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Kundenrezensionen

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am 5. August 2002
Gleich mein erster Kontakt mit Heinz Rudolf Kunze war eine Romanze. Dieses Lied spielten sie nämlich auf NDR 2 kurz nach seinem Triumph in Würzburg. Damals war ich zarte 17 Jahre alt. Seine schonungs- und tabulose Darstellung der Isolation des modernen Menschen hat mich gleich beim ersten Hören mitgerissen.
Kurze Zeit darauf spielte mir ein Schulfreund dieses Album vor. Eine Offenbarung! "Erdgeschoß" mit dem Russischen Roulette zwischen Gott und Teufel ist ja noch recht symbolistisch. Aber schon beim folgenden "Für nichts und wieder nichts" ist er da, der unbestechliche und nichts beschönigende Blick auf die elenden Lebenslügen um uns herum. Das gleiche Thema behandelt "Traumtänzer", diesmal jedoch an einer einzigen Fallstudie. "Mit meinem leeren Glas" schildert die Überflüssigket des Gastgebers auf seiner eigenen Party. "Balkonfrühstück" zeigt den mißglückten Versuch, in einer Hochhauswohnung so etwas wie Idylle hinzuzaubern. "Romanze" habe ich bereits kurz besprochen.
Zum Abschluß kommen dann noch die zwei bekenntnishaften Stücke "Noch hab ich mich an nichts gewöhnt" und "Bestandsaufnahme". Beide erzählen von den fast schon notwendigen Neurosen, die einen Normal-Deutschen angesichts der real existierenden gesellschaftlichen Seltsamkeiten Anfang der 80er befallen haben müssen.
Das Debut überzeugt vor allem durch die Texte. Jedes Wort sitzt, jede Metapher eröffnet neue Denkhorizonte, jedes Wortspiel zeigt den schwankenden Boden unserer Sprache auf. Nichts ist mehr sicher - alles ist aufs Lächerlichste verkehrt! Allerdings bleibt einem das Lachen angesichts von Kunzes sezierender Sprachkunst oft genug im Halse stecken.
Hier hält ein begnadeter Poet seinem Zeitalter den Spiegel vor. Und entlarvt mehr als eine Lebenslüge.
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am 2. August 2009
Diese erste LP von HRK von 1981 war auch mit Abstand die beste von ihm. Kunze war noch Zyniker und stellte alles in Frage. Die Nummer mit Herz und Schmerz kam später und hat Kunze entschärft und uninteressant gemacht. Nur die *Reine Nervensache* war noch der echte Heinz Rudolf Kunze, der zornige, der mit dem System nicht viel am Hut hat. Was er später machte, werde ich nicht werten, aber diese Scheibe ist bei mir mit glatten 10/10 dabei und wer mal wissen will, wie es vor fast drei Jahrzehnten klang, etwas rebellisch zu sein, der ist mit der *Reinen Nervensache* gut bedient.
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am 26. August 2002
Uff, das ist ganz schön strange, was HRK da auf "Reine Nervensache" fabrizierte. Nach "Dein ist mein ganzes Herz" stiess ich in den achtzigern auf HRK, und schon bald auch auf dieses Debutwerk, das den Anfang einer langen Ambivalenz darstellte: HRKs Texte lassen einem stets zwischen Bewunderung und Abscheu hin- und herschwanken. Man freut sich bei jedem Hören und schämt sich zugleich.
Schade, dass HRK später etwas stromlinienförmiger geworden ist (und doch: Es waren nur die Hits, die glatter wurden - die unbekannten Lieder auf den Alben blieben unbequem). Wer ihn gewissermassen in Reinform erleben will, sollte sich diese Scheibe zulegen.
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am 9. September 2001
Klar, bei Heinz Rudolf Kunze fallen einem zuerst die brillanten Texte ein. Und bei keinem Album stehen diese mehr im Vordergrund als bei diesem. "Reine Nervensache" ist nämlich nicht nur sein gelungenes Debüt, gleichzeitig ist es auch das Einzige, das rechtfertigt, ihn als "Liedermacher" zu bezeichnen. Noch alles andere als rockig, meist ruhig und akustisch bietet Kunze hier Einblick in die Spießbürger-Idylle Deutschlands Anfang der 80er. Oft zynisch lästert er in der Ich-Perspektive über arrogante Disco-Lackaffen, verschrobene Singles genauso wie über schlaffe Familienmenschen, die an ihrer eigenen Bequemlichkeit versauern. Letzeres wird in "Bestandsaufnahme" besungen, ein über acht Minuten langer Bonus live gesungen, eines seiner intensivsten Stücke Anfang der 80er. Kleiner Tip: Dieses Album sollte man spätabends bei Dämmerlicht spielen, dann wirkt es am besten.
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am 25. Mai 2009
Reine Nervensache ist ein rundum gelungenes Album. Die Lieder sind angenehm zu hören und haben doch ihre Ecken und Kanten die sie interessant machen. Die Texte sind bissig, humorvoll und kritisch, wie von Kunze gewohnt. Im Gegensatz zu neueren Alben allerdings nicht so schwer zu verstehen, er verwendet hier eher noch einfache Sprache als philosophisch-poetische Wortspielereien. So gib es hier durchaus den ein oder aqnderen Ohrwurm zu hören.
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am 23. Juli 2010
Es war 1982 oder 1983 als ich zu meinem Cousin sagte, deutsche Liedermacher könne man vergessen. Stinklangweilig!
Ohne weitere Diskussion holte er diese Schallplatte mit dem merkwürdigen Gesicht als Cover aus dem Regal und spielte mir "Für Nichts und wieder Nichts" sowie "Bestandsaufnahme" vor.
Und meine "Liebe" zu Heinz Rudolf Kunze nahm seinen Anfang, die erst durch dieses unselige "Dein ist mein ganzes Herz" ernsten Schaden nahm.
"Reine Nervensache" brilliert mit tollen Texten und genau der richtigen musikalischen Untermalung. HRK am Anfang seiner Karriere aber trotzdem schon mit dem besten (Studio-)Album, dass er jemals veröffentlicht hat. Eine rundum gelungene Scheibe voller Highlights.
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am 29. August 2008
etwas von kunze zugelegt ! hätte ich aber machen sollen, denn diese hier ist einsame klasse ! eine scheibe zum wohlfühlen , entspannen und zuhören !!!!! einzelne stücke besonders hervorheben fällt schwer ! egal ob es bestandsaufnahme oder balkonfrühstück ist ! - eine der besten deutschen scheiben aller zeiten !
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am 21. Dezember 1999
Eines der ganz frühen Alben aus dem Schaffen von Heinz Rudolf Kunze, entstanden schon im Jahr 1981. Bei einer eventuellen Vervollständigung der Kunze-Sammlung komplettiert sich auch das Bild vom Künstler, hier noch in seiner Phase als echter „Liedermacher", bevor er dasnn zum deutschen Pop und Rock überging. Highlights dieser CD sind die Titel „Mit meinem leeren Glas" (zuletzt wieder auf der Tour gesungen), „Bestandsaufnahme", ein ruhiges Stück, welches mit dem Spießertum abrechnet sowie „Balkonfrühstück" - eine Hymne für alle Franken, denn besungen (wenn auch nicht unbedingt immer positiv) wird die Stadt Nürnberg. Insgesamt für den Kunze-Fan eine gelungene Investition - und wer erst kürzlich Fan des Musikers geworden ist, wird überrascht über die vielen Facetten sein, die sich hier bieten !
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TOP 1000 REZENSENTam 25. August 2005
Ich muss vorab sagen, dass ich sicher ein untypischer Kunze-Fan bin bzw. war, denn ab spätestens Anfang der Neunziger habe ich aufgehört, mir seine CDs zu kaufen. Als er anfing mit Heiner Lürig zu arbeiten, wurde er mir zu poppig. Ein Lied klingt wie das andere und die Diskrepanz zwischen Tiefgang der Texte und Eintönigkeit der Lieder passt für mich nicht.
Auf diesem Erstlingswerk ist es ganz anders und daher ist es sicher nicht so geeignet für die heutigen Kunze-Fans. Man würde die Musik insgesamt wohl in die Liedermacher-Ecke stellen. Das passt im Groben schon auch, aber das Besondere für mich ist, dass sie dabei schön dezent und sehr einfallsreich und abwechslungsreich Anleihen aus allen Ecken der Musik nimmt. Es gibt sehr rockige Klänge, Anklänge an Jazz und Barmusik oder große Pop-Balladen. Kunze hat einen hier nicht nur textlich aufmerksam gemacht und intellektuell begeistert, sondern auch musikalisch. Jedes Stück ist anders, überraschend und in seiner Art gut und handwerklich gut gemacht.
Absoluter Höhepunkt der CD: Bestandsaufnahme! Wie hieß es so schön, auf der Vinyl-Platte, die ich zunächst hatte: 8:30 Minuten Zorn und Zynismus, Gift und Galle. Und kann man das, was man beim Älterwerden überraschend und vielleicht auch ein bisschen erschreckt an sich entdeckt besser umschreiben als mit: "Allmählich finden wir, dass sogar Familienfeiern gar nicht so schlimm sind, wie man früher immer fand." - Angesichts seiner heutigen Musik trifft allerdings auf diese alte Platte eine seiner eigenen Zeilen heute auf ihn selbst zu: "Wir hören zimmerlaut die unschlagbaren Platten und trinken schweigsam unser zimmerlaues Bier."
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am 2. März 2014
In diese Scheibe habe ich mich vor langen Jahren bereits verliebt. Tolle Texte, tolle Musik.
In der letzten Zeit hatte ich geradezu Sehnsucht nach der Musik und habe mir eine CD- Version gegönnt.
Ist immer noch toll.
Schade, danach hat HRKunze nichts wirklich Begeisterndes mehr von sich gegeben.
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