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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen karge Landschaften
Nach dem Ausstieg von Bill Berry taten sich R.E.M. zunächst schwer mit den Aufnahmen zum Nachfolgeralbum der grandiosen geradlinigen Rock-Platte „New adventures in Hi-Fi". Dennoch erschien 1998 „Up", und schockierte einen Großteil der Fans.
Das Album ist mit Sicherheit das am wenigsten zugängliche in der langen Bandgeschichte...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2004 von Michael Schäfer

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen UPs & downs
An diesem Album von R.E.M. scheiden sich sogar die Geister unter Fans der Band. Nach dem nicht ganz reibungslosen Ausscheiden des ursprünglichen Drummers Berry merkt man in "Up" eine gewisse Orientierungslosigkeit der Band - man könnte fast sagen sie sind etwas aus dem Takt gekommen. R.E.M. wären jedoch nicht R.E.M., wenn sie es nicht verstanden...
Veröffentlicht am 10. November 2002 von jakabu74


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen karge Landschaften, 22. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
Nach dem Ausstieg von Bill Berry taten sich R.E.M. zunächst schwer mit den Aufnahmen zum Nachfolgeralbum der grandiosen geradlinigen Rock-Platte „New adventures in Hi-Fi". Dennoch erschien 1998 „Up", und schockierte einen Großteil der Fans.
Das Album ist mit Sicherheit das am wenigsten zugängliche in der langen Bandgeschichte.
Einerseits liegt dies am Songwriting, welches experimenteller und weniger melodisch ausgefallen ist; ebenso fallen viele der Texte als verängstigt, ja sogar psychopatisch wirkend auf. Andererseits ist vor allem die Instrumentierung gewöhnungsbedürftig.
Zwar scheint es nach dem Ausstieg des Schlagzeugers ganz natürlich, dass das Drum-Set deutlich seltener in Szene gesetzt wird als zuvor, jedoch hatte wohl niemand mit einer CD gerechnet, die so viele Drum-Machine- und Synthesizer-Einsätze enthält.
Ein erdiger Rock-Sound, geprägt von „natürlichen" Instrumenten, den die meisten Fans des R.E.M.-Stiles bevorzugen (oder zumindest bis zum Erscheinen dieses Albums oder auch des faszinierenden Nachfolgers „Reveal" bevorzugten), hört sich anders an.
Mit etwas Geduld und genauem, intensiven Zuhören kann man jedoch das Feeling und den Geist von R.E.M., die Atmosphäre, die die Songs dieser Band stets zu etwas einzigartigem machte und macht, ohne Einschränkung erkennen.
Das spezielle Flair von „Up" ergibt sich aus der fragenden bis verängstigten Art, in der Michael Stipe seine Texte und Melodien bei dem Großteil der Tracks in Szene setzt.
Das Album enthält viele dahinschwelgende, langsame Songs, auf denen sich die einzelnen Instrumente (inklusive Stipe's Gesang) in einem zum Teil elektronisch dominierten Klangbrei verlieren. Der Großteil dieser Stücke erzeugt eine beklemmende Atmosphäre.
Ein Beispiel hierfür ist das in extrem hohem, fast schon beunruhigendem Maße ruhige „Suspicion". Das an Leonard Cohen's „Suzanne" angelehnte „Hope" gehört ebenfalls zu dieser Kategorie. Es ist ein Meisterstück: Von Beginn an treibt ein unaufhaltsames, sich ständig wiederholendes, prägnantes Riff, welches einen undefinierbaren, scharfen Elektro-Sound aufweist, den Hörer durch das Stück. Michael Stipe's Zeilen wirken verunsichert; man wähnt sich in einer bedrohlichen Situation, man findet keine Beruhigung, der Song scheint sich im Kreis zu drehen, während die lyrics immer wahnsinniger zu werden scheinen.
Bilder von verblutenden Patienten versagender Ärzte und psychopatischen Wünschen nach Verschmelzung der eigenen DNA mit der von Reptilien lassen mehr Fragen offen, als der Hörer vorher überhaupt hatte, bis dann irgendwann der Gesang mit der Zeile aufhört, mit der er begann (ein weiteres Indiz für die oftmals kreisförmigen Songstrukturen bei R.E.M.),
sodass der Übergang in ein wahnwitziges elektronisches Klangchaos erfolgen kann. Genial!
Weitere beklemmende Stücke sind "The apologist" mit seinem "I'm sorry"-Refrain, das kraftvolle "Walk unafraid", der Lovesong? "You're in the air" und die geheimnisvollen 3 letzten Tracks "Diminished", "Parakeet" und "Falls to climb".
Die Liste der leichter erschließbaren, poppigeren Stücke ist etwas kürzer, enthält aber ebenso überzeugendes Material.
"Lotus" kommt mit seiner straffen Songstruktur recht prägnant daher, obwohl Stipe's Gesang doch recht plump und abgehackt wirkt (was natürlich ein bewusst eingesetztes Stilmittel ist).
Ähnliches gilt für "Sad professor". Der einzige R.E.M.-typische Song ist der Single-Hit "Daysleeper", ein Stück im 6/8-Takt, das sich textlich mit den Auswirkungen der globalisierten Arbeitswelt auf das Individuum auseinandersetzt.
Absolutes Highlight des Albums ist für mich der zerbrechliche Love-Song "At my most beautiful", eine Verbeugung vor Brian Wilson und seinem Beach Boys-Album "Pet sounds".
Es handelt sich dabei um eine wunderschön mit Streichern ausgepolsterte Piano-Ballade, hochemotional und sensibel von Stipe vorgetragen, mit unglaublichen Background-Vocals von Bassist Mike Mills, der scheinbar beim besten Engelschor des Himmels gelernt hat.
"Up" ist also eine Platte, die eine ganz eigene Welt darstellt, die recht unübersichtlich wirkt und den neuen Hörer zunächst nicht sehr warmherzig aufzunehmen scheint.
Sie ist dennoch oder gerade deshalb atmosphärisch von bestechender Qualität und gehört vielleicht nicht zu den allerschönsten, aber mit Sicherheit zu den interessantesten Alben aus bis heute mehr als 20 Jahren R.E.M.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster und Depressiv, 6. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
Wir schreiben das Jahr 1998. Für R.E.M. das wohl Wichtigste Ihrer nunmehr fast 23 Jahre lang währenden Karriere. Ein Jahr zuvor hatten Sie sich von ihrem Drummer Bill Berry getrennt und wollten sich und der Musikwelt beweisen, dass gerade in solchen Krisenzeiten die emotional bewegendsten und tiefgründigsten Songs entstehen können. Und genau dies stellt die Platte "Up" eindrucksvoll unter Beweis mit 14 Songs voll von einer depressiven Grundstimmung, Hilflosigkeit und vergeblichen Versuchen, mit sich und dem Leben klar zu kommen. Dabei stellt jedes Lied eine eigene Klangwelt da, die sich von all den anderen Tracks unterscheidet ohne jedoch jemals den düsteren, kopfzerbrechenden Hintergrund aus den Augen zu lassen. Um in diese Welten vollständig einzutauchen, muss man sich auf das Album einlassen, ein oberflächliches Hören genügt nicht.
"Up" beginnt mit dem fast instrumentalen Opener "Airportman", welcher den Hörer sofort auf die traumartigen Gefilde des Albums einstimmt.
Danach folgt, der einzige Rock-Song des Albums, "Lotus", ein Ohrwurm, nach dem typischen R.E.M.-Schema. Danach folgen einige Songs, in denen Sänger Michael Stipe aus der Sicht verschiedener Personen singt, die allesamt von ihrem eigenen Leid erzählen, wie beispielsweise in "The Apologist" oder in der herzzerreißenden Rockballade "Sad Professor". Dass die Band kurz vor der Auflösung stand, lässt sich in diesen Songs gut nachvollziehen. Genauso wie in der Hit-Single "Daysleeper", wahrscheinlich einer der besten Folk-angehauchten Popsongs der letzten Jahre.
Doch zum Ende hin spielt "Up" sein gesamtes Potential besonders aus, denn "Diminished", ein Lied über einen erfolglosen Liebhaber, inklusive eines wunderschönen, countrymäßigen Refrains, "Parakeet", den wohl depressivsten Song der Musikgeschichte und "Falls To Climb", ein zutiefst bewegendes Klagelied, gehören zu den besten Songs von R.E.M. der letzten Jahre.
Alles in Allem ist "Up" das wohl schwierigste Album von R.E.M., gehört meiner Meinung dennoch, oder gerade deswegen, zu ihren Besten. Zwar fehlt zum größten Teil der R.E.M.-typische Folk-Rock, da die Songs mit verschiedenen Computereffekten versehen sind und anstatt eines echten Drummers ein Drum-Computer herhalten musste. Trotzdem ist "Up" ein höchst emotionales Stück Musik, atmosphärisch dicht und voll von düsteren Melodien, durch die es nicht nur ein Album für dunkle Novemberabende ist, sondern auch für all Diejenigen, die sich mit solch einer Atmosphäre und den depressiven Texten identfizieren wollen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das vielleicht Beste aller R.E.M. Alben, 31. Mai 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
Up hatte es sicher nicht einfach, als Nachfolger von solch genialen Platten wie "New Adventures In Hi-Fi" oder auch der ersten, "Murmur". Aber die Atmosphäre, die dieses Album so einzigartig macht, fand sich in keinem Album bisher. Insofern kann man Up als das experimentellste Album bezeichnen. Das rockige Lotus ist ein völlig alleinstehendes Rocklied, der Rest klingt wie aus einer anderen Welt. Von den "You're In The Air" über "Diminished" zu den schlichtweg genialen "Parakeet", "Daysleeper" "Suspicion" und dem besten Song des Albums und einem der Besten, die R.E.M. je gemacht haben: "Walk Unafraid". Dieses Album kann nicht überzeugen, nur begeistern.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholisch, nachdenklich, fordernd, glücklich machend, schön., 30. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
Da waren wohl viele Hörer vor den Kopf gestoßen und konnten mit UP nicht viel anfangen. REM hatten doch tatsächlich gewagt vieles anders zu machen. Der rockige Sound ist auf diesem Album einer leicht schwermütigen Melancholie gewichen. Verschrobene Gitarrenriffs, ekstatische Drumsessions und echte Rockkracher sucht man auf diesem Album ebenso vergebens wie locker beschwingten Rock-Pop und radiotaugliche Ohrwürmer. Die E-Gitarre dient allenfalls als zurückgenommenes Grundelement im Sound, stattdessen bestimmen Streicher, Klavier und dezente elektronische Klänge die Musik. Alles ist in eine ruhige und nachdenkliche Atmosphäre gehüllt, wirkt manchmal etwas schwierig im Zugang, eröffnet aber viele feine und kleine Details die dieses Album auch nach fast 15 Jahren noch faszinierend machen. Ohnehin bin ich eher ein Fan von Musik, die mich fordert, die erobert werden will und meine mentale Mitarbeit erzwingt. Im Ergebnis bin ich dann glücklicher und zufriedener als mit einem eingängigen aber auch schnell ermüdenden Werk.

Ein wenig klingt AIRPORTMAN wie eine kleine Aufwärmübung für REM auf neuem Terrain. Vertrackt und mürrisch erklingt der Sound aber auch ruhig und in den Hintergrund gedrängt, als wäre der Song nicht richtig da. Eine Anhäufung von langsamen Lauten mit ein paar gesprochenen Worten darüber.

LOTUS erinnert wohl als einziger Titel an die bekannten REM-Songs. Ein träger Schlagzeugsound begleitet von Gitarren und Streichern begleitet von einer geschmeidigen Melodie. Doch bereits hier kann man hören, dass Gitarre und Schlagzeug nicht das dominierende Element sind.

Gefangen in schwermütiger Wehmut scheint Michael Stipe bei SUSPICION. Alles verläuft in entrückten ruhigen Bahnen. Langgezogene Streicherklänge und ein hypnotisch ruhiges Schlagzeug bestimmen die Musik.

Fast scheint es ein Omen, dass bei HOPE der Sound etwas schneller unterwegs ist. Doch auch hier ist der Gesamteindruck eher ruhig, weil zwar das Gitarrenelement durchgehend erklingt, dafür aber so gut wie keine Drum- oder Basslinie vorhanden ist. Besonders gemein schleicht sich gegen Ende ein Dröhnen in den Sound, welches zum Schluss alles übertönt.

Ein Liebeslied der etwas anderen Art, und doch so wunderschön anzuhören ist AT MY MOST BEAUTIFUL. Klassische Klavierklänge und elektronischen Orgellaute dazu Jingles, die eher in ein Weihnachtslied gepasst hätten, umrahmen die zauberhafte Melodie. Klein aber fein mit schönem klassischem Orchesterfinale.

Düster und traurig erklingt THE APOLOGIST. Dezentes Schlagzeug, versteckte E-Gitarrenlaute die sich auch mal nach vorn schieben und elektronische Orgelklänge die etwas schwierig für die Ohren sind. Dazu Michael Stipe der die schwere Atmosphäre mit seinem Gesang verstärkt.

