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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Purple ohne Blackmore? Geht das denn?
Ja. Geht. Nachdem Ritchie Blackmore die Band 1975 verlassen hatte, holte diese den Amerikaner Tommy Bolin, der sich erste Sporen bei James Gang und Billy Cobham verdient hatte, ins schlingernde Boot. Das Ergebnis ist Hard-Rock mit Funk-Schlagseite. Sind auch nicht alle Songs Meilensteine, so ist die Virtuosität der Protagonisten doch über jeden Zweifel erhaben,...
Veröffentlicht am 15. Februar 2009 von Thomas Max

versus
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Muss man nicht haben
Schon zwei Scheiben nach dem Weggang von Ian Gillan und Roger Glover und der Rekrutierung von David Coverdale (vocals) und Glenn Hughes (bass, vocals) gab es erneut einen einschneidenden Besetzungswechsel bei Deep Purple. Nach der sehr guten "Burn" und der zum Teil gewöhnungsbedürftigen "Stormbringer" verließ Gründungsmitglied und Haupt Songlieferant...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2007 von Helmut Mueller


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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Purple ohne Blackmore? Geht das denn?, 15. Februar 2009
Von 
Thomas Max "Max" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Come Taste the Band (Remastered) (Audio CD)
Ja. Geht. Nachdem Ritchie Blackmore die Band 1975 verlassen hatte, holte diese den Amerikaner Tommy Bolin, der sich erste Sporen bei James Gang und Billy Cobham verdient hatte, ins schlingernde Boot. Das Ergebnis ist Hard-Rock mit Funk-Schlagseite. Sind auch nicht alle Songs Meilensteine, so ist die Virtuosität der Protagonisten doch über jeden Zweifel erhaben, es groovt und funkt und knallt an allen Ecken und Ende, der SOund ist für damalige Verhältnisse sehr knackig und Bolin nimmt auf seinem ersten (und einzigen) Purple-Album gleich einen sehr prominenten Platz ein. Glenn Hughes glänzt bei Getting Tighter, einer Funkrocknummer, auf die Mother`s Finest stolz sein könnten und auf This Time Around im Verbund mit Jon Lord. Coverdale röhrt seine - wie immer - etwas schlichten Texte, Bolin zaubert auf den 6 Seiten. Und mit You Keep On Movong findet sich ein echter Klassiker im Angebot. Nicht unbedingt das Wahre für Fans von In Rock und Machine Head, aber wer "schwarze" Einflüsse nicht störend findet, kann hier viel Freude haben. Ich höre Come Taste The Band bis heute viel öfter als die "Klassiker" von Deep Purple - die Platte macht einfach Spaß.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gebt dem Album eine Chance..., 14. September 2006
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Come Taste the Band (Audio CD)
...denn es und Purple haben es verdient. Mir gefällt "Come Taste..." wieder deutlich besser als "Stormbringer", obwohl zwischenzeitlich Blackmore ausgeschieden war um Rainbow zu gründen. Sein Nachfolger Tommy Bolin reißt sich auf der Platte fast den A... auf, dass heißt, er gibt alles. Immer wieder super tolle Soli sind von Tommy zu hören. Ein gelangweilter Blackmore war auf "Stormbringer" deutlich schwächer.

Jedoch darf man nicht die Purple erwarten, wie sie zwischen `69 und `73 klangen. Die vorliegende Platte bietet einen Mix an aus Blues, Funk, Soul und Hard Rock. Das liest sich jetzt zwar irgendwie komisch, herausgekommen ist aber eine wirklich interessante Mischung aus verschiedenen Stilen. Neben Bolin geben auch Hughes und Coverdale alles. Man merkt, dass die Jungs richtig motiviert waren und Purple wieder auf Kurs bringen wollten. Auch Lord und Paice waren (wie immer) sehr gut. Der kommerzielle Erfolg allerdings blieb aber dann doch aus. Ausserdem waren die Liveauftritte in den folgenden Monaten (die Platte erschien im Herbst `75) wohl sehr durchwachsen. Ein immer größeres Problem stellten die Drogeneskapaden der Herren Hughes und Bolin dar. Somit sah sich Jon Lord `76 dann gezwungen, die Band aufzulösen. Wieder zurück zur Platte.

Comin` home: Fetzt ordentlich, guter Opener.
Lady Luck: Ein typisches Coverdale-Stück, auch vom Text her.
Gettin` tighter: Ein gutes Hughes-Stück, welches er heute noch häufig spielt.
Dealer, I need love und Drifter: Gute Songs, sehr von Bolin beeinflußt.
Love child: Toller Song, irgendwie geheimnisvoll.
This time around und Owed to "G": Toller Gesang von Glenn und geniale Gitarrenarbeit von Tommy, Gänsehaut garantiert.
You keep on moving: Nochmal Gänsehaut pur. Coverdale und Hughes teilen sich den Gesang. Eines der besten Purple-Stücke überhaupt.

Wenn man diese Platte nicht mit "...In Rock" oder "Machine Head" vergleicht, dann ist sie richtig gut. Gebt der Band eine Chance. Ich gebe gute 4 Sterne.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Funk, Bluesrock und Whitesnake, 8. April 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Come Taste the Band (Remastered) (Audio CD)
Das letzte Deep Purple Album für 9 Jahre brachte neben einem neuen Gitarristen, einen größeren Einfluß Coverdales und aus beiden Gründen resultierend - funkige und bluesrockende songs. Hier fehlt der ganz große Kracher, der Hit, was unter anderem wahrscheinlich auch dazu führte, dass es bei Purple Fans wenig beliebt ist, aber: das songwriting hier ist keinesfalls schlecht. Der beim Refrain fast hymnische Rock'n'Roll von ,Comin' Home' schrammt nur knapp an einem großen Purple song vorbei - hätte man hier bei den Strophen ein wenig mehr 8 auf die Melodie gegeben, dann wäre es einer geworden. ,Lady Luck' reitet fast schon im Disco Rhythmus daher ist aber wenig zwingend, ,Gettin' Tighter' und ,I Need Love' (dem song fehlte wiederum der große Refrain) sind fast schon Crossover Funk Stücke und auch ,Dealer' wartet mit einer gehörigen Portion groove auf, nimmt aber (genauso wie) ,You Keep On Moving' eigentlich auch schon den Bluesrock der frühen Whitesnake vorweg. Mit ,Drifter' probierte man eine Art ,Mistreated II', das zwar ein Klasse Riff hat, aber nie so abhebt wie der Original Stampfer. ,This Time Around' hat ein interessantes Thema und Akkordfolgen, aber kommt nicht so ganz auf den Punkt - wirkt aber durchaus über seine Stimmung.

Kein schlechtes Album und allemal gelungener als ,Stormbringer', aber auch nie so spannungsgeladen wie ,Burn'. Bolin bringt eine ausgezeichnete Leistung und reichert den DP Sound mit Funk an - seine Solis sind denen von Blackmore sehr ähnlich und zumindest ebenbürtig und Coverdale übt schon mal für Whitesnake - oder entwickelt Whitesnake aus dieser Platte heraus. Wäre ,Stormbringer' das letzