Kundenrezensionen

3
4,0 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
3
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Shadow King
Format: Audio CDÄndern
Preis:19,73 €+3,00 €Versandkosten

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Februar 2008
Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre gab es im Bereich des melodischen Rock/ AOR immer wieder Versuche, mit sog. Supergroups in den lukrativen Markt zu stoßen: In THE STORM versammelten sich Ex-JOURNEY-Mitglieder mit anderen arrivierten Musikern der Szene, bei BAD ENGLISH kam es zum Gipfeltreffen zwischen John Waite, Neal Schon (Santana, Journey), Jonathan Cain (Journey, The Babys) und Ricky Phillips (The Babys) usw..

Auch bei der Band SHADOW KING trafen sich 1991 wahre Ausnahmekönner, die sich allesamt ihre Sporen bereits verdient hatten:

Über Lou Gramm (voc) muß man sicher nicht viele Worte verlieren. Der Mann mit der unvergleichlichen Rockröhre hatte mit FOREIGNER bereits seit den späten 70ern mit zahlreichen Hits wie "Urgent", "Juke Box Hero", "Say You Will", "I Want To Know What Love Is" Rockgeschichte geschrieben. Gramm hatte sich mit seiner Stammband, die mit dem Sänger Johnny Edwards das Album "Unusual Heat" veröffentlichte, entzweit und suchte nun nach den Solo-Ausflügen "Long Hard Look" und "Ready Or Not" sein Glück in einem neuen Bandgefüge.

Vivian Campbell (git) galt nach seiner fulminanten Kollaboration mit Ronnie James Dio auf den DIO-Scheiben "Holy Diver" und "The Last In Line" als einer der talentiertesten Flitzefinger der Szene. Dies war auch David Coverdale zu Ohren gekommen, der sich in seiner Band WHITESNAKE immer schon gerne mit Gitarrenhelden umgeben hatte, als er Ersatz für Micky Moody und Bernie Marsden suchte. Campbell durfte sich im bandinternen Wettstreit dann mit dem Überflieger John Sykes messen, was zu erheblichen Reibungsverlusten führte und die Ära Campbells bei der weißen Schlange beendete, bevor er sein Können als Songwriter auf einem Album unter Beweis stellen konnte.

Bruce Turgon (Bass) hatte sich vor allem als Songwriter (u.a. für John Wetton) einen Namen gemacht und bereits seit längerem mit Lou Gramm und auch mit FOREIGNER zusammen gearbeitet. Das Quartett komplettierte sich mit Kevin Valentine am Schlagzeug, der später für Fred Coury bei CINDERELLA einsteigen sollte.

Das Plattenlabel Atlantic soll über den Austritt Gramms aus der Band FOREIGNER zwar nicht erbaut gewesen sein, immerhin spendierte es dem Sänger für dieses vielversprechende Projekt aber mit Keith Olsen einen wahren Starproduzenten, der mit Acts wie Fleetwood Mac, Rick Springfield, Santana, The Babys, Sammy Hagar, Whitesnake, Ozzy Osborne, Scorpions und Heart zusammengearbeitet und auch an erfolgreichen Soundtracks wie Footloose, Flashdance, Vision Quest, Top Gun usw. mitgewirkt hatte.

Trotz dieser nicht ganz ungünstigen Startvoraussetzungen war dem Album kein großer kommerzieller Erfolg und der Zusammenarbeit der Musiker keine lange Dauer beschieden. Dem Vernehmen nach entwickelte sich keine wirkliche Zusammenarbeit zwischen den Musikern. Campbell äußerte später in einem Interview, daß sich vor allem Turgon während der Aufnahmen als sehr dominant erwies und die Aufnahmen sich wie die Produktion eines Soloalbums gestalteten. Turgon seinerseits verhehlte nie, daß er von Anfang an gegen die Aufnahme seiner Songideen in einem Bandgefüge gewesen war. Er hätte es vorgezogen, die Scheibe allein unter Banner seines langjährigen Weggefährten Gramm zu veröffentlichen

Dennoch handelt es sich bei dem Album zweifellos um einen Klassiker des melodischen Rock/ AOR. Gramm ist stimmlich noch in Hochform und Vivian Campbell zeigte auf, daß er auch in ruhigeren, melodischeren Gefilden sicher unterwegs ist. Das Album beginnt in "What Would It Take" mit einem schnörkellosen Rocker mit überzeugendem Chor im Refrain. Auch die zweite Nummer "Anytime, Anywhere" besticht vor allem durch das starke Riff und den treibenden Rhythmus. Mit "Once Upon a Time" wird es dann etwas getragener, obwohl es sich keineswegs um eine Ballade handelt. Das Gitarrensolo beginnt stürmisch und man wünscht sich, Campbell würde nicht ganz so rasch den Fuß vom Gas nehmen. Mit "Don't Even Know I'm Alive" folgt ein Poprocker, der augrund des ohrwurmartigen Refrains Hitqualität aufweist . Auch die übrigen Songs sind keineswegs zu verachten. Keith Olsen hält im übrigen Ballade "Russia" am Ende des Albums für die stärkste Vokalleistung in Gramms Schaffen. Campbell glänzt hier mit fast klassisch anmutender Begleitung auf der akustischen Gitarre.

Das Album ist ein absolutes Muß für FOREIGNER-Fans und dürfte auch Liebhabern melodischen Classic Rocks sicher gefallen. Turgon veröffentlichte später Soloalben, Gramm stieg vorübergehend wieder bei FOREIGNER ein, bis er schwer erkrankte, Kevin Valentine zog es zu CINDERELLA und Viv Campbell hat bei den britischen Poprockern DEF LEPPARD seit Jahren sein Altenteil gefunden.
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juli 2003
Nach dem erneut sehr erfolgreichen 87'er-Album "Inside Information" beschlossen die beiden Köpfe von Foreigner Mick Jones (Gitarrist) und Lou Gramm (Sänger) wegen "künstlerischer Differenzen" zukünftig getrennte Wege zu gehen. Mick suchte sich einen neuen Frontmann und veröffentlichte ein weiteres (schwaches)Foreigner-Album, während Lou Gramm zusammen mit seinem langjährigen Freund Bruce Turgon, Kevin Valentine und dem Ausnahmegitarristen Vivian Campbell "Shadow King" aus der Taufe hob.
Das Debütalbum ist auch heute noch ein Lehrstück des AOR und schrammt nur ganz knapp am fünften Stern vorbei.
Absolute Highlights sind die Kracher "Anytime, anywhere", "Boy" und die Powerballade "Don't even know I'm alive".
Leider ging das Album damals völlig unter und der Rest ist schnell erzählt.
Vivian Campell stieg bei Def Leppard ein und die Band löste sich auf. Lou Gramm kehrte einige Jahre später wieder zu Foreigner zurück.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Januar 2014
1991 , für Lou Gramm das Jahr 1 nach Foreigner. Nach dem Lou Gramm Mai 1990 Foreigner verließ und sein 2. veröffentlichtes Studioalbum deutlich hinter den internationalen Anspruch eines Foreigner Mitglied's lag , reifte der Gedanke zu einer eigenen Band. Mit seinem langjährigen musikalischen Begleiter Bruce Turgon und den Ausnahme - Gitarristen Vivian Campbell sowie Drummer Kevin Valentine hob man "Shadow King" aus der Taufe. Namentlich angelehnt an Lou Gramm's jahrelangen Bevormundung durch Mick Jones bei Foreigner. Das Material stammt 90 Prozent aus der Feder des Autorenteam's Turgon/Gramm. Oktober 1991 erschien nun das selbstbetitelte Album. Mit Keith Olsen verpflichtete Atlantic Records einen Erfolgsproduzenten , der schon Band's wie Fleetwood Mac , Loverboy oder auch Foreigner betreute. "What Would It Take" beginnt so wie Gramm eigentlich nie klingen wollte! Kalte Synthesizerpassagen mit einer später einsetzenden Rhythmusgitarre: Gramm steigt gleich in die brüchige Rhythmik ein und steigert die Spannung bis zum fast melodischen Refrain. Als Einstieg ganz passabel , mehr aber auch nicht. "Anytime ,Anywhere" ist ein typischer Turgon/Gramm - Rocker und erinnert vom Songaubau an Material Gramm's Solo - Alben. Mit "Once Upon A Time" schafft die Band endlich etwas AOR - Atmosphäre. Der pumpende Beat läßt die Mid - Nummer viel Entwicklungspotenzial mit einem typischen Grammschen Mitsingrefrain ;-) Die kraftvolle Ballade "Don't Even Know I'm Alive" besitzt viele gute Ansätze , wirkt aber nicht richtig durchproduziert! Hier klingt Gramm ganz im Sinne seiner Hausband Foreigner. Erster vermeintlicher Höhepunkt mit Ohrwurm - Qualität. "Boy" mit seinen kalten Power - Riff's rockt ohne Seele. Hinterlässt eher den Eindruck eines "Füllsongs". Jetzt folgt die Single - Auskopplung "I Want You". Schwerfällig mit aufgelockerten Beat und eingängiger Melodik rockt Shadow King und geben ihrem Album ein "Stil - Gesicht". Absolutes Highlight ist das folgende "This Heart Of Stone"! Hier stimmt einfach alles: Kurzes knackiges Intro , im Hinterkopf immer eine Melodieline und ein Gramm in Bestform. Der Mid - Rocker ist klar auf Charteinstieg getrimmt. "Danger In The Dance Of Love" macht da weiter wo der Vorgänger aufhörte , nur gelingt es hier nicht wirklich das Niveau zu halten. Trotzdem klar Daumen hoch! "No Man's Land" öffnet sich erst nach mehrmaligen hören. Wie eine ruhige Ballade beginnend , rockt es dann im Midtempo gekonnt weiter. Zum Abschluss gib es dann eine "waschechte" Ballade! Vivian Campbell und Lou Gramm erschaffen ein sehr schlichten aber beeindruckenden Opus. "Russia" besteht aus einem sauberen melodischen Akustikgitarrenspiel mit einem melancholisch klingenden Lou Gramm. Wie Produzent Keith Olsen später in einem Interview äußerte: "Mit Russia liefert Lou Gramm seine stärkste Gesangsarbeit ab..." Gänsehaut pur! Fazit: Sauber und Druckvoll produziertes Album , das sehr gut auf CD gebannt wurde. Leider kann das Material nicht ganz überzeugen. Atlantic Records unterstützte diese Produktion leider nur halbherzig , da man immer noch die Trennung Lou Gramm's von Foreigner argwöhnisch beäugte! Die am 13.Dezember 1991 groß angelegte Bewerbung Shadow King's durch ein Konzert im Londoner Astoria konnte da auch nicht helfen... Wer durch das mitwirken Lou Gramm's eine an Foreigner angelehnten Opus erwartet , wird etwas enttäuscht sein. Leider schlägt er aber auch keine Brücke zu seiner blues - rockigen Vergangenheit mit "Black Sheep"... Trotzdem ein klares Muss für die Foreigner - Sammlung ;-)
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen

The Lou Gramm Band
The Lou Gramm Band von Lou Gramm (Audio CD - 2009)

Ready Or Not
Ready Or Not von Lou Gramm (Audio CD - 1987)