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5.0 von 5 Sternen [A]bsoluter [M]eilenstein [A]ller [R]uhmreichen [O]ldfield-[K]unstwerke
AMAROK? Atmo-Rock? I'm a rock? Amok? Von allem ein bisschen... Der rätselhafte Titel ist gut gewählt, denn diese Musik könnte wirklich alles bedeuten. Oldfields Idee war es zunächst gewesen, so etwas wie Ommadawn 2 zu produzieren. Ein bisschen anders ist es dann zwar doch geworden, aber dennoch geht der Stil eindeutig mehr in die Richtung Weltmusik,...
Veröffentlicht am 24. Juni 2007 von Norbert Wenk

versus
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3.0 von 5 Sternen gääähn, rülps, gurgel
Eigentlich halte ich mich ja bei Bewertungen der Musik immer zurück, aber was hier drauf ist, ist teilweise schon ziemlich profan. Aber hat man erst mal den Status des Meisters erreicht, kann man vermutlich sogar in das Mikro reinpupsen und es wird applaudiert, wenn es nur nach dem Meister riecht.
Aber mal ehrlich, da werden sich die Zähne geputzt, laut...
Vor 5 Monaten von Oliver Wolter veröffentlicht


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72 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen [A]bsoluter [M]eilenstein [A]ller [R]uhmreichen [O]ldfield-[K]unstwerke, 24. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Amarok (HDCD) (Audio CD)
AMAROK? Atmo-Rock? I'm a rock? Amok? Von allem ein bisschen... Der rätselhafte Titel ist gut gewählt, denn diese Musik könnte wirklich alles bedeuten. Oldfields Idee war es zunächst gewesen, so etwas wie Ommadawn 2 zu produzieren. Ein bisschen anders ist es dann zwar doch geworden, aber dennoch geht der Stil eindeutig mehr in die Richtung Weltmusik, was man schon unschwer an der ebenso umfangreichen wie skurrilen Instrumentenliste im Booklet erkennen kann (Shoes, Toy Dog, Punchball and Club, Spoon, Face Slap, ..." und: not much synth at all"). Auch optisch erinnert das Cover sofort an Ommadawn, auf dem Oldfield ebenfalls durch eine verregnete Fensterscheibe schaute. Die Rückkehr zu den Wurzeln offenbart sich an auch vielen anderen Stellen: So arbeitete Oldfield erstmals seit langer Zeit wieder mit Tom Newman zusammen, der bereits an Tubular Bells mitgewirkt hatte. Das vielleicht Erstaunlichste war aber der Umstand, dass Oldfield, ganz wie früher, fast ausschließlich akustische Instrumente verwendet hat. Oldfield hatte in den Jahren zuvor durch die Veröffentlichung substanzloser und massengefälliger Popalben (ich sage nur Moonlight Shadow"...) viel von seinem einstigem Anspruch und Ansehen verloren, machte aber mit dem völlig andersartigen Amarok vor allem bei alten Fans wieder viel Boden gut. Eine so fundamentale künstlerische Kehrtwendung ist in der Musikgeschichte fast einzigartig, und kann gar nicht genug honoriert werden (etwas Vergleichbares haben eigentlich nur Talk Talk mit Spirit Of Eden" geschafft - von Synthie-Pop zu Postrock).

Wenn man das Album aus einem gewissen Blickwinkel sieht, ist Amarok ein einziger Schlag in das Gesicht von Virgin und seinem Chef Richard Branson, da das Lied/Album (egal) voller bissiger Seitenhiebe auf ebendiese steckt.

Zudem muss man bedenken, dass Virgin Oldfield vertraglich für die Produktion von 14 Alben verpflichtet hatte, was ihn fast zwei Jahrzehnte immer wieder unter unangenehmen Produktionsdruck setzte. Die manchmal recht erheblichen Lautstärkeschwankungen sind dabei nichts als pure Absicht, da Oldfield wusste, dass Branson seine Alben immer sehr laut im Auto zu hören pflegte...

