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5.0 von 5 Sternen Meilenstein abseits seines eigentlichen Weges
Überblickt man die insgesamt höchst außergewöhnliche Karriere von Eric Clapton, erkennt man wie sehr sie gesäumt ist von künstlerisch bedeutsamen Produktionen, von Alben, die wie Meilensteine, auf einem dieser Tage nun schon fünfzig Jahre andauernden Weg, ganz besonders einprägsame Wegpunkte markieren. Schon das 1966...
Vor 17 Monaten von Christian Günther veröffentlicht

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen sollte nicht von Clapton sein
Der Witz bei der CD ist, dass ich die Musik eigentlich ganz gut finde. Schön im Hintergrung beim Glase Wein vorm Camin, vielleicht ein gutes Gespräch führend.
Dusseliger Weise ist das aber eine CD von Eric Clapton. Und von eben diesem darf man mehr erwarten.
Veröffentlicht am 19. November 2007 von Tom Joad


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein abseits seines eigentlichen Weges, 7. Juli 2013
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pilgrim (Audio CD)
Überblickt man die insgesamt höchst außergewöhnliche Karriere von Eric Clapton, erkennt man wie sehr sie gesäumt ist von künstlerisch bedeutsamen Produktionen, von Alben, die wie Meilensteine, auf einem dieser Tage nun schon fünfzig Jahre andauernden Weg, ganz besonders einprägsame Wegpunkte markieren. Schon das 1966 veröffentlichte John Mayall Album "Bluesbreakers with Eric Clapton" war so ein besonderer Wegpunkt - und da war er im Grunde "nur" Sideman und hatte die erste Formation mit der er Platten aufnahm schon hinter sich gelassen. Das waren The Yardbirds mit denen er drei Alben einspielte, die man in ihrer musikalischen Bedeutung im Nachhinein gern überhöht hat.
Dann die drei Jahre mit Cream, genaugenommen ein einziger Meilenstein, ein nicht zu übersehender Felsen am Rande von Claptons Weg, auf dessen Gipfel das zweite Album der Band "Disraeli gears" prangt - zweifellos ein Stück Musikgeschichte.
Und 1969 dann: Blind Faith, ein Jahr, eine Band, ein Album, Ende - aber wieder ein bleibender Beitrag im dicken Buch bedeutsamer musikalischer Ereignisse.
Versteckt hinter dem Pseudonym Derek and the Dominos (und nach einem ersten unter Eric Clapton veröffentlichten Album im Jahr 1970) dann 1971 schon wieder so ein Stück Ewigkeit: die überragende "Layla..." Doppel-LP. Und auch unter den zig Produktionen, die hernach dann nicht mehr unter ständig wechselnden Firmen-Namen sondern als Eric Clapton Alben veröffentlicht wurden, reißt die Liste der Platten, die sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit eingeprägt haben, nicht ab. "461 Ocean Boulevard" (1974), "Slowhand" (1977), die mit Outtakes und exklusiven Live-Aufnahmen überfrachtete 6LP- oder 4CD-Box "Crossroads" (1988) und das Trend setzende "Unplugged" (1992) sind da wohl mindestens zu nennen, und auch die beiden 2004 veröffentlichten Alben, auf denen er den Großteil des nur 29 Songs umfassenden Gesamtwerks seines Idols Robert Johnson (1911-1938) adaptierte, um ihn und seine Musik einer weiteren Generation nahezubringen, muss man als kulturhistorisch bedeutsam einstufen, als Meilensteine eben.

Eines haben alle in der langen Vorrede erwähnten Alben gemeinsam: es handelt sich immer um handgemachte Musik. Ob nun mal mehr oder mal weniger nah am reinen Blues, ob rein akustisch oder mit kreischender E-Gitarre, ist es immer organisch, handgemachte Musik, Synthetik-Anteil bei 0%. Und das gilt, abgesehen von ein paar unnötigen Keyboard-Flächen in den weitgreifend musikalisch unsäglich geschmacksverirrten 1980ern, auch für all jene Clapton Platten, die zwar solide, aber nicht unbedingt ein Meilenstein in seiner Karriere waren (obwohl gerade einige der Keyboard versifften Alben aus den Mid-80's kommerziell zu den erfolgreichsten zählen, welch Frevel).

Und dann ist da noch das Album des Jahres 1998: "Pilgrim". Ein Meilenstein, auch wenn viele Clapton-Hörer es strickt ablehnen, weil eben völlig abseits seines musikalischen Weges. Dass es sich über drei Millionen mal verkaufte, ist bestenfalls ein Indiz, kein Beleg für seine Bedeutung, aber wenn man es ohne starr definierte Vorstellung wie ein Clapton-Album zu klingen hat anhört (wie auch immer das dann auch wäre) und diese Detailarbeit gut 75 Minuten auf sich wirken lässt, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass es eines der ganz wenigen Alben ist, zudem einem selbst bei längerem Nachdenken kein Pendant einfällt, kein anderes Album eines anderen Künstlers, dass dem Klangbild entspräche.

Lehnt man elektronisch erzeugte Klänge prinzipiell ab, dann sollte man die Ohren von "Pilgrim" lassen, in Bausch und Bogen verdammen aber sollte man es nicht. Auch wenn es leider viel zu selten vorkommt, kann ein Computer durchaus ein bereicherndes Musikinstrument sein und in Kombination mit klassisch gespielten Instrumenten eine anders nicht herstellbare Klangwelt erzeugen. Dass sich nun ausgerechnet Clapton darin so hingebungsvoll versucht hat, mag einige durchaus verständlich irritiert haben, aber er hatte Lust darauf, er wollte es so, das vorhandene Songmaterial, was in neun langen Jahren ohne Album mit eigenen Songs entstanden war, erzwang diesen Exkurs. Vielleicht begegnet man dem Album anders, wenn man die Geschichte dazu kennt:

Im Jahr zuvor lernte Clapton den jungen Musiker und Produzenten Simon Climie kennen und mit ihm eine musikalische Ausdrucksmöglichkeit, mit der er sich zuvor nicht befasst hatte, ja die er nicht einmal kannte. Pro Tools Plug-ins hätte man Clapton derzeit auch als Brotaufstrich verkaufen können, er hatte keine Ahnung von Computer-Programmen mit denen man Töne und Klänge und Audio-Effekte modellieren kann.
Gemeinsam realisierten sie ein rein instrumentales Projekt (unter dem Namen T.D.F. erschien 1997 das Album "Retail therapy") und nach dessen Abschluss bat Clapton Climie mit ihm sein nächstes Album zu produzieren. "Lass uns das traurigste Album der Musikgeschichte machen" schlug er ihm vor. Auch wenn Clapton zu diesem Zeitpunkt neun Jahre lang kein Album mehr mit eigenem Material eingespielt hatte, hat er in den Jahren dennoch neue Songs geschrieben, sie aber bewusst nicht aufgenommen, hat sich mit anderem beschäftigt oder besser, sich abgelenkt.

Im März 1991 war sein Sohn Connor, noch keine fünf Jahre alt, tödlich verunglückt. Das muss an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden. Für Clapton ist die Musik (selbst für einen Musiker in ungewöhnlich hohem Maße) Sprache, emotionales Ventil, einzige Ausdrucksmöglichkeit, um sich seinen Mitmenschen verständlich zu machen. So schrieb er sich den Schmerz von der Seele (eine an sich bescheuerte Formulierung, denn weg ist danach gar nichts, man konditioniert sich bestenfalls das Fehlen irgendwie zu ertragen). Da sein letztes Album "Journeyman" damals bereits schon zwei Jahre zurück lag, war es grundsätzlich an der Zeit die Produktion des nächsten zu planen - doch nicht mit diesem Material!
Ein Ausweg bot sich durch zwei Anfragen, die Clapton ermöglichten zu arbeiten, ohne neue Songs einbringen zu müssen. Zum einen ein fast durchgängig instrumentales Album als Soundtrack zum Kino-Drama "Rush" und des weiteren eine Aufzeichnung vor kleinem Auditorium für die damals neue Reihe "MTV unplugged". Da Clapton bei den Sessions für das Soundtrack-Album auch "Tears in heaven" einfach für sich aufnehmen wollte, gelangte doch schon zu diesem frühen Zeitpunkt eines der Lieder, mit denen er Connors Tod irgendwie zu verarbeiten versuchte (noch so eine unbeholfene Formulierung), zur Veröffentlichung. Die Regisseurin des sehr düsteren Films hatte das Lied gehört und Clapton fast flehend gebeten, dieses Lied als musikalisches Hauptmotiv für den Film verwenden zu dürfen. Der Film fand kaum Beachtung, das Album ebenfalls nicht, aber das Lied wurde zu einem der wohl bekanntesten Clapton-Songs. Und das Unplugged-Album, auf dem "Tears in heaven" live gespielt enthalten war, wurde Claptons meistverkauftes Album überhaupt.
Allerdings spielte er bei diesem Unplugged Konzert auch noch weitere bis dato unveröffentlichte Stücke ("Circus" und "My fathers eyes"), die sich mit seinem Sohn und dem letzten Tag vor dem Unfall beschäftigten, deren Veröffentlichung er aber strickt untersagte. Lediglich "Tears in heaven" blieb auf dem Album, da das Lied nun ohnehin schon veröffentlicht war.

Die beiden weiteren damals schon gespielten Stücke sind sechs Jahre später zentrale Punkte auf "Pilgrim", auch wenn sie bei der Unplugged-Session sicher ganz anders geklungen haben werden. Vielleicht bekommen wir sie irgendwann auf einer Neuauflage des Unplugged-Albums zu hören, die dann womöglich das komplette ungekürzte Konzert enthält. Bisher kennen diese Aufnahmen nur ein paar wenige Menschen aus Claptons direktem Umfeld und die 200-300 Beneidenswerten, die bei der Aufzeichnung dieses historischen Konzerts dabei waren.
Auch weitere zwei Jahre später, als wieder die Zeit reif war ein neues Album entstehen zu lassen, wagte sich Clapton nicht an das Material heran. Stattdessen floh er zurück zu seinen Wurzeln und spielte auf "From the cradle" den Blues so roh, wie Jahrzehnte nicht mehr, bediente sich bei uralten Blues-Nummern und lieferte ein Album, was auch schon in den 50ern technisch genauso hätte entstehen können.
Umso größer dann der Kontrast zu "Pilgrim" - und wohl auch der Schock für Blues-Puristen. Irgendwie auch verständlich. Doch Clapton wollte genau das. Jahre hatte er gewartet, um für diese Songs (über die Jahre kamen natürlich auch immer weitere hinzu) den passenden Rahmen zu finden, das richtige Umfeld, die richtigen Klänge. Mit Simon Climie traf er den Mann, den er dafür brauchte.

Ein ganzes Jahr lang verkroch er sich mit ihm im Studio, um auszuprobieren, zu experimentieren, sich die neue Technik, ihre Möglichkeiten der Klangerzeugung vorführen zu lassen, die Songs mit vielen feinen Details auszuschmücken, ruhen zu lassen, neu zu denken, zu überarbeiten. Claptons Manager, Robert Forester, tobte ob des völlig ausufernden Produktionsbudgets. Doch Clapton zeigte sich unbeeindruckt und sollte recht behalten. Am Ende steht ein außergewöhnliches Album. Traurig und schwer - natürlich, wie sollte es auch anders sein? - und doch nicht völlig von Tränen überladen. Ein Album voller substanziell in Text und Komposition herausragender Songs, in ganz und gar einzigartiger Umsetzung. Und wenn man den Zugang nicht sofort findet, lohnt jede Mühe die Platte immer wieder einmal erneut komplett durchzuhören, bis sie sich einem erschließt, denn dann offenbart sich ein wirklich großes Werk.

Prägend an "Pilgrim" sind keineswegs nur die aufwendigen und stilsicheren, für Clapton ganz und gar ungewöhnlichen Programmings (wer das als billigen Kling-Klang bezeichnet, hat entweder was an den Ohren, keine Ahnung, oder die Platte nur über Muttis Küchenradio von Tchibo gehört, oder eine Addition von allem), auffällig ist auch, dass er die Gitarre, wann immer sie erklingt, sprechen lässt, nie nur begleiten. Klar und langgezogen fließen aus ihr Töne, als würde sie für ihn weinen, so pathetisch das auch klingen mag. Und ja, Pathos ist natürlich ein wesentliches Element beinah aller Lieder. Ebenfalls besonders bemerkenswert ist auch, dass Clapton auf keinem anderen Album mit soviel Sorgfalt singt wie auf diesem. Jedes Wort scheint ihm wichtig, soviel Melodie-Gefühl, soviel Feinfühligkeit beim Ausformulieren, soviel Achtsamkeit auf sauberen Gesang hat er bei keiner anderen Platte bewiesen - weil es nicht nötig war oder auch gar nicht gepasst hätte, hier dafür umso mehr.

Mit "My fathers eyes" beginnt das Album musikalisch noch beinah leicht. In dem Lied bringt er die Kuriosität zum Ausdruck, das Gefühl zu haben, in die Augen seines Vaters, den er nie kennenlernte, zu schauen, wenn ihn sein kleiner Sohn mit direktem Blick ansieht, durch ihn auch dem vermissten Vater näher gekommen zu sein.
Danach wird es richtig schwer und großartig zugleich. Das über siebenminütige "River of tears" ist wohl der Inbegriff von zum Lied gewordenen Schmerz. Natürlich pathetisch und würde ein deutscher Musiker das Ding auf deutsch singen, würde ihn das Feuilleton vermutlich im nächstbesten Dorfteich versenken. Doch so fühlt es sich nun mal an - und wohl umso mehr, wenn es das eigene Kind ist. Wer solche Emotionen nicht kaltschnäuzig abtut, wird von diesem Lied überwältigt sein - und getragen. Der eigentliche Geniestreich des Albums! Denn so sehr das Album durchgängig schwer und tief daherkommt, auch wenn nicht alle Songs inhaltlich in direktem Verhältnis zu Claptons Sohn stehen, bei aller Traurigkeit und Schwere, ist es in der Wirkung kräftigend, aufbauend. Clapton zielt nicht darauf ab, seine Hörer in ein Tränental zu ziehen, im Gegenteil. Ohne irgendwelche Durchhalteparolen zu formulieren oder Aufputsch-Beats zum Aufhellen der Stimmung zu verwenden, ist es ihm gelungen, die Songs so auszugestalten, dass sie das Tröstliche, Stärkende betonen, ohne den Verlust, den Schmerz darüber zu verklären. Also auch in dieser Hinsicht ist "Pilgrim" ein außergewöhnliches Album, meisterlich.

