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am 19. März 2001
Evgeny Kissin war lange Zeit das Wunderkind im Konzertbetrieb, seit er im Alter von 12 mit einer Aufführung der beiden Chopin-Klavierkonzerte für Furore sorgte; die Auswahl seines Konzertprogrammes war lange Zeit durch romantische Stücke sowie solche russischer Komponisten geprägt. In den letzten Jahren hat sich dies jedoch geändert: so hat er nicht nur Haydn- und Schubert-Klaviersonaten eingespielt (Sony), sondern widmet sich in der hier vorliegenden CD erstmals einer Klaviersonate Ludwig van Beethovens und einem Zentralwerk Johannes Brahms', den berüchtigten Paganini-Variationen. Außerdem findet sich mit dem Prélude, Choral et Fugue ein Vertreter der französischen Spätromantik auf der Einspielung.
Wenn man es auf den ersten Blick bedauern mag, daß Kissin ausgerechnet die "Mondschein"-Sonate gewählt hat, deren 1. Satz von jedem noch so unbegabten Amateur gespielt wird, so ändert sich diese Einstellung nach dem ersten Hören sofort. Mit welcher Anschlagskultur und tiefgehendem Verständnis für die Struktur des Stückes Kissin etwa den ersten Satz spielt, ist beeindruckend. Der zweite Satz, von Liszt als "Blume zwischen zwei Abgründen" bezeichnet, wirkt wie ein federleichter Ausflug in heitere Gefilde, bevor der dritte Satz einsetzt. Wie Kissin diesen interpretiert, ist meiner Ansicht nach atemberaubend: Mit welchem unnachgiebigem Drive, ohne dabei auch nur ein Quentchen an Durchsichtigkeit zu verlieren, er durch diesen Satz jagt, konnte man nicht einmal bei dem dafür auch bekannten Friedrich Gulda erleben. Zwar mag dies nicht jedermanns Sache sein und manche mögen die etwas weniger kompromißlos virtuose Herangehensweise Alfred Brendels (Philips) vorziehen; Kissins Interpretationsansatz ist jedoch (für mich) überzeugend und konsequent durchgezogen.
Das Zentralwerk der vorliegenden Einspielung sind unstreitig die Paganini-Variationen von Brahms. Es handelt sich dabei um ein sowohl technisch als auch musikalisch schwer darzustellendes Stück, das nur bei einem Interpreten mit unanfechtbarem technischen Rüstzeug und einer hohen musikalischen Intelligenz überzeugen kann. Insofern kann man meiner Ansicht nach nur die Einspielungen von Arrau und Oppitz als gelungen bezeichnen. - Spieltechnisch gesehen gibt es für Kissin ohnehin keine "unspielbaren" Stücke (so aber das Urteil von Clara Schumann, ihrzufolge jedenfalls für Frauen), und so meistert er auch die schwierigsten Passagen nicht nur, sondern vermag auch noch bei den anspruchsvollsten Variationen gestalterisch tätig werden. So kann er jeder Variation einen eigenen Charakter geben und durch insgesamt sehr schnelle Tempi gerade bei den vertracktesten Passagen diese durch einen roten Faden verbinden, was anderen Pianisten schon technisch kaum möglich wäre. Auch hat er es nicht nötig, sich bei derartigen Stellen durch übermäßigen Pedalgebrauch zu "verstecken", so daß sein Spiel eine fast übernatürliche Klarheit gewinnt. Meiner Auffassung nach gelingt ihm hier eine Referenzeinspielung des Stückes, an zukünftige Interpretationen gemessen werden müssen.
Es ist schade, daß César Franck einerseits nicht allzuviel für Klavier komponiert hat und andererseits dieses nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit findet. So ist es umso lobenswerter, daß Kissin sich dieses Stückes annimmt - eine ähnlich gelungene, neuere Einspielung des Prélude, Choral und Fuge ist kürzlich von Stephen Hough (Hyperion) vorgelegt worden. Beeindruckend ist vor allem, wie der junge Russe im Choral orgelähnliche Klanggebilde auftürmt und wie vehement, aber auch mit welchem Überblick er sich der Schluß-Fuge annimmt.
In Anbetracht der wiederum überragenden Klangqualität der Aufnahme eine ohne Einschränkungen empfehlenswerte Einspielung - vor allem auch für diejenigen, denen Brahms zu "ernst" erschien oder die von Franck noch nichts gehört haben.
