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4.0 von 5 Sternen Unbekannter alter Kram, der unbedingt entdeckt werden muss (Folge 3952), 21. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Indian Summer (Audio CD)
Soll heißen: Wieder so eine obskure Prog-Rarität aus den besten Jahren, sprich von 1971. Und aus England, wie man sich denken kann. Indian Summer nahmen damals ihr einziges Album für das kurzlebige RCA-Tochterlabel Neon auf, das ebenso wie Vertigo dem anspruchsvollen bzw. experimentierfreudigen Rock-Nachwuchs eine Plattform bieten sollte. Rodger Bain, der schon das Debüt von Black Sabbath für Vertigo produziert hatte, saß auch hier an den Reglern und machte seine Sache gut. Leider hat es der Band nicht viel genützt - als Musiker waren Indian Summer den Konkurrenten von der Heavy-Fraktion zweifellos überlegen, andererseits fehlte ihnen wohl ein erfolgversprechendes "Alleinstellungsmerkmal".
Egal, heute zählt nur noch die Qualität dieser Longtracks, und die ist fast durchweg mehr als beachtlich. In den ausgedehnten Passagen ohne Gesang läuft die Band zur Höchstform auf und glänzt durch schwungvolles Ensemblespiel wie aus einem Guss, garniert mit herrlichen Solos von Gitarre oder Hammondorgel. Ab und an schwebt der warme Klangteppich eines Mellotrons unaufdringlich im Hintergrund - wahrlich der vertonte "Indian Summer": Der Name bringt die Stimmung auf den Punkt, die in solchen Momenten hervorgerufen wird. Sehr erfreulich.
Anders als die prominenten Zeitgenossen (Genesis, Yes ...) verzichtete man auf kompositorische Klimmzüge, dafür kommt eben das jazzig-groovige Element immer wieder zum Tragen. Nun könnte jemand vermuten, dass vielleicht der Sänger der Schwachpunkt dieser Band war - weit gefehlt. Bob Jacksons kehlige Stimme erinnert bisweilen an Steve Winwood; der Mann intoniert angemessen pathetisch, ohne sich lächerlich zu machen, und verfügt bei Bedarf auch über die spektakuläre "Ian-Gillan-Sirene". Ich finde nicht, dass er emotional viel rüberbringt, aber das soll kein Vorwurf sein.

Fazit: Schwachpunkt dieses Albums ist "Black Sunshine", ein schwerfälliger Song mit erratischem Zwischenspiel. Der Rest ergibt zwar kein epochales Meisterwerk, aber eine Dreiviertelstunde Musik ohne Durchhänger. Völlig in Ordnung ist auch die CD von Repertoire (1993) mit ihrem runden, weichen Sound - also gute 4 Sterne.
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Indian Summer
Indian Summer von Indian Summer (Audio CD - 2005)
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