Diese beiden ersten Lieder spiegeln das gesamte Spektrum, es wird nicht dunkler und schwermütiger als "River of tears" und "My fathers eyes" war gleich zu Beginn das relativ zum gesamten Album noch leichteste Lied. Wenn man es zulässt, greift Clapton 14 Lieder lang direkt in die Seele des Hörers, rührt an alten Narben, offenbart seine, und heilt.
Ganz ohne Songs von Kollegen die er bewundert zu adaptieren, entlässt Clapton kein Werk in die Öffentlichkeit, auch "Pilgrim" nicht. Zu den zwölf erlesenen Stücken, die er über die Jahre für dieses Album selbst schrieb, kommen noch zwei Cover-Songs. Der 1941 geschriebene Blues "Goin' down slow", den er 1970 bereits einmal gemeinsam mit Klaus Voormann, Ringo Starr und Howlin' Wolf für dessen sensationelle All-Star-Scheibe "The London Howlin' Wolf Session" einspielte, erlebt hier eine unglaubliche Metamorphose. Dieses in seiner Struktur amtliche Blues-Stück, wird perfekt mit einem Soundkleid ummantelt, dass es sich in die Platte einfügt, als wäre es anno 1998 eigens dafür erdacht worden. Ein tief satter, langsam schiebender, magnetischer Bass, drück die Nummer behäbig nach vorn, umgeben von unzähligen sehr weich tönenden Effekten und einem ebenso samtweichen Background-Chor. Von der rohen Schroffheit eines Blues ist nichts mehr, entstanden ist ein neues Kunststück. Als zweites verhilft Clapton "Born in time", einer Nummer, die Dylan für sein 1990er Album "Under the red sky" mit rumpelndem Arrangement ins Mikrophon krächzte, zur Entfaltung wahrer Anmut und Größe. Bob Dylan schreibt Songs wie kein zweiter und die nölige Art, sein Zeug aufzunehmen, macht ihn vermutlich erst recht zu dem Mythos, den er verkörpert - die Feinarbeit sollen bei Interesse gefälligst andere erledigen. Hier erledigt sie (wie schon oft) Eric Clapton und hat gemeinsam mit Simon Climie dem Lied ein majestätisches Gewand verpasst. Nach und nach baut sich die Dylan-Nummer immer weiter auf und entfaltet, von weiten Flächen getragen, beinah die Wirkung eines Mantras. So groß und erhaben muss man sich "Born in time" erst einmal denken, wenn man zuvor nur Dylans etwas bröseliges Original kennt, sagenhaft!

Eine solange Rezension zu einem bereits 15 Jahre alten Album, begründet sich natürlich vor allem mit einem bumperndem Fanherz, klar. Es sollte deutlich geworden sein, dass ich die Platte für unverzichtbar halte. Clapton zugeneigten Hörern, die immer noch mit ihr wegen ihrer Andersartigkeit hadern, empfehle ich sich neu heranzutasten, und auch (und vielleicht gerade) Menschen, die mit Clapton sonst nicht viel anzufangen wissen, weil ihnen der Zugang zu Blues und Gitarren-Gefrickel fehlt, sollten hier mal probieren. (aber bitte keine 30 Sek. Probesample, das hilft bei derartiger Musik nicht wirklich weiter)

Vor einiger Zeit fragte mich ein Freund, welche zehn Platten ich auf die berühmte einsame Insel mitnehmen würde. Für einen Musikliebhaber eine grauenhafte Vorstellung. Was soll ich auf dieser dämlichen Insel, wenn ich nur zehn Platten mitnehmen darf? Denn egal wofür ich mich entschiede, ich würde doch all die zurückgelassenen beweinen - auch jene, über deren künstlerischen Wert man durchaus begründet streiten kann. Eines, was ich ihm nannte, war "Pilgrim". Und selbst wenn er mir nur fünf Alben für das Reisegepäck zugebilligt hätte, wäre dieses Album immer noch dabei.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Songs und sehr bewegend!!!, 11. August 2014
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Pilgrim (Audio CD)
Bereits 1998 erschien Eric Clapton 13. Studioalbum "Pilgrim" und erst jetzt schreibe ich hierzu eine Rezension und dass obwohl ich die CD vom ersten Hördurchgang sehr mochte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Schon alleine die Liste der anderen Mitstreiter auf dem Album bürgt für erstklassige Musik, wie Andy Fairweather-Low, Pino Palladino, Nathan East, Paul Carrack und Chris Stainton. Es ist ein überaus trauriges und ergreifendes Album geworden. Obwohl Eric Clapton hier Drumcomputern und Synthesizern einsetzt, ist der Sound sehr gefühlvoll. Die vorgenannten Instrumente werden sehr dezent und sparsam dargeboten. Auch durch den Einsatz des "London Session Orchestra" erhält das Album eine wundervolle Stimmung. Die Backing Vocals von Chyna Whyne und Babyface passen ebenso hervorragend in das gesamte Klangbild. besonders ist diesbezüglich der Song "One Chance" zu erwähnen. Meinem Erachten nach gibt es auf der CD keine Ausfälle. Jeder Song ergreift mich. Allerdings möchte ich hier noch auf den sehr ruhigen und ergreifenden Song "Circus" kurz eingehen. Clapton verfasste dieses Stück nach dem Tode seine Sohnes Conor, der im Jahre 1991 im Alter von vier Jahren tödlich verunglückte. In diesem Lied verarbeitet Clapton den letzten gemeinsamen Abend mit seinem Sohn. Gemeinsam hatten die beiden einen Zirkus besucht. Es ist sicherlich ebenso bewegend wie der thematisch vergleichbare Song "Tears In Heaven".
Wie bereits erwähnt, sämtliche Songs des Albums sind wahre Songperlen aus dem Fundus von Eric Clapton. Meine Anspieltipps neben dem besagten "Circus" sind: "My Father's Eyes", "River Of Tears", "Fall Like Rain", "Pilgrim" und "She's Gone". Ich kann dieses zeitlose und für mich über die Jahre hinweg immer noch mitreißende Album, absolut empfehlen.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eins DER clapton scheiben schlechthin, 18. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Pilgrim (Audio CD)
jess. so seh ich das nunmal. moegen bluespuristen dafuer auch an der decke haengen. eric war nie der ur-blueser in reinform. hier hat er seinen stil sicher umgestellt. sehr viel elektronik, wenig bzw. nur angedeutete gitarre. aber dafuer eine stimme, die ich so praesent noch nicht bei ihm gehoert hab.
songs wie "my father`s eyes" oder auch die dylan adaption "born in time" treffen ins mark.
das werk ist nicht oberflaechlich, nur weil mehr samples eingesetzt werden als vorher. wer das meint hat nicht zugehoert!
nehmt die scheuklappen runter und lasst euch auf den neuen clapton ein.
es lohnt!
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23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manches braucht Zeit... viel Zeit ..... (SEHR VIEL ZEIT!), 8. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Pilgrim (Audio CD)
... und die sollte man sich nehmen für dieses Album. Viel, viel Zeit (Übrigens: Die braucht man beim sähen und ernten auch).
Dieses Album erschließt sich nicht beim ersten Hören, wirkt fast sperrig, langweilig, schläfrig. "Gott, wie uncool", denkt man, unwillkürlich und ohne es wirklich böse zu meinen. Schließlich ist es "SLOWHAND", der da spielt. Doch hat die Musik halt nichts modernes, sie "groovt" nicht. Nicht wirklich. Pech: Die Platte "schunkelt" oder "rockt" auch nicht. Sie ist soooo jenseits aller Sensation. Definitiv kein Hit.
Auch bei zweiten und dritten Hören weckt die Musik nur mäßiges Interesse. Man ist fast versucht, zu gähnen. Warum nur legt man die CD eigentlich immer wieder auf ? Seltsam !
Beim "zwölften Hören" stutzt man, plötzlich und unvermutet. Was ist das für herrliche, ruhige, fast meditative Musik ? Clapton ? Reaktion: "Ach ja, die habe ich ja mal gekauft". Auf einmal hört man bewußter zu.
Danach wird man süchtig. Nach der Tiefe, der Ruhe in dieser Musik, die (leise) Freude, Trauer und Schlichtheit vermittelt. Es steckt Kraft in dieser Musik ! Stärke ! Klingt seltsam, ist aber so.
Soul food to go ! Sollte man sich gönnen ! Wenn nichts mehr, gar nichts mehr geht oder die Batterie völlig leer ist. Bleifreies Benzin für die Seele ! Ohne Risiken und Nebenwirkungen!
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Drei Nachrichten, 23. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Pilgrim (Audio CD)
Die schlechte zuerst: für das banale My Fathers Eyes gibts leider einen Stern Abzug. Die gute: wer für Blicke über den Tellerrand etwas übrig hat, wird Pilgrim lieben. So viel fürs Erste.
Clapton hat man viel vorgeworfen. In die Beliebigkeit ist er zuweilen abgerutscht. Hat gottgleichen Status verspielt, indem er sich in Pop-Gefilde trieben ließ. Und der eine oder andere Griff ins Mainstream-Klo lässt sich ganz bestimmt nicht leugnen. ABER (und man kommt um die zum Klischee verkommene Begebenheit in jeder Clapton-Rezension einfach nicht drumherum) auf einen "God" Zwischenruf zu Beginn eines Konzertes in den späten Siebzigern reagierte Clapton mit einer kurzen Pause und dem Satz: Ich bin nicht Gott. Ich bin nur der beste Gitarrist der Welt. Warum, um alles in der Welt, muss er das in jedem Album wieder neu beweisen?
Zu Pilgrim befragt äußerte sich Clapton zweierlei: er habe keine Lust mehr Solis zu spielen. Und dass Pilgrim eine Platte nur für ihn sei, auf der man ihn neu entdecken könne. Wenn man will. Zugegeben hat Simon Climie mit Climie/Fisher bestimmt schon genug Unheil in der Musikgeschichte angerichtet, als Clapton jetzt auch noch mit manchem Drum-Loop die Harmonien zu verhageln. Aber wer sich River of tears, Pilgrim und auch She's gone zweimal anhört, entdeckt in vielen Dingen, dass Clapton sich gar nicht sonderlich weit von dem entfernt hat, was er schon immer gemacht hat: Blues in allen weitläufigen Variationen, passend zu einem Leben voller Tiefen. Clapton hat das am eigenen Leib erfahren. Und sich mit Pilgrim freigeschwommen.
Die beste Nachricht zum Schluss: Gott lächelt wieder einmal.
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5.0 von 5 Sternen endlich im Original.., 29. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pilgrim (Audio CD)
hatte die CD vor Jahren mir für mich kopiert, das Original ist verschwunden...und nun habe ich es wieder, ganz schnell und super verpackt. Danke
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5.0 von 5 Sternen Eine der besten CD von Eric Clapton, 8. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pilgrim (Audio CD)
Jeder Song ein voller Genuss, bei jeder Gelegenheit zu hören ob voll aufgedreht oder eher in stiller Stunde. Einfach super-toll.
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5.0 von 5 Sternen außergewöhnlich gut, 25. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pilgrim (Audio CD)
wer Clapton mag, für den ist diese CD ein muss. Obwohl wir diese CD schon oft gehört haben, es ist immer wieder ein Erlebnis.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen geerdet, 11. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Pilgrim (Audio CD)
ich bin auch der meinung, dass dies eines von eric's besten aufnahmen ist. er hat zu sich selbst gefunden, sich geerdet, muss sich hier nicht mehr als "god" beweisen und diese entspanntheit hoert man. bei seinem gitarrenspiel habe ich immer den eindruck, er traut sich nicht aus sich heraus. im vergleich zu seinen letzten erguessen (clapton, clapton/marsalis), ist hier ein werk aus einem guss entstanden.
ich kann auch die schlechte bewertung bei amg nicht nachvollziehen.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von dieser Art hätte er mehr Alben aufnehmen sollten!, 22. Februar 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Pilgrim (Audio CD)
Was ist denn das bisher für eine Bewertung?! Meiner Meinung nach ist dieses Album das beste, was er je aufgenommen hat! Ich hoffe, dass noch viele Alben solche Art folgen werden! Von seinem letzten aktuellen Album "Reptile" war ich eher enttäuscht! Hätte es mehr den Charakter von seinem Pilgrim-Album gehabt, dann hätte ich es sofort gekauft! Die Pilgrim-CD ist ein Muss für Leute, die abwechslungsreiche Alben mit Charakter lieben; die werden den Kauf dieser CD garantiert nicht bereuen!!!
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Pilgrim
Pilgrim von Eric Clapton (Audio CD - 1998)
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