Bei Minute 42.10 hört man Oldfield wütend im Studio herumstampfen und zwischendurch fragt die Vocoder-Stimme immer wieder unschuldig Happy?" Na, seid ihr jetzt glücklich?!

Oldfield wehrte sich so stark gegen jede Kommerzialität seines Albums, dass er nicht nur sämtliche Passagen so kurz hielt und ständig unterbrach, damit sich keine Single auskoppeln ließ, sondern auch noch den potentiellen Käufer auf der Rückseite des Albums beleidigte, indem er eine Gesundheitswarnung für weichohrige Trottel" abdruckte.

Kreativer Frust wurde selten so brillant umgesetzt... Obwohl Amarok aber nach wie vor das vielleicht schlecht verkaufteste Album Oldfields ist, hat es es dennoch in den UK-Charts bis auf Platz 49 geschafft.

Im Kreis der Eingeweihten (also die, die das Album schon mal gehört haben) ist Amarok ein eindeutiges Liebe-oder-Hass-Produkt; für die Liebe-Fraktion (zu der ich mich zähle) ist das Album jedenfalls so etwas wie Oldfields heimliches Meisterwerk, um das sich viele Legenden und Spekulationen ranken, zum Beispiel, dass Oldfield das ganze Ding fast allein auf einer Insel aufgenommen hat, jeden Tag eine Minute (und so hört es sich manchmal auch wirklich an...) oder die Frage, was die Stimmen bei Minute 26.10 flüstern.

Die gebotene Musik gehört (in ihrer Gesamtheit) jedenfalls zum seltsamsten, abwechslungsreichsten und ungewöhnlichsten was ich je gehört habe; wilde Flamenco-Gitarren wechseln sich mit New-Age-Chören ab, auf Buschtrommeln folgen perlende Gitarrenlicks, Bombastische Klangkaskaden hier, sanft aufgebaute Melodien da. Der Begriff Weltmusik trifft dies alles freilich nur sehr vage, denn das Zusammenschmeißen der vielen Stile und Einflüsse auf Amarok macht die Musik noch lange nicht zu einem homogenen Hörgenuss; dieses uneinheitliche Auseinanderfasern ist für viele Kritiker daher auch das Hauptargument, Amarok als überambitioniertes Unwerk abzutun, das man sich als Ganzes nicht antun kann - eine Auffassung, die ich natürlich nicht teile. Jede Minute dieses Mammutwerks ist spannend, originell und auf höchstem Niveau umgesetzt; ich habe mir das Album tatsächlich eine Zeit lang bis zu zwei mal am Tag in einem Durchlauf angehört. Fazit: Absolute Empfehlung für Oldfieldfans, aber unbedingt öfter als zweimal anhören.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 24. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Amarok (Audio CD)
Ich bin kein Musikkritiker. Ich habe darum sicher nicht die Befugnis eine apodiktische Beurteilung abzugeben. Mir ist auch egal was solche sich berufen fühlenden in Ergüssen von sich geben. Ich bin nur ein durchschnittlich gebildeter Mike Oldfield Fan der ersten Stunde. Es war beim alten Field immer so, dass man sich auf ihn einlassen musste. Und bei AMAROK ist das nicht anders. Wenn man das aber tut, so ist das wie bei den Asterix-Heften. Man entdeckt in den Bildern immer wieder etwas neues. Es hat nichts mit den Allerweltsfilmen der Fastfood-Generation zu tun. Nicht schnell, schnell eine Szene nach der anderen. Man muss hinschauen. Auch wenn man diese CD mehr als hundert mal gehört hat. Es wird nie langweilig. Auch und gerade weil die Wechsel schnell aufeinander folgen. Nur, finde ich, dass es keine Musik für den Hintergrund ist. Zuhören ist angesagt! Augen schließen und los! Wie baut er die Instrumente vor einem auf? In welcher Tiefe? Wie wandern sie? Wau, genial! Was für ein physisches Erlebnis? Was erzählt er für eine Geschichte? Wo kann man Endwicklungen aus seiner Geschichte wieder erkennen? Was ist über die Jahre in der Welt geschehen?
Alles zu hochtrabend? Ich persönlich finde das nicht! Vielleicht bin ich ein Träumer, etwas Weltfremd. Vielleicht. Aber ich finde es lohnt sich, sich darauf einzulassen. Man höre sich die 9. von Beethoven an. Träumer? Vielleicht! Was hat das mit Mike Oldfield zu tun? Nun, ich stelle AMAROK auf die gleiche Stufe. Schaut man auf das Cover, so könnte man einen Gedanken haben.
Zu guter letzt etwas zur audiophilen Qualität. Diese Scheibe zählt zu meinen Referenz-CDs. Wer eine Anlage testen will, der sollte diese Scheibe nutzen. Es kommen so ziemlich alles vor, was man benötig. Besonders sollte man hören, ob die Instrumente nach hinten gestaffelt erscheinen und deren Auflösung transparent ist. Auch kann gehört werden, ob vom tiefsten Fundament nach oben nichts verloren geht. Referenz war bei mir Quadral Vulkan an einem Maranz-Verstärker. Ich wohnte damals in einem Altbau und die Nachbarn waren nicht sonderlich glücklich.
Fazit: Aus beiden Gründen (musikalisch und audiophil) gehört diese Scheibe zu dem Besten, was ich besitze.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musiker und Orchester kommender Jahrhunderte dürfen sich freuen, 7. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Amarok (HDCD) (Audio CD)
