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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Orchester, schwankende Sängerleistung
Die Box enthält in vier einzelnen Boxen die Gesamtaufnahme des Rings, die als Studioaufnahme von 1967 bis 1970 auf der Basis einer Inszenierung für die Salzburger Festspiele aufgenommen wurde. In jeder der stabil und hochwertig anmutenden Einzelboxen sind die CDs in einzelnen einfachen Papierhüllen und ein ausführliches Booklet mit Produktionsnotizen,...
Vor 21 Monaten von Grüner Baum veröffentlicht

versus
29 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Thema verfehlt
Karajan versucht dem Ring sein Ego-Konzept überzustülpen und scheitert auf höchstem Niveau. Durch das Vermeiden harter Akzente und dem Weichspülen der Textur ist noch keine Kammermusik erreicht: Lediglich der dramatische Impetus geht verloren. Dass die Berliner Philharmoniker kein Opernorchester sind, hört man leider auch: die Anforderungen...
Veröffentlicht am 6. Juni 2006 von Esclarmonde


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Orchester, schwankende Sängerleistung, 30. März 2013
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Wagner (Der Ring des Nibelungen) (Audio CD)
Die Box enthält in vier einzelnen Boxen die Gesamtaufnahme des Rings, die als Studioaufnahme von 1967 bis 1970 auf der Basis einer Inszenierung für die Salzburger Festspiele aufgenommen wurde. In jeder der stabil und hochwertig anmutenden Einzelboxen sind die CDs in einzelnen einfachen Papierhüllen und ein ausführliches Booklet mit Produktionsnotizen, einer interpretierenden Zusammenfassung der Handlung und ein Libretto (Deutsch, Englich, Französisch).

Dirigat und Orchester (Berliner Philarmoniker unter Karajan) sind sicherlich ein besonderes Merkmal dieser Aufnahme. Es ist von einer hohen Intensität. Der Ring klingt sehr dicht und artikuliert, mit vergleichweise viel Betonung auf Rhythmik und viel Dynamik (starke Lautstärkeunterschiede und damit zuweilen sehr lauten lauten und sehr leisen leisen Stellen, die den Einsatz der Ferbedienung verlangen). Bestechend die Einheitlichkeit, mit der das Orchsester spielt, wenn z.B. Streichergruppen fast wie ein sehr laut gespieltes Cello klingen. Die Struktur ist gut durchhörbar, der Grundcharakter eher ein wenig warm und dunkel. Der Ring wurde oft als 'kammermusikalisch' beschrieben (ist auch im Booklet zitiert), aber das finde ich etwas übertrieben. Die Musik wirkt für mich schon wie für eine große Leinwand konzipiert, aber nicht für ein Breitwand-Technicolor-Drama, sondern eher für einen atmosphärisch intensiven Kunstfilm.

Die Tonqualität ist sehr gut (und für mich besser als bei Solti, wo sie sehr gelobt wird). Dies betrifft die räumliche Platzierung der Instrumente, die Klarheit des Tones und das Einfangen von Obertönen. Entsprechend der hohen Dynamik und der Laustärkeunterschiede sind die Stimmen mal sehr schön im Vordergrund, manchmal gehen sie aber auch etwas unter. Die Textverständlichekeit der Sänger ist sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Zum Sängerischen:

Rheingold:
Zoltan Kelemen ist ein überzeugender Alberich. Er ist ungemein kräftig und dynamisch, verkörpert Rachegelüste und Bosheit des Zwerges. Sehr angenehm, dass er nicht so 'geckig' klingt wie viele andere Darstellungen.
Fischer-Dieskau als Wotan ist eine unkonventionelle Besetzung. Er singt für die Rolle - gemäß seiner Stimme - eher lyrisch, hell und weich, dabei aber beeindruckend sauber und mit viel Textverständlichkeit. Er kist kein Gott, kein Ränkeschmieder im Hintergrund, sondern eher kontrollierter 'Manager' im modernen Stil.
Bei Josephine Veasy als Fricka stört zunächst die geringe Textverständlichkeit, was v.a. im langen Dialog mit Wotan auffällt, wo man bei ihm fast alles, bei ihr fast nichts vesteht, was der Szene eine etwas eigenartige Note gibt. Jenseits dessen gefällt sie durch eine sehr saubere und präzise Tonführung und viel Präsenz.
Martti Talvela und Karl Ridderbusch als Fasolt und Fafner singen kraftvoll und präzise. Sehr überzeugende Riesen.
Gerhard Stolze als Loge ist der große Schwachpunkt der Aufnahme. Seine Stimme ist zu dünn für die Rolle. Er muss oft forcieren und sein Loge hat die Geckigkeit eines der Zwerge.

Walküre:
Jon Vickers bietet einen beeindruckenden Siegmund mit viel Kraft und klarem und runden Gesang. Auch Gundula Janowitz überzeugt für sich mit einem dunkel schimmernden und glänzenden Ton und viel Präsenz. In der Interaktion mangelt es den beiden aber an Ausstrahlung. Hier singen zwei hochwertige Künstler zusammen, aber das Gefühl eines Liebespaares kommt nicht auf.
Martii Talvela singt diesmal den Hunding und zeigt wieder viel Kraft, die sauber eingesetzt wird. In der Interpretation vielleicht einen Tick zu würdevoll und nicht so richtig der 'Böse'.
Wotan ist diesmal Thomas Stewart. Seine Stimme ist m.E. im ganzen für die Rolle zu dünn. Er klingt oft bemüht, v.a. wenn in den langsameren Passagen, wo mit mehr Atem und Kraft gesungen werden sollte; die schnelleren Passagen gelingen ihm besser. Der würdevolle Obergott ist er aber auch nicht, sondern eher der Jung-Chef, der versucht zu überzeugen.
Régine Crespin als Brünhilde klingt unheilvoll, dunkel und kräftig, erkauft dies aber damit, dass sie viel mit einer in die Gurgel eingezogen klingenden Stimme singt, was die Nuancen der Figur etwas einengt. Ihre Ausstrahlung ist durchgängig die einer Göttin. Als Kriegerin oder Frau kommt sie kaum zum Vorschein.

Siegfried:
Gerhard Stolze als Mime hat hier die Rolle, die zu ihm passt. Er mischt die Geckigkeit und Boshaftigkeit des Zwerges mit viel expressiv und kraftvoll dargestellter Emotionalität. Zolta Kelemen kann wieder als Alberich überzeugen.
Jess Thomas ist ein eher schwacher Siegfried. Seine Stimme ist in keinen guten Zustand und er muss viel in der Gurgel singen, um Kraft hervorzubringen. Er klingt so verschattet und eingezogen, nicht glänzen und strahlend. Dabei hat er aber eine runde und saubere Tonführung. In den leisen Waldszenen kann er sehr berührend werden, in anderen wie Brünhildes Erweckung wird er sehr angestrengt.
Brünnhilde ist diesmal Helga Dernesch, und sie macht das sehr überzeugend: strahlend, intensiv, dabei aber präzise und kontrolliert.
Thomas Stewart als Wanderer profitiert davon, dass der Charakter im Siegfried zurückhaltender Auftritt. Er hat ein starkes Piano und eine durchdachte Deklaration.

Götterdämmerung
Zoltan Kelemen als Alberich wieder sehr stark: volle Stimme, unheilvolle Ausstrahlung, sehr präsent.
Auch Thomas Stewart, der diesmal den Gunther gibt, kann überzeugen.
Helge Brilioth hat eigentlich nicht die Stimme für den Siegfried. Gut ist aber, dass er nicht versucht zu singen, was er nicht kann, sondern es mit seinen Mitteln probiert. Sein Siegfried ist jungenhaft, manchmal fast bübisch, in der Ausstrahlung kein strahlender Held, sondern naiv-sympathisch. Seine Rhythmik sind manchmal etwas eigenartig und erinnern an Verdi oder gar Mozart.
Gundula Janowitz als Gutrun ist leider überfordert. Der Gesamteindruck ihrer Darstellung ist leider: piepsig.
Helga Dernesch kommt hier als Brünnhilde zuweilen an ihre Grenzen. Ihre schöne, klare Stimme muss sich an den dramatischen Stellen sehr bemühen und reißt dann ein wenig. Den Schlussgesang versucht sie deshalb nicht dramatisch und 'groß' zu singen, sondern mit viel Gefühl. Das ist richtig angesichts ihrer Stimme; leider ist sie aber trotz eines zurückgenommenen Orchesters nur wenig hörbar.

