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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen28
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am 7. Oktober 2005
"Crest of a knave" wird allgemein als bestes Jethro Tull-Album der 80er angesehen. Diese Mutmaßung ist durchaus nachvollziehbar, wenn die Scheibe auch für eingefleischte Fans der besten Tull-Jahre in den späten 60er und 70er-Jahren sicherlich gewöhnungsbedürftig erscheint. Gründe hierfür sind die etwas verfremdete, nicht mehr ganz so charismatisch rüberkommende Stimme des in dieser Phase von Stimmbanderkrankungen geplagten Ian Anderson sowie die zwar gute, aber irgendwie nicht mehr ganz so handgemacht wirkende Produktion. All dies führt dazu, dass das natur- und geschichtsbezogene Flair früherer Tull-Veröffentlichungen nicht erreicht werden kann. Dies muss jedoch auch gar nicht der Anspruch dieser Platte sein. Es handelt sich vielmehr um ein Album mit stark und virtuos durchkomponierten und von herausragenden Musikern eingespielten Rock-Songs, unter denen sich einige auch für Ian Anderson's große Verhältnisse sehr starke Lieder befinden:
Der rockige Opener "Steel monkey" ist ein enorm schwungvolles Stück mit hochinteressanten Lead-Gitarren-Parts. Es folgt "Farm on the freeway", ein groß angelegtes, vielseitiges Opus, das seine eigene kleine Geschichte zu erzählen weiß.
Düsterer Folk-Rock wird dann auf "Jump start" geboten, bevor das extrem lässige "She said she was a dancer" und das qualitativ etwas abfallende "Dogs in midwinter" auf das absolute Highlight "Budapest" hinleiten. Letzterer Song wird vom großen Anderson selbst als sein Meisterwerk betrachtet. Das 10-minütige Folk-Rock-Opus begeistert mit eingängigen Akkordfolgen und einer leicht düsteren, rauchigen Nachtclubatmosphäre. Da ist jeder Ton bewusst gewählt und in ein perfektes Arrangement eingearbeitet.
In der Folge gefällt zwischen "Mountain men" und "Raising steam" vor allem das melancholische "The waking edge", ein sanfter musikalischer Gruß zum morgentlichen Erwachen.
"Crest of a knave" ist somit nicht die absolute Offenbarung für Jethro Tull-Freunde "der alten folkigen Schule", aber dennoch ein qualitativ hochwertiges Rock-Album mit einigen interessanten Songs, das in keinem vollständigen Rock-Plattenschrank fehlen sollte.
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am 4. Oktober 2005
Dieses Album zählt zu Jethro Tull's fünf besten Alben. Wie jede Band, die am Markt schon etwas länger existieren, haben auch Jethro Tull es zunehmend schwerer gehabt, im Rahmen ihres bekannten Stils Neues zu kreieren. Die üblichen Kritiker zu überzeugen, fällt eh immer schwerer. Crest of an Knave war gewissermaßen ein "Back to the Roots"-Album, nachdem Jethro Tull sich zu Beginn der 80er wie so viele andere mit dem Synthesizer auseinandergesetzt hatten. Der Opener Steel Monkey fängt dann noch mit einer Synthiesequenz an, weiß aber als straightes Rockstück durchaus zu gefallen. Farm on the Freeway ist dann schon ein erster Höhepunkt, ein 6minütiges, sehr komplexes Stück, welches live heute noch zum Repertoire gehört. Jump Start ist ein geniales Stück, welches auf wunderbare Weise Akustikgitarre mit den Rockelementen verbindet. Höhepunkt in diesem Stück ist ein "Soloduell" zwischen Ian's Flöte und Martin's E-Gitarre. Bei Said she was a Dancer kommt Ian in Dire Straits-Manir daher. Dogs in the Midwinter ist ein flottes, eingängiges Stück, in dem die Flöte dominiert. Budapest ist Jethro Tulls vielleicht bester Song. 10 Minuten werden alle Elemente wie Rock, Folk, Akustik etc. miteinander vereinigt und kommen federleicht daher. Budapest wird auch nur ganz selten mal nicht auf einem Konzert gespielt. Ich hoffe sehr, dass Ian Anderson noch einmal einen solch großen Wurf landen kann. Die abschließenden drei Songs mit "Raising Steam" am Ende, ein Song, der ohne Flöte auskommt und richtig nach vorne stampft, runden das Gesamtbild noch ab. Der Bonustrack ist klasse, gehört aber eigentlich nicht auf das Album, wirkt irgendwie deplatziert. Wahrscheinlich der Grund, warum es auf dem Original nicht drauf ist.
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am 7. Februar 2005
Zugegeben, die Dire Straits-Assoziationen kommen nicht von
ungefähr, da selbst der Gesang Ian Andersons stellenweise nur bei genauem Hinhören von dem Mark Knopflers zu unterscheiden ist.Trotzdem kein Vorwurf an die Mannen von Jethro Tull. Die
Dire Straits-Fans hätten sich bestimmt gefreut, wenn Mark Knopfler und seine Jungs anno 87 ein Album dieser Güteklasse
herausgebracht hätten, das als das fehlende Bindeglied zwischen BROTHERS IN ARMS und ON EVERY STREET hätte fungieren können.
Doch zurück zu Jethro Tull. Sicherlich war dieser für J.T. neue Gitarrensound auch beabsichtigt, da man nach dem lausigen
LAP OF LUXURY und der Tatsache, dass man in den zurückliegenden
zehn Jahren nur ein über Albumlänge überzeugendes Opus hingekriegt hatte (BROADSWORD), unter Zugzwang stand. Insbesondere "Said She Was A Dancer", "Farm On The Freeway" und
"Budapest" (Dire Straits hin oder her) gehören allesamt zu den besten Tull-Kompositionen der 80er; übrigens sind die beiden letztgenannten Stücke noch im aktuellen Live-Programm enthalten. Auf den Drum-Computer hätte man im Opener "Steel Monkey" verzichten können, ansonsten kommt das Stück recht flott und rockig daher; ähnlich gemacht ist die Schlussnummer "Raising Steam". Da sich die restlichen Stücke ebenfalls sehr gut ins Gesamtkonzept dieses gelungenen "Grammy"-Albums einfügen, kann man endlich wieder sagen: Weiter so, Jungs. Auf jeden Fall KAUFEN!!!
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am 7. September 2001
Nach der Erfolgsstory der 60-er und 70-er Jahre machten Jethro Tull von Ende der 70-er bis Mitte der 80-er eine schwierige Zeit durch. Man versuchte, die modernen elektronischen Möglichkeiten in den Sound der Band zu integrieren und spielte damit am Ohr der Fans vorbei.
Mit dieser CD schaffte die Band um Ian Anderson 1987 schließlich die Wende: Jethro Tull besannen sich auf ihre Wurzeln (Kontrast zwischen schwerer Gitarre und Flöte) und benutzten moderne Keyboard Sounds, um die Songs abwechslungsreicher zu gestalten. Das Album, in dem auch Dire Straits Einflüsse nicht zu überhören sind, enthält echte Klassiker wie Farm on the freeway und Budapest. Ein Highlight.
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am 18. Februar 2004
An diesem Album kommt man als Fan sowie als "Neuling" nicht vorbei!
1987 bekamen Jethro Tull den Grammy "Best Performens on an Hard Rock or Heavy Metal Album" für Crest of a Knave!
Über die damals angestellten Vergleiche mit den Dire Straits sagte Ian Anderson
damals sinngemäß:"Besser mit den Dire Straits als mit den Pet Shop Boys verglichen zu werden!" Sicher hat niemand bewußt versucht Mark Knopfler zu kopieren, sondern es wurde wie bei vielen, wenn nicht allen (inzwischen ca. 40!) Alben versucht, etwas neues zu machen. Da die Band damals aus nur drei Mitgliedern bestand wurde das Album gitarrenorientiert und auch Martin Barre, der Gitarrist kann das beste aus einer Stratocaster herausholen, nicht nur Herr Knopfler...