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am 3. November 2002
Auch ich muss gestehen, dass diese vorliegende CD zu meinen Lieblings-CDs zählt und möchte dies an einigen Beispielen festmachen.
Kissin spielt vorwiegend Werke romantischer Pianisten, wobei die nun vorliegende Aufnahme meines Wissens die erste Beethoven Sonate ist, welche er eingespielt hat. Hierzu muss gesagt werden, dass die vielleicht romantischste Sonate Beethovens wohl doch Kissin regelrecht zugeschnitten zu sein scheint. Er lässt sich im Adagio Satz alle Zeit, um die Musik voll zu Entfaltung kommen zu lassen. Im dritten Satz wird er den großen Wutausbrüchen gerecht und liefert eine faszinierende und wirklich aufregende Deutung.
Das Interpretation von Francks Prelude, Choral und Fuge kann ich leider nicht bewerten, da ich das Werk zu wenig kenne, aber dennoch gefällt mir die Darbietung von Kissin sehr gut. Vor allem die Steigerung am Schluß der Fuge, wenn das Thema des Chorals leise einsetzt und sich langsam Spannung und Dramatik erhöhen, bis man in der linken Hand das Thema der Fuge hört (kontrapunktivisch zum Thema des Chorals), ist wirklich ein atemberaubender Moment.
Stichwort Atemberaubend: atemberaubend von Anfang bis zum Ende ist Kissins unerhört virtuoses Klavierspiel in den Paganini Variationen. In der Tat handelt es sich wohl um das technisch schwierigste Klavierwerk von Brahms, aber unter den Händen von Kissin wird daraus fast eine Bagatelle, auf alle Fälle aber ein absoluter, musikalischer Hochgenuß. Ich habe es nicht für möglich gehalten, dass es in den Paganini Variationen solche Interpretationsunterschiede geben kann, aber hört man sich eine Aufnahme von Vasary als Gegenbeispiel an, dann muss man gestehen, dass Kissin ihn zum Amateur macht. Kissin steht mit seiner Darbietung jenseits von nur technischer Bewältigung, er vermag es in den schwierigsten Stellen dynamisch zu differenzieren. Kissin nimmt die schnellen Variationen wirklich schnell und die langsamen Variationen wirklich langsam und schafft damit größte Gegensätze und Spannungen. Besonders beeindruckend sein Spiel in der Var. III, XIII und XIV des ersten Bandes, die federnde Virtuosität in Variation III und XI des zweiten Bandes, nicht zu vergessen die zupackende und mitreißende Kraft und Energie in der Schlussvariation. In puncto technisches Vermögen reicht diese Aufnahme an das legendäre Spiel eines Michelangeli heran; die hohe Aufnahmequalität machen das Klavierspiel sehr real.
Booklet der CD hält sich in Grenzen, man wünscht sich vielleicht doch etwas genauere Ausführungen, was aber sicherlich die Qualität der CD wohl kaum beeinflusst.
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am 12. Januar 2002
auch ich besitze diese CD, zähle sie zu meinen Lieblings-CDs und da ich grad ein paar freie Minuten habe, möchte auch ich sie kommentieren. die auswahl der wirklich nicht Kissin-typischen Stücke (der ja Chopin als seinen Lieblingskomponisten angibt und entsprechend viel von ihm spielt) ist interessant und abwechslungsreich. Was sofort beim Durchhören auffällt, ist die Ernsthaftigkeit und Tiefe, die Kissin den Stücken gibt. so spielt er den 1. Satz der Mondscheinsonate langsamer, als z.B. Wilhem Kempff, der dem Satz eine (auch nicht unpassende) nervöse Note hinzufügt, feinsinniger als der anti-sentimentalistische Wilhelm Backhaus, aber durch seine Noblesse weit vom Kitsch entfernt. Kissin lädt zum Versinken ein. im 2. Satz fällt auf, dass er die Töne (z.b. anfangs gegen Phrasenende, die zwei Töne nach der Viertelpause) stärker absetzt, als z.B. Claudio Arrau. das Stück wirkt so wesentlich bewegter. im Presto-agitato des dritten Satzes gibt es unzählige Vergleichsmöglichkeiten, aber nur weniges kann es da mit Kissin aufnehmen. Horowitz betont die Akkorde am Ende der Arppegien hinauf kaum, dafür klingen später bei ihm in den Mittelteilen einige Bässe recht seltsam mit, die Läufe kurz vor dem Ende werden zum