Zwischen Unplugged-Akustik-Song und Rockballade wechselt SAD PROFESSOR ständig hin und her. Hier klingen REM richtig geil und die coolen Gitarren während des Refrains machen den Song zu einem Highlight des Albums. Die Gegensätze zwischen Strophen und Refrain sind hier besonders ausgeprägt, obwohl sie bei vielen Titeln auf UP zu hören sind.

Fast näselnd und zurückgenommen klingt Michael Stipe am Anfang von YOU'RE IN THE AIR. Die Ballade besticht durch einen exzellenten Aufbau und Michael steigert sich stimmtechnisch enorm. Was dann im Zwischenteil und am Ende durch Akustikgitarre geboten wird, ist einfach zauberhaft schön.

Auch WALK UNAFRAID beginnt mit düsteren Gitarrenklängen und verhaltenem Gesang, mausert sich aber zu einem flotten Song, der allerdings immer wieder von Tempo- und Soundreduzierungen durchsetzt ist. Interessanter und gelungener Song.

WHY NOT SMILE hat auch einen schönen Aufbau: Xylophon > Cembalo > Orgel > Gitarre > Keyboard > Schlagzeug > Klavier > E-Gitarre ... so baut sich der Sound nach und nach auf, am Ende erklingt alles übereinander. Darüber singt Michael Stipe mit ausgesprochener Ruhe. Schön.

Als Vorabsingle hatten REM seiner Zeit DAYSLEEPER veröffentlicht. Ein netter Titel der mit schönen Gitarrenklängen und ruhigem Schlagzeugsound besticht. Auch hier ist der Gegensatz zwischen Strophen und Refrain relativ groß. Melodie und Gesang bestechen durch schöne Eingängigkeit und so ist der Titel als einziger auch einigermaßen radiotauglich.

Ohne Probleme hätte DIMINISHED als Soundtrack zu einem Tatort-Krimi gepasst. In den Strophen düster verhalten bekommt der Song während des Refrains plötzlich Country-Anklänge. Im Zwischenteil fühlt man sich dann vollkommen in der weiten Prärie. Außergewöhnlich und schön.

Markant und prägnant zieht sich der elektronische Orgelsound durch PARAKEET. Mit der zauberhaften Melodie und diversen instrumentalen Einflüssen ist der Titel aus meiner Sicht der beste des Albums geworden. TOLL.

FALLS TO CLIMB fühlt sich am Ende des Albums an, als würde eine zentnerschwere Last vom Hörer fallen. Der Song klingt klarer und strukturierter als die anderen und entlässt mich als Hörer erschöpft aber glücklich.

Viele hatten den Grund für die Veränderung in der Musik von REM im Weggang von Bill Berry gesehen, REM waren hier nur noch als Trio tätig. Ob dies der Grund ist, ich weiß es nicht, mir gefällt diese Album auf alle Fälle außerordentlich gut. Sich zu wandeln, andere, gar neue Dinge zu machen, das ist die wahre Größe von Künstlern und das haben REM hier aus meiner Sicht eindrucksvoll bewiesen. Nach UP kamen dann Alben wie REVEAL und AROUND THE SUN, die massentauglich und radiofreundlich klingen aber eben auch nicht die Rückkehr zu den puren Rockklängen brachten, die man noch auf NEW ADVENTURES IN HI-FI hörte. REM sind nun mal vielschichtiger und abwechslungsreicher als mancher eingefleischte Fan das gern hätte, und das ist gut so.