Die Songs auf Crest... sind sehr gut ausgewogen, herrausragend ist das ca.10-minütige "Budapest", welches auch heute noch einen der Höhepunkte bei einem Livegig darstellt. Aber auch das flötenlose "Steel Monkey" hat Biss und wenn man es, so wie ich, schon Live dargeboten bekam, weiß der Rocker was er daran hat.(Nur Ian Anderson weiß nicht so recht wo er dann mit seinen Händen hin soll...).Jump Start , Dogs in the Midwinter, Farm on the Freeway, alles Stücke die man immer wieder hören mag, leider allzu selten Live. Crest of a Knave ist eins der wenigen Alben, das ich von vorne bis hinten durchhöre.
Leider kann man nicht mehr als 5 Sterne vergeben.
Tull On!!!
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am 7. Februar 2005
Zugegeben, die Dire-Straits-Assoziationen kommen nicht von ungefähr, da selbst der Gesang Ian Andersons stellenweise nur bei genauem Hinhören von dem Mark Knopflers zu unterscheiden ist. Trotzdem kein Vorwurf an die Mannen von Jethro Tull. Die
Dire Straits-Fans hätten sich bestimmt gefreut, wenn Mark Knopfler und seine Jungs 1987 ein Album dieser Güteklasse herausgebracht hätten, das als das fehlende Bindeglied zwischen
BROTHERS IN ARMS und ON EVERY STREET hätte fungieren können.
Doch zurück zu Jethro Tull. Sicherlich war dieser für J.T. neue Gitarrensound beabsichtigt, da man nach dem lausigen LAP OF LUXURY und der Tatsache, dass man in den zurückliegenden 10 Jahren nur ein über Albumlänge überzeugendes Opus hingekriegt hatte("BROADSWORD"), unter Zugzwang stand. Insbesodere "Said She
Was A Dancer", "Farm On The Freeway" und "Budapest"(Dire Straits hin oder her) gehören allesamt zu den besten Tull-Kompositionen der 80er; übrigens sind die beiden letztgenannten Stücke noch im aktuellen Live-Programm enthalten. Auf den Drum-Computer hätte man im Opener "Steel Monkey" verzichten können, ansonsten kommt das Stück recht flott und rockig daher; ähnlich gemacht ist die Schlussnummer "Raising Steam". Da sich die restlichen Stücke ebenfalls sehr gut ins Gesamtkonzept dieses gelungenen "Grammy"-Albums einfügen, kann man endlich wieder sagen: Weiter so, Jungs. Auf jeden Fall KAUFEN!
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TOP 1000 REZENSENTam 30. April 2015
Der ganze Werdegang des 1987 mal wieder bei Chrysalis erschienenen 16.Studioalbums der britischen Prog-Rocker Jethro Tull ist schon beachtlich.
1984 hatte der kreative Kopf und uneingeschränkte Mastermind Ian Anderson viele Fans mit dem Album "Under Wraps" verschreckt oder sogar verärgert.Künstlich,kühl wirkender Klang,Drum-Machines,viel Elektronik...für viele eine Zumutung.
Dann erwischte ihn eine böse Stimmbänderentzündung,die infrage stellte,ob er jemals wieder würde singen können/dürfen.
Nach dreijähriger Pause erschien nun "Crest Of A Knave" ...und gewann prompt eine begehrte Auszeichnung für das "beste Hard-Rock/Metal" Album,was Ian Anderson,gerade,weil die favorisierten Metallica darauf eher ungnädig reagierten, zu einigen Possen und diebischer Freude veranlaßte.Ua machte er publik,daß die Querflöte ja ein Heavy Metal Instrument sei.
Man merkt dem Album an,daß Anderson wieder zurück wollte zu gewohnteren Klängen;von Peter-John Vettesse hatte er sich schon getrennt,die Band bestand außer ihm nun nur noch aus Dave Pegg und Martin Barre.
Von elektronischem Drumming und dem Einsatz von Synthesizern mochte er sich aber dann doch nicht so ganz trennen.
So klingt auch "Crest Of A Knave" im Vergleich zu älteren Scheiben wiederum etwas steril,jedoch nähert er sich seinem alten "echten" Sound wieder etwas an.
Für einige Tracks werden mit Doane Perry und Gerry Conway zwei Schlagzeuger aus Fleisch und Blut beschäftigt,immerhin.
Andersons Stimme sollte nie wieder ganz die alte werden,was man hier besonders deutlich hört.
Dafür darf Barre an der Gitarre mehr nach vorne treten,was den Rock-Appeal der Musik ggü dem Vorgänger erhöht.
Insgesamt gehört "Krest Of A Knave" für mich keinesfalls zu den besseren Alben der Band;ich würde die Scheibe eher im unteren Bereich ansiedeln.
Der Sound hängt noch immer in den 80ern fest,die Melodien sind OK,aber keineswegs überragend,das Album bietet keine Highlights der Bandhistorie,meine ich.
Dennoch klingt das alles sehr gefällig und solide,macht streckenweise durchaus Spaß,allerdings ohne wirklich zu packen,zu bewegen oder zu begeistern.
Wer andere Alben dieser,mit "Crest Of A Knave" eingeleiteten Bandphase mag,wie zB "Catfish Rising" oder "Rock Island",wird auch hier wohl keine Enttäuschung erleben.
Wer nur Alben,wie "Songs From The Wood", "Heavy Horses" oder gar ganz alte Scheiben,wie "Thick As A Brick" kennt,wird sich auf den glatteren Sound und die teils beliebigeren Tracks erst einstellen müssen.
Der CD-Remaster von 2005 klingt nicht nur etwas besser,als die alte CD-Veröffentlichung,mit einem raren Bonus-Track ist sie eindeutig der bessere Deal.
Alle JT-Remasters sind klanglich überaus gelungen,auch die Dynamikwerte sind OK.
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am 17. November 2003
Ian Anderson ist nach einigen Versuchen mit Synthie und Keyboard - sogar Geigen auf "A" - zum Rock zurückgekehrt. Fast alle Songs reißen einen richtig mit. Als Highlights sehe ich "Farm on the freeway" und "Budapest" an. Es gibt auch zwei schwächere Titel, aber insgesamt, speziell mit den sehr nachdenklichen Texten, ein unbedingt zu empfehlender Kauf!
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am 1. Februar 2016
Crest of Knave war ein schwieriges Album.
Das letzten beiden Werke, "The Broadsword and the Beast" und "Under Wraps" konnten nicht so wirklich überzeugen, bei der Tour
zu letzterem wurden die Stimmbänder von Frontmann Ian Anderson derartig strapaziert, dass bis 1987 kein neuer Output folgte, Genesung war angesagt.

Mit Crest melden sich die Progger also nun züruck und eines fällt sofort auf: Ian Anderson singt eine Ecke tiefer und Martin Barre spielt seine Gitarre dezent anders. Das alles erzeugt einen Klang, der eine Wunderbare Mischung aus älteren Tull Werken (nur eine Ecke härter) und dem Gesang und Gitarrenspiel von Dire Straits Mastermind Mark Knopfler.

