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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Musik endlich vernünftig gemastert
Als ich im Mai 2006 Gelegenheit hatte, Ant Phillips zu fragen, wann denn die lange angekündigten Remasters der Alben "The Geese & the Ghost", "Wise After The Event" und "1984" endlich erscheinen würden, sagte er nur "Soon, very soon". Das zuerst angekündigte Erscheinungsdatum war da bereits verstrichen, trotzdem schien er zuversichtlich. Doch erst über...
Veröffentlicht am 27. September 2004 von TM Productions

versus
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vergleich mit Trespass??
Auch ich bin ein Genesis-Liebhaber, kann aber die begeisternden Rezensionen nur begrenzt nachvollziehen. Zumindest wird der Vergleich bzw. Verknüpfung mit "Trespass" weder dem einen noch dem anderen gerecht. Viel schlimmer: Das tiefsinnige, leise orchestral arrangierte Phillips-Album verblasst und geht unter, wenn man es mit dem energiegeladenen Songs von Trespass...
Veröffentlicht am 5. Januar 2012 von Pistolking_grand


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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Musik endlich vernünftig gemastert, 27. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Geese and the Ghost (Audio CD)
Als ich im Mai 2006 Gelegenheit hatte, Ant Phillips zu fragen, wann denn die lange angekündigten Remasters der Alben "The Geese & the Ghost", "Wise After The Event" und "1984" endlich erscheinen würden, sagte er nur "Soon, very soon". Das zuerst angekündigte Erscheinungsdatum war da bereits verstrichen, trotzdem schien er zuversichtlich. Doch erst über ein Jahr später, im Juli 2007 wurden die CDs dann zunächst nur in Japan veröffentlicht - in der dort landesüblichen, originalgetreuen Mini-Vinyl-Replica-Verpackung - der Rest der Welt musste weiter warten, oder sich die Scheiben teuer bei Ebay besorgen - am Besten gleich in der 8CD-Box-Edition im Schuber für 200 Dollar.

Das Album beginnt mit der recht kurzen, praktisch nur aus Ein- und Ausblende bestehenden instrumentalen Einleitung "Wind - Tales", das nichts anderes ist als ein einminütiger Ausschnitt des orchestralen Finales von "Sleepfall: The Geese Fly West" - jedoch rückwärts abgespielt.

Danach folgt mit "Which Way The Wind Blows" der erste eigentliche Song des Albums. Er wurde, so Jonathan Dann in seinen ausführlichen Erläuterungen im Booklet, ebenso wie die anderen Stücke der ersten LP-Seite, das instrumentale "Henry: Portraits From Tudor Times" und die Ballade "God If I Saw Her Now", in den ersten zehn Tagen nach Ants Ausstieg bei Genesis im Juli 1970 geschrieben (eine Aussage, die zumindest auf "God If I Saw Her Now" nicht zutreffen kann, existiert doch von diesem Song ein Demo von 1969, veröffentlicht auf Ants hervorragendem Sampler "Archive Collection Vol.1"). "Which Way The Wind Blows", eine langsame, romantische 12-String-Gitarrenballade mit einem längeren Instrumentalteil, wird zweistimmig gesungen von Phil Collins, sein Gesangsstil ist ähnlich verhalten wie auf den ersten Genesis-Alben, bei denen er der Leadsänger war.

"Henry: Portraits From Tudor Times", eine Gemeinschaftskomposition von Anthony Phillips und Mike Rutherford, ist eines der beiden instrumentalen Zentralwerke dieses Albums, eine mehrteilige Suite mit Motiven aus dem Leben des englischen Königs Heinrich VII. Sie ist bewusst mittelalterlich in Harmonie und Arrangement gehalten. Fanfarenklänge eröffnen und beschließen das Werk, dazwischen liegen spannungsgeladene Gitarrenduelle auf nebligen französischen Schlachtfeldern, sterbende Ritter, siegreiche Kämpfe mit dramatischen E-Gitarrensoli und schließlich die triumphale Rückkehr des Königs mit krachenden Salutschüssen und dem Schlussgesang des Chores in der königlichen Kapelle. Als das Album 1977 nach langen Querelen mit den Plattenfirmen endlich veröffentlicht werden sollte, erschien "Henry" mit seinen 14 min ein wenig zu lang. Eine längere Passage, der 1:17 min lange Lutes' Chorus Reprise und zwei Wiederholungen von kürzeren Phrasen wurden daher eiligst herausgeschnitten, insgesamt 1:52 min konnte man so einsparen. Bei der Durchsicht der Masterbänder stieß Jonathan Dann auf diese später entfernten Stücke und so entschloss man sich, "Henry" für das Remaster erstmals in der langen, ungekürzten Version zu veröffentlichen. Ob dies dem Stück gut getan hat, ist jedoch fraglich. Die zuvor herausgeschnittenen Stücke bieten jedenfalls nichts Neues; sie sind lediglich Variation oder schlichte Wiederholung von vorhandenen Elementen. Zudem leidet an einer Stelle die Wirkung eines durch den Schnitt besonders dynamischen und dramatischen Effekts, bei der man in der gekürzten Fassung das stakkatoartige Gitarrenforte, mit dem "Henry Goes To War" beginnt, direkt auf das extrem leise Ende von "Misty Battlements" folgen ließ. Selbst, wenn man das Stück gut kannte, wurde man von der erheblichen Lautstärkedifferenz dieses Schnittes immer wieder überrascht. Nach dem Wiedereinfügen des "Lutes' Chorus Reprise" an genau dieser Stelle setzt "Henry Goes To War" nunmehr zwar immer noch unvermittelt, aber mitten in einer wesentlich lauteren Passage ein. Zusammenzucken ist hier so leider nicht mehr, die Wirkung geht verloren.

Für "God If I Saw Her Now" gewann man als Duettpartnerin von Phil Collins die weitgehend unbekannte und inzwischen verstorbene Sängerin Vivienne McAuliffe. Der Song folgt zunächst einem sehr simplen, aber wunderschönen E-Gitarren-Folkpicking, auf das ein fabelhaftes Flötensolo von Steve Hacketts Bruder John folgt. Beide Sänger nehmen sich sehr zurück und geben dem Stück eine ruhige, fragile Grundstimmung, die gut mit dem leicht tragischen Text korrespondiert.

Seite 2 beginnt ähnlich wie Seite 1 mit einem kurzen Instrumentalstück, genannt "Chinese Mushroom Cloud", das eigentlich nur eine kurze Sequenz des Titeltrack-Hauptthemas ist, abgespielt jedoch mit halber Geschwindigkeit. Nicht viel mehr als ein Gag, bildet es so jedoch immerhin eine etwas düstere, aber passable Einleitung zum nachfolgenden

"The Geese & the Ghost", dem zweiten instrumentalen Zentralwerk dieses Albums. Dieses zweiteilige Stück wurde bereits zu Genesis-Zeiten von Rutherford und Phillips gemeinsam komponiert. Es hatte seinerzeit den Arbeitstitel "D Instrumental"; das Original-Demo von 1969 wurde unter diesem Titel 1996 auf "Archive Collection Vol.1" erstveröffentlicht. Es bietet eigentlich alles, was Genesis-Fans gefällt, lange Passagen mit akustischen 12-String-Gitarren, komplexe Rhythmen, krumme Takte und Mellotron-Klänge (das Gerät hatte Ant sich extra für die Aufnahmen von Tony Banks geliehen), aber auch ein Streichquartett, das ein wenig zum Soundtrack-Charakter des Stückes beiträgt. Fantastisch und virtuos ist das Zusammenspiel der beiden Gitarristen - es ist unmöglich, herauszuhören, wer genau was spielt, so intensiv greifen die Instrumente ineinander. Kompositorisch gesehen ist dieses Instrumental sicherlich der frühe Höhepunkt in Phillips' Gesamtwerk - ein echter Klassiker.

"Collections" lautet der einzige gesungene Titel auf Seite 2, eine ebenfalls bereits 1969 geschriebene Ballade; und diesmal singt Ant Phillips selbst, mit seiner introvertierten, in den oberen Lagen recht unsicheren und oft brüchig klingenden Stimme. Der Song beginnt ruhig, nur mit Piano-Begleitung und steigert sich zum orchestralen, bisweilen etwas kitschig arrangierten Finale.

Der Übergang zu Sleepfall: "The Geese Fly West" gelingt fließend, als bildeten beide Stücke eine musikalische Einheit. "Sleepfall..." beinhaltet im Grunde nur eine einzige, achttaktige Melodieidee, die zunächst solo vom Piano gespielt, dann, von anderen Instrumenten übernommen, mehrere Male wiederholt wird und deren orchestrales Arrangement sich kräftig steigert, bis sie dann mit den Gänsen und sanften Flötentönen im fernen Westen verschwindet. Ein wunderschönes Ende eines wunderschönen Albums.

Dies ignorierend fand sich leider auf der Virgin-CD-Erstpressung danach noch als Bonustrack das Demo von "Master Of Time", das, obwohl 1973 aufgenommen, entstehungsgeschichtlich ebenfalls in die Trespass-Phase fällt. Ursprünglich für das Album vorgesehen, konnte dieser Song aber aus Zeitgründen nicht bei den Album-Sessions aufgenommen werden. Sowohl von der Klangqualität als auch von Instrumentierung und Interpretation kommt diese Version an keiner Stelle über das Demo-Niveau heraus, die Überlänge (7:38 min!), Ants brüchige Stimme und die schlichte Instrumentierung lassen auch beim geneigten Hörer schnell Langeweile aufkommen und wurden im Laufe der Zeit eher zu einem Ärgernis. "Master Of Time" ist nunmehr völlig zu Recht auf die Bonus-CD verschoben worden, wo er keinen Schaden mehr anrichten kann.

Diese zweite CD ist laut Anthony Phillips seinem schlechten Gewissen geschuldet - er fand es nicht angemessen, das Album einfach nur zu remastern und den Fans ohne weiteren Mehrwert zu verkaufen. So finden sich neben "Master Of Time" hier eine ganze Reihe weiterer interessanter und klug zusammengestellter Bonustracks: "Title Inspiration" ist eine kurze Solo-Vorführung der beiden Sounds ("Geese" und "Ghost") des ARP Pro-Soloist Synthesizers, die dem Album seinen Namen gaben. Es folgen eine Reihe von Demos und Basic-Track-Versionen der Album-Stücke, mesit reduziert auf zwei Gitarren. Befreit vom übrigen Arrangement, lassen sich hier erstmals Melodieverläufe und das Zusammenspiel der Instrumente ungestört verfolgen.

Die eigentliche Sensation dieses Albums ist jedoch die Erstveröffentlichung von Silver Song in der Phil Collins-Version, mit der die Bonus-CD endet. Dieser Song, geschrieben von Phillips und Rutherford (nicht von Collins!) noch zu Genesis-Zeiten als eine Art Abschiedsgruß für den zweiten Genesis-Drummer John Silver, war seinerzeit im Gespräch, als A-Seite einer möglichen Phil Collins-Solo Single veröffentlicht zu werden; immerhin finanzierte Charisma die Studio-Session im November 1973, tat jedoch anschließend nichts damit. BBC Radio One spielte das fertige Tape von Silver Song im Anschluss eines Interviews mit Phil im Juni 1974 - auch hier ging man noch von einer baldigen Veröffentlichung aus; dies scheiterte jedoch aus bis heute ungeklärten Gründen.

Im Booklet des 1990 von Virgin auf CD wiederveröffentlichten Anthony Phillips-Albums "Private Parts & Pieces", das eine erweiterte, von Phillips vier Jahre zuvor neu eingespielte Demoversion von "Silver Song" als Bonustrack enthielt, schrieb Phillips noch, dass es grundsätzlich keine Chance gebe, dass die Phil Collins-Version je erschiene. Für viele Fans ist somit ein 35 Jahre lang ersehnter Traum in Erfüllung gegangen, auch wenn es unbegreiflich ist, dass die B-Seite "Only Your Love" hier fehlt. In einem kürzlich erschienenen Interview meinte Anthony Phillips, dass dieser Song eher roh und unfertig geblieben war, da er seinerzeit in ziemlicher Eile aufgenommen wurde und er deshalb Phil nicht auch noch habe um Erlaubnis fragen wollen, nachdem dieser der Veröffentlichung von "Silver Song" hier erstmals zugestimmt hatte. Phillips wollte aber nicht ausschließen, "Only Your Love" in absehbarer Zeit woanders veröffentlichen zu können, etwa in einer Archive #3-Compilation.

Wie auch alle nachfolgenden Anthony Phillips-Alben wurde "The Geese & The Ghost" kein Hit. Auch diverse Aufkleber, die auf die Mitwirkung der Genesis-Kollegen hinwiesen, änderten nichts daran, es wurde auch von treuen Genesis-Fans weitgehend ignoriert - erstaunlich bei all den Genesis-Referenzen. Schließlich sind die meisten Stücke noch während oder kurz nach seiner Zeit mit der Band enstanden und knüpfen so konzeptionell aber auch musikalisch direkt ans "Trespass"-Album an. Wäre es zwei Jahre früher erschienen, hätte es möglicherweise die Beachtung gefunden, die ihm zustand, 1977 hatte sich die Musikszene unter dem Einfluss von Punk und New Wave weltweit bereits so stark verändert, dass dieses Album bemerkenswert unmodern klang.

Die LP-Pressungen waren zudem klanglich allesamt bescheiden, viel zu groß war die Dynamik der Musik um sie in dieser Länge (fast 48 min Gesamtspieldauer) adäquat auf zwei Seiten Vinyl unterzubringen (bei mehr als 18 min pro Seite muss die Gesamtlautstärke reduziert werden, da die Rillen enger geschnitten werden müssen). Für die extrem leisen Passagen vor allem von Henry war dies letztlich Gift, sie gingen im Rillenrauschen nahezu vollständig unter.

1990 erwarb Virgin Records die Rechte an allen Phillips-Alben und brachte sie erstmals auf CD heraus (das Geese-Album war in den USA allerdings bereits zwei Jahre zuvor von Passport auf CD wiederveröffentlicht). Für das Mastering wurde ein Trident-Studio-Mastertape unbekannter Generation verwendet, das erkennbar nicht das Original-Master war - der deutlich vernehmbare Rauschteppich störte denn auch empfindliche Ohren und enttäuschte alle, die sich von den CDs einen erheblichen Gewinn an Dynamik versprochen hatten. Das Remaster von Jonathan Dann konnte nun erstmals auf das Original-Master zurückgreifen. Es klingt daher um einiges brillanter und lebendiger als alle Veröffentlichungen zuvor. Ein Vergleich der Frequenzkurven zeigt, dass bei der Virgin CD ab etwa 2 KHz ein Hochtonabfall zu verzeichnen ist - bei 4 KHz beträgt die Differenz 3 dB, bei 10 KHz bereits 6 dB, also eine Halbierung der Lautstärke. Gleichzeitig ist die Basswiedergabe des Remasters ebenfalls leicht kräftiger. Bei 40 Hz gibt es eine deutliche Anhebung, die Senke der Virgin CD bei 65 Hz wurde ausgeglichen, ebenso wie ein kleiner Peak bei 650 Hz. Im direkten Vergleich erscheint die Virgin CD daher muffig und unpräzise, das Remaster dagegen frisch und druckvoll und das bei erheblich geringerem Rauschen. Es hat sich also definitiv gelohnt, nach all den Jahren hier noch einmal Hand anzulegen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Must für alle Liebhaber der früheren Genesis, 14. Dezember 2000
Rezension bezieht sich auf: Geese and the Ghost (Audio CD)
Wer die Musik der frühen Genesis-Jahre gut findet der wird bei diesem Werk begeistert sein. Eine Mischung von Romantik, Lyrik und allerfeinster Instrumentalmusik. Jedoch auch die Songs sind allererste Güte. God if I saw her now ist eines der allerersten Phil Collins Songs überhaupt. Ebenfalls empfehlenswert : Alle Privat Parts and Pieces Albums, Tarka und Slow Dance des gleichen Interpreten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Strings und Old Genesis vom Feinsten!, 24. August 2000
Von 
R. Werner (Mannheim, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Geese and the Ghost (Audio CD)
Der Ur-Gitarrist von Genesis hat 1977 mit diesem ersten Soloalbum vielleicht sein bestes übehaupt gemacht. Unterstützt von Mike Rutherford (Genesis) auch bei der Komposition, ist ihm ein wunderschön zusammenhängendes Konzeptalbum gelungen. "God if I saw her now" ist ein wunderschönes Duett des jungen Phil Collins mit Viv McCauliffe (kennt keiner, singt aber hervorragend). Instrumental brillant gespielt. Zugreifen!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Gänsehaut zurückgekehrt, 29. April 2008
Rezension bezieht sich auf: The Geese & the Ghost (Audio CD)
Als Genesis Fan, der (leider) erst nach Peter Gabriels Abschied von der Gruppe auf den Geschmack gekommen ist, dann aber über mehr als dreißig Jahre die besonderen Reize der "Frühphase" sehr lieben lernte, entdeckte ich "The Geese and the Ghost" als Ablegerwerk sehr spät. Aber nun entdecke ich es neu.

Die ersten Solowerke der Genesis-Bandmitglieder sind m.E. allesamt jeweils meisterhaft. Dieses Erstlingswerk von Anthony Phillips transportiert aber die pastorale Stimmung, die viele Genesis Lieder bis "Wind and Wuthering" traumhaft entfalten, nicht wie ein Ableger, sondern eben als Prototyp. Wer die Stimme Phil Collins in ihrer besonders sanften Frühphase schätzt (hier solo zu hören Jahre bevor bei "More Fool Me" auf "Selling England by the Pound"), wird bei dieser von den Originalbändern neu aber treu gemischten Auflage von "The Geese and the Ghost" nicht nur die bekannten Stücke "Which Way the Wind Blows" und "God if I Saw Her Now" wie zum ersten Mal hören dürfen, sondern auch das bisher nur als dumpfe Raubkopie auffindbare Aufzeichung von "Silver Song" auf der Bonus-Scheibe. Die Gitarren von Anthony Phillips und Mike Rutherford klingen wie im eigenen Zimmer vorgespielt, und die Reize der Kompositionen kommen voll zur Geltung. Das sehr informative und gestalterisch äußerst gelungene Begleitheft runden das Produkt zu einem sehr großen Vergnügen auf.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein traumhafter Hörgenuß, 4. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Geese and the Ghost (Audio CD)
Am Anfang war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch und auch nach dem ersten Hören nicht wirklich überzeugt. Doch gerade jetzt läuft dieses wunderbare Werk nebenbei - es ist einfach fantastisch. Die großartige Stimme von Phil Collins im zweiten Lied und besonders in dem mehr als schönen Duett „God if I saw her now" - ein Lied wegen dem sie diese Scheibe unbedingt besitzen sollten, eine großartige Ballade. Aber auch das Konzept, in dass sich diese Lieder harmonisch einfügen ist überwältigend. Das Medley über Henry, der in den Krieg zieht und zum Schluß triumphal heimkehrt - man hört der Musik jede thematisch konstruierte Stimmung sofort an. Anthony Phillips spielt im Beisein großartiger Musiker (unter anderem auch Michael Rutherford, der ihn auch bei der Komposition einiger Werke unterstützte) wirklich tolle, vor allem auch ausgewogene, harmonische und beruhigende Musik. Eine CD, die ich von nun an nicht mehr missen möchte. Mein Tipp: Kaufen und als erstes Lied 9 anspielen und eines der schönsten Duette der Musikgeschichte erleben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lohnende Wiederveröffentlichung dieser schönen Musik, 2. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Geese & the Ghost (Audio CD)
Anthony Phillips war bis einschließlich "Trespass" Gitarrist bei Genesis;nach seinem Ausscheiden aus der Band,das von allen sehr bedauert wurde,wurde er durch Steve Hackett ersetzt.
Schon 1969 hatte er mit seinem Freund und Bandkollegen Mike Rutherford angefangen,Musik zu schreiben,die man auf einem gemeinsamen Album irgendwann herausbringen wollte.
Von Anfang an gab es mit dem Projekt Probleme;mal war Mike bei Genesis zu stark eingebunden und hatte keine Zeit,dann wurden finanzielle Zusagen für die Produktion zurückgezogen,dann fand man kein Label usw.
Am Ende erschien "The Geese And The Ghost" als Anthony-Phillips-Soloalbum mit Rutherford als Co-Autor bei den beiden symphonisch angelegten Longtracks.
Mitten in einer Zeit,in der Punk,Disco,Heavy Metal boomten und es fast zum Guten Ton gehörte,auf Symphonic-/Art-/Progressive-Rock-Alben verbal einzudreschen...erschien also diese Musik;1977 bei Passport Records bzw Hit&Run,natürlich auf Vinyl.
Ein romantisch-verträumtes Cover,praktisch durchgehend drumming-freie verschnörkelt-anheimelnde Musik,die zumeist auf der Akustik-Gitarre aufbaut.Dazu Texte,in denen es mal um einen jungen Mann geht,der in den Krieg zieht und als Held wiederkehrt,mit Fanfarenklängen usw;dann sanfte Liebesmelodie,romantisches-naives Spiel ua auf hölzernen Instrumenten,eine zwischenzeitlich pastorale,mittelalterliche Grundstimmung,klassische Anwandlungen...es lag wie Blei in den Regalen.
1990 kam dann die CD bei Virgin mit dem unvollendeten "Master Of Time" als Bonus heraus;leider mit mäßigem Klang.
Diese wirklich schöne,interessante Musik hätte etwas Besseres verdient gehabt (und Ant natürlich auch).

Aber 2010 war es dann soweit: Eine Neuveröffentlichung als Doppel-CD!
Und die hat es in sich.
Sie ist das Gegenteil von der weitverbreiteten Kundenabzocke,wie man sie viel zu oft erleben muß.
Anstatt einfach die Lautstärke bis in den Verzerrbereich hochzufahren,die Dynamik der Aufnahme mit Limitern zu zerstören,einzelne Frequenzen einfach zu verändern und das ganze dann "remastered" zu schimpfen,hat man,entgegen dem Zeitgeist, etwas völlig anderes gemacht.Man hat sich (oder besser uns) ein echtes Remastering durch Simon Heyworth gegönnt.
In den Super Audio Studios hat dieser dann nach allen Regeln der Kunst noch einiges an Klang herausgekitzelt,ohne auf billige Effekte zu setzen.Heyworth arbeitete nicht in Richtung spektakulär,vordergründig,sondern näherte sich wieder dem Vinylklang.
Aber damit nicht genug:
Als Bonusmaterial kriegt man eine ganze CD geboten,die Instrumentalversionen der Stücke des Albums,den "Master Of Time" und den von Fans so lange herbeigesehnten "Silver Song" enthält.
Dieser wird,wie auch zwei andere Stücke auf dem Album, von Phil Collins gesungen.Der Song war als Abschiedsgruß für den ehemaligen Schlagzeuger bei Genesis,John Silver, gedacht,dann aber in den Archiven verschwunden.
Um diesen Song hier anbieten zu können,mußte Ant bei Phil regelrecht betteln gehen,damit dieser sein OK zur Veröffentlichung gab.
Auch das Artwork,die gesamte Aufmachung,der Druck,die Texte,die umfangreichen Erläuterungen...nenne ich einfach Qualität.

Eine solch liebevolle Wiederveröffentlichung ist beispielhaft,fair und mir eine nachdrückliche Kaufempfehlung wert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend, 26. Oktober 2010
Von 
P. Stein "Peter" (Koblenz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Geese & the Ghost (Audio CD)
Die Musik trägt einen fort in unentdeckte Welten.
Märchenhafte Musik mit pastoralem Einschlag.
Anthony Phillips Meisterwerk läßt einen träumen und am Ende von
einer zauberhaften Reise zurückkehren.
Für Freunde der Gitarrenmusik ein Fest. Sensibel, traumhaft, schön ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten CD's für Genesis-Fans, 26. April 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Geese and the Ghost (Audio CD)
Die Veröffentlichung von Phillips zeigt nicht nur seine Herkunft, es ist für mich auch ein Hörlight aller erster Güte. Wäre er doch nur bei Genesis geblieben! Vor allem das Titelstück mit den wunderschönen Gesangseinlage und den verträumten Texten sind für jeden Musikliebhaber ein absolutes Muß!!! Meine Empfehlung: ZUGREIFEN.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träumende Saiten, 27. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Geese and the Ghost (Audio CD)
"The Geese and the Ghost" - Wunder, wunderschöne Musik für wunderschöne Abende. Das Konzept des Albums wirkt wie aus einem Guss und vereint wunderschöne Lieder ("God if I saw her now") mit Gedichten aus Gitarrenklängen. So durchgängig romantisch war Phillips nie wieder...

Wer gerne mal wieder mit offenen Augen träumen möchte: KAUFEN!
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5.0 von 5 Sternen Wenn schon ..., 29. Juni 2009
Von 
Jürgen Chudy "Bücherfan" (51..., Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Geese & the Ghost (Audio CD)
Also, wer sich für Genesis interessiert hat hier eine gute Gelegenheit einen der ersten Bandmitglieder in bestechender Form zu erleben. Für mich der ideale Einstieg in das Schaffenswerk von Anthony Phillips. Wenn man diese Platte gehört hat weiss man auch wo und wie er auf den älteren Platten von Genesis mitgewirkt hat. Ich empfehle diese Platte ohne Einschränkungen. Hat schon oft Ihren Reiz entfaltet. Zu beachten wäre noch das diese Platte in verschiedenen Auflagen und Qualitäten auf dem Markt erhältlich ist..
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Geese and the Ghost
Geese and the Ghost von Anthony Phillips (Audio CD - 1990)
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