Das Artwork ist wie immer bei REM nüchtern und funktional, das bunte Karomuster also kein Highlight. Ganz witzig ist die Einteilung der Titel auf dem Rückcover in drei farbige Bereiche: Schwarz, grün, grau. Der Sinn dahinter erschließt sich mir allerdings nicht. Im Booklet sind alle Songtexte neben schwarz-weißen Karomustern, Hinweiszeichen und kindlichen Malereien zu sehen. Nicht so ganz passt da die orange CD ins Bild.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste R.E.M. CD aller Zeiten, 13. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
Für mich die beste REM CD, welche jemals erschienen ist. Dies ist jedoch nur eine sehr vereinzelte Meinung, wenn ich die Reaktionen vieler Bekannter von mir berücksichtige. Man muß diese CD oft hören, bis man hinter die Genialität der Musik kommt. Hat man sich jedoch erst einmal in die Musik verliebt, kommt man nicht mehr von ihr los. Am bekanntesten ist das Lied "Daysleeper", jedoch auch am popigsten und am schnellsten langweilig. Man kennt es nach zweimal Hören, man erlebt nichts neues mehr. Doch die anderen Lieder, welche nach mehrmaligen Hören alle etwas besonderes sind, keine Lückenfüller, sondern vollkommene Kunstwerke. Besonders hervorheben möchte ich "Walk unafraid". Dieses Lied ist förmlich wie ein klassisches Stück aufgebaut; mit langsamen Beginn, harmonischer Steigerung, welche in einem herrlich melodischen Finale gipfelt. Ein Genuß für einsame Stunde, denn dafür ist diese CD bestens geeignet. Bei "At my most beautiful" kann der Geist förmlich abheben, wenn sich die Musik langsam im Zimmer verbreitet und eine unwahrscheinlich angenehme, jedoch sehr eigenwillige Atmosphäre verbreitet. Zusammenfassend kann ich nur sagen, daß es sich lohnt diese Musik erlebt zu haben und sie wirklich zu entdecken. Wenn man sich ihr nicht öffnet, dann ist sie jedoch nur ein Klangbrei, welcher für den unwilligen Zuhörer schnell langweilig wird. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen UPs & downs, 10. November 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
An diesem Album von R.E.M. scheiden sich sogar die Geister unter Fans der Band. Nach dem nicht ganz reibungslosen Ausscheiden des ursprünglichen Drummers Berry merkt man in "Up" eine gewisse Orientierungslosigkeit der Band - man könnte fast sagen sie sind etwas aus dem Takt gekommen. R.E.M. wären jedoch nicht R.E.M., wenn sie es nicht verstanden hätten, den Verlust durch Experimentierfreude zu kompensieren.
So entstand eine etwas indifferente Mixtur aus gelungenen und weniger gelungenen Stücken. Am besten klappt die Verwendung von Drum-Computern zusammen mit Stipe's melancholischer Stimme in dem fast gebetsähnlich vorgetragenen "Hope". Andersherum kommt der Tröster "why not smile" etwas zu textarm und tranig angekrochen und bleibt zu dünn, um das gewollt "trashige" Ende zur Geltung zu bringen. Die Balladen verpuffen alle etwas zwischen "ganz nett" und zu viel betulicher Sampler-Nutzung. Aber es gibt auch gute Stücke, wie das zornige "Lotus" oder das stimmlich gute "Sad Professor". In "Parakeet" gelingt ein beinahe "ätherischer", philosophierender Sound, der einen ganz eigenen Reiz entfaltet.
Leider lässt sich der Reiz nicht über das gesamte Album hinweg aufbauen, zu schwebend und ohne Fundament wirken die meisten Stücke. Als Album darf "Up" in der Sammlung eines Fans auf keinen Fall fehlen, allein wegen der abgehobeneren Songs, wie etwa Stipe's stimmliche Experimente in "In the air", die vielleicht bereits ein Vorgeschmack auf Kommendes sind. Wer R.E.M. kennenlernen möchte, dem seien andere Alben empfohlen ("Green"/"Automatic..."/"Monster").
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außerordentliche Musik, 7. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
"UP" ist mit Abstand das Schönste, was R.E.M. in ihrer "Neuzeit" geschaffen haben. Jeder Song bietet eine außerordentliche Tiefe, sowohl auf textlicher, als auch auf melodiöser Ebene. Ob es die traumhaft schöne Ballade "At my most beautiful" ist, die quasi-Leonard Cohen-Coverversion "Hope" oder das überwältigende "Diminished". R.E.M. machen das Beste aus dem Verlust ihres Drummers Bill Berry und verlegen ihren Schwerpunkt auf das Atmosphärische. Wenn "Automatic for the people" eine Vertonung des Herbstes, "Reveal" des Sommers, dann ist "Up" eine einzigartige Verwandlung des Winters in Musik. Auch aufgrund diverser Erinnerungen habe ich eine sehr persönliche Beziehung zu diesem Album, die wohl nie zuende gehen wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das späte meisterwerk., 12. Juli 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
Nach "hifi" und dem ausstieg von drummer berry hätte DAMIT wohl kein mensch mehr gerechnet: REM kamen '98 nach der schwersten krise ihrer bandgeschichte mit ihrem schönsten album seit "automatic" aus dem großen topf!
jawohl, es ist gleichauf mit "automatic" das schönste, stimmungsvollste und stimmigste, melancholischste, tröstendste, einfach beste aller REM-alben. aber es ist nicht mit dem gelobten vorgänger von '92 vergleichbar. zu sehr hat sich inzwischen der sound gewandelt: der klang der gitarren wird tief eingetüncht in die glasur synthetischer klangwelten aus pc und synthesizer. aber nicht modernistisch-anbiedernd, sondern immer songorientiert und raffiniert - ein kunstgriff, der das kunstwerk zum kunstwerk macht.
die songs aber sind der oberhammer - vielleicht gar noch 'ne nummer besser als auf "automatic" und dem besseren teil von "monster"! "Suspicion" als dritter track ist ganz typisch für folgende (und auch die zwei vorherigen) großtaten: leise-getragen, soft synthetisch gebeatet, sphärisch - und mit einer wunderbaren melodie zwischen den tonlagen, angelehnt an die schwarzen soul-balladen der 60er à la Redding. Stipe trägt diese nummern besser vor als auf allen LPs zuvor. Ganz groß beispielsweise auch die hinreißende, bestürzende selbstauflösung "in the air", das rockistische "sad professor" (in der dynamik fast an die who erinnernd), die überwältigende abschluss-trias "daysleeper", "diminished" und "parakeet"... [die titel sagen hier wohl alles über die stimmung des albums]
eines sei noch erwähnt: im gegensatz zu "automatic", aber in 'guter' rem-manier ist es der band, erstmals im terzett, leider nicht gelungen, die überragende qualität über 14 tunes zu halten - "hope" ist überkandidelt und zu versponnen-erratisch, hier ist die klangtechnik überdies tatsächlich einmal übertrieben. "why not smile" als exquisite komposition leidet ein wenig unter der zunehmenden instrumentellen überfrachtung.
diese marginalen mängel werden aber vielfach ausgeglichen durch die beiden besten stücke: der inzwischen zum konzertklassiker promovierte reißer "walk unafraid" sowie der beste REM-Song neben "man on the moon" und "drive" überhaupt und der bezauberndste von allen: "At my most beautiful", eine sternstunde amerikanischer pop-musik und eine der hinreißendsten liebeserklärungen der musikgeschichte überhaupt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neues aus Amerikas Süden, 12. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
REMs jüngstes Werk ist vielleicht kein Meisterwerk wie einige der früheren Alben, etwa ‚Out of time' oder ‚Automatic for the people' sind, aber ganz sicher braucht es sich auch nicht hinter seinen ‚großen Brüdern' zu verstecken. Die stimmungsvolle Musik von Michael Stipe und seinen Mitstreitern beweist einmal mehr, das noch immer mit der weltältesten Collegeband aus dem Süden der USA zu rechnen ist. Mein Lieblingslied ist ‚At my most beautiful', welches zwar den typischen REM-sound hat, sich aber doch frisch und neu ‚anhört'. Auch ‚Airportman' und ‚Falls to climb' sind einmahlige Melodien, und schon deshalb ist diese CD für jeden Fan von REM ein Muß - unbedingt kaufen und anhören. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4.0 von 5 Sternen stilistischen Öffnung in mehr als nur eine Richtung, 1. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
R.E.M. mussten nach dem Ausstieg ihres Drummers Bill Berry eine neue Bandchemie finden - und siehe: Plötzlich war auch der oft und gern gesprochene Satz, daß sie sich auflösen würden, sobald sich eines ihrer Mitglieder davonmache, Makulatur. So ist "Up" denn auch nicht nur wegen der Abwesenheit Berrys, sondern auch wegen seiner stilistischen Öffnung in mehr als nur eine Richtung - sei es aus Absicht, sei es aus purer Not - ein Aufbruch in ein neues Kapitel R.E.M. Hervorstechendstes Merkmal dieser Öffnung: Maschinen haben im Herzen des Gitarrenrocks einen Teil der instrumentalen Macht übernommen, Drumcomputer, natürlich, aber auch Keyboards und Sampler. Und sie bewirken genau, was man beim gebetsmühlenhaft wiederholten Bekenntnis Stipes zu mehr Menschlichkeit und Gefühl auch erwartet hat: noch verletzlicher, noch provisorischer und noch spiritueller, als man es von R.E.M. ohnehin gewohnt ist, kommen die Titel auf "Up" daher. Und stilistisch noch vielschichtiger. Beziehungsweise uneinheitlicher, je nach Präferenz. Immerhin zeugt es von Mut, wie die Band in der Phase des Umbruchs lieber gleich den Beatles Referenz erweist, den Beach Boys oder Leonard Cohen, dessen "Suzanne" "Up" kaum geschminkt als "Hope" zu Gehör bringt. Ob das abenteuerliche Sammelsurium "Up" vor der Geschichte bestehen wird, muß die Zeit zeigen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Up von R.E.M. (Audio CD - 1998)
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