Als ich damals 1990 in Oldfields neues Album "AMAROK" kurz hineinhörte, musste ich wohl ausgerechnet die Stellen angespielt haben, die eher an die (schräge) "Neue Musik" à la Karlheinz Stockhausen erinnerten. Eine die innere Tiefe berührende Melodiösität, für die Oldfields Werke der 70er und frühen 80er so charakteristisch waren, vermisste ich gänzlich. Eine hektische, schnelle Aneinanderreihung von Fragmenten, die lediglich Ideen erahnen ließen. Als Oldfield-Fan frühester Jugend - "Ommadawn" und "Platinum" liefen damals auf den ersten Partys rauf und runter - musste ich tief enttäuscht Ende der 80er den Tiefpunkt Oldfields Wirkens mit dem Album "Earth Moving" erleben. Virgin Chef Branson zwang Oldfield offensichtlich immer mehr zu Warenhausmusik. "AMAROK" war das "Nachfolgealbum" von "Earth Moving", und nach wenigen Sekunden stand für mich damals fest, dass Oldfield entweder eine schwere Schaffenskrise durchlebte oder einfach nur eine neue Identität suchte, sich offensichtlich von seiner Musik früherer Jahre endgültig verabschieden wollte oder mußte. Wenn überhaupt, so würde ich meine Oldfield-Sammlung mit diesem Album zu einem späteren Zeitpunkt komplettieren, so meine Entscheidung damals. Das ist nun nach mehr als 17 Jahren endlich geschehen. Jetzt habe ich das Gesamtwerk AMAROK erlebt und mir bleibt nur staunend zu resümieren: welch Meisterwerk habe ich mir denn da diese vielen Jahre lang selbst vorenthalten. Einfach unglaublich welchen Geniestreich Mike Oldfield mit AMAROK gelungen ist, entstand dieses Album in der Tat damals nicht gerade unter günstigen Voraussetzungen. Ein spektakuläres und brillantes Feuerwerk an Klängen, Melodien, Stimmungen. Dieses Werk ist definitiv nichts für Oldfield-Anfänger, und schon gar nichts für jene, die Oldfield nur aus den populären Radioprogrammen kennen. Für Kenner und Liebhaber komplexer, kontemporärer Instrumentalmusik ist es aber geradezu eine Offenbarung und übertrifft meines Dafürhaltens selbst seine frühen genialen Kompositionen aus den 70er. Für mich das großartigste Oldfield-Album überhaupt. Es bietet unerschöpfliche Interpretations- und Variationsmöglichkeiten für die Musiker und Orchester der kommenden Jahrhunderte. Es gibt eine Fülle wunderschöner Sequenzen, die geradezu herausfordern fortgeschrieben zu werden. Hier hat Oldfield nach Tubular Bells einmal mehr Musikgeschichte geschrieben, auch wenn es die Musik-Öffentlichkeit bisher nicht wahrgenommen hat. Ein Geschenk Oldfields an jene, die ihn für seine ureigenste Vorstellung von Musik schätzen. Die spezielle Ironie dieses Albums dürfte wohl darin liegen, dass sich dieses Album bisher nur ganz schlecht verkaufen ließ. Den echten Oldfieldianer dürfte aber genau dieser Umstand zu ganz besonderer Ehre reichen.
Dieses Werk gehört unbedingt in die Lehrpläne kontemporärer Instrumentalmusik der Musikkonservatorien dieser Erde.
Dieses 60-minütige Werk zu "sezieren" ist eine wahre Freude und lässt die Genialität dieses großen Künstlers in ganz besondere Weise aufleuchten. Ich schlage vor die auf dem Cover versehene Gesundheitswarunung in eine solche zu ändern, die auf eine drohende Suchtgefahr hinweist. Danke Mike Oldfield für dieses Opus. Vielleicht gibt es wie bei Tubular Bells eines Tages noch eine klassische Interpretation von AMAROK.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow !!!, 21. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Amarok (HDCD) (Audio CD)
In dieser Platte stecken mehr Ideen, als die meisten Musiker in ihrer ganzen Karriere je haben werden. Das ist für viele aber auch der Grund, warum sie Amarok nicht mögen. Oldfield verweilt nicht, er lässt die Melodien nicht wirken, sondern macht einen Bruch nach dem andern. Das macht es am Anfang schwer, sich zu erinnern. Aber nach mehrmaligem Hören findet man Zugang zu der komplexen Struktur, die zuerst wie Chaos klang. Dann freut man sich über jedes neue Detail, das man heraushört. Diese platte wird definitiv nicht so schnell langweilig.
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Laut - Chaotisch - Perfekt, 4. Januar 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amarok (HDCD) (Audio CD)
Ich musste schmunzeln, als ich die Beschreibungen meiner Vorgänger gelesen habe. Amarok hat so ziemlich auf jeden diesselbe Wirkung: beim ersten Anhören verursacht es einfach Kopfschütteln, die CD verschwindet im Schrank. Aber irgendeinem Neuron scheint die Musik doch gefallen zu haben und man legt sie nach Monaten (oder wie bei mir Jahren) nochmal ein. Man gewöhnt sich an die manchmal heftigen Lautstärke-Attacken und fängt an, die wahnsinnige Komplexität und Melodik von Amarok zu entschlüsseln. Wie ein sehr schweres Puzzle, das sich vor dem Hörer allmählich zum genialen Ganzen zusammensetzt.
Wie ein einzelner Mensch diese Platte komponieren und einspielen konnte, ist mir immer noch ein Rätsel. Aber es zeigt, wozu "echte" Musiker fähig sind, wenn sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Mach's nochmal, Mike !
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklicher Hörgenuss, 31. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Amarok (HDCD) (Audio CD)
Es gibt nicht viele CDs, an denen man wirklich nichts findet, was stört. Hier haben Sie so einen Fall vor sich. 60 Minuten lang schwebt man in nur einem Lied durch eine Klangwelt in der man plötzlich von so manchen Böen geschüttelt wird. Auf dieser Platte macht sich auch langsam der Ärger gegenüber der Plattenfirma bemerkbar, bei der er zu 13 CDs verpflichtet war. (Dies ist das 12. Album) Mike Oldfield wollte sich mit jeder Platte mehr an seiner Plattenfirma "rächen" und trotzdem (oder gerade dadurch) wurde "Amarok" zu einem Knaller in einer Zeit in der die Qualität seiner CDs doch manchmal etwas zu wünschen übrig ließ. Bei vielen Fans zählt dieses Werk heute zum Besten, ich allerdings finde das es "Ommadawn" und "Platinum" noch den Vortritt lassen muss. Aber dennoch ist es eines seiner größten Meisterwerke.
(P.S.: Achten Sie mal auf den Morse - Code in Minute 48 ...)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oldfield - ein Meister vieler Instrumente und Emotionen!, 14. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Amarok (HDCD) (Audio CD)
Oldfield ist meiner Meinung nach ein sehr großer Musiker, der es immer wieder schafft, den Hörer zu verzaubern.
Auch wenn er hin und wieder zu kommerzieller Musik gewandert ist, hat er es mit diesem Werk wieder einmal geschafft ein Album mit einem Leitfaden zu komponieren.
Wer die Anfänge von Oldfield kennt, weiß Werke wie Tubular Bells, Hergest Ridge und Ommadawn zu schätzen. AMAROK bewegt sich meiner Meinung nach auf dem gleichen, wenn nicht sogar auf höherem Nivaue.
Nun zum Album. Für mich ist es ein Meisterwerk, welches eine riesengroße Party darstellt, welche auf der Welt umherzieht um letztendlich auf der ganzen Welt zusammen zelebriert zu werden! Man hat immer wieder die gleichen Elemente, welche in den unterschiedlichsten Variationen wiedergegeben werden, was einem das Gefühl vermittelt, man wandere von Kontinent zu Kontinent und feiere jeweils dort auf die eigene Art und doch wieder auf eine gemeinsame. Unterbrochen werden die Feierlichkeiten durch entspannte Momente, wie zum Beispiel dem Zähneputzen, einem Glas Wasser, den Gang durch einen Flur und andere Überraschungen. Der Höhepunkt ist letztendlich die Feier, wo dann der große Chor am Ende der Scheibe einem das Gefühl vermittelt, dass die ganze Welt mitsingen und Feiern würde!
Emotional kullert mir in diesen Momenten immer noch die eine oder andere Freudenträne aus den Augen.
Und selbst nach mehrmaligem Hören findet man immer wieder neues auf der Scheibe.

