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Kundenrezensionen

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am 20. November 2009
Da ich nicht zu den Westernhagen-Puristen zähle, für die einzig die Platten von 78-81 sowie "Halleluja" gut sind, kann ich viel mit den Werken von 82 bis 87 anfangen. Ich finde diese Zeit bei Westernhagen interessanter als die Neunziger. "Die Sonne so rot", eine sehr mutige Platte, gefiel mir vom ersten Hören an (das war bei mir 1987/88). Ich finde die Mischung aus rockigen verbratzten Gitarren (zumeist von Trios Kralle Krawinkel, der schon auf "Das Herz eines Boxers" seine Spuren hinterließ), elektronischen Sounds und dem hier häufig coolen Gesang klasse. Die Platte hat Tempo und ist trotz der vielen Synthie-Parts eine gute Rockscheibe, es sei denn man versteht unter Rock nur 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug.

Die Version des Brecht/Weill-Klassikers ist interessant und gelungen, der Einstieg zu "Baby" kommt richtig gut und dann geht es in gutem Fahrwasser weiter. Auch textmäßig hat Westernhagen hier einiges zu sagen. Besonders gefallen mir "Flügel", "Menschenfresser", "Keine Zeit", "So viele Leute", die beiden Erstgenannten, "Ich bin ein Mann" und "Bar bezahlt".

Neben der Musik hat mir auch schon immer die Verpackung der Platte sehr zugesagt. Nach all den Jahren gehört diese Scheibe nach wie vor zu meinen Westernhagen-Favoriten. Die ablehnende Kritik, die viele Leute an der Scheibe äußern teile ich absolut nicht! Die Entwicklung über "Das Herz eines Boxers" sowie "Geiler is schon" wird mit "Die Sonne so rot" konsequent und gelungen weitergeführt.
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Marius Müller-Westernhagens Mittachtziger-Scheiben werden oftmals kritisiert, weil dem Durchschnittsfan zu wenig Rock'n'Roll drauf ist und alles zu wenig authentisch wirken soll.

"Authentisch" ist im Falle MMW aber immer so eine Sache. Denn vor allem war er immer Schauspieler und hat auch auf seinen Platten immer eine Rolle, eine Kunstfigur, gespielt. Ob der verletzliche, naive junge Mann der frühen Nah-am-Schlager-Zeit, der pöbelnde, assige "Malocher", der "Armani-Jagger" oder der "bodenständige Bluesmann" der letzten Tour, jede Ära hat ihren eigenen MMW. Dabei war er selbst schon immer eher ein Intellektueller, politisch und künstlerisch interessiert und gebildet. Man könnte aus diesem Gesichtspunkt glatt behaupten, daß genau diese Jahre mit ihren (gemäßigt) experimentellen Klängen, hochtrabenden Konzepten und nicht zuletzt dem distanzierten Sarkasmus seiner clever formulierten Welt-Beobachtungen vielleicht sogar am ehesten den echten MMW zeigten.

Und auf jeden Fall hat die Scheibe jede Menge Flair und Atmosphäre. Nicht nur der Verdienst von MMW selbst, der mit seinem bewußt unterkühlten Gesang eine der reifsten Leistungen seine Karriere bietet, sondern auch die seiner Mitmusiker. Die sehr eigenwillige, rüde und ungeheuer effektive Gitarrenarbeit wurde ja schon von einem anderen Rezensenten gelobt, die effektiven Synthiegebirge sind aber ähnlich beeindruckend - und wurden auch im UK nicht besser gemacht. "Keine Zeit" ist zwar der einzige richtige "Hit" der Scheibe, aber "Die Sonne so rot" beeindruckt einfach als Gesamtwerk. Selbst die Rausschmeisser-Nummer "Bar bezahlt", die den "Malocher" ein für alle Mal verabschiedet und durchaus aus dem Rahmen fällt, hat ihren festen Platz im Gesamtkonzept.

Verwirrend, uneingängig, anstrengend, verkopft, unterkühlt - und einfach geil. Mein Lieblings-MMW. Ohne Wenn und Aber.
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am 29. Mai 2014
Dieses Album von 1984 ist das erste Album von Westernhagen, dass so richtig die 80er Jahre Sound -Schiene fährt. Hatte er beim Vorgänger "Geiler 'is schon" auch schon Ansätze hören lassen, war dort aber noch eine Band zu hören. Hier aber gibt es nur noch 3 Mann(Lothar Meid, Trio's Kralle Krawinkel und MMW) die alles alleine zusammenschustern. Und hier wird alles verwurstet was man 1984 so kriegen konnte: Synthesizer und Drumcomputer, aber immer noch fette Gitarren und hingerotzte Texte wie nur Westernhagen sie rüberbringen kann. Und das macht dieses Album dann wieder zu einem hörenswerten. Klar klingt das 30 Jahre später ziemlich antiquiert, aber letztendlich geht es doch um die Songs und die sind weitestgehend toll. Eigentlich so wie früher nur auf (für damalige Verhältnisse) modern getrimmt. Einzig "Mackie Messer" fällt bei mir komplett durch. Ein misslungenes Cover des Brecht/Weill-Klassikers. Doch schon "Baby" lässt mich den Opener vergessen. Das rockt wie zu besten Zeiten. Genauso wie "Flügel" oder "Menschenfresser", vorausgesetzt man kommt mit dem generellen Sound dieses Albums klar. Das ist natürlich alles kein klassischer Rock mehr wie in den 70ern. Danach kommt "Keine Zeit" heute inzwischen auch bereits ein Klassiker. Es folgt der Reggae des großartig verrückten Liedes "Rumpelstilzchen" und die damalige Single "So viele Leute". Auch die Rocker "Kotz dich aus", "Wenn du nach Streit suchst", "Bye, bye" oder das etwas ruhigere "Ich bin ein Mann" sind typisch Westernhagen. Aber am ehesten an den alten Marius kommt der letzte Song "Bar bezahlt" heran. Im Großen und Ganzen eine ordentliche Scheibe, die versucht den siffigen Rock der Pfefferminz-Stinker-Phase einzufangen und ins Jahr 1984 rüber zu retten. Nur können die Songs an diese Hochphase leider nicht mehr ganz anknüpfen. Bleiben aber immer noch 4 Sterne für ein gutes Album.
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am 12. Mai 2009
"Alter Hippiescheiß, eiskaltes Business, verpisst hat sich der Geist ..." - irgendwie hat Westernhagen mit der Textzeile vom letzten Song des Albums seine eigene Bewertung vorweg genommen. Das Gesamtwerk ist eher durchwachsen: musikalisch teils belanglose Songs reihen sich aneinander, erstmals entwickelt sich die Tendenz zu völlig wirren Texten, und die Version von "Mackie Messer" (Brecht/Weill) ist für mich künstlisch der absolute Tiefpunkt.

Dennoch: von allen Synthie-Alben, die Westernhagen im zeitgemäßen Stil der 80er Jahre auf den Markt gebracht hat, ist "Die Sonne so rot" immer noch das ein wenig bessere. "Rumpelstilzchen" und "Bar bezahlt" ließen ein letztes mal auf gelungene Weise den Schmuddel-Marius aus der Unterschicht durchkommen, das (leider weitestgehend unbekannte) "Baby" bestätigt eindrucksvoll, dass Rock, Drumcomputer und Marius' röhrendes Organ sich durchaus sinnvoll ergänzen können, und Songs wie "Keine Zeit" oder "So viele Leute" waren trotz mäßigem kommerziellen Erfolg des Albums lange Zeit feste Tournee-Highlights, wenn auch mit geändertem Arrangement.

Unterm Strich ergibt dieser Mix aus musikalischen Experimenten, Fehltritten und kleinen Perlen immerhin ein Album mit einer gewissen Spannung, was manch' andere Werke Westernhagens gerne vermissen lassen. Kein typisches Westernhagen-Album also, eher was für Fans. Man muss es mehrfach hören, bevor man die eigene Meinung festigt.
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am 31. Mai 2014
Kann man nur empfehlen. Sehr gute Musik. Bis auf 1-2 Liedern eine gute CD. Würde ich immer wieder Kaufen. Danke
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am 14. Mai 2001
Schon mit dem 83'Album "Lass uns leben" konnte man Westernhagens neue Richtung erkennen. Es rückten nun mehr synthetische Klänge in den Vordergrund. Beim 84'Album "Die Sonne so Rot" wurde diese Richtung noch verstärkt. Das für mich persöhnlich einzige Lied bei dem die Gitarre noch zum Vorschein kommt ist "Bye Bye". Doch trotzdem gibt auf diesem Album auch einige gute Songs. Dazu gehört einer meiner Lieblingssongs "So viele Leute", sowie "Keine Zeit", auch wenn die Live-
Version davon besser ist. Allerdings ist es kein typisches MMW-Album wie z.b. "JaJa". Gewöhnungsbedürftig aber durchaus interessant.
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am 11. November 2002
Westerhagen hatte in den 70ern und in den 90ern seine größten Erfolge. Mitte der 80er Jahre erreichte er seinen absoluten Tiefpunkt - mit diesem Album und dem Nachfolger LAUSIGE ZEITEN. Einfallslos und schlecht produziert versucht Westernhagen die Magie der frühen Alben zu wiederholen. Aber schon der Opener MACKIE MESSER enttäuscht auf der ganzen Linie. Die folgenden Stücke plänkeln so vor sich hin - einen ersten Höhepunkt erreicht daas Album bei KEINE ZEIT. Aber leider ist die Version des gleichnamigen Livealbums aus dem Jahre 1996 wesentlich besser, da energiegeladener und vom Synthiesound der 80er befreit. Den zweiten Höhepunkt findet man am Ende der CD: BAR BEZAHLT. Insgesamt gesehen ist diese CD nur was für eingefleischte Fans - allen anderen ist abzuraten.
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