Fazit: Ich schwanke sehr stark zwischen vier und fünf Sternen und vier erscheint mir ob des vielleicht etwas ungewöhnlichen, aber beeindruckendne Dirigats, der guten Tonqualität und ein paar starker Sängerleistungen fast etwas streng. Am Ende hat der Gesamteindruck entschieden, bei dem mir doch im ganzen die Wucht und Präszen gefehlt hat. Im Booklet wird Karajan zitiert, dass er bewusst nicht die üblichen 'großen' Stimmen wollte (die Besetzung fällt ja sehr von der anderer Aufnahmen aus der Zeit ab), sondern zurückhaltenderer. Der Ansatz liegt mir eigentlich, aber so wie er hier umgesetzt ist, kommt v.a. durch die die mangelnde Präsenz und Ausstrahlung bei den Wotans, Siegfrieds und Brünnhildes zu oft mal ein wenig Langeweile auf. Dass die Rollen mit unterschiedlichen Sängern besetzt wurden, was mich schon stört, wenn ich die Aufnahme über ein paar Tage am Stück höre, war der letzte kleine Ausschlag zu den vier Sternen.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wahre Alternative, 22. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Wagner (Der Ring des Nibelungen) (Audio CD)
Das ist ein Ring, welcher musikalisch genau bringt, wonach das 'Regietheater' strebt : DAS NEUE. Hat man schon Furtwängler, Böhm, Solti gehört, zeigen sich hier ganz neue Sichtweisen.- Kein pompöses Götter- und Heldendrama sondern Schicksale, welche berühren. Dem transparenten Orchesterklang der Berliner Philharmoniker (keineswegs 'kammermusikalisch' wie immer gesagt, man höre 'Wotans Abschied' oder den 'Trauermarsch')stehen gelungene Sängerexperimente entgegen: Janowitz in ihrer besten Zeit, Crespin eine Brünnhilde mit weiblichen Gefühlen,der Sinneswandel in der Todesverkündigung ist hörenswert. Dernesch, zwar ein lyrischer Mezzo, hier aber noch mit der nötigen Höhe, Stewart ein Wotan der zu Brünnhilde wirklich im 'Selbstgespräch' spricht und nicht 'donnert'. Ausgezeichnete Rheintöchter, Walküren und Nornen ergänzen die (bis auf die Siegmund/Siegfrieds) hochinteressante Sängergilde. Wer sich dazu noch die neuaufgelegte DVD vom Rheingold holt um so auch den Eindruck des großartigen Bühnenbildes von Schneider-Siemmsen zu bekommen, der hat eine Dokumentation eines der schönsten 'Ringe' des 20. Jh. Und das war genauso auf der Bühne zu sehen, also keine 'reine' Studioproduktion !
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72 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine 20 Jahre alte Liebe oder Bekenntisse eines Süchtigen, 11. September 2002
Von 
Havauka (Regensburg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Wagner (Der Ring des Nibelungen) (Audio CD)
Gerne erinnere ich mich an die Zeit, in der ich mit 16 Jahren am hellen Tag die Rolladen herunterzog, das Licht ausschaltete, mit Hilfe der Taschenlampe den Schallplattenspieler bediente und das Bett aufsuchte, die Taschenlampe wieder ausknipste und die Kopfhörer aufsetzte, um mir damit in der verdunkelten Horizontallage Karajans Power-Ring "reinzuziehen".
Wie hatten mich damals das herrliche Orchester und die transparente Ausgewogenheit des Gesamtklangs fasziniert!
In welche Suchtzustände hatte mich damals die tolle Musik versetzt!
Heute über 20 Jahren später, habe ich mir die gleiche Aufnahme als CD-Set gekauft. Das Ergebnis: die alte Liebe ist wiedergekehrt! Ich bin seitdem wieder Wagner-süchtig!
Um Unterschied zu früher ist mir heute allerdings klar, daß das Herausragende an dieser Aufnahme im Faszinosum Karajan zu finden ist.
Schon allein die Tatsache, daß er auf fast alle berühmten "Wagner-Kanonen" (so wie Karajan sie selber nannte) der damaligen Zeit verzichtet hat, um mit einer "anderen" Sängergeneration diese Musik neu zu interpretieren, ist beeindruckend.
Zusammenfassend kann man zu dieser Aufnahme folgendes sagen:
(1) Im Vordergrund steht die Musik und ihre Gestaltungsmöglichkeit, und nicht der Sänger.
(2) Karajan hat mit Sänger zusammengearbeitet, die er nicht "begleiten" mußte, sondern mit denen er gemeinsam Musik gestalten konnte.
(3) Diese Sänger haben nicht immer den Tonumfang, den man damals wie heute von einem gestandenen Wagner-Sänger erwartet. Trotzdem zeichnen sich alle Sänger durchwegs durch eine starke Musikalität aus, die sich durch eine deutliche Sprachgestaltung und eine hervorrangende Anpassung an den musikalischen Fluß definiert.
(4) Man muß dieser Aufnahme die Chance geben, sich an sie durch mehrmaliges Hören zu gewöhnen. Vieles klingt auf dem ersten Blick fremd, was sich dann aber durch öfteres Wiederholen in mehr als Wohlgefallen auflöst.
Ich empfehle, den Hörgenuß nicht aktweise, sondern in Szenen innerhalb der Akte aufzuteilen. Spätestens nach dreimaligem Repetieren stellt sich dann ein Rauschzustand ein, der durch keine Entziehungskur geheilt werden kann.
(5) Ich möchte diese Aufnahme mit keiner anderen tauschen. Herr Doktor, sie können mich jetzt therapieren! Aber ich versichere Sie, ich bin unheilbar.
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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Alternative zu Solti, 8. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Wagner (Der Ring des Nibelungen) (Audio CD)
Karajans Ring bietet gegenüber dem mitunter etwas schweren Orchesterklang der Solti-Aufnahme eine erstaunlich frische, transparente und damit relativ moderne Alternative, auch wenn dem Klang dadurch mitunter ein wenig Fülle verloren geht.Die Sänger sind denen der Solti-Aufnahme weitgehend ebenbürtig.Im Rheingold sind Fischer-Dieskaus Wotan und Gerhard Stolzes Loge bei weitem vorzugswürdig.Thomas Stewart ist jedoch nicht immer so präsent wie Hans Hotter, was jedoch nur an wenigen Stellen (z.B. beim ersten Auftritt Wotans im 1.Akt Siegfried stört). Ich habe die Investition nie bereut.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein genialer und absolut höhrenswerter Ring!!!!!!!!!!!!!!!!!!, 5. November 2009
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Wagner (Der Ring des Nibelungen) (Audio CD)
Gott sei Dank gibt es immer noch Überraschungen im Leben. So geschehen als ich mir den Ring unter Karajan zulegte und gleich anhöhrte. Ich ging mit etwas Skepsis an diese Aufnahme, da ich in den vorigen Rezensionen mehrfach "kammermusik artiger Orchesterklang" und ähnliches laß. Aber die Skepsis wich alsbald und Begeisterung machte sich breit.
Die Rollen sind alles in allem sehr gut besetzt. Mit einigen kleinen Ausnahmen jedoch, die ich als Wagner - und Ring Fan anbringen muss. Alberich ist nicht optimal besetzt. Für mich ist und bleibt Gustav Neidlinger " Der Alberich " schlechthin. Zoltan Kelemen ist gut, aber reicht eben nicht an Neidlinger heran. Die Brünnhilde ist mit Regine Crespin und Helga Dernesch heutigem Standard optimal besetzt. Dem Vergleich mit den 50 iger und 60 iger Jahren müssen sie sich jedoch geschlagen geben. Birgit Nilson und Astrid Varnay haben die Partien souveräner, besser ( stimmlich wie Artikulierung ) gesungen, das ist einfach so! Gleiches gilt für den Siegfried. Jess Thomas und Helge Brilioth singen gut, aber an Wolfgang Windgassen kommen sie nicht vorbei. Auch er singt souveräner und besser als die zwei anderen!

Das wars aber auch schon was ich zu bemängeln hatte. Jetzt wieder positives. Ein von A bis Z schlüssiges, souveränes und einfach nur geniales Dirigat von Karajan! Seine Verbundenheit mit Wagners Musik kommt im ganzen Ring durch. Das Orchester, die Berliner Philharmoniker sind in diesem Ring unter Karajan eine echte Alternative zu den Wiener Philharmonikern unter Solti! Ein phänomenaler, transparenter, bombastischer Orchesterklang! Ich finde jedoch dass Karajan den Spannungsbogen als ganzes, von Rheingold bis Götterdämmerung noch besser hinbekommt als Solti. Er geht meiner Meinung nach noch mehr ins Detail, noch differenzierter, noch dramatischer, noch genialer stellenweise als dies Solti gelang.

Deshalb, alles in allem betrachtet, ist der Karajan Zyklus für mich eine richtige Offenbarung. Von mir gibt es 5 Sterne! Ein Muss für alle Wagner, Ringliebhaber und Fans. Ebenfalls kann ich diesen Zyklus als Einstieg in die Ringthematik und Wagnermusik bezeichnen.
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32 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für eine Aufnahme, 11. Dezember 2003
Von 
Gunnar "gunnarmerkert" (Großbettlingen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Wagner (Der Ring des Nibelungen) (Audio CD)
Ich besitze mittlerweile 4 Gesamtaufnahmen vom großen Wagner Ring (Böhm, Boulez, Levine und Solti). Und ich muß sagen, diese Aufnahme ist die wirklich beste.
Karjan führte die Opern ja immer in einem Abstand von einem Jahr auf. Ließ sich also 4 Jahre Zeit und inszenierte wie meistens die Oper auch selber. Schade, daß TV-Aufzeichnungen damals noch nicht üblich waren. Aber nun zur Aufnahme selber.
Karajan dreht das Orchester absichtlich zurück, damit die Sänger nicht immer regelrecht schreien müssen, um nicht vom Orchester überdeckt zu werden. Es war also pure Absicht, den Ring eher kammermusikalischer zu präsentieren, was auch voll gelungen ist. Es stehen im Orchesterklang nicht immer nur die Blechbläser im Vordergrund, sondern auch die Hölzer und Streicher sind zu erkennen. Karajan hat in jeder Oper neue Sänger, was ungewöhnlich ist, weil die meisten die Besetzung während des Ringes nicht verändern. Der einzige der nochmal auftaucht ist Thomas Stewart als Wotan in der Walküre und als Wanderer. Man muß sagen, daß er wirklich eine klasse Partie abliefert. Die Sänger des Siegriedes sind nicht ganz so stimmgewaltig wie seinerseits Windgassen, aber sie sind etwas feiner und auch hörenswert und zeigen, daß der Siegfried nicht unbedingt immer herausgeschmettert werden muß. Aber sie hatten es seiner Zeit schwer, denn die legendäre Besetzung, Windgassen als Siegfried und Birgit Nilson waren damals das non plus ultra und in diese Kerbe schlägt Karajan nicht hinein und deswegen ist sie einzigartig. Schade, daß mitte der siebziger Jahre nur das Rheingold für das TV produziert wurde, es wäre ein Highlight geworden. Karajan war und bleibt bei Wagner einfach das Maß aller Dinge.
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25 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Karajans Heldentat, 16. März 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Wagner (Der Ring des Nibelungen) (Audio CD)
Wie kein anderer hält Karajan die Balance zwischen Magie und Nüchternheit und schafft damit neben seinen "Meistersingern" eine der beglückendsten Wagner-Aufnahmen. Der Maestro treibt Orchester und Sänger zu Höchstleistungen an, was vor allem der Glaubwürdigkeit der Figuren zu Gute kommt. Man höre nur die Szene zwischen Alberich und Hagen im 2. Akt der "Götterdämmerung"!!
Obwohl einzelne Sänger(Helga Dernesch, Jess Thomas, Helge Brilioth)nicht die stimmliche Präsenz anderer Aufnahmen besitzen, verzaubern doch viele großartige Rollenportraits: Gerhard Stolze ist der beste Loge/Mime in der Ring-Diskographie. Nirgendwo sonst hört man ein so ungleiches Riesenpaar mit einem großartigen Martti Talvela (Fasolt) wie bei Karajan. Dietrich Fischer-Dieskau übzeugt als jugendlicher Wotan im "Rheingold". Aber vor allem Thomas Stewart zeigt im 2. Akt der "Walküre" dass für diese Rolle mehr als nur stimmliche Potenz nötig ist. Mit Jon Vickers (Siegmund), Karl Ridderbusch (Fafner/ Hagen) und Josephine Veasey (Fricka)könnte man die Lobeshymnen weiter fortsetzen.
Betrachtet man die Gesamtleistung von Orchester und Sängerensemble, hat dieser "Ring" noch einen sechsten Stern verdient.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wagner wunderschoen, 2. Juni 2010
Von 
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Rezension bezieht sich auf: The Originals - Wagner (Der Ring des Nibelungen) (Audio CD)
Alle Rezensenten die diesen Karajan Ring der nun immerhin schon 50 Jahre "alt" ist und jung klingt wie gestern eingespielt preisen haben wirklich recht. Einen Aspekt moechte ich anfuegen - Karajan bringt es fertig mit seinem Orchester das spielt wie ein Saenger singen soll und seine ausgezeichnete Riege von Interpreten die Schoenheit der Wagnerschen Musik herauszuarbeiten.

Die lyrischen Passagen sind schoen wie nie gehort. Schoenheit ist vielleicht nicht das Attribut das einem bei Wagner zuerst einfaellt - Karajan bewies das dies falsch ist. Ich habe noch nie so viele wundervolle lyrische und poetische Passagen im Ring gehoert.

Wer glaubt den Ring zu kennen der muss Karajan gehoert haben um ihn neu zu entdecken. Voellig neu. Ich bin schlicht begeistert davon...
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16 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ONE RING TO RULE THEM ALL!, 20. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Wagner (Der Ring des Nibelungen) (Audio CD)
Aus mächt'ger Töne Feuersbrunst
schuf Richard einst dies hehre Werk
von seltner Spiel- und Sangeskunst -
welch Denkmal kühner Geistesstärk'!

Doch ach! WER wär der Dirigent,
der s o l c h e Kunst sein eigen nennt,
dass des umstrittnen Meisters Willen
meisterhaft er könnt' erfüllen?

Du fragest noch?
Dort steht der Held!
Pomade ziert sein graues Haar!

Wenn seine Hand nun steigt und fällt
erklingt Musik ganz wunderbar!

Vom dunklen Rheinesgrunde her
schwillt an ein goldnes Wellenmeer,
kristallnes Glitzern gleißet auf -
Welch Drama nimmt jetzt seinen Lauf!

Wildes Jagen!

Banges Zagen!

Kühnes Wagen!

Bitt'res Klagen!

Ambrosia mischt sich hier mit Blut -
Und Schalkheit mit Posaunenwut!

Nun fort und fort ergießet sich
der Instrumente schlanker Klang
mal schmeichelnd, manchmal fürchterlich
zu ausdrucksstarker Sänger Sang.

Es glänzt das Blech -
es raunt das Holz -
der Streicherton brillieret schier -

wie wär der alte Wagner stolz
auf Karajan, das Wundertier:

Denn wo so mancher Dirigent
sich heillos in Bombast verrennt
und zäh und schwülstig, ohne Verve,
dem Hörer raubt den letzten Nerv,

da leuchtet hell und sternenklar
dies Kleinod transparenter Wucht!

Des Maestros Musikantenschar
tut hier, was seinesgleichen sucht!!!
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29 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sternstunde^, 7. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Wagner (Der Ring des Nibelungen) (Audio CD)
Über Karajan ist viel Unsinn geschrieben worden. Eine geradezu törichte Mode ist es geworden die Größe dieses Dirigenten herab zu setzen. Sicher, er war ein Mann, der Bedürfnisse der Emporkömmlingle des Adenauerschen Wirtschaftswunders bediente. Doch das sind Randerscheinungen.
Eine Rezension dieser Einspielung wäre mir gleichgültig, denn alles Reden über Musik ist fragwürdig. Aber es gilt, Gerechtigkeit walten zu lassen. Und "Karajans Ring" nimmt eine bis dato nahezu singuläre Stellung ein. Der Mann läßt Wagner selbst sprechen. Er gibt den Wagnerschen Ideen Raum. Wagner wollte nicht nur einen "tiefgründigen", großen "Opernzyklus" komponieren, sondern er wollte einen Ur-Kampf beschreiben. Die Weiterungen daraus sollten dem würdigen Leser vertraut sein. Karajan nimmt Wagner ernst. Für ihn ist er mehr als ein Steinbruch, der ihm Material zur Feier des eigenen künstlerischen Selbst liefert: er dient dem Werk.
Man mag sagen, dass Solti in "seinem" Ring die größeren Stimmen aufbiete. Dem stimme ich in Teilen zu; aber der Mann ging geradezu brutal auf das Werk los. Nach langen Jahren ist es mir immer noch ein Rätsel, warum seine "Deutung" des Werkes gefeiert wird...
Wer Ohren hat, der höre. Es ist ein Kinderspiel, die Merkmale zu identifizieren, die einem Werk in einer Einspielung Dauerhaftigkeit verleihen. Karajans Vorzug ist das Gehör und der Wille. Mehr braucht eine GÜLTIGE Einspielung des Titanenwerks von Richard Wagner nicht.
Was Wagner sagen wollte, sollte dem Hörer aus der persönlichen Auseinandersetzung (Partituren, ergänzende Texte) bekannt sein. Man sollte wissen, worum es geht. Das ist das erste wesentliche. Zum zweiten sollte man es als Gnadenakt auffassen, wenn die Musik in technischer Hinsicht nahe am Werk dar geboten wird. Hier verdienen sich Karajan und seine Getreuen das höchste Lob. Alles weitere erschließt sich dem Hörer aus der Aufnahme. Oder ihm ist ohnehin nicht zu helfen.
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