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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus "Debil" wurde "Devil"
Als im Jahre 1984 das Album "Debil" veröffentlicht wurde, konnte wohl noch keiner der Beteiligten erahnen, das sich auch noch 21 Jahre später so eine große und begeisternde (und vor allem: immer noch stetig wachsende) Fangemeinde um die "Beste Band der Welt" geben würde.
Aber bekanntlich kennen wir ja den erfolgreichen Verlauf der Bandgeschichte...
Veröffentlicht am 3. November 2005 von Alex

versus
16 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Alles Geldmacherei
Ich hab nicht schlecht gestaunt als ich sah, was da am 21.10.05 rauskommen soll, aber sind wir doch einmal ehrlich: Das ist doch alles nur Geldmacherei. Wer ein Die Ärzte-Fan ist, hat die CD oder LP "Debil" sowieso schon und auch die Bonustracks sind ja wohl n Witz.
Die Version von Teenager-Liebe war bereits auf der "Die Ärzte früher"-CD und Grace...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2005 von Christian Ade


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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus "Debil" wurde "Devil", 3. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Devil (Audio CD)
Als im Jahre 1984 das Album "Debil" veröffentlicht wurde, konnte wohl noch keiner der Beteiligten erahnen, das sich auch noch 21 Jahre später so eine große und begeisternde (und vor allem: immer noch stetig wachsende) Fangemeinde um die "Beste Band der Welt" geben würde.
Aber bekanntlich kennen wir ja den erfolgreichen Verlauf der Bandgeschichte & haben hier mit dem Re-Release des Erstlingswerkes "Debil" von 1984 (das nun in "Devil" umbenannt wurde), den Grundstein ihrer Erfolgsgeschichte vor uns liegen & da die "Skandelgeschichte" um das Album mittlerweile ja den meisten gut bekannt sein sollte, gehe ich doch gleich mal auf den Inhalt des Albums ein.
Die ersten 13 Lieder sind alle in ihrer Grundform gleichgeblieben und es wurde somit also nichts verändert: verspielt, witzig, humorvoll, ironisch, skurril & grotesk. Aber vor allem: Authentisch & im typischen "Ärzte-Fun-Punk-Stil"!
Wir finden einerseits in dieser Tracklist wahre Raritäten wie die von Sahnie gesungene (und durchaus gelungene) Ballade "Kamelrally" oder Farin's "Cowboyhymne" in Form des Songs "Micha". Aber auch viele unsterbliche & bis heute zeitlose Klassiker hat dieses Werk hervorgebracht: an erster Stelle sei natürlich DER Ärzte-Klassiker "Zu spät" erwähnt. Ebenso aber z.B. auch die kultig-verspielte "Bademeisterhymne" namens "Paul" oder den diabolischen & Rhythmustreibenden "El Cattivo".
Lediglich 37,55 Minuten Laufzeit brachte das Album damals zu Stande, aber dies lässt sich nun problemlos durch das neu enthaltene Bonusmaterial steigern:
"Teenager Liebe", "Grace Kelly" und "Ärzte-Theme" stammen in diesen vorhandenen Versionen direkt aus dem 85er Kultfilm "Richy Guitar" (in welchem ja bekanntlich u.a. "Die Ärzte" in den Hautrollen zu sehen sind). "Claudia" wird in einer exklusiven und frühen "Demo-Version" veröffentlicht und "Füße vom Tisch" ist gar eine bis heute unveröffentlichte Perle aus der Anfangszeit der drei Berliner (aber Achtung: nach diesem Lied gibt es noch einen kleinen "Hidden-Track" zu entdecken! Sozusagen ein kleiner "Sahnie-Bonus").
Abschließend bekommen auch noch die Augen des geneigten Hörers, im Form zweier CD-Rom Videoclips, etwas geboten: Nämlich einmal den extrem raren Live-Videoclip des Songs "Teddybär" (von 1983) und zum zweiten eine Unplugged-Version des "Schlafliedes" (von 2002).
Na, wenn das nichts ist!? Nicht nur Fans, sondern auch Neugierige, werden mit dieser Neuveröffentlichung garantiert einen sehr guten Griff machen, denn SO VIEL "Nostalgie & Kult" (gepaart mit Extras der Neuzeit) bekommt man wahrlich nicht täglich zu Gesicht!
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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ey Du Blödmann, Du hast die falsche Seite aufgelegt!", 28. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Devil (Audio CD)
Mit diesem Spruch begrüßten die Ärzte anno 1984 den Hörer ihres ersten Longplayers; drehte dieser die LP dann irritiert um, bekam er prompt das Gleiche nochmal zu hören - Ups!!!
Aber die Ärzte sind eben eine Band mit Weitblick, schon damals war ihnen selbstverständlich klar, dass sie hier ein verwerfliches Machwerk abgeliefert hatten, vor welchem man die Öffentlichkeit dringend warnen musste, dass diese Warnung zum Bestandteil des Werkes wird, hebt "Debil" absolut auf eine Meta-Ebene von der andere Bands nur träumen konnten.
Für den jugendlichen Konsumenten ist nämlich keine Seite von "Debil" die richtige, beide sind zutiefst dazu angetan, die Psyche und Moral des wehrlosen Teenagers zu vergiften und ihn auf schlimme Gedanken zu bringen, von denen er sich nie mehr erholt.
Wären die Ärzte eine britische oder französische Band, sie hätten schätzungsweise bereits mit ihrer allerersten EP richtig Ärger bekommen, denn speziell in Monaco dürfte die Anzahl der Menschen, welche im Jahre 1982 eine Textzeile wie "Grace Kelly pass' auf, in der Kurve lauert der Tod" lustig gefunden hätten, äußerst begrenzt gewesen sein.
Aber die Ärzte sind nun mal eine deutsche Band und so dauerte es ein wenig länger bis die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften die verschlüsselte Warnung auf "Debil" richtig deuten und entsprechend präventive Maßnahmen zum Schutze der Öffentlichkeit einleiten konnte.
Volle zwei Jahre lang war das Album öffentlich bei jedem besseren LP-Dealer erhältlich , dann jedoch schlug man unerbittlich zu und machte dem Treiben ein Ende:
"Debil" landete - gemeinsam mit Album Nummer drei ("Die Ärzte") - auf dem Index und durfte nur noch an Menschen über 18 Jahre verkauft werden, die Gefahr war zwar nicht gebannt, doch stark eingedämmt!
Am 29.Oktober 2004 wurde es plötzlich freigegeben, einfach so und um das entsprechend zu würdigen, bringen die Ärzte es nun neu in die Läden, umbenannt in "Devil" erweitert um vier Bonustracks, zwei Videos und im wunderschönem LP-Replica-Klappcover.
Die garstige alte Billig-CD, welche so uniform und doof aussieht wie alle CBS-CDs dieser Zeit - da das Label im Digital-Wahn Ende der Achtziger Künstler-Backkataloge schubweise "versilberte" und dabei Null Wert auf Ästhetik legte - kann man dafür getrost ausmustern oder den jüngeren Geschwistern geben!
Auch Vinyl-Freunde können ausmustern, denn "Devil" kommt zusätzlich als tolles Doppel-Album im Klappcover - so sind alle glücklich!
Beide Formate haben ein informatives, absolut lustiges Beiheft, welches man einfach unmöglich in der Öffentlichkeit lesen kann, ohne gleich mehrfach in schallendes Gelächter auszubrechen.
Und die Musik?
Wie alle wirklich guten Witze sind auch die Kalauer auf "Debil" noch genauso frisch und unverbraucht wie beim ersten Hören Anfang 1985 - egal ob es sich um das Umfahren von Omas in Supermärkten, Goldkettchen von Bademeistern oder den unsterblichen Satz "Nie werde ich den Tag vergessen, als wir den Bus versäumt haben und zu spät zum Religionsunterricht kamen" handelt.
Auch das von einer Frauenstimme gesprochene "Du bist langweilig und doof!" ( in "Kamelralley") klingt 2005 so toll wie eh und je - wie viele junge Männer mögen diesen Satz in den letzten zwanzig Jahren von der Dame ihres Herzens - teilweise zurecht! - zu hören bekommen haben?!
Auf die Ärzte trifft das jedenfalls nach wie vor nicht zu:
"Debil"/"Devil" macht jung, hält jung und gehört definitiv in jede Sammlung - Musik für glückliche Teenager zwischen Dreißig und Vierzig!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Fossil der achtziger Jahre, 9. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Devil (Audio CD)
Never mind the Ärzte Album “Debil”, here´s the “new” album “Devil”.
Sage und schreibe fast 18 Jahre hat es also gedauert, bis die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien das indizierte Ärzte Album „Debil“ endlich wieder allen zugänglich gemacht hat. Die Begründung, wonach die heutigen Teenager einfach mehr Medienkompetenz als ihre Vorgängergenerationen haben, führte letzten Endes zur Legalisierung des Albums, das jetzt unter dem Namen „Devil“ „neu“ erschienen ist. Neu ist u.a. der Sound der Lieder, der an heutige technische Standards angeglichen wurde. Des Weiteren befindet sich auf der LP-Version noch eine Zusatz- LP mit absolut „wichtigen Bonus-Materialien“ wie beispielsweise das bisher unveröffentlichte Lied „Füße vom Tisch“ und eine neue Version des „Schlafliedes“, das jüngst auch als Single-Auskopplung erschienen ist. An „Devil“ werden wohl alle ihre Freude haben, sowohl die Eltern, die ihren Sprösslingen nun ganz ohne schlechtes Gewissen das Album zum Geburtstag kaufen können, als auch die neuen und alten Ärzte-Fans, die noch einmal die raue Luft der achtziger Jahre (die ja auch nicht soooooo rau war) spüren und schmecken wollen.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch gut, 15. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Devil (Audio CD)
Mann, bin ich alt!! In den 80gern der absolute Partykracher. Als sie indiziert wurde, mußte man sie erst recht haben. So konnte ich sie dann auch nach einer Fete auf die Vermissten-Liste setzen. Als ich nun zufällig gesehen habe, daß die Scheibe neu aufgelegt wurde, hab ich natürlich sofort zugegriffen. Beim ersten druchhören sah man sich wieder aufgedreht in vollgerauchten, dunklen Partykellern... Ich hätte jedes Lied noch mitgröhlen können und frage mich heute natürlich, warum sowas je verboten war.
Auf jeden Fall war es ein Wiederhören der besonders positiven Art. Manchmal ziehe ich heute eine Vinyl-Scheibe aus dem Schrank um sie mal wieder zu hören und bin oft von der Wirkung enttäuscht. Dinger, die sonst rauf und runter gelaufen sind, sind`s heute einfach nicht mehr. Bei "Devil" war alles anders!
Unbedingte Kaufempfehlung!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Ärzte können es schon immer!, 26. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Debil (Audio CD)
Auf ihrem ersten Album in LP-Länge von 1984 spielen Die Ärzte noch in der Besetzung mit dem Bassisten Sahnie. Die CD ist unterteilt in eine Jungs(Lieder 1-7)- und eine Mädchenseite (8-13). Die Lieder können durchwegs mit einfallsreichen und witzigen Texten (ernst gehts eigentlich gar nicht zu), sowie einfachen aber eingängigen Rhythmen überzeugen, die ärztetypisch stark zum Mitsingen animieren. Über die beiden 1987 indizierten Lieder "Claudia Hat 'Nen Schäferhund" und "Schlaflied" kann nun jeder denken was er will, aber man muss den Inhalt ja nicht immer bierernst nehmen.
Auf dieser CD hat die Band den bis zur zwischenzeitlichen Auflösung 1988 quasi kaum noch veränderten Sound vorgegeben, der sich wie ein Ohrwurm im Kopf festsetzt und sich in Gesang und Bandsound doch relativ stark von den aktuellen Werken abhebt, nicht zuletzt weils halt das erste richtige Album und das Budget ja aucht nicht unbegrenzt vorhanden war.
Hut ab vor diesem Album und eine Kaufempfehlung für jeden Ärzte-Fan, der sie nicht hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absoluter Klassiker! Muss man haben!, 29. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Devil (Audio CD)
Endlich gibt es das erste Album der Ärzte wieder öffentlich im Laden zu kaufen!
Was anscheinend viele nicht verstehen: Bei der neuen Version hat keiner behauptet, dass hier was neues geboten wird. Es ging nur darum, eine CD endlich richtig vermarkten zu können, die 17 Jahre lang indiziert war. Und in dieser Zeit war es recht schwierig, an die CD heranzukommen. Die CD ist daher wohl nicht für diejenigen gedacht, die die original Version schon lange im Regal sthen haben, sondern primär für diejenigen, die die CD noch nicht haben.
Deshalb kann ich nur raten: Wer sie noch nicht hat, sollte sich diese Klassiker der Ärzte nicht entgehen lassen! Debil/Devil darf in keiner Ärzte-Sammlung fehlen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heiße Musik für wilde Teenagerparties!, 10. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Debil (Audio CD)
.....so steht es zumindest großmäulig auf der Rückseite des ersten offiziellen Lebenszeichens im Longplayer-Format von BelaFarinHans geschrieben. Und was soll man dem denn bitteschön noch entgegensetzen? Eben. Damals waren die Freunde Farin und Bela zwar gerade dem Teenageralter entwachsen, aber noch jung genug, um sich in ihren Texten eigentlich nur mit einem Thema zu beschäftigen: Mädchen. "Debil" war aber trotzdem kein naives Gitarrenpop-Album, mit trivialen Texten über das Erste Mal, auch wenn Farin Urlaubs Texte zu "Roter Minirock" oder "Mädchen" tatsächlich etwas grün hinter den Ohren wirkten. Die Musik ist eingängig und einfach gehalten, im Vergleich zu späteren Alben aber zeitloser, da die Band hier noch rauer klingt und sich noch nicht so sehr an der damals vorherrschenden NDW orientierte. Das Improvisationstalent sowie das blinde Verständnis der Hauptakteure konnten nicht nur auf frühen Konzerten schon unter Beweis gestellt werden, sondern auch auf Platte. "Weiche Popsongs mit harten und gemeinen Texten", nannte Bela B. das Konzept der Ärzte kürzlich in einem Interview. Und diese Aussage beschreibt besonders "Debil" schon sehr gut. Denn hinter gut gelaunten Popsongs (Man könnte es auch Postpunk nennen, aber da würde ich eine gewaltige Schublade aufreißen, in die ich Die Ärzte nun wirklich nicht stecken möchte) entpuppen sich absurd formulierte Weißheiten für gequälte Teenagerseelen. Auf keinem anderen Album der ersten Schaffensphase befinden sich so viele Klassiker wie hier: "Paul" (angeblich der meistgehasste Song der Band und darum Namengeber ihrer Homepage Bademeister.com), "Kamelralley" (das beste Lied, dem Sahnie je seine Stimme lieh), "Frankenstein" (Bela B`s erste Tuchfühlung mit der Unterwelt), "El Cativo", "Claudia Hat `Nen Schäferhund" usw. Das "Schlaflied" soll Farin sogar für seine damalige Freundin geschrieben haben, die sich ein Lied zum einschlafen wünschte. Was bleibt sind einfache, ironische für immer jung gebliebene Mini-Hits für die Ewigkeit.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Anfang von "Die Ärzte", 26. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Debil (Audio CD)
Debil, das erste Album von Die Ärzte, erschien 1984 auf LP und wurde 1987 indiziert.

