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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine epochale Aufnahme, 24. April 2001
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Art of Fugue (Audio CD)
Bachs "Kunst der Fuge" ist bei vielen Leuten als langweilig, intellektuell und schulmeisterlich verschrien. Dies mag erklären, warum dieses gigantische Spätwerk des Meisters in immer neuen Instrumentationsvarianten eingespielt wird, nämlich um es möglichst "schmackhaft" zu machen - legitim, da Bach keine feste Instrumentation vorgeschrieben hat. Koroliovs Aufnahme zeigt jedoch, was eine wirklich gute Einspielung der "Kunst der Fuge" allein benötigt: einen guten, modernen Konzertflügel und einen genialen Pianisten! Das vermeintlich trockene Werk wird unter den Händen dieses Magiers zu einem hochdramatischen Ereignis, mal lyrisch, mal rabiat, von einer unglaublichen Intensität. Die Klänge sind mal zart, fast romantisch, dann wieder schroff, schon fast brutal, mit hämmernden Tonrepititionen und Unteroktavierungen. Koroliovs Aufnahme muß für die Authentizitätsapostel der historischen Aufführungspraxis, die miteinander um die langweiligsten Bachinterpretationen wetteifern, ein rotes Tuch darstellen - gerade weil sie so gut ist. Um Mißverständnissen vorzubeugen: ich halte die "Kunst der Fuge" so oder so nicht für langweilig und trocken, sondern für einen Meilenstein der abendländischen Musikkultur. Koroliovs Interpretation aber ist kongenial. Ligeti schrieb über sie, er würde ihr auf einer einsamen Insel hungernd und dürstend bis zu seinem Ende lauschen. Dem ist nichts hinzuzufügen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leichte, luzide Einspielung, 11. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: The Art of Fugue (Audio CD)
Das Gerücht, Bach habe die "Kunst der Fuge" für kein bestimmtes Instrument komponiert, geistert immer noch durch die Köpfe gewisser Musikliebhaber, dabei wurde schon durch Gustav Leonhardts Studie von 1952 eindeutig bewiesen, dass das Werk für ein "Clavier" zu zwei Händen entstand, mit Ausnahme der für vierhändiges Spiel auf einem "Clavier" gedachten Bearbeitung der Spiegelfuge Contrapunctus 13. Jeder Zweifel an der instrumentalen Besetzung der Kunst der Fuge wird durch das 1992 entdeckte "Avertissement" über den Druck der Kunst der Fuge ausgeräumt: "Da darinnen alle Stimmen durchgehends singen", ist jede Stimme "besonders auf ihr eigenes System gebracht, und mit ihrem gehörigen Schlüssel in der Partitur versehen worden". Wenn das Werk für ein wie auch immer zusammengesetztes Ensemble geschrieben worden wäre, wäre diese Bemerkung überflüssig gewesen. Weiter unten wird betont, dass trotz der Partitur-Notation "aber dennoch alles zu gleicher Zeit zum Gebrauch des Claviers und der Orgel ausdrücklich eingerichtet" ist. Zu den erst im 20. Jahrhundert als unspielbar geltenden Dezimengriffe in den Spiegelfugen sei gesagt, dass im Jahre 1765 F. W. Mapurg, ein Schüler Bachs, darauf hinwies, dass man bei mehrstimmigen Sätzen Nonen- oder Dezimengriffe "mit dem kleinen Finger und dem Daumen machen muß" und man diesen Umfang nicht weiter ausdehnen könne. Bach hält sich im gesamten Werk exakt an die Dezimengrenze. Die Kunst der Fuge ist also eindeutig ein Klavierstück für einen einzigen Spieler zu zwei Händen.
Leider hat dieses bis heute verbreitete Gerücht über die Besetzung der "Kunst der Fuge" dazu geführt, dass sich kaum Pianisten und Cembalisten mit diesem Werk beschäftigt haben. Während es wohl von jedem bekannten Pianisten eine Aufnahme von Bachs Wohltemperierten Klavier gibt, sind Aufnahmen der "Kunst der Fuge" kaum zu finden. Erst in den letzten Jahren scheint sich allmählich der Gedanke durchzusetzen, dass die "Kunst der Fuge" tatsächlich ein Klavierwerk für einen einzigen Pianisten ist und es sich lohnt, sich damit zu beschäftigen. Insofern ist jede solitische Aufnahme des Werks zu begrüßen. Koroliovs Einspielung zeichnet sich vor allem durch eine sehr gute Balance zwischen den einzelnen Stimmen aus, selbst in den dichtesten polyphonen Verflechtungen wirkt sein Spiel leicht und luzide. Gelegentliche Übertreibungen im Tempo nimmt man dafür gerne in Kauf, zumal die schnellen Passagen trotzdem nie überhastet wirken. Ein Lob auch für den klaren, direkten Klang der Aufnahme, der viel dazu beiträgt, Bachs Fugenkunst bis ins kleinste Detail verstehen zu können.
Kein anderes Werk Johann Sebastian Bachs ist in der Anordnung seiner Teile so umstritten wie die Kunst der Fuge. Die offensichtlichen Fehler bei der posthumen Herausgabe des noch weitgehend von Bach vorbereiteten Druckes führten zu einer Vielzahl von Vorschlägen zur sinnvollen Reihung der einzelnen Sätze. Die zahllosen Forschungsarbeiten zur Kunst der Fuge legen den Schluss nahe, dass sich vermutlich jede Satzreihenfolge auf die eine oder andere Weise begründen ließe, ohne dass es eine wirklich zwingende Argumentation für eine bestimmte Lösung des Problems gäbe. Trotzdem sprechen einge Indizien in der Anlage des Originaldrucks dafür, dass Bach - entgegen der von Koroliov eingespielten Abfolge - zunächst die 14 Contrapunkte und dann als Abschluss en bloc die vier Canons vorgesehen hat. Doch angesichts der heutigen technischen Möglichkeiten ist die Reihenfolge, in der die Stücke auf einer CD angeordnet sind, kein wirklicher Kritikpunkt mehr.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Klassiker, 13. November 2002
Rezension bezieht sich auf: The Art of Fugue (Audio CD)
sehr anspruchsvolle und gefühlvolle Interpretation eines wahrlich komplizierten Werkes, dessen Komplexität äusserst schwer gerecht zu werden ist.
Transpararenz ist für polyphone Musik unerlässlich, aber immer wieder übertreiben es die Interpreten damit zu Lasten des Gesamt-Ausdrucks.
Hier finden wir eine ausgezeichnete Synhtese aller Aspekte, die dieses große Werk verlangt.
Grossartig!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine liebste Interpretation, 18. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Art of Fugue (Audio CD)
Eigentlich ein Glenn Gould fan, erkenne ich in dieser Einspielung der Kunst der Fuge die große Liebe und Wissen des Interpreten zu diesem wunderbaren Werk. Das überwältigend kraftvolle Spiel, die Wärme, die trotzdem nichts der Strenge des Werkes nimmt, sondern einen für mich ungewöhnlichen Blick auf die mit Fluß durchstrukturierte Gesamtheit der 'Kunst der Fuge' führt, beeindruckt mich sehr und macht diese CD zu meiner bevorzugten Interpretation
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mystisch, 21. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: The Art of Fugue (Audio CD)
"Die Kunst der Fuge" - angeblich ist dies das letzte Werk von Johann Sebastian Bach. Andere Stimmen behaupten, dieses Werk habe lediglich Übungszwecken gedient. Wie dem auch sei, eines ist jedoch gewiß: Ein derartiges Fugenwerk ist bis heute wohl einzigartig in der gesamten Musikliteratur. Wie populär es ist, zeigt, daß es Fassungen u.a. für Orchester, Streichquartett oder KLavier solo gibt. Letztere ist besonders interessant auch bzgl. der Frage nach der historischen Aufführungspraxis. Der russische Pianist Evgeny Koroliov, immerhin Sieger des Haskil-Wettbewerbs, nutzt die großen Gestaltungsmöglichkeiten voll aus, die der moderne Konzertflügel bietet. Da wird auch mal gerne etwas (mehr) Pedal eingesetzt, Rubato ist ebenfalls ein Stilmittel, welches andere Interpreten hier möglichst vermeiden und insgesamt betrachtet erscheint "Die Kunst der Fuge" als eines der größten romantischen Werke der Musikliteratur überhaupt. In der fassung für Klavier solo hat das Werk in Koroliov seinen Meister gefunden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inspiring, 18. Dezember 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Art of Fugue (Audio CD)
I absolutely love this Art of the Fugue. Beautifully recorded, beautifully played, the breadth of concept and technical realization makes it one of the greatest ever (ok - I only have 6 recordings of Art of the Fugue... but this is my favorite piano recording).

What a shame it isn't available!!!
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The Art of Fugue
The Art of Fugue von Evgeni Koroliov (Audio CD - 1999)
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