toccaten-ähnlichen einschub, seine Aufnahme verzerrt das Stück etwas und ist kein Vergleich zu Kissins aufnahme, die ich eher im Sinne Beethovens sehe. Backhaus interpretiert hier ähnlich wie Kissin, jedoch nicht ganz mit der gleichen Energie, der gleichen Klarheit wie Kissin es beherrscht, allerdings auch nicht schlecht. und Arrau spielt es langsamer, nicht so aufwühlend, während Gould Kissin zwar im Tempo schlägt, aber die Akkorde (die ja für eine erhobene Faust, für ein Aufbegehren stehen) nicht so herausbringen kann. einer der wenigen, neben vielleicht Brendel, der eine ähnlich gute Interpretation dieses Satzes vorweisen kann ist walter Gieseking. im Tempo ähnlich rasch wie Kissin, holt auch er die Akkorde mit aller Klarheit hervor und seinem Spiel haftet die berühmte note Giesekingscher Spontanität auch in diesem rasend schnellen Satz an. bei den Stücken César Francks nimmt Kissin alles eine gehörige Spur gewichtiger, als zum Beispiel Murray Perahia. ich habe diese beiden aufnahmen aufmerksam gegeneinander gehört, durch die stärkeren Kontraste (im Prelude, nach der Pause die dem flüchtigen Anfang folgt, fängt Kissin um ein ganz gehöriges lauter an als Perahia) schafft Kissin den größeren, zwingendern Ausdruck. Kissins spiel wirkt sicherer, der Choral ist fest und groß, die Fuge kraftvoll, während Perahia die flüchtigkeit des Preludes betont, der Choral leider etwas vorbeifliesst und nur an den Höhepunkten wirkliche Größe erhält und die Fuge zwar wesentlich weniger mitreissend interpretiert, aber auch weniger aufdringlich, in geregelterer Bahn. als einen Geheimtipp bei diesem Werk möchte ich noch den überaus musikalischen Alfred Cortot anmerken...
bei den gefürchteten Paganini-variationen habe ich leider keine Vergleiche, der Perfektionist Michelangeli soll sie sehr gut gekonnt haben, so bleibt mir aber nur, kissins spiel zu beschreiben, in diesen brutal schweren Variationen, die zum Teil mehr nach Rachmaninov als nach Brahms klingen...
technisch ist kissin wirklich nicht anzuzweifeln, er kann einfach mehr, als die meisten anderen Pianisten und auch musikalisch werden diese zum Teil recht spröden Variationen gekonnt zum leben erweckt. man nehme nur die schnelle 14. Variation, mit unwahrscheinlichem Elan und federnder Auspielung erhebt Kissin das Stück weit über eine technische Vorführung. die rythmisch unwahrscheinlich schwere Variation (meines Wissens werden 11 in der Rechten auf 8 schläge in der Linken hand gespielt) ist mein persönlicher Liebling der Reihe, es schwebt einfach davon...
ich kann nur meine nahezu einschränkunglose empfehlung für diese CD aussprechen.
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am 2. März 2016
Nicht zuhörbar. Bass betont, leise und unklar. Spieler grossartig, musicalish aber nichts fur Audiophiler. Höchstens fur Auto und mp3 spielrn benutzbar.
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am 30. April 2015
Der Pianist ist der beste!
Er ist so empatisch , Handwerk in höchsten Mass entzückt , man kann Ihn immer hören.
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am 26. Dezember 2015
für normal gestrickte, musik-theoretisch eher ungebildete Musikkonsumenten und Nicht-Pianisten, die mit ihrer umfangreichen Musiksammlung einfach nur Klassik lieben keine Genuss bietende Anschaffung.
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am 31. März 2014
die Klaviereinspielungen mit Evgeny Kissin gefallen mir sehr, deshalb habe ich diese CD ausgewählt, mit der schnellen Zusendung war ich zufrieden
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am 9. Februar 2015
"Es gibt drei Arten von Klaviermusik: Jüdische, schwule und schlechte!" Hier gelingt die Quadratur des Kreises locker, ist sie doch jüdisch, schwul und russisch obendrein!
Was soll ich hier über RUBATO, Kadenz uam. schreiben?! Kissin und diese Scheibe sind waffenscheinpflichtig - ich bin hin und weg!

BASTA
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