Grund dafür waren die Songs "Claudia hat 'nen Schäferhund" und das "Schlaflied".

2004 wurde die Indizierung jedoch wieder aufgehoben und somit steht das Album wieder frei zum verkauf.

Der Album Titel "Debil", umgangssprachlich: Idiot, basiert auf den Song "Kamelralley",

wo jedes mal ein läuten ertönt, wenn die Person des Liedes eine Idiotische Tat unternimmt

und damit seine Freundin verliert. Dieses "läuten" steht für Debil (Idiot).

Dieses Album besteht aus vielen Ohrwürmern und lustigen, zum teil absurden Texten.

Wie z.B. der Song "Paul", wo der Text so Banal ist, das es eine gewisse Komik hat.

Highlight des Albums ist der Song "Zu Spät", das bis heute immer noch auf jeden Ärzte Konzert Live gespielt wird.

Fazit: Wer auf munteren Fun Punkrock steht und keine angst vor Ohrwürmern hat, ist mit diesem Album gewiss nicht falsch bedient.

Wer allerdings auf ernsten Punkrock hofft sollte lieber die Finger von lassen. Für Ärzte Fans natürlich ein Pflicht kauf.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Essentiell!Die Geburtsstunde des Deutschsprachigen Pop-Punk!, 1. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Devil (Audio CD)
Momentan leistet die Bundesprüfung für jugendgefährdende Medien wirklich ganze Arbeit: Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht irgendein neuer Tonträger aus dem Aggro-Berlin-Umfeld indiziert wird. Was der Behörde heute Sido und Bushido sind, waren früher die Ärzte. Kann man heute wirklich nicht mehr nachvollziehen: "Debil", jetzt als "Devil" wiederveröffentlicht, klingt wie eine Ausgeburt der Freundlichkeit und ist gleichzeitig die wohl wichtigste und Karriere prägendste Platte der Eighties: Shalala-Chöre, Pop-Melodien, und dazu Texte, die selbst in ihren radikalen Momenten bestenfalls amüsieren. 1987 sah man das anders: "Debil" durfte nicht mehr verkauft werden, weil die Texte eine "verrohende Wirkung" auf den Hörer haben würden, auf "deviante Formen geschlechtlicher Befriedigung" hinweisen würen und den Zuhörer in einen "Zustand angespannter, latenter Agressivität" entlassen würden.
Dass das alles nicht so bierernst gemeint ist, dass Claudia nicht wirklich mit einem Schäferhund Geschlechtsverkehr hat und das "Schlaflied" nicht auf einer tatsächlichen Begebenheit oder der Hoffnung auf eine ebensolche beruht, hat die Prüfstelle mit geringfügiger Verspätung nun bemerkt. Ab jetzt darf jeder dieses Album, im Prinzip nicht mehr als eine Hommage an die Gefühlswirrungen der Postpubertät, kaufen, hören, vorspielen und lieben. Dass Sony BMG die Platte nun wiederveröffentlicht, macht also durchaus Sinn - zumal der Fan mit sechs Songs und zwei Videos einiges an Bonusmaterial spendiert bekommt. Da sind vor allem die drei Songs aus dem Film "Richie Guitar" relevant, die die Ärzte seinerzeit mit ihrem Manager Axel Knabben einspielten: Neben einer Version des Ärzte-Themas gibt's "Grace Kelly" und "Teenagerliebe"- also Ärzte-Klassiker, die alle in diesen Versionen bisher kaum auf CD erhältlich waren.
Das Material des eigentlichen Albums dürfte indes bekannt sein. Es gibt wohl keine indizierte Platte, die dermaßen verbreitet ist wie "Debil". Hier finden sich Songs wie "Paul" und "Mädchen", das oben erwähnte "Claudia hat 'nen Schäferhund" und "El Cattiva". Das alles ist toller Frühachtziger-Pop, der seine Quintessenz in einem Song findet: "Zu spät" ist eine unfassbare Pop-Blaupause, in der einfach alles stimmt.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Album das jeder haben sollte.Nicht nur für Fans ein muß!, 23. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Devil (Audio CD)
Im Herbst letzten Jahres geschah das Unglaubliche: 20 Jahre nach der Veröffentlichung von „Debil", dem Debütalbum von Die Ärzte, wurde die Platte offiziell vom Index sogenannter jugendgefährdender Medien genommen, auf den es die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften im Sommer 1987 gesetzt hatte. Dort landeten auch das 86er-Album „Die Ärzte" und „Ab 18" (1987), weil sie ebenfalls dazu beitrugen, „Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren". Die Texte übten eine „verrohende Wirkung" aus, wiesen auf „deviante Formen geschlechtlicher Befriedigung" hin und entließen den Hörer „im Zustand angespannter, latenter Aggressivität".
Obwohl durch diese medienwirksamen Aktionen ein großer Kult um Die Ärzte und ihre frühen Alben entstand, brachte die Behördenmaßname die „Skandalband" an den Rande des Ruins. Die Indizierung bedeutete, dass Songs wie „Claudia hat 'nen Schäferhund" und „Schlaflied" nicht mehr öffentlich aufgeführt und die Alben weder beworben noch ins Regal gestellt und nur an Personen über 18 Jahre verkauft werden durften. Dadurch gerieten die Platten der Berliner zu einem heiß gehandelten Gut auf Deutschlands Schulhöfen. Wer - wie auch immer - an „Debil", „Die Ärzte" oder „Ab 18" herankam, überspielte sie auf Kassette und reichte sie an seine Freunde weiter. So verbreiteten sich die berüchtigten Songs schnell und unkontrolliert in der ganzen Republik und Die Ärzte hatten den Ruf einer Schmuddeltruppe weg.
Inzwischen zählen Die Ärzte zu den Aushängeschildern deutscher Rockmusik und sind populärer denn je. Ob das die Veranlassung für die Behörde war, „Debil" vom Index zu nehmen, lässt sich nicht ganz klären. Zumindest bemerkten die Beamten nun die „satirische Form" der Lieder, die von „heutigen Jugendlichen aufgrund deren Medienerfahrung ohne Schwierigkeit als Fiktion eingeordnet werden" können. „Verrohungseffekte" seien nicht zu vermuten. Hallelujah! Damit ist der Weg frei für eine offizielle Wiederveröffentlichung von „Debil".
Das als „heiße Musik für wilde Teenagerparties - Vol. 1" untertitelte Werk steht ab dem 21. Oktober 2005 in hübsch aufgemachter Form als Digipack, mit ausführlichem Booklet, sechs Bonustracks und zwei Videoclips in den Läden. Für die Wiederauflage wurde aus „Debil" „Devil" und der Bassist heißt nicht Rodrigo González, sondern Sahnie. Egal! Was wirklich zählt, ist, dass das Werk endlich wieder im freien Handel erhältlich ist. Im Klartext ist „Devil" für später hinzugekommene Fans eine Art musikalischer Geschichtsunterricht, während diejenigen, die das Album früher heimlich auf dem Schulhof austauschten, einen spaßigen Ritt in die eigene Vergangenheit unternehmen können.
Auch heute sorgen Tracks wie „Paul", „Roter Minirock" und „Zu spät" für debiles Dauergrinsen und „Schlaflied" bzw. „Claudia hat 'nen Schäferhund" für rote Ohren beim Hörer. Zudem ist es äußerst amüsant, die zur damaligen Zeit recht beschränkten Fähigkeiten der blutjungen Musiker („Hey, Sahnie, Basssolo!", „Ich trau mich nicht...") im originalen (hühnerbrüstigen) Mix unter die Lupe zu nehmen. Dass die meisten Texte ziemlich albern sind („Micha"), muss hier auch nicht mehr erwähnt werden. „Debil/Devil" ist ein Klassiker der deutschen Popmusik, der heute genau wie vor 21 Jahren Spaß macht und in jede Plattensammlung gehört.
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Debil
Debil von Die Ärzte (Audio CD - 1990)
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