tiefgang ihresgleichen sucht. Eine Synthesis der Titanen Beethoven und Goethe verspricht (trotz persönlicher Apathie zueinander) als Ergebnis ein ausgereiftes Werk humanistischen Geists, dramatischer Vielfaltzu gebären. Und tatsächlich; das Goethe'sche Trauerspiel der niederländischen Befreiungsbestrebungen um Egmont, der sein Leben, seine Liebe gar opfert für die Freiheit seines Volkes, konnten von niemand anders als Beethoven so bravourös, so ingeniös vertont werden. Die Egmontmusik, eines der magna opera Beethovens, untergliedert sich in zehn Teile, darunter drei Vokalabschnitte. Als Paradigma beethoven'scher Imposanz tritt uns die berühmte Ouvertüre entgegen.
"Wellingtons Sieg" stellt ein glorifiziertes Schlachtengemälde dar, das, um die erfolgreichen Freiheitskriege in ungeahnte Sphären völkervereinigend zu stilisieren, geschrieben, 1813 uraufgeführt und zum größten erfolg Beethovens zu Lebzeiten wurde. Jene symphonische Dichtung besticht durch eine Exposition illusionistischer, Kanonenschüsse imitierender Tonmalerei. Finalisiert wird "Wellingtons Sieg" mit einer kurzen, klassisch-heroischen Siegessymphonie.
Zu den beiden oben diszeptierten Hauptwerken Beethovens gesellen sich auf dieser CD die Märsche, die kaum mit größerer Dramatik bestechen, alles in allem jedoch einen durch flotte Militärklänge fabrizierten Hörgenuss garantiert.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen karajan gut, kanonen schwach, 6. Oktober 2011
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Rezension bezieht sich auf: Egmont / Wellingtons Sieg / Märsche (Audio CD)
Die typisch pointierte, praezise und emotionsgeladene Dirigierart von Von Karajan macht die Aufnahme zum Genuss. Schwach sind die Kanonensimulierungen im Wellington's Victory fuer alle, die Eugene Ormandys Aufnahme von Tschaikowskis 1812 mit echten Feldgeschuetze im Ohr haben. Aber Achtung: surround ausschalten, denn die Feldblaeser und Gewehrschuesse sind stereomaessig rechts und links fuer die beiden suggerierten Heere aufgeteilt - dieses Effekt ist super. Das Tempo von der Durchbruchspassage im WV beginnt zu schnell, wo ein spannungsvolleres Rallentando-Accelerando wirkungsvoller waere. Immerhin wohlaufgespielt und eine Gelegenheit, selten aufgefuehrte Beethovenstuecke zu erleben.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gut, 12. März 2013
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Rezension bezieht sich auf: Egmont / Wellingtons Sieg / Märsche (Audio CD)
Vielen Dank - es hat wunderbar geklappt. Die Produkt sind so - wie es beschrieben war. Ich bin insofern sehr zufrieden.
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