Das Album beginnt mit einem kontroversen Stück: "Steel Monkey" verzichtet auf einen menschlichen Drummer, stattdessen kommt Andersons Drumcomputer (der schon "Under Wraps".. naja.. zierte) zum Einsatz, was deutlich hörbar ist. Ohne Flöte ist "Steel Monkey" sehr Tull-untypisch und auch sehr einfach gestrickt, wenn es mal progressiv wird klingt das Lied wie mein alter Sega Mega Drive. Das schnelle Tempo und Barres Gitarre machen das Lied dennoch zu einem soliden Song. Mit "Farm on the Freeway" schließt ein Lied an, dass Tull-typischer nicht sein könnte. Melodisch, teilweise härter, flötig und stimmungsvoll - mein persönliches Highlight. "Jump Start" ist für mich das, was "Steel Monkey" eigentlich sein sollte, ein eingängigeres Lied, dass dem Tull-Fan aber durchaus gefallen dürfte und spätestens hier wird klar, Jethro Tull fährt auf diesem Album die Hard Rock Schiene. "She Said She Was A Dancer" ist dann Dire Straits pur und ein eher schwächeres Lied, auch wenn ich schon öfters einen Ohrwurm davon hatte. "Dogs in the Midwinter" ist wieder Drumcomputer, aber diesmal fällts nicht so sehr auf, ein solides Lied. Aber jetzt gehts mit "Budapest" richtig zur Sache, 10 Minuten Tull pur, dennoch dauerte es bei mir lang, bis ich dieses Lied richtig zu schätzen lernte. Mountain Men ist zweigeteilt, zuerst beginnt es sehr düster und langsamer, bevor es zu einem Upbeat-Gute-Laune-Lied mutiert mit einem Refrain zum mitsingen, gewöhnungsbedürftig aber dennoch sehr gut. "The Walking Edge" ist nicht ganz so meins, "Raising Steam" ist dann wieder ein Drumcomputer-Song, wieder etwas dezenter eingesetzt und vom selben Kaliber wie "Steel Monkey", also durchwegs gut, aber nicht perfekt. "Part of the Machine" ist eigentlich nur ein Bonustrack, aber für mich ein perfekter Abschluss für "Crest of a Knave", hier zeigt Anderson, dass er nicht vergessen hat, warum wir Jethro Tull schätzen.

"Crest of a Knave" ist weniger progressiv als die Konzeptalben der frühen 70er oder die FolkProg-Alben der späten 70er. Aber nachdem nach "A" nicht mehr wirklich viel gutes von Tull kam, ist "Crest" ein tolles - wenn auch nicht perfektes - Album, eine tolle Mischung aus HardRock und Progressive Rock und hat den Grammy - den es kontroverserweise gegen Metallica gewonnen hat - verdient
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Nachdem das Selbstmodernisierungs- Experiment "Under Wraps" so richtig in die Hose gegangen war, musste Ian Anderson sich für den Nachfolger was Neues überlegen. Also wurde für die meisten neuen Songs wieder ein richtiger Drummer angeheuert, und angesichts Keyboarder Peter- John Vetteses Abschied durfte Martin Barre ganz viel rockige E- Gitarrenriffs spielen. Instrumentale Zwischenparts teilten sich meist Gitarre und Flöte, Keyboards rückten in den Hintergrund. Weil die vorangegangene Tour Andersons Stimmbänder stark angegriffen hatte, klang seine Stimme jetzt tiefer - in der Folge erinnert "Crest of a Knave" streckenweise leicht an "Brothers in Arms" von Mark Knopfler und den Dire Straits. Aber das ist ja kein schlechter Vergleich. Insgesamt emfpinde ich das Album als sehr rockig für Tull- Verhältnisse, auch wenn es wunderschöne ausgedehnte atmosphärische Passagen und einige vertrackte Rhythmen enthält. Warum das Album allerdings den "Best Metal"- Grammy gewonnen hat, verstehen nicht nur Metallica- Fans bis heute nicht. Ian Anderson selbst erklärte scherzhaft: "The Flute is a Heavy Metal Instrument".

"Steel Monkey", "Dogs in the Midwinter" und "Raising Steam" sind die einzigen vertretenen Stücke mit programmierten Drums - drei kerzengerade Rocker mit richtig fetten E- Gitarren. "Farm on the Freeway" und "Jump Start" sind geschmackvolle Midtemposongs, "Waking Edge" eine wunderschön verträumte Ballade, "Budapest" in seiner melancholisch- entspannten Überlänge das kreative Highlight des Albums. Der Rest ordnet sich so dazwischen ein. Der siebenminütige Bonustrack "Part of the Machine" wird gern mitgenommen, danke.

Ich persönlich konnte mit der folk- proggigen Endsiebziger- Bandphase nicht sooo viel anfangen, daher ist "Crest of a Knave" eines meiner Fave- Alben von Jethro Tull. Es gibt nicht viele Alben aus den Achtzigern, wo Drumcomputer so geschickt und geschmackvoll eingearbeitet wurden, dass man sie bis heute anhören kann. Dieses gehört dazu.
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