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Wagner E Venezia
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. März 2010
Was Uri Caine da mit Wagner gemacht hat, ist wirklich traumhaft: Er hat ihn in ein federleichtes Gewand gepackt und lässt ihn tänzelnd durch Venedig wandeln. Mit zwei Violinen, Violoncello, Kontrabass und Akkordeon sowie Uri Caine am Piano wird den scheinbar monumentalen Kompositionen alle Schwere und jeglicher Pathos genommen. Mit teilweise Witz und Augenzwinkern ("Der Ritt der Walküren"), federnder Leichtigkeit ("Lohengrin, 3. Akt: Ouvertüre") oder ganz zarten und behutsamen Streichern ("Tannhäuser: Ouvertüre") ist Wagner auf einmal nur schön - und nebenbei ganz schön italienisch. Hätte er das gewusst!

....es hätte ihm eigentlich gefallen müssen: Die Seele der Stücke ist erhalten geblieben, sie wurden nur umgedeutet - im klassischen Sinne neu interpretiert. Die Leichtigkeit überträgt sich auch auf das Publikum, das erst raunend, dann staunend zuhört, offensichtlich immer mehr in den Bann gezogen wird und schließlich völlig begeistert ist. (Die Aufnahmen entstanden vor dem Gran Caffé Quadri, im Juni 1997.)

Auch wenn Caine sich hier sehr bekannte Melodien ausgesucht hat ("Gassenhauer"), ist das kein x-ter Aufguss, sondern sie bekommen durch die Art der Interpretation ein völlig neues Gesicht. Uri Caine löst sich ja bei seinen Bearbeitungen klassischer Musik häufig extrem vom Original, arrangiert teilweise bis zur Unkenntlichkeit um und mixt alle Stile - von Jazz über Funk bis zur Avantgarde - fröhlich durcheinander.

Hier hat er im Vergleich dazu recht brav interpretiert, ist zumindest vom Musikstil und der Instrumentation her bei der Klassik geblieben - und hat Wagner doch radikal verändert. Ob es ihm gefallen hätte? Wer weiß, aber wohl eher nicht. Der Schönheit der Musik tut das keinen Abbruch: Armer RICHARD, glückliche Welt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Februar 2007
Mit der 1996 international gefeierten und erfolgreichen CD Urlicht wollte der New Yorker Pianist, Arrangeur und Komponist Uri Caine die jüdischen Wurzeln hinter den monumentalen Sinfonien von Gustav Mahler freilegen sowie neue und ungeahnte Einblicke eröffnen.

Schon auf dieser CD wies Uri Caine mit der hinreißenden Bearbeitung des Adagiettos aus der 5. Sinfonie von Mahler eine erste Linie nach Venedig; denn diese Todestrauer diente 1970 Luchino Visconti als Filmmusik zu seinem „Tod in Venedig“ nach der Erzählung von Thomas Mann (1911).

Mit der zwischen dem 06. - 09. Juni 1997 live im Gran Caffé Quadri, Piazza S. Marco 120, aufgenommenen CD Wagner e Venezia erlebt der Hörer sich nun direkt in dieser unvergleichlichen Lagunenstadt.

Er hört hier entrückt die für ein Kaffehaus-Ensemble (2 Viloinen, Celo, Baß, Akkordeon und Klavier) instrumentierten Bearbeitungen einiger Ouvertüren etc. von Richard Wagner.

Geleitet von der morbid süßen und sanft erklingenden Melodie des No. 1 „Liebestodes“ aus der Oper „Tristan und Isolde“ befindet sich der Hörer auf einer romantischen Zeitreise zurück ins 19. Jahrhundert voller Klangsinnlichkeit.

Inspiriert zu dieser CD wurde Uri Caine durch eine Tagebuchaufzeichnung des Venedigaufenthaltes von Richard Wagner im Sommer 1858: „Mehrere Male wurde ich am Schlusse der Mahlzeit durch das plötzliche Erklingen meiner Ouvertüren überrascht; ich wußte dann, wenn ich vom Fenster des Restaurants aus mich dem Eindrucke hingab, nicht, was berauschender auf mich wirkte; der unvergleichliche, prachtvoll erleuchtete, von unzähligen sich ergehenden Menschen erfüllte Platz oder die alles dieses wie in brausender Verklärung den Lüften zutragende Musik.“

Diese Episode nahm Uri Caine zum Anlaß, daß Klang-Portrait der täglich am Markus-Platz aufspielenden Quintette und Sextette mit der Musik Richard Wagners wieder zu eröffnen.

Uri Caine besitzt ein nuancenreiches und diskretes Gespür für die richtige Tongebung und Aufführungspraxis dieser epochalen Werke der Opernliteratur.

