Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More madamet HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen7
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
7
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:13,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 9. September 2010
Der deutsche Komponist Max Bruch (1838-1920) wird heute fast ausschließlich auf sein erstes Violinkonzert reduziert. Zu Lebzeiten, wegen seiner scharfen Zunge nicht gerade beliebt, war das allerdings ganz anders. Bruch stand beinahe gleichberechtigt neben so großen Namen wie Brahms und Dvorák. Nach seinem Tode allerdings geriet er schnell in Vergessenheit.
Auf dieser Doppel CD sind sämtliche Werke für Violine und Orchester versammelt, denn obwohl Bruch kein Violinvirtuose war, blieb er diesem Instrument zeitlebens verhaftet. Die Werke sind virtuos - sie wurden zum größten Teil für Geigenvirtuosen komponiert -, die Violinstimme erweist sich häufig als dominierend. Auch wenn das erste Konzert gewiss das beste ist, kann dennoch das Vorurteil widerlegt werden, dass auch nur dieses hörenswert sei.

Eben dieses berühmte erste Konzert in g moll op. 26 zeigt eine charakteristische Eigenschaft zahlreicher Kompositionen Bruchs: Er bricht althergebrachte Formen auf. Sein erstes Violinkonzert beispielsweise konzipierte er so, dass alles auf das berühmte Finale hinaus läuft. Selbst den Kopfsatz degradiert Bruch zu einem simplen Vorspiel, das düster und getragen ist. Sogar das fast meditative, tiefsinnige Adagio richtet er fürs Finale ein, das dann auch wild und ungezügelt dahin braust. Dieses großartige Werk kann es durchaus mit den großen Violinkonzerten der Romantik aufnehmen.

Vom Erfolg beflügelt schrieb Bruch bald ein zweites Violinkonzert in d moll op. 44. Unkonventionellerweise eröffnet das Werk mit einem üppigen, an berauschenden Klangfarben reichen Adagio, in dem die Violine sanft über dem Orchester schwebt. Ein komplexes Rezitativ, das von verschiedenen Intermezzi unterbrochen wird, bereitet den Weg für das lebhafte Finale. Das steckt zwar voller intensiver Melodien, wirkt aber trotzdem etwas überladen und stellenweise langatmig.

Unmittelbar nach diesem Konzert komponierte der deutsche Tonsetzer seine berühmte Schottische Fantasie op. 46, ein hoch interessantes, packendes Stück, das seinen Namen daher hat, dass Bruch hier in einem der Sätze ein schottisches Volkslied verarbeitet. Nach einer schlichten Einleitung folgt ein herrliches Adagio, das Bruchs Fähigkeit zur lyrischen Gestaltung betont.
Ein mäßiges Scherzo schließt sich an, das in einem weiteren, kürzeren Adagio verebbt.
Nun folgt das wunderschöne Andante, das vor dem ungestümen Finale noch einmal Einhalt gewährt.

Sein umfangreichstes Violinkonzert komponierte Bruch mit dem dritten in d moll op. 58. Fast 20 Minuten dauert der Kopfsatz, dessen Gesamtanlage teilweise zu versanden scheint. Besser ist da schon das umfangreiche, komplexe Adagio, das zu den schönsten des Komponisten zählt. Das Finale ist knapp und verkappt, überzeugt in seiner stringenten Linienführung und seinen zwingenden Melodiebögen.

Das letzte große Werk für Violine und Orchester, das Max Bruch, der sich immer darüber ärgerte, dass nur sein erstes Violinkonzert häufiger aufgeführt wurde, komponierte, ist seine Serenade op. 75. Dieses herrliche Werk beginnt mit einem entzückenden Andante, das den Weg für einen feierlichen, gemessenen Marsch frei macht.
Dann folgt das Herz der Komposition, die Nocturne, die voller Tiefsinn und Anmut steckt. Das Finale ist mitreißend und an einigen Stellen beinahe entrückend.

Den Violinpart dieser glänzenden Einspielung übernimmt der geniale Geiger Salvatore Accardo, der jede noch so fingerbrechende Hürde perfekt meistert. Begleitet wird er vom brillant aufgelegten Gewandhausorchester Leipzig unter dessen langjährigem Maestro Kurt Masur. Die Akzentuierung ist passgenau, die Nuancierung farbenfroh und perlend. Auch die Aufnahmequalität ist bestechend gut.

Fazit: Eine wundervolle Zusammenstellung, die für den geneigten Hörer verschiedene kleine Perlen bereithält.
0Kommentar|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wieder einmal eines der vielen hinderlichen Vorurteile der Musikgeschichte überwunden : von Max Bruch sei nur das 1. Violinkonzert wirklich hörenswert. Diese Doppel-CD belehrt einen eines Besseren :

Alle 5 hier wiedergegebenen Werke für Violine und Orchester - 3 Violinkonzerte, 1 Serenade (eigentlich das 4. Violinkonzert) und die "Schottische Phantasie" - sind hervorragende Kompositionen und es lohnt sich wirklich, sie kennenzulernen. Von der Stimmung her : vergleichbar mit einem rauhen Herbstabend. Musik und Aufführung sind etwas schwer und herb, sehr stimmungsvoll, machmal ausgesprochen lyrisch. Gerade vom ersten Violinkonzert gibt es sicher "berühmtere" Aufnahmen - aber die dichte, schnörkellose und leidenschaftlich zupackende Spielweise von Masur und Accardo zieht einen bei mehrmaligem Anhören in ihren Bann. Die sehr gute Aufnahmetechnik ergibt ein lebendiges und warmes Klangbild.

Eine SEHR schöne Repertoire-Erweiterung der Literatur für Violine und Orchester.
0Kommentar|24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ich habe mit 48 Max Bruch entdeckt, viel zu spät im Leben. Es scheint mir, dass er der letzte deutsche Komponist war,
der Melodien schreiben konnte. Fragt man sich, warum die Schönheit aus der Kunst, der Literatur, der Musik,
der Architektur verschwunden ist, landet man bei Bruch: der letzte Leuchtturm aus der untergegangenen Zeit
vor dem ersten Weltkrieg, als man noch wusste, was "the quality without a name" ist (C. Alexander).

Jedes Konzert auf dieser CD erzeugt einen Rausch, der in 5 Minuten die größte Anspannung in Entspannung
verwandelt. Man muss die Stücke jedoch 2-3 mal hören, bevor man
die Architektur der Konzerte, die Anklägen der Themen, die Bögen zwischen Beginn und Schluss hört.
Bruch wusste, wie man schöne Melodien schreibt. "good old Max could always knock out a good tune."
Zum Glück hat er 80 lange Jahre gelebt, sodass er genug gute Musik geschrieben hat,
die man noch in 500 Jahren lieben wird. Zeitlos. Der König der Adagios und Sonnenuntergänge.
Mehr von diesem, bitte!!

Ich stimme meinem Vorredner nicht zu, dass der erste Satz aus Violinkonzert III zu lange ist.
Er enthält einige der supersonischten Melodien, die ich kenne und die harte Männer zum Weinen bringen
können. Es war eigentlich als eigenes Konzert geplant; nun ja, es ist auf jeden Fall gut.

Lesen Sie die Biographie von Fifield zu dieser CD, es lohnt sich.

Ein großer Dank an die Herren Accardo und Masur - eine Jahrhundert-CD.
Hier mein Appell an Jansen, Chee-Yun, Vogler und co: Spielen Sie Bruch! und Sie zeigen den folgenden
Generationen, was Schönheit ist. Wer ist Brahms? Wer ist Bruckner? Bruch ist der Architekt der Melodien,
und nur Beethoven und Mendelssohn in guten Tagen können mithalten.
11 Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. August 2014
Diese Perlen der Violin-Konzerte sind einfach wunderbar.
Die Brillianz aber auch die Kompositionen an sich erfüllen das Gemüt mit der Leidenschaft, welche Bruch in diese Musik hinein legen konnte!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. August 2014
Diese Violinkonzerte sind m.E. viel zu wenig bekannt . Bruch war schon ein genialer Musiker und Komponist . Ein CD zum klassisch Träumen .
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Juni 2009
Ein absolut Volltreffer. 3 von den schönsten Violin Concertos je komponiert. Und das auch die Scottish Fantasy dabei ist, war ja eine nette Überraschung.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Juli 2013
Ich werde diese CD verschenken und habe sie noch nicht angehört, bin aber überzeugt, dass sie sehr gut klingen wird, sonst würde ich sie ja auch nicht verschenken....
11 Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden