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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Maria Callas in ihren Glanzjahren, 13. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: Lucia di Lammermoor (Live 1955) (Audio CD)
Eine wahrhaft umwerfende Aufnahme der "Lucia"... Schon zu Beginn leitet die Callas mit "Regnava nel silenzio" eine geheimnisvolle Athmosphäre ein, die dann in atemberaubenden Spitzentönen und Pianissimi endet. Dann der Auftritt Giuseppe di Stefanos ("Lucia perdona")mit einer solchen Intensität, dass man bis zum Duett "Verrano a te" gebannt zuhört. Höhepunkt dieser Aufnahme ist zweifelsohne die Wahnsinnsarie der Lucia, die mit halsbrecherischen Passagen in einem hohen Es endet. Die Schlussarie des Edgardo versetzt dem Zuhörer den endgültigen Todesstoss. Weiters sollte man natürlich auch die herausragende Leistung Herbert von Karajans betonen, welcher durch seine Neuinterpretation Donizettis eine Wiederauferstehung des frühen Belcantos heraufbeschworen hat. Verblüffend auch die ungewöhnlich gute Qualität der Aufnahme, die bis auf wenige Stellen immer Transparent bleibt. Ein Muss für jeden Callas-Liebhaber...
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Live oder Studio?, 4. März 2003
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: Lucia di Lammermoor (Live 1955) (Audio CD)
Diese Aufnahme ist ein Mitschnitt einer der berühmtesten Aufführungen der Callas überhaupt - neben der Traviata aus Mailand. Technisch ist der Mitschnitt viel besser als fast alles, was sonst in den fünfziger oder auch sechziger Jahren live aufgenommen wurde. Lediglich ein gewisses Scheppern stört von Zeit zu Zeit.
Und musikalisch löst diese Aufnahme einen Glaubenskrieg aus: Welche Lucia der Callas ist besser, diese oder die zwei Jahre ältere Studio-Aufnahme mit Gobbi statt Panerai?
Die Callas selbst war 1953 auf der Höhe ihrer stimmlichen Möglichkeiten, 1955 schon etwas angegriffen. Die Höhe wirkte scharf, die Stimme nicht mehr so groß und rund wie zwei Jahre vorher. Dafür merkt man der Sängerin die zwei Jahre mehr an Erfahrung in einer ihrer Paraderollen an: Sie gewinnt dieser Rolle noch etwas mehr Nuancen ab.
Giuseppe di Stefano singt live m. E. besser als im Studio, weil weniger larmoyant und einfacher im Ausdruck, besonders in seiner Final-Arie.
Rolando Panerai wirkt in seiner Arie zwar etwas kurzatmig, singt aber sonst sehr ausdrucksvoll. Zudem hatte er eine der schönsten Bariton-Stimmen der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.
Alles in allem: Ein großer Abend der Mailänder Scala in Berlin, eine der schönsten Interpretationen dieser Oper überhaupt, und für mich lautet die Antwort auf die Frage "live oder Studio" schlicht: BEIDE! Unbedingt!
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wahnsinnige Aufnahme und ein irres Stück, 13. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: Lucia di Lammermoor (Live 1955) (Audio CD)
Diese Oper ist für mich DIE italienische Oper überhaupt. Tolle Musik, einfach strukturiert, aber sehr tiefsinnig. Diese Aufnahme ist - einfach gesagt - genial. Die Interpreten: Maria Callas: eine ihrer Glanzpartien, sie spielt nicht Lucia, die Wahnsinnige, sie IST Lucia, die Wahnsinnige. G.di Stefano: 100 % schweißtreibender Einsatz, absolut charismatisch, besser geht es nicht. R.Panerai: auch bei ihm eine Paraderolle. An vielen Stellen nimmt seine Baritonstimme nahezu tenoralen Charakter an. H.von Karajan: in dieser Aufnahme erkennt man deutlich, warum Karajan DER Operndirigent der 50er und 60er Jahre war. Selbst in einfachen Akkordbegleitungen wie in der Wahnsinnsarie schafft er es, Spannungsbögen im Einklang mit der Musik und der begleiteten Gesangsstimme zu formen, was heute richtungsweisend für eine Dirigentengeneration sein sollte, die das nicht mehr kann.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wahnsinnig gut, 10. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: Lucia di Lammermoor (Live 1955) (Audio CD)
die beste lucia- einspielung, die ich kenne, wahrscheinlich überhaupt, und das, obwohl sie schon über 50 jahre alt ist und ein live- mitschnitt!

Ich bin nun kein besonderer callas- fan, aber nach dem anhören dieser aufnahme könnte man es werden. so ausdrucksstark jeder auftritt (auch wenn es "nur" zu hören ist), so eine wahnsinnige fähigkeit der stimm-modulation in allen lautstärken, vom fortissimo bis zum pianissimo, einfach unglaublich. ein genuß.

neben der callas sind die stimmen der hauptrollen ebenso unglaublich gut besetzt. im ersten akt scheint mir monaco stellenweise etwas überdreht über das ziel hinausschießen zu wollen (siehe auch ein problem bei villazon), aber im letzten akt wiederum ist er grandios.

nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die sogenannte wahnssinnsszene oder -arie nicht nur die schauspielerischen, sondern auch die stimmlichen qualitäten der sängerin stark fordert- und hier beweißt die callas ihre klasse und zeigt es dem donizetti, der sich die filetstückchen seiner oper bis zum schluß aufgehoben hat. das ist nur etwas für wirkliche könner.

zum schluß: wer keine live- aufnahmen mag (nicht wenige der zuhörer scheinen an chronischem husten gelitten zu haben im september 55, und es gibt nicht gerade selten jubelnden szenenapplaus), wer als purist sich an der tonqualität stößt ( man bedenke das aufnahmejahr und die technischen möglichkeiten damals, es scheint nicht einmal bekannt zu sein, wer die aufnahme eigentlich im original produziert hat, ab und zu klingt die nicht immer angenehme stimme der callas in den hohen tönen und im forte recht schrill und scheppernd), der sollte seine finger von dieser aufnahme lassen.-- aber es entgeht ihm etwas großartiges.

im textbuch finden sich kluge kurze aufsätze über die oper und die callas sowie das komplette textbuch in mehreren sprachen- was will man eigentlich mehr-- für diesen preis??
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