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4.0 von 5 Sternen Trendsetter, 10. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Theatre of Tragedy (Audio CD)
Als die Musiker des norwegischen Septetts Theatre of tragedy ihr Debüt veröffentlichten, hatte der Metal bereits die ersten Schritte in Richtung Gothic unternommen. Paradise lost und andere Vorreiter hatten bereits die Mauern, die in den Köpfen noch die Melancholiker und die Freunde der harten Gitarrensounds trennten, weggesprengt und eine Reihe nachrückender Truppen übte ihre ersten Gehversuche auf der neugewonnen Spielwiese namens Gothic Metal. Diese Band war dabei mit Sicherheit eine der prägendsten dieser neuen Generation.
Die Grundmuster waren dabei noch nicht schwindelerregend neu: heruntergestimmten Gitarren wurde zur Intensivierung der Atmosphäre ein Keyboard hinzugesellt und die meist überlangen und melodischen Stücke bewegten sich meist im Midtempo-Bereich. Aber spätestens der Gesang ließ aufhorchen - dem ultrabösen Frontgrunzer Raymond wurde nämlich über die gesamte Spieldauer die saubere Frauenstimme von Liv Kristine gegenübergestellt. Im ständigen dialogischen Wechselspiel zwischen Gut und Böse gewinnen die Songs ihre Dramatik, die jedem Stück seine eigene Spannung verleiht. Dass das ein Erfolgsrezept war, beweist schon die Anzahl der unzähligen Bands, die diesen Stil später kopiert haben.
Verschönernd kommt noch hinzu, dass die jungen Düsterheimer ihre Texte in klassischem Englisch verfasst haben, das nicht nur grammatisch an Shakespeare erinnert - auch inhaltlich lehnen sie ihre Handlungen an die Tragödien des großen englischen Dramatikers an. Das Sahnehäubchen der Platte ist aber zweifelsfrei die Endlos-Ballade "...a distance there is...", in der Liv allein und nur durch ein Piano unterstützt beweist, dass die Band auch ohne Krach allein durchs Songwriting große musikalische Momente erzeugen kann. Die Höchtnote verhindern lediglich die noch etwas schwachbrüstige Abmischung und der gleichmäßige Aufbau der Songs, der sie gelegentlich verwechselbar macht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein, 30. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Theatre of Tragedy (Audio CD)
Was Paradise Lost mit "Gothic" begannen, führten ToT mit ihrem Debut konsequent fort. Die Perfekte Mischung aus Gegrunze und engelshaftem Gesang, gepaart mit warmen und melancholischen Melodien. Und der Wegbereiter für eine ganze Generation, mehr oder weniger guter Nachfolger. Leider war dieses Meisterwerk auch schon das einzige dieser Band, was ihrem erstling aber nichts an wichtigkeit und genialität nimmt da "Theatre of Tragedy" eins der schönsten und besten Alben der Metalgeschichte ist. Wer auf guten alten Gothic-Metal steht dem kann ich dieses Album nur wärmstens empfehlen
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5.0 von 5 Sternen a distance there is, 1. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Theatre of Tragedy (Audio CD)
Theatre of Tragedy lieferten 1995 ein Debüt von unvergleichlicher Schönheit. Sie nahmen Die Idee von Paradise Losts Gothic und the 3rd and the Mortals Tears Laid in Earth und vermengten sie zu einem dichten Stück Musikgeschichte. Liv Kristine Espenaes und Raymond I. Rohonyi ergänzten sich zur perfekten Paarung. Zum vermeindlichen Prototyp des Goth Metal Paares. Ein engelhaftes Stimmlein im Zwiegespräch mit dem dämonisch gutturalem Grunzen des Death Metals vor einer doomigen aber melodischen Insturmentierung welche dem Funeral Doom entnommen scheint; eine Mischung welche letztendlich den Begriff des Gothic Metals fortan prägen sollte: Doom und Death und ein tragisches Element. Kompromisslos wie sie nie wieder wurden rollt die gesamte Band dahin, brutal aber nie brachial und stets von den Bestrebungen nach Melodie, Melancholie und Harmonie unterbrochen. Livs -objektiv betrachtet dünne- Stimme legt sich ständig zwischen Gitarrenwände und Raymonds schaurig dominantes Growling, sie trägt die Melodie weiter nach vorne und zerstreut die Zweifel an der fast unpassenden Melodie.
Dieser ach so dünne Gesang dominiert diese doomigen Stücke, mehr als es der laute grollende Raymond je könnte, weil man ihn sucht und auf ihn lauscht. Somit ist es vielleicht gerade der dünnen Stimme einer Liv Kristine zugute zu halten, dass dieses Debüt von einer solchen Kraft erscheint. Einziger Hit dieser Veröffentlichung ist auch die dichte Ballade ...a Distance there is... welche bedacht Instrumentiert allein von ihrer zerbrechlichen Stimme getragen wird. Ein Titel, in all seiner unglaublichen Schönheit und Zeitlosigkeit, bezeichnend dafür, dass diese klare, feine und tonsichere aber schwache Stimme diese eine Band zu etwas tatsächlich besonderem machte. Doom Death konnten 1995 bereits viele machen. Goth Metal machten viele, doch den Mut aufbrignen dies Wechselspiel zum tragenden Element der gesamten Band zu machen, hatte niemand sonst. Und die tatsächliche Besonderheit dieses wechselspiels war die Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit die in Livs Stimme lag, eine dünne, zarte und endlos traurige Stimme, gegen die selbst Kari Rueslatten wie eine gestandene Frau wirkte.
Theatre of Tragedy war das Debüt und das eigentliche Meisterwerk dieser Band die wirkliche Erfolge erst mit folgenden Veröffentlichungen feiern sollte.
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Theatre of Tragedy
Theatre of Tragedy von Theatre of Tragedy (Audio CD - 2002)
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