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am 6. September 2004
Nachdem die Verkaufsergebnisse des 3. Albums "Meanwhile" hinter den Erwartungen zurückblieben, entschloss sich das Duo, zu seinen (kommerziell höchst erfolgreichen) elektronischen Wurzeln zurückzukehren.

Das 4. Album "Bodega Bohemia" ist ein Musterbeispiel perfekt arrangierten Elektropops, ein Album voll kompositorischer Brillianz bestehend aus neun exzellenten Songs von denen jeder eine tiefe, eindringliche Stimmung zu vermitteln vermag. Gleichzeitig ist es ein trauriges Beispiel der Zugrunderichtung eines tollen Albums samt seiner Komponisten durch das Verweigern einer angemessenen Promotion seitens der Plattenfirma. Gäbe es eine rechtliche Grundlage, hätten Camouflage alles Recht der Welt, das Label wegen Unterlassung zu verklagen.

Es findet sich kein Pausenfüller, die Songs formen sich zu einem künstlerisch beeindruckenden (jedoch nicht sofort fassbaren) Gesamtbild und bilden dennoch jeweils eine völlig eigene Facette dieser Welt der "Bodega Bohemia" ab. "Pedestrian adventures" bildet den vielversprechenden Einstieg in die Platte - ein Song von großem experimentellem Charme und guter instrumentaler Umsetzung. "Crime" und "Jealousy" sind zwei in der Umsetzung recht ähnliche Stücke, rau und schnell - schroff elegant könnte man sagen. "Time is over" entschärft die raue, rasante Stimmung der Vorgänger, es wirkt in seiner Instrumentierung und Melodie sanft und warm. Diese Stimmung geht in "Falling" in Kühle und...."Nebel" über, der Eindruck des Übergehens von Sonnenschein in Regen entsteht. Ein ganz ungewöhnlicher Song der seine Qualitäten wahrscheinlich erst bein 10. Hören offenbaren wird. "Suspicious love" führt wieder aus dieser Stimmung heraus, gleichzeitig ist es der für die heutige, nur mit einem Ohr hinhörende Öffentlichkeit wohl am leichtesten zu fassende Song des Albums: gradlinig, schnell, über alle Maße brilliant umgesetzt und mit hervorragendem Stimmeneinsatz vorgetragen. "Bodage people" ist nun das genaue Gegenteil - kantig, mit verhaltenem Tempo, einigen Rockelementen und einem sehr dominanten Schlagzeugeinsatz. Die beiden letzten Stücke "Close" und "In your ivory tower" bilden wiederum das totale Gegenteil ab, es sind die sinnlichsten Stücke des gesamten Albums. Beide zeichnen sich durch ein gekonntes Zusammenspiel von Melancholie und Optimismus mit einer eingängigen Melodie und brillianter instrumentaler Umsetzung aus. "In your ivory tower" ist das erhabenste Stück des Albums, diese Erhabenheit wird durch das Stück hindurch aufgebaut und findet ihren Höhepunkt in einem wunderschönen, sinnlichen Abschluss. Die große Länge (8:41) ist hierbei von Vorteil.

Zugegeben: beim ersten Hineinhören wird keines der Stücke seine Qualität dem Zuhörer voll vermitteln können, dies wird erst beim 3. oder 4. Mal geschehen - dann jedoch umso intensiver.
"Bodega Bohemia" ist kein oberflächliches Hörvergnügen für den Sommer, sondern eher ein Album für den Regentag, zum großen Teil nicht sofort zugänglich und dennoch Dimensionen über dem stehend, was die Neunziger in künstlerischer Hinsicht zu bieten imstande waren.
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am 15. Februar 2001
Das 1. Album "Voices & images" produzierte Camouflage 1987/ 1988 zusammen mit Axel Henninger in den Dynaton Studio's in Braunshardt bei Darmstadt. Dieser Produzent hatte auch maßgeblichen Anteil an "Love is a shield" und "Feeling down" 1988/ 1989, zwei Songs des 1989 veröffentlichten 2. Albums "Methods of silence". Die weiteren Titel wurden damals im Frühjahr 1989 in den Synsound Studio's in Brüssel unter der Regie von Dan Lacksman aufgenommen. Im Jahr 1990 nahmen Marcus Meyn und Heiko Maile ihr 3. Album "Meanwhile" in den Blackbarn Studio's bei London auf. Produzent war hier Colin Thurston. Der Erfolg des 3. Albums "Meanwhile" im Jahr 1991 lag hinter den Erwartungen der Plattenfirma Metronome (Universal Music). Die musikalische Epoche der 80er war zu Ende. Das musikalische Experiment von Camouflage fand nicht mehr bei allen Fans Zustimmung. Demzufolge orientierten sich Heiko Maile und Marcus Meyn wieder an ihren Wurzeln früherer großer Erfolge. Im Verlauf des Jahres 1992 arbeiteten die beiden an neuen Songs. Im Herbst 1992 nahmen sie wieder zusammen mit Dan Lacksman in den Brüsseler Synsound Studio's neun neue Titel auf. Es entstand "Bodega bohemia", das 4. Album von Camouflage. Der Titel des Albums entstand in Anlehnung an eine Weinschenke in Barcelona, die diesen Namen trägt. Die dort eingefangenen Stimmungen sollen sich auf dem Album etwas wiederspiegeln, meinten Marcus Meyn und Heiko Maile. In den Jahren 1991/ 1992 wechselten einige Manager bei der Metronome (Universal Music). Es gab zwischenmenschliche Differenzen. Die Option auf ein 5. Album fand seitens der Plattenfirma keine Beachtung mehr. Die Promotion wurde stark reduziert. Die Vermarktung von Ace of base schien den neuen Managern der Plattenfirma wichtiger zu sein. Die ersten 3 Camouflage-Alben wurden in 28 Länder vertrieben. Plötzlich war das bevorstehende Album samt Singles, Maxi's und Maxi-CD's nur noch als Import überall erhältlich. Das ganze schien natürlich zum Scheitern verurteilt! Der große Erfolg blieb auch aus. Die Songs des 4. Albums haben lyrisch und musikalisch wieder die gesamte Themenpalette zu bieten, die unsere Gesellschaft beschäftigte, beschäftigt und immer beschäftigen wird. Es geht um das Leben im täglichen Miteinander, Gefühle wie Liebe, Eifersucht und Neid, sowie Verbrechen, Umweltzerstörung und Zukunftsvisionen. Die dazu eingesetzten musikalischen Kompositionen untermauern das Stimmungsgefüge eindrucksvoll. Die Songs wechseln zwischen Pop, Rock und Ambient. Gesangs-, kompositions- und klangtechnisch wieder eine Glanzleistung aller Beteiligten. Empfehlenswert sind besonders "Time is over", "Suspicious love", "Bondage people", "Close" und "In your ivory tower". "Time is over" und "In your ivory tower" sind nicht nur sehr empfehlenswert, diese beiden Stücke wecken eine Art von Sehnsucht! Einfach unbeschreiblich schön!!
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am 25. Juli 2010
Der Schock über den kommerziellen Misserfolg ihres dritten Albums "Meanwhile" muss Heiko Maile und Marcus Meyn mächtig in den Knochen gesteckt haben, vollzog man doch nach den - durchaus gelungenen - Experimenten mit akustischen Instrumenten auf der Vorgängerplatte und der damit verbundenen Abwanderung eines großen Teils der Fanschar eine zackige Kehrtwendung und besann sich auf dem Tonträger mit dem Frittencover wieder der alten Wurzeln. So dominieren auf "Bodega Bohemia" wieder die Synthieklänge, die die gelegentlich zu hörenden Gitarren, Bläser und realen Drums in den Hintergrund drängen.

Dass das als Comeback-Versuch konzipierte Werk dennoch eine verkaufstechnische Bruchlandung hinlegte, kreideten die Bietigheimer noch Jahre später hauptsächlich ihrem damaligen Distributor Metronome an, der die Promotionmittel zur Bewerbung des Albums rabiat eindampfte und stattdessen alle Kraft auf die Vermarktung des damaligen internationalen Top-Acts Ace of Base konzentrierte.

Dabei hat "Bodega Bohemia" ganz gewiss das Zeug zum All-Time-Klassiker innerhalb seines Genres. Eingängig poppig-tanzbare Nummern wie das zielgerichtet als Single-Auskopplung ausgewählte (dort allerdings mit einem recht üblen Remix versehene) "Suspicious Love" oder "Crime" werden durch ruhige, geradezu introvertierte Tracks wie "Pedestrian's Adventures", "Time Is Over", das traumhafte "Falling" oder "Bondage People" ergänzt. Einziger Schwachpunkt vielleicht "Jealousy", das mit seiner bemühten Rockigkeit und der hörbaren Überanspruchung der Stimme Marcus Meyns noch am wenigsten meinen persönlichen Geschmack trifft.

Dieser kleine Durchhänger wird aber komplett durch den Umstand konterkariert, dass das Album zu seinem Ende eine geradezu grandiose Steigerung hinlegt. Die sich in ihrer Art sehr ähnelnden "Close" und vor allem das nahezu neunminütige und in Kraftwerk-Manier endende "In Your Ivory Tower" als absolutes Highlight dieser CD lassen den Hörer förmlich in die Nacht davonschweben - fantastisch!

Mögen die beiden Schwaben auch damals erfolglos versucht haben, an alte Erfolge anzuknüpfen, das für mich in vielerlei Hinsicht sehr bemerkenswerte Jahr 1993 wäre ohne den Soundtrack aus der "böhmischen Weinstube" nicht komplett. Eines meiner zehn Lieblingsalben innerhalb einer mittlerweile auf über 1000 Tonträger angewachsenen Musiksammlung. Wer diese Rarität irgendwo noch auftreiben kann - kaufen!
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am 11. August 2005
Ich kann dieses Album jedem ans Herz legen, der auf zeitlose, gut produzierte elektronische Popmusik steht. Keine Hänger, alles gut komponierte und arrangierte Songs. Highlights sind meiner Meinung nach "Suspicious Love" und besonders das extrem entspannende "Falling", welches im Zentrum des Albums auch den absoluten Höhepunkt darstellt. Doch auch die anderen Songs haben ihre Qualitäten. Am besten komplett durchhören und das mehrmals, erst dann erschliesst sich die Qualität dieses unterbewerteten Albums.
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Als alter 80er Veteran und Synthipop Fan der (fast) ersten Stunde rannten Camouflage damals bei mir zunächst offene Türen ein und "The Great Commandment" war sicher einer meiner meist gehörten Songs 1987. Doch dann verlor ich recht schnell das Interesse an den Replika-Depeche-Mode aus Bietigheim und die "Voices & Images" Nachfolgescheiben wie z.B. "Bodega Bohemia" von 1993 konnten bei mir nicht richtig landen. Ja, ich fand sie damals sogar mittelprächtig langweilig, was allerdings auch an meinem -zu diesem Zeitpunkt- abflauenden Faible für Synthipop gelegen haben mag.

Viele Jahre später, Anno 2003, läuft ein supercooler Camouflage Track als Trailermusik auf Pro7 und ich werde hellhörig: "Me And You" heißt der Song. Synthis sind in meinem persönlichen Geschmack wieder voll angesagt, ich kaufe die zu diesem Zeitpunkt aktuelle CD "Sensor" und bin einfach nur begeistert. Das hatte ich den Jungs ehrlich gesagt nicht zugetraut, dass sie im fortgeschrittenen Karrierealter nochmal so ein frisches, melodiös kraftvolles Popwerk heraus stemmen!
Es mag zwar für Depeche Mode-Fans wie Gotteslästerung klingen aber unsere Helden aus Basildon tun sich bis heute deutlich schwerer, die selbst gigantisch hoch gelegte Messlatte der 80er und 90er noch zu erreichen...

Im Sog der "Sensor" habe ich dann auch die "Bodega Bohemia" quasi mit 10 Jahren Verspätung erstmals richtig aufmerksam gehört und festgestellt, welche Klasse diese mit Ohrwürmern gespickte Scheibe tatsächlich hat. Zumal es sich wirklich nicht um die plumpe Kopie irgendeines Depeche Mode Vorbildes handelt - Camouflage klingen absolut eigenständig und die Gemeinsamkeit lässt sich auf den weitgehend exklusiven Einsatz elektronischer Klangerzeuger sowie hochmelodische Mitsing-Melodien einkreisen.
In meinen Ohren gibt es in Deutschland heute keine Band, die Camouflage in Sachen Synthipop das Wasser reichen kann - schon gar nicht die drolligen Jungs aus Bensheim mit dem schrecklich schief krähenden Frontmann, die da oft genannt werden...

Und damit bin ich momentan fast sowas wie ein Camouflage Spätzünder, im Prinzip von Anfang an dabei und doch heute nochmal richtig entflammt!
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am 1. August 2010
Ich hab vor mehr als 10 Jahren die CD mal irgendwo auf einem Grabbeltisch erworben und sehr schnell lieben gelernt. Es sind zwar keine Nummer-1-Hits drauf, aber dafür handelt es sich um eine selten harmonische Zusammenstellung melodischer, etwas melancholischer Titel, die jedenfalls mir immer wieder gefallen.
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am 6. März 2013
schnelle übersendung der ware / preis - leistung war sehr gut. würden wieder bei amazon kaufen. mit freundlichen grüß fam. km
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