Die halluziogenen und grandiosen Klangberge der Ouvertüren etc. hat er dabei auf ihre wesentliche musikalische Aussage hin filtriert. So beginnt die No. 2 „Tannhäuser-Ouvertüre“ elegisch und verhalten auf dem Akkordeon, wird der No. 6 „Ritt der Walküren“ voller Inbrunst und Verve gespielt; oder wird die No. 7 „Lohengrin-Ouvertüre - 1. Akt“ vom Ensemble zerbrechlich und dezent nachgezeichnet.

Uri Caine und seine abenteuerlichen und wandlungsfähigen Musikerkollegen interpretieren die Werke Richard Wagners mit einem Höchstmaß an Einfühlungsvermögen und Intensität; bestimmt auch aus Ehrfurcht vor diesem genialen Komponisten, der sich am Ende seines Lebens nach Venedig zurückzog, um hier am 13. Februar 1883 zu sterben.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Januar 2002
Diese CD sei nichts für eingefleischte Wagnerianer? Oh doch! Gerade für Wagnerianer (und ein solcher bin ich doch, wenn man eingefleischt, begeistert, berührt, nicht mit fanatisch gleichsetzt) bietet dieses ironische Meisterwerk Uri Caines genügend neue Ansatzpunkte, die das Werk des Meisters (tschuldigung, das mußte sein) in einem neuen Licht erscheinen lassen, und die vor allem zeigen, daß das schöpferische Genie Wagners genug Genialität besitzt, um auch in dieser Interpretation glänzen zu können. Ob Wagner davon begeistert gewesen wäre? Begeistert vielleicht nicht. Aber er hätte über genügend Humor verfügt, um es würdigen zu können. Und vergessen sollte man dabei auch nicht, daß die ersten Wagner-Aufführungen in Wien im 19. Jahrhundert wahrscheinlich nicht viel anders geklungen haben: denn bevor Wagner in der Wiener Hofoper aufgeführt wurde, wurden seine Kompositionen von Johann Strauß aufgeführt bei Heurigen-Konzerten in einer ähnlichen Besetzung. Und davon war Wagner sehr angetan.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. September 2000
Brutales Fortefortissimo, bratternde Posaunen, Orgiastische Steigerungen...?
Vergessen Sie diesen Wagner, bevor Sie diese CD anhören. Denken Sie an lieber an einen leichten, luftigen italienischen Sommerabend. Uri Caine räumt auf mit musikalischem Walhallatum, er treibt seinen Spott mit ihm, lässt das Akkordeon zum Tango aufspielen und die Streicher dazu tanzen. Und dafür etwas ganz anderes umso deutlicher hervortreten: die tiefe, farbenreiche, brilliante Musikalität, die in Wagners Musik steckt, selbst wenn man von ihr die äußere Hülle entfernt.
Ob diese CD Wagner gefallen hätte? Wohl eher nicht.
Uns dafür umso mehr.
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am 6. Januar 2002
Diese CD sei nichts für eingefleischte Wagnerianer? Oh doch! Gerade für Wagnerianer (und ein solcher bin ich doch, wenn man eingefleischt, begeistert, berührt, nicht mit fanatisch gleichsetzt) bietet dieses ironische Meisterwerk Uri Caines genügend neue Ansatzpunkte, die das Werk des Meisters (tschuldigung, das mußte sein) in einem neuen Licht erscheinen lassen, und die vor allem zeigen, daß das schöpferische Genie Wagners genug Genialität besitzt, um auch in dieser Interpretation glänzen zu können. Ob Wagner davon begeistert gewesen wäre? Begeistert vielleicht nicht. Aber er hätte über genügend Humor verfügt, um es würdigen zu können. Und vergessen sollte man dabei auch nicht, daß die ersten Wagner-Aufführungen in Wien im 19. Jahrhundert wahrscheinlich nicht viel anders geklungen haben: denn bevor Wagner in der Wiener Hofoper aufgeführt wurde, wurden seine Kompositionen von Johann Strauß aufgeführt bei Heurigen-Konzerten in einer ähnlichen Besetzung. Und davon war Wagner sehr angetan.
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am 8. Juni 2013
Obwohl es diese Einspielung schon länger gibt, wird sie gerade in diesem Wagnerjahr zum berührenden Abschiedsgeschenk an den Komponisten, der am 13. Februar 1883 in Venedig gestorben ist. Unzählige Male im Gran Caffè Lavena sitzend hat er mit großer Freude seine Musik in genau der Fassung gehört, wie sie von Uri Caine und seinem Salonorchester in dieser Aufnahme aufbereitet wird. Ein Wagner, befreit von jeglicher größenwahnsinnigen Attitude, die seine Musik so oft an sich hat. Hier hört man ihn quasi beruhigt und "vermenschlicht". Isoldes Liebestod gerät zum zärtlich-wehmütigen Abschied von der Welt. Sämtliche Arrangements verbinden sich mit dem Markusplatz, als wären sie für diesen geschrieben. Und der "Walkürenritt" als witzig-ironischer Kommentar zum Säbelgerassel des neugegründeten deutschen Kaiserreich verliert jegliche Schwere und scheint geradezu zur Polonaise auf dem Platz aufzufordern.
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am 17. November 2010
Von einem Buchhändler hatte ich den Tip für die Aufnahme bekommen.
Da Uri Caine aus der Welt des Free-Jazz kommt, verbindet man diese Musik nicht mit ihm.
Die hochmusikalische Interpretation ist für eine Live-Aufnahme äußerst durchsichtig, auch wenn teilweise das Publikum deutlich zu vernehmen ist.
Durch die - für Wagner-Enthusiasten - spartanische und schlanke Instrumentalbesetzung kommt die Schönheit dieser Musik zur Geltung, diesmal eben nicht durch Masse und Lautstärke verschleiert.
Wie verträgt sich ein Akkordeon mit Wagner? Ein Affront? Ich denke, nein.
Jedem Musikliebhaber, der Freude an klarer Interpretation und hoher Musikalität hat, sei diese CD aufs Wärmste empfohlen.
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am 25. Januar 2014
Richard Wagners größte Opernhits als Jahrmarktspaß. Wagner mußte schon viel über sich ergehen lassen und hier klingt er mal blechern, mal swingend, mal schnulzig, interpretiert von einer Art Kaffeehausorchester. Unter der Leitung des amerikanischen Musikers Uri Caine erklingen respektlose, witzige, larmoyante und stets originelle Bearbeitungen, die Wagners Musik im besten Fall bis zur Kenntlichkeit entstellen. Großartige Unterhaltung für aufgeschlossene Wagner-Fans und solche, die es werden wollen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
durch diese scheibe machte ich gleich mit zwei dingen eine für die zukunft bedeutsame bekanntschaft.

einmal mit dem label winter & winter, das seine produktionen mit einem wunderbaren artwork aus hochwertigem karton mit völlig unverwechselbarem wiedererkennungswert ausstattet und sich dem aufspüren von seltsamer musik zwischen avantgardistischer klassik und ausgefallenem jazz gewidmet hat. auf diesem label wird man keine musik finden, die nach mainstream auch nur ein wenig riecht.

zum anderen mit dem komponisten, pianisten und arrangeur uri caine, von dem ich mittlerweile fast alle werke besitze und jedes einzelne auf seine art sehr schätze, auch wenn man das nicht jeden tag hören kann. besonders primal light und seine mozart bearbeitungen haben es mir angetan.

sowohl seitens des labels als auch für uri caine ist das hier vielleicht die am leichtesten zugängliche produktion, werden hier doch pompöse wagner-hits wie der liebestod aus tristan und isolde, die tannhäuser ouvertüre oder der walkürenritt wie italienische sommerhits dargeboten.

das vom komponisten erdachte riesenorchester ist hier auf eine besetzung mit accordion (dominic cortese), piano (uri caine), zwei violinen (mark feldmann, joyce hammann), cello (erik friedlander) und stehbass (drew gress) zusammengeschmolzen.

das ensemble spielt live im gran cafe quadri in venedig und von der teutonischen heldenverehrung wagners (dessen musik mich auch immer irgendwie an die architektur speer's erinnert) bleibt bei uri caine (der aus einer jüdischen familie stammt) nur mehr eine art lustvoller spott, ein lebensfrohes akkordeon, wimmernde violinen, eine aus sonne, meeresluft und urlaubsstimmung zusammengesetze wohlfühlathmosphäre.

der geneigte zuhörer, der in der lage ist, sich hier hineinzuversetzen, wird sich wundern, wie leichtfüssig diese schweren und grollenden melodien dahinhüpfen können, wenn man sie von dem großorchestralen ballast befreit und lustvoll mit italienischer grandezza vorträgt.

bei der sehr guten aufnahme wurden auch noch die typischen geräusche des cafe's authentisch mitaufgezeichnet, das murmeln der gäste, das umrühren im espresso, das huschen der kellner, die glockenschäge des campanile von san marco und müssig zu erwähnen, dass dies den spass am anhören dieser konserve noch erhöht, getrübt nur durch das bedauern, nicht selber live dabei gewesen zu sein.

genreüberschreitend fast ein MUSS für jeden musikfreund!
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am 14. September 2013
Angenehm leichte Interpretationen. Es kommt beim Hören sogar so etwas wie ein Piazza-Feeling auf.

Die CD steht bei mir jetzt neben der "Parsifal goes to Habana", die auch in diesem Kontext Erwähnung finden kann, wie ich finde.
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