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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Souveräner Trip durch Grenzbereiche des modernen Jazz, 17. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
1970 schien die Formation um den Schlagzeuger Robert Wyatt und Keyboarder/ Bandchef Mike Ratledge auf ihrem absoluten Zenith angekommen zu sein. Nachdem die Band 1967/68 anfänglich skuril-verspielte Psychedelic Töne mit ihrem ersten Bassisten Kevin Ayers angeschlagen hatte, sorgte Ayers Bass-Nachfolger Hugh Hopper durch seine souveränere Spieltechnik für den Aufbruch der Soft Machine in die klanglichen Mysterien des modernen Jazz von Miles Davis und John Coltrane über die Minimal Music von Terry Riley und Steve Reich bis hin zu den Rock-Kollegen von Pink Floyd, Jimi Hendrix und Frank Zappa. Das Eingängsstück "Facelift" zeigt die Band in ihrem Element surrealer elektronischer Klangverfremdungen. "Slightly All The Time" hingegen ist ein außerordentlich vielschichtiger 19 Minuten-Streifzug durch swingend jazzige Themen, streng durchkomponierten Sektionen und abwechslungreichen Improvisationen. Mal geben entspanntere Stimmungen den Ton an, dann bauen rasende Ostinatofiguren von E-Bass und Schlagzeug die Spannung auf und schließlich sorgt Elton Deans melancholisches Sopran Saxophon vor den Klangwolken von Mike Ratledges Keyboards für den Farbkontrast. Im Gegensatz dazu Robert Wyatts Gesangstitel "Moon In June", der charmant im chansonhaften Stil beginnt und schließlich im Gemetzel einer explosiven Kollektivimprovisation endet. Genau in der Mitte zwischen leiseren Tönen und aggressiven Ausbrüchen endet das Doppelalbum mit dem streckenweise mantrisch- meditativ klingendem "Outbloody Rageous": Klänge von Tonbandschleifen erzeugen zunächst eine tranceartige Atmosphäre, die abrupt von dem energischen Bläserthema abgelöst werden und schließlich Mike Ratledge und Elton Dean Platz zu dramaturgisch brillanten Improvisationen machen. Vielleicht die Beste der "Softs".
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rock-Jazz, 3. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Dieses Album ist/war das kongeniale Gegenstück zu Bitches Brew. Während Miles Davis mit Bitches Brew den Rock in die Jazz-Musik holte, holen hier Soft Machine den Jazz in den Rock. Beide Scheiben ergänzen sich aufs Beste. Vom Klang, der Musik, gibts keine Ähnlichkeiten und dennoch sind beide Scheiben, gleichermaßen, die besten Fusion-Scheiben die es gibt. Jeder der 4 LP-Seiten enthält ein langes Stück, und jede Seite ist von einem anderen Musiker gestaltet. Somit ist für Abwechselung gesorgt weil alle Seiten sich musikalisch deutlich voneinander unterscheiden. Die erste Seite 'Facelift' ist ziemlich experimentell und erinnert gelegentlich an King Crimson. Die zweite Seite 'Slightly All The Time' ist klassischer Jazz vom feinsten, der so auf jeden Jazz-Album erschienen sein könnte. Die dritte Seite 'Moon in June' ist gewissermaßen der Abschied von Robert Wyatt. Hier ist Soft Machine zum letzten Mal nicht ausschließlich instrumental zu hören. Die vierte Seite 'Out-Bloody-Rageous' beinhaltet eine ordentliche Portion psychedelischer Einflüsse.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch besser als das Original!, 8. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Das Remastering von 2007 hat Teile hörbar gemacht, die auf der Original-LP und früheren CD-Versionen eher nur zu erahnen waren - und als "Bonus" ist noch eine zweite CD dazugekommen, die vorher als "Live at the Proms 1970" erhältlich war.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen those were the days, 3. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Die Scheibe drehte sich in unserer Clique zu Beginn der 70er unglaublich oft, wobei "Moon in June" und "Out-Bloody-Rageous" unsere Favoriten waren. Die beiden anderen Stücke (es war die Zeit der langen Improvisationen) waren jazziger (Slightly all the time) bzw. experimenteller (Facelift). Wyatt's Gesang auf "Moon in June" ist ein Zeugnis von lockerer Lebensfreude, eingebettet in eine frei fließende, sich nicht wiederholende Musik. Auf "Out-Bloody-Rageous" hört man zu Anfang und Ende den Einfluss von Terry Riley auf die Musik der Soft Machine, wobei der ausgedehnte Mittelteil in musikalisch-kompositorischer Hinsicht für mich das Highlight der CD ist. Immer noch sehr gut.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, 17. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Diese Scheibe fasziniert. Sie besteht hauptsächlich aus 4 Stücken, die alle eine Länge um 18 Minuten aufweisen. "Moon in June" ist hier das einzige Stück, das Gesang beinhaltet. Dominant sind experimentelle Klänge sowie Moll7/Maj/undwasweißich-Akkorde, die teilweise minutenlang wiederholt werden. Robert Wyatt trommelt voller Energie, Mike Ratledge kreiert wunderbare Akkorde am E-Piano bzw an der Orgel (meist mit Wahwah-Effekt unterlegt), Elton Dean bläst hingebungsvoll herzerwärmende Melodien und Hugh Hoppers Bass scheint durch seine Intensität (fast) alle Stücke zu dominieren.
Als ich das erste Mal "Slightly all the time" hörte trieben mir Ratledges hammergeniale Akkorde Tränen in die Augen.
Für Fans des experimentellen als auch ernsten Jazz-Rock geeignet. Für mich die Einstiegsplatte zum Jazz.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Slightly All The Time..., 9. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
1970 erschien das dritte Album von Soft Machine mit dem Titel *Third*. Das Album wurde eingespielt in der Besetzung Mike Ratledge (piano, organ), Robert Wyatt (drums, vocals), Hugh Hopper (bass) und Elton Dean (sax). Hinzu gesellten sich vier Gastmusiker.

Das Album war in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. Zunächst mal brachten sie es mit nur vier Songs auf 2 LP-Seiten und eine Gesamtlänge von 75 min. Auf der andere Seite stellt es die bemerkenswerte Entwicklung einer progressiven Band vom Rock bis hin zum Fusion dar. In der 90er Jahren habe ich über dieses Album den Satz *vom Wind der Freiheit durchwehter Rock, den der Jazz oft hochhob und in seine Gefilde entführte* gelesen, der das Album mit wenigen Worten bestens beschreibt.

Die stilistische Bandbreite umschließt Art-Rock und Fusion mit Psychedelic und sehr viel Jazz. Als Songwriter sind Mike Ratledge mit zwei Songs, Hugh Hopper und Robert Wyatt mit jeweils einem Song vertreten. Vor allem Wyatts ausgeklügelter Song *Moon In June* sticht besonders hervor, denn es ist der einzige Track der auch gesungen wird. Vorausgesetzt man kann Wyatts nöhlendes, dröges Geplapper wirklich als Gesang bezeichnen. Ratledge und Hopper schienen mit der Entscheidung Wyatts, diesen Song mit Lyrics zu versehen, nicht sonderlich erfreut gewesen zu sein. So liegt es auch ganz an ihm das komplette Stück zu tragen und die Akzente zu setzen. Hopper und Ratledge chargieren angenehm im Hintergrund.

Der Rest, wenn man so sagen will, ist von Ideen- und Facettenreichtum geprägte instrumentale Musik auf der Hopper, Wyatt und Ratledge die gesamt Bandbreite ihres spielerischen und kompositorischen Könnnes präsentieren. Nicht enden wollende Orgelexkursionen, dahinwabernde Klaviersequenzen in *Out-Bloody Rageous*. Oder das intensiv gespielte und mit einer unglaublichen Spannungssteigerung aufwartende *Facelift*. Das repräsentatiste Stück auf der CD stellte meiner Meinung nach immer *Slightly All The Time* dar. Es erscheint zwar am strukturiertesten durchkomponiert, behält aber dennoch seinen Sessioncharakter und bietet einige eher unüblichen Melodien- und Tempiwechsel. Wyatts Schlagzeug treibt den Song voran und im Herzstück kommt das Bläser-Ensemble fulminant zum Einsatz.

FAZIT: Soft Machine's 100prozentiger Klassiker...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Slightly All The Time..., 5. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
1970 erschien das dritte Album von Soft Machine mit dem Titel *Third*. Das Album wurde eingespielt in der Besetzung Mike Ratledge (piano, organ), Robert Wyatt (drums, vocals), Hugh Hopper (bass) und Elton Dean (sax). Hinzu gesellten sich vier Gastmusiker.

Das Album war in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. Zunächst mal brachten sie es mit nur vier Songs auf 2 LP-Seiten und eine Gesamtlänge von 75 min. Auf der andere Seite stellt es die bemerkenswerte Entwicklung einer progressiven Band vom Rock bis hin zum Fusion dar. In der 90er Jahren habe ich über dieses Album den Satz *vom Wind der Freiheit durchwehter Rock, den der Jazz oft hochhob und in seine Gefilde entführte* gelesen, der das Album mit wenigen Worten bestens beschreibt.

Die stilistische Bandbreite umschließt Art-Rock und Fusion mit Psychedelic und sehr viel Jazz. Als Songwriter sind Mike Ratledge mit zwei Songs, Hugh Hopper und Robert Wyatt mit jeweils einem Song vertreten. Vor allem Wyatts ausgeklügelter Song *Moon In June* sticht besonders hervor, denn es ist der einzige Track der auch gesungen wird. Vorausgesetzt man kann Wyatts nöhlendes, dröges Geplapper wirklich als Gesang bezeichnen. Ratledge und Hopper schienen mit der Entscheidung Wyatts, diesen Song mit Lyrics zu versehen, nicht sonderlich erfreut gewesen zu sein. So liegt es auch ganz an ihm das komplette Stück zu tragen und die Akzente zu setzen. Hopper und Ratledge chargieren angenehm im Hintergrund.

Der Rest, wenn man so sagen will, ist von Ideen- und Facettenreichtum geprägte instrumentale Musik auf der Hopper, Wyatt und Ratledge die gesamt Bandbreite ihres spielerischen und kompositorischen Könnnes präsentieren. Nicht enden wollende Orgelexkursionen, dahinwabernde Klaviersequenzen in *Out-Bloody Rageous*. Oder das intensiv gespielte und mit einer unglaublichen Spannungssteigerung aufwartende *Facelift*. Das repräsentatiste Stück auf der CD stellte meiner Meinung nach immer *Slightly All The Time* dar. Es erscheint zwar am strukturiertesten durchkomponiert, behält aber dennoch seinen Sessioncharakter und bietet einige eher unüblichen Melodien- und Tempiwechsel. Wyatts Schlagzeug treibt den Song voran und im Herzstück kommt das Bläser-Ensemble fulminant zum Einsatz.

Was gibt's noch zu sagen? Das Klangbild wurde durch das neue Remastering entscheidend verbessert. Die CD klingt frischer als die vorhergehende Version. Die Bonus-CD peppt zusätzlich auf, auch wenn das Song-Material bereits als Live-CD veröffentlicht wurde.

FAZIT: Soft Machine's 100prozentiger Klassiker...
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Progressive Orgie in Reinkultur. Ein fiebriger Schmelztiegel; ein tiefschürfender Monolith., 26. August 2009
Von 
Toshé "Toshé" (Inner Outer Space) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Was diese exzentrische, britische Gruppe hier auf den Grundmauern des Jazz errichtet hat, weiß auch heute noch vollkommen zu faszinieren und zu überzeugen. Wäre es übertrieben, sie die Canterbury-Punks zu bezeichnen?!
Sägende, gnadenlose und wuchtige Klangeskapaden treffen auf - In a silent way-artige - Beschaulichkeit. Extreme, die nicht nur stilistisch zelebriert werden, sondern auch mit sehr eigensinniger Instrumentierung; die Klänge wirken auch heute noch unglaublich individuell und zeitlos.
Es wirkt auch oft so, als hätte man Coltranes freie Expression in ein elektrisches Jazzrock-amalgam hineingepflanzt. Jene schiere Intensität findet hier ihre stromgewordene Entsprechung.
Und da möchte ich doch sagen, lassen diese Grenzgänger wirklich rein gar nichts auf sich kommen. Es werden höchste Ebenen erreicht und gehalten. Diese Band spielt wirklich ganz oben am Gipfel mit...
Daher bleibt mir nicht mehr als zu sagen: Third ist ein absoluter Überklassiker!!!
Ein Glanzexempel in der Musikhistorie! Sicher auch sperrig, aber einfach göttlich!!!
Gruß und intensivste Momente damit!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend und zeitlos, 8. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Bei Gott ein geniales Album.
Wer auf der Suche nach Rockmusik für Fortgeschrittene ist, wird hier fündig werden.
Keine pubertäre Effekthascherei, keine trendorientierte Hitparadenmusik sondern Musik von Musikern die ihr Geschäft beherrschen und machen was sie machen müssen.
Progrock at its best, zeitlos, atemberaubend !
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Third
Third von Soft Machine (Audio CD - 1995)
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