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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Greetings from Canada, 2. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Consumed (Audio CD)
Wahnsinn, was mr. plastique da veröffentlich hat.
aber erst mal langsam.
"consumed" besticht vor allem durch seine schlichtheit, das langsame tempo (ca. um die 110-120 Bpm) und die monotonie die sich in jedem song versteckt. klar, besonders abwechslungsreich sind seine werke nicht. meistens gibt es überhaupt gar kein intro. es beginnt mit irgendeinen loop, der sich später vestrickt. erzeugt wird das ganze durch hall & echo und sonstigen verzerrungen. eigentlich ein einfaches konzept. richtig!
neueinsteiger werden sicherlich nicht glücklich damit, so ging es mir auch erst. damals hab ich auch nicht begriffenen was daran so toll sein soll. erst später wird man warm mit dem eigenartigen sound.
für hawtin fans eine pflicht, für alle anderen gilt: probe hören.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die perfektion elektronischer klangkunst, 24. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Consumed (Audio CD)
dieses album hat richie hawtin unumstösslich auf dem olymp der elektronischen musik etabliert. es steht in gewissem sinne am ende des weges auf der suche nach akustischer perfektion und melodischen spannungsbögen, welche richie als plastikman seit sheet one begangen hat. die tracks strahlen eine immense ruhe, tiefe und kraft aus - mit intellektueller leichtigkeit und eleganz zeigt "der verrückte techno-junge" (zitat john acquaviva), dass acid nicht gleichzusetzen ist mit einem masslos überdrehten LFO, sondern dass es ein stilistisches mittel ist, wunderbare klangliche linien und entwicklungen aufzuzeigen.
die tracks sind allesamt ausgewogen und ausgezeichnet aufeinander abgestimmt. für mich herausragend (nicht nur auf diesem album, sondern in der gesamten geschichte der elektronischen musik) ist der titeltrack CONSUMED, welcher besser als alle worte beschreibt, wie die oben genannten attribute von einem genie in elektronische klänge gefasst worden sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch nach über 10 Jahren noch unerreicht, 17. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Consumed (Audio CD)
Ich muss sagen, daß ich andere Werke von Hawtin ok finde, jedoch keines seiner anderen Werke hat meines Erachtens mehr Wert als gute Unterhaltungsmusik. Und das ist ja nix schlechtes.

Doch Consumed ist meines Erachtens anders: Es ist ein Meisterwerk der elektronischen Musik der 90er Jahre: Dunkel, unheimlich deep, sehr phantasievoll und sehr komplex produziert. Die Musik besteht im wesentlichen aus Loops, die geschickt arrangiert sind. Die Musik hat eine wirklich unerreichte Tiefe aufgrund der vielfältigen Prozessierung der Sounds. Wer Collaps von James Plotkin und Mick Harris kennt, weiß was gemeint ist. Das Arrangement der tracks ist ebenfalls genial: der erste Track contain führt einen in diese Reise ein, cor ten, ekko converge verdichten zunehmend die Atmosphäre des Albums. Das ganze kumuliert in den beiden Tracks in side (extrem dark) und dem folgenden consumed (fast schon fröhlich). Passage out als final track holt einen dann wieder von den Ringen des Saturn sanft und sicher zur Erde zurück.

Einfach ein Meisterwerk der elektronischen Musik, welches sich auch nach über einem Jahrzehnt nicht abnutzt oder seine Faszination einbüßt. Consumed gehört zu den 10 besten Musikwerken, die ich kenne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suggestiv, 25. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Consumed (Audio CD)
Ich schließe mich meinen Vorgängern an. Mich hat es aber beim ersten Anhören (Internetradio) erwischt. Ich bin auf die Suche gegangen und bei amazon fündig geworden.
Wie schon in der Überschrift: für mich ist dieser Sound sehr suggestiv, er hat mich einfach in seinen Bann gezogen.
Vielleicht sollte ich sagen, daß ich mit dieser Musikrichtung (ich nenne sie jetzt einmal Ambient) noch nicht sehr lange in Kontakt bin und noch auf Entdeckungsreise bin. Dieses Album ist auf jeden Fall die Entdeckung wert!!
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5.0 von 5 Sternen Akustische Simulation des Verbrauchs, 16. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Consumed (Audio CD)
Plastikman nennt sich auch Richie Hawtin. Ich bevorzuge ersteren. Das Album “Consumed” war mein erstes von ihm. Seit zehn Jahren höre ich es regelmäßig. Denn es ist geradezu außergewöhnlich steril. Selbst schon die Verpackung: Ein dunkelblauer Strich, nur erkennbar durch eine Aussparung im schwarzen Pappschuber. Es gibt nichts zu entdecken. Die CD ist “abkonsumiert”, noch vor ihrem Öffnen. Die Musik besteht aus minimalsten Drums, Hi hats, kaum Melodie, alles wirkt extrem dumpf, diffus, abgeflacht. Musik nutzt sich beim Hören ab, irgendwann kann man es nicht mehr hören. Consumed meint das wörtlich. Als ob jedes einzelne der 11 Lieder früher einmal ein “richtiges” Stück gewesen wäre. Doch das Hören hat alle tracks abgenutzt.

Übrig bleibt nur eine Art Rest, der aus dem allernötigsten besteht, was Musik ausmacht. Und das macht dieses Album aus. Contain gibt sich pragmatisch, macht uns mit etwas Echo und regelmäßigen Synthi-Herzschlägen irgendetwas klar. Dazu kommt ein schnellerer Puls. Eine Kontrolllampe scheint zu leuchten, Echo flattert durch den Tunnel. Contain bedeutet beinhalten. Aber was beinhaltet dieser Stück? Lediglich die reduzierte Aussage, dass es etwas beinhaltet. So klar wie Malewitschs schwarzes Quadrat auf weißem Hintergrund. Consume macht so weiter, aber schneller. Es geht nur ums Konsumieren. Leichtes Anschlagen, jedoch nachdrücklicher, dazu beschleunigtes, futuristisches Froschquaken – anders kann ich es nicht beschreiben.

Durch die hohen Töne wenigstens ein Einsatz von Melodie, Dramatik. Passage [in] lässt uns in eine Brandung aus Elektronik mit Wellengang eintauchen. Und in cor ten gibt es Herzschlag, aus den Ohren, aus den Blutgefäßen, ein Aufpumpen unserer Rindenfelder – was man hört, wenn man taucht, und Druck sich aufbaut. Leichtes Klingeln, das an das entfernte Fahren eines alten Zuges erinnert, Räder die sich drehen. Das Echo bleibt. Convulse [sic] Spacige Töne erschaffen ein verzerrtes Bild, das uns erschüttert, verunsichern, erzeugen Brechreiz. Schritte nähern sich… Ekko ist da, background dazu, in Form von mehreren rhythmischen Begleitschlägen, dazu noch stärkerer Nachhall. Ernst wird es mit Converge (unbedingt das Musikvideo dazu ansehen “Plastikman – Converge”).

Ein Spaziergang durch den Wald, ein Dimensionstor, ein Mann flieht, ein Autounfall, er wird operiert, sieht danach die Welt mit anderen Augen. Mysteriös? Aber auf surreale Weise passend zum akustischen Treiben dieses Stücks. Ein Pendel, das hin- und her schwingt. Verfremdeter Hintergrundchor. Locomotion ist das unruhigste Lied von allen, und ähnelt am Meisten einem Lied: Schnell, reibend, konträre Töne, Snares, die Hi Hats. In Side kehrt wieder zurück, in das Konsumierte. Typisch Richie Plastikman: Fragmente, zusammengeschüttet, kompromisslos. Abgefederte Drums, ein monotoner Ton, wie eine Tuba, die nicht aus sich herauskommt. Consumed verbreitet Krisenstimmung, als ob der Kopf im inneren in Flammen steht; ein Alarm.

Ein Signal, das uns zeigt: Wir haben gegessen, wir haben gehört, wir haben konsumiert. Hohe, sterile Töne, ein Becken eines Schlagzeuges wird angestrichen, im Dauerfeuer. Und im letzten Teil blitzt tatsächlich etwas Melodie hindurch, wir dürfen noch einmal unseren Bauch / Ohr vollschlagen, es darf konsumiert werden. Bis uns passage out in den Schlaf wiegt, in welchem wir verdauen.
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Consumed
Consumed von Plastikman (Audio CD - 2004)
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