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am 3. Mai 2015
Eigentlich könnten sie mit Casablanca Moon als die Erfinder der Neuen Deutschen Welle durchgehen - wenn sie 1974 nicht das Ganze in Englisch eingesungen hätten, aber ansonsten...

Das Original von Casablanca Moon wird 1973 von Dagmar Krause - Ex-City Preachers - Anthony Moore und Peter Blegvad in Kooperation mit der Gruppe Faust, unter Anleitung von Uwe Nettelbeck, für das deutsche Polydor Label als "Casablanca Moon" eingespielt und....nicht veröffentlicht. Zu früh für Neue Deutsche Welle, Schlager wird "andernorts" gehört, zu sehr Brecht/Weil, um ein Hit zu sein - vor allem aber auch zu sehr Dagmar Krause, die so singt, als wolle sie sich um die Rolle der Seeräuber Jenny in der Greigroschenoper bewerben. Und doch, was dabei entsteht ist ein Konglomerat der wohl schönsten Melodien, die jemals in dieser gebündelten Form Platz auf einer LP gefunden haben - einschließlich des oft als "albern" bewerteten The Drum.
Nach dem Wechsel der Band zu Virgin-Records wird es 1974 nochmals, mit britischen Studiomusikern (u.a. Geoff Leigh von Henry Cow, Saxophones, und Henry Lowther, u.a. John Mayall, Keef Hartley Band, Caravan (!), Trumpet), aufgenommen und als Neueinspielung mit dem Titel "Slapp Happy" herausgebracht. Klingt nun aber auch nicht anders - ein wenig erweitert, sozusagen. Die Erstveröffentlichung der raueren Ur-Form von Casablanca Moon erfolgt 1980 als "Acnalbasac Noom".

Also ein Cover? Nicht wirklich - anders halt. Immerhin kommt auf diese Weise der Kontakt zu Henry Cow, der angesagten Prog- und Avantgarde-Band der Londoner Musikszene zustande - auch wenn Henry Cow zur erweiterten Canterbury Scene gezählt werden. Desperate Straights, in seiner Zusammenarbeit von Henry Cow und Slapp Happy, ist dabei irgendwie der Zirkelschluss von deutschem Schlager und englischer Avantgarde, unter Verwendung von wirklich albernen Kunst- und Polittexten unter dem proletarischen Dirigat Bertolt Brechts. Die Songs stammen weiterhin nahezu ausschließlich von Blegvad/Moore, doch klingt das verdächtig nach einer seltsamen Mixtur aus vertontem kommunistischen Manifest und Joachim Ringelnatz - heute kann man darüber entspannt lachen....
Apropos Entspannung - immerhin führt diese Fusion zur Entspannung der Krause Stimme, die nun nicht mehr alles, im Focus stehend, im Alleingang stemmen muss. Alles wird nun in extensivere, ausladendere Rock- und Jazz-Songs und in ein Schönberg'sches Kammerensembleformat eingepasst....in ein Ganzes, das nie die Nähe zur Bonzo Dog Doo Dah-Band verliert, was vielleicht nicht unbedingt so beabsichtigt sein mag - very british eben und veryvery intelectual. Typisch studentisch, könnte man auch sagen. Neben Krauses zur Exaltiertheit neigender Stimme treten nun die starken Instrumentalstimmen, wie die Gitarre von Fred Frith oder das Saxophon Geoff Leigh's, in den Vodergrund. Vor allem sind die Songs nicht mehr so ganz durchgängig 2 Minuten kurz....manche haben jetzt nur noch eine, was der Gesamtaufnahme teilweise einen collagenartigen Duktus gibt. Die Ohrwurmqualität ihrer bisherigen Songs ist damit jedenfalls dahin.

Die Wiederveröffentlichung der beiden Virgin Aufnahmen von "Slapp Happy" und "Desperate Straights" als Zusammenstellung erfolgt im Jahr 1993. Insofern ist der Titel dieser CD tatsächlich irreführend, da es sich bei der hier verwendeten Aufnahme um "Slapp Happy" und nicht um "Casablanca Moon" handelt....

....doch kommen wir nun zu den Squirrel Nut Zippers:
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am 4. Oktober 2012
Da liegt nun also der Klassiker von 1982, der selbst die Herzen der erbarmungslosesten Avantgardefreaks zum Schmelzen brachte. Ich freue mich auf all die wunderbaren Stücke mit der über jede lobende Beschreibung erhabenen Stimme von Dagmar Krause - und dann der (kleine) Schreck: das sind alles Neueinspielungen der alten Stücke der LP Acnalbasac Noom, zwar von den originalen Slapp Happy, aber eben doch anders, viel "perfekter", in den Neunzigern mit vielen, vielen kleinen Producer-Mätzchen aufgepeppt. Die Stücke der S. H. / Henry Cow-LP Desperate Straights, die auch auf der CD sind, sind unverändert (wobei man sich das letzte Stück wirklich hätte schenken sollen; das war schon damals grauenhaft und ist es nun umso mehr...). Langer Rede kurzer Sinn: Wer das Original will, muss die CD unter dem originalen Titel mit dem damaligen Cover kaufen. Dies hier ist eher für S. H.-Sammler, denen es gewiss gefallen wird, aber die unendliche Leichtigkeit und, ja, ok, Unschuldigkeit des Originals ist einfach nicht mehr da.
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