Meiner Meinung nach ist es die bunteste Scheibe in der Musikgeschichte, für diejenigen, die damit etwas anfangen können.

Und wer gefallen an der CD findet dem kann ich nur das Vinyl ans Herz legen (vorausgesetzt man hat einen schönen Plattenspieler mit einer angemessenen Nadel :D), da dort noch mehr Präsenz im Raum steht.

Abschließend kann ich nur sagen, dass Oldfield ein Meister seiner Kunst ist und bei mir ganz vorne im CD und Plattenregal steht.

Vielen Dank an Oldfield für seine Inspirationen und Ideen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höhenflug, 7. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Amarok (HDCD) (Audio CD)
Bei Oldfield gibt es Höhenflüge und - v.a. in den letzten Jahren - furchtbare Abstürze. Nicht nur deshalb scheiden sich bei ihm die Geister: die einen finden ihn genial, die anderen langweilig, die einen halten ihn für einen Erneuerer der Popmusik, die anderen für einen zwar technisch perfekten Gitarristen, aber einen, der abkupfert (v.a. bei sich selbst).
Was er mit "Amarok" vorgelegt hat, ist ein zunächst schwer verdauliches 60-minütiges Instrumentalstück, in dem er nicht nur mit Musikinstrumenten, sondern auch mit Alltagsgegenständen (wie einem Staubsauger, Zahnbürsten u.v.m.) experimentiert. Was sich allerdings beim ersten Mal Hören wie eine chaotische Ansammlung von Melodiefetzen und Klängen ausnimmt, erweist sich beim wiederholten Hören als ganz genau konzipiertes Stück moderner Musik: gekonnt verflechtet er scheinbar disparate Melodien miteinander, spielt sie immer wieder an (v.a. auf den verschiedensten Instrumenten), legt sie übereinander, bis sich daraus eine einzige große, von afrikanischen Trommeln unterlegte Melodie ergibt, die sich zum fulminanten Schlußakkord hin aufbaut. Gleichzeitig verzichtet er auf Humor nicht und läßt Margaret Thatcher (das damalige Feindbild aller demokratisch gesinnten EuropäerInnen) einen Tanz hinlegen, der ihr natürlich mißglückt und in einem schön hörbaren Scherbenhaufen endet.
Nach meinem Dafürhalten sein letztes wirklich gelungenes Album, ein Musikstück für offene Ohren, ein Höhenflug, dem er seitdem nichts Wesentliches mehr hinzuzufügen imstande war.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Wahnsinnswerk! Einfach genial!, 30. September 2000
Von 
Rezension bezieht sich auf: Amarok (HDCD) (Audio CD)
Ein einziges Stück, 60 Minuten lang, findet sich auf dieser CD. Eine Fülle von Stilrichtungen und Musikinstrumenten (die übrigens so gut wie alle von Hand gespielt sind). Bemerkenswert ist auch der afrikanische Touch (dank Trommler und Chor aus Afrika), der das letzte Drittel des Werkes dominiert. Beim ersten Anhören, bereits beim Intro (!), wenn kreischende E-Gitarren plötzlich ein leises, ruhiges Thema zerhacken, wird man wohl denken "mein Gott, was ist denn das?". Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und wird es lieben (oder auch nicht, man sollte sich jedoch diese Musik *unbedingt* einmal antun). AMAROK ist das am wenigsten verkaufte Mike Oldfield Album, nicht nur, weil es absolut ungewöhnlich ist, sondern weil die Plattenfirma Virgin es absichtlich nicht richtig vermarktet hat, aufgrund von Streitigkeiten mit Oldfield in jener Zeit. Wenn ihr keine "cloth-eared nincompoops" seid, gebt dieser Musik eine Chance! ;-)
PS: Auch mal OMMADAWN von Mike Oldfield anhören, AMAROKs Arbeitstitel war nämlich OMMADAWN II.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gut, besser, am besten, 28. Mai 2009
Von 
W. Birner (Amberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Amarok (Audio CD)
Hallo zusammen,
ich schildere mal das was ich damals beim Kauf erlebt hatte.
Nanu? Nur ein Stück drauf? 60 Minuten?
OK, warum nicht. Man kennt ja Oldfield mit seinen Mammutwerken. Schon beim studieren des Booklets wundert man sich ein zweites Mal. Mike spielt hier ca. 40 Instrumente. Echt ein "wahnsinniger".
Am Anfang wird man ganz schön hin und hergerissen. Stechend laute Synthieklänge. Leise baut sich im Hintergrund die Hauptmelodie auf. Immer wieder wird mal eingelullt und dann wieder brachial aufgeweckt. Alles aber typisch Oldfield. Pfeifende Gitarren, murmelnder Bass, Glockenspiel und Tubular Bells natürlich dabei. Wie ein wunderbares Geschenk an die Fans. Auch mal kleine Bluesschnipsel, Zahnbürsten, Holzschuhtänze inklusive Gedanken zu Beginn und Ende (Beginnings & Endings) und ein musikalischer Gang durch eine Kathedrale.
Ruckzuck befindet man sich bei Minute 50 oder so. Ab dann rückt die Hauptmelodie absolut in den Vordergrund und wird von afrikanisch klingenden Trommeln und Gesang zum Höhepunkt gebracht. Und genau bei 60 Minuten und 2 Sekunden ist es dann abrupt zu Ende.
Aufpassen muss man auf seine Boxen und die Nachbarn. Nicht zu laut aufdrehen. Diese Scheibe ist eine, wenn nicht DIE bestproduzierte die ich je gehört habe.
Immmer wieder die Computerstimme "HAPPY?". Ich muss sagen, JA, obsolut.
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Amarok
Amarok von Mike Oldfield (Audio CD - 1990)
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