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5.0 von 5 Sternen Eigentlich nur ein Kommentar zur Kurzrezension vom 8. 3. 2014 ...
... aber nachdem mein Kommentar um ein Vielfaches länger ausgefallen ist als die Rezension vom Ornithologen, stelle ich den Text doch als eigene Rezension ein, obwohl ich eigentlich keine Rezensionen mehr verfassen wollte, da mein Sachverstand meiner Meinung nach dafür einfach nicht ausreicht. Deshalb bitte ich, meinen Text cum grano salis zu verstehen:...
Vor 6 Monaten von Dr. Vincent Kluwe-Yorck veröffentlicht

versus
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mit Stärken und Schwächen
In den 60er Jahren war der Barbier von Sevilla an allen deutschen Bühnen in deutscher Sprache zu sehen, damals hatte sich die Originalsprache erst auf der Platte durchgesetzt, und deutschsprachige Opernaufnahmen italienischer Werke waren selten, aber sehr begehrt. Diese Aufnahme war seinerzeit sehr beliebt, besetzt mit sehr prominenten Künstlern der damaligen...
Veröffentlicht am 19. April 2004 von Werner Ganske


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mit Stärken und Schwächen, 19. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Rossini. Der Barbier von Sevilla (Gesamtaufnahme - deutsch) (Audio CD)
In den 60er Jahren war der Barbier von Sevilla an allen deutschen Bühnen in deutscher Sprache zu sehen, damals hatte sich die Originalsprache erst auf der Platte durchgesetzt, und deutschsprachige Opernaufnahmen italienischer Werke waren selten, aber sehr begehrt. Diese Aufnahme war seinerzeit sehr beliebt, besetzt mit sehr prominenten Künstlern der damaligen Zeit. Heute hört man das anders, man muß aber die damaligen Wünsche zugrunde legen und die Aufnahme so akzeptieren. Dem üblichen Bühnenstil entsprechend wurde das Finale des 1. Aktes stark gekürzt (gegen den Willen des Dirigenten, worauf ausführlich hingewiesen wird), auch die Arie des Almaviva im 2. Akt fehlt.

Die Sänger sind ein deutsch-deutsches Ensemble, das damals nicht leicht zusammenzustellen war. Peter Schreier war der Mozart-Tenor der späten 60/frühen 70er Jahre, die elegante Italianità für den Almaviva hat er nur bedingt, technisch ist er sehr genau, bemühr sich auch um Witz und Temperament, bleibt aber mehr Mozart-Tamino als Rossini-Graf. Fritz Ollendorff hat den Bartolo schon mal mit Maria Callas gesungen, er ist solide, rutscht nicht ins allzu Alberne ab, was bei dieser Partie naheliegt. Auch Franz Crass ist rollendeckend, aber doch ein sehr deutscher Basilio, technisch ok, als Rollenporträt aber blaß. Anneliese Burmeister gibt eine gute Marzelline, leider nicht im Querschnitt vorhanden. Hermann Prey war ein international renommierter Figaro, aber in der Heimatsprache und im Heimatland leistet er sich einige Manierismen, die in seinen italienischen Figaro-Aufnahmen erfreulicherweise fehlen. Sein Figaro ist an einigen entscheidenden Stellen viel zu dick aufgetragen.

Eine reine Freude in dieser Aufnahme ist die heute in Vergessenheit geratene Ruth-Margret Pütz, ihre Rosina hat alles, was diese Rolle ausmacht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigentlich nur ein Kommentar zur Kurzrezension vom 8. 3. 2014 ..., 10. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Rossini. Der Barbier von Sevilla (Gesamtaufnahme - deutsch) (Audio CD)
... aber nachdem mein Kommentar um ein Vielfaches länger ausgefallen ist als die Rezension vom Ornithologen, stelle ich den Text doch als eigene Rezension ein, obwohl ich eigentlich keine Rezensionen mehr verfassen wollte, da mein Sachverstand meiner Meinung nach dafür einfach nicht ausreicht. Deshalb bitte ich, meinen Text cum grano salis zu verstehen:

Operninszenierungen live auf der Bühne finde ich in der Regel eher peinlich bis unerträglich (ich genieße die Aufnahmen lieber von Platte oder CD am Kopfhörer), aber als Marionettenstück hätte ich sie auch gerne gesehen – besonders mit dieser Aufnahme. Darum beneide ich den Herrn Vorrezensenten! :-)

(Ich habe vor Jahrzehnten verschiedene "Große Opern" als Marionettenstücke gesehen – daher kenne ich den Reiz des italienischen Puppenspiels sehr genau. Der charismatische Zauber einer solchen Aufführung ist unbeschreiblich. Und man sollte dieses Genre kennen, wenn man weiß, einen wie hohen Stellenwert das Marionettentheater in Italien hatte: Es war keine Seltenheit, dass beispielsweise weltberühmte Opernstars der Scala – teils trat sogar das gesamte Ensemble an – an freien Tagen unsichtbar hinter dem Vorhang die Arien für die Marionetten gesungen haben. Aus reiner Freude und unentgeltlich! Das muss man sich einmal vorstellen. Heute undenkbar!)

Zu dieser Aufnahme: Mit den negativen Anmerkungen zu den verschiedenen Ausgaben bin ich ganz und gar nicht einverstanden. Ich habe den Barbiere noch nie so temperamentvoll, so geschlossen, und so hochmusikalisch gehört! Da stimmt einfach alles: die dialogischen Rezitative punktgenau und musikalisch im Rhythmus, die Duette, die hochanspruchsvollen Stolperarien, das mit den Solisten duettierende äußerst brillante Orchester. Lediglich am Anfang dauert es etwas, bis die Aufführung in Schwung kommt. Aber sobald sie ihren vollen Impetus entfaltet, bleibt sie dermaßen mitreißend bis zum letzten Takt, dass es mich nur schwer auf dem Hocker hält. Da kommt auch der gelobte, aber meiner Meinung nach hölzerne Lopez-Cobos nicht mit – und auch kein anderer, soweit ich die gängigen Einspielungen im Blick habe.

Ruth-Margret Pütz als Rosina ist einfach göttlich. Sie trägt für mich die gesamte Aufführung mit ihrer zauberhaften Ausstrahlung und ihrem einfühlsamen Spiel: geradezu niedlich, kokett, frech und selbstbewusst – genau so, wie es Rossini für diese Rolle verlangt. Und mit welcher Meisterschaft sie die teils extrem schwierigen Koloraturen und Staccato-Partien als AUTODIDAKTIN bewältigt, ist geradezu atemberaubend! (Jawohl – man liest korrekt: Frau Pütz ist eins der seltenen Naturtalente, die nur eine rudimentäre Gesangsausbildung besitzen! Die meisten anderen Sänger nehmen 10 Jahre lang Gesangsunterricht und nehmen selbst als gefeierte Solisten noch weiterhin Gesangsstunden, um ihre Stimme in Disposition zu halten!) Von daher wäre ihr eigentlich eine Weltkarriere zu wünschen gewesen, die ihr verwehrt blieb, da sie sich an einem entscheidenden Punkt ihrer Laufbahn für ihre Familie entschieden hat, statt für das ganz große Publikum.

Soweit ich das beurteilen kann, handelt es sich bei dem Barbier musikalisch und auch dramaturgisch um ein Meisterwerk, das sich hier meisterhaft präsentiert. Dramaturgisch dürfte der Barbier wohl die höchste Stufe in der Entwicklung der Buffa darstellen – in lockerer Gefolgschaft der Gluck'schen Reformoper, von der sich Rossini sicherlich hat inspirieren lassen: Alles ist aus einem Guss, selbst die Rezitative fügen sich schlüssig in den Fluss der Musik ein, "durchkomponiert" das gesamte Werk – spannend, hochdramatisch. Und wunderschön anzuhören.

Da die Aufnahme von 1965 stammt, sollte auch noch angemerkt sein, dass die remasterten Versionen auf Vinyl und CD eine vorzügliche Tonqualität besitzen, die modernen Aufnahmen kaum nachstehen. Das Tonteam hat hier eine vorbildliche Arbeit abgeliefert.

Von daher auch bei dem biblischen Alter dieser Aufnahme eine klare Kaufempfehlung, zumal es sich bei der glasklaren Diktion sämtlicher Solisten erübrigt, das Libretto mitzulesen: Jedes Wort ist deutlichst zu verstehen. Zumindest kenne ich keine bessere Aufnahme. Eigentlich liegt mir das leichte Genre (sprich die Buffa) nicht wirklich. Aber die Musik ist so hinreißend, das Stück so gelungen, dass ich mich dem Reiz kaum verschließen kann.

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ANMERKUNG nach Hinweisen aus berufenem Mund: "Durchkomponiert" verstehe ich hier nicht in streng wagnerischem Sinn, sondern in dem Sinn, dass sich auch die Rezitative und Dialoge in den musikalischen Fluss eingliedern, wodurch Arien, Dialoge und Rezitative zu einem geschlossenen musikalischen Ganzen verschmelzen. Ich sehe darin eine Entwicklungsstufe zwischen Gluck und Wagner. Und natürlich bin ich mir bewusst, dass eine Aufnahme in Originalsprache, also Italienisch, eigentlich vorzuziehen wäre. Aber ich habe mich damals für die deutsche Ausgabe entschieden, weil mein Italienisch nicht gut genug ist, um die überaus feine und realitätsnahe Charakterzeichnung aller handelnden Figuren bis in die Nuancen nachzuvollziehen.

Gerade dieses Stück lebt davon, dass der Zuhörer auch die feinste sprachliche Nuance mitverfolgen kann. Nur auf Deutsch kann der deutsche Zuhörer begreifen, wie raffiniert und mit welch präzisem Blick und psychologischem Verständnis Rossini seine Figuren entwickelt. Die psychologische Tiefenschau der Figuren, die „illusionsfreie, ja geradezu pessimistische Sicht auf die Welt und die Menschen, die wie Marionetten an den Fäden der Musik zappeln“ (Zitat) macht für mich einen wesentlichen Reiz des Barbiers aus. Ohne dieses Gewicht, also als reines Verwirrspiel, bzw. Lustspiel ohne jeden Tiefgang hätte mich das Stück kaum interessiert. Ich denke, dieser unterschwellige Realitätsbezug, der in jedem Takt mitschwingt, macht genau die starke Sogwirkung aus, die das Stück entwickelt. Das sprudelt nur so vor Witz, überschäumender Lust und Raffinement. Für mich eins der gelungensten Bühnenwerke überhaupt – besonders in dieser Ausgabe!
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5.0 von 5 Sternen Besonders zu empfehlen, 8. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rossini. Der Barbier von Sevilla (Gesamtaufnahme - deutsch) (Audio CD)
Ich habe diese Einspielung auf einer Marionettenoper gehört. Diese Doppel-CD musste daher einfach her. Sehr gute Einspielung mit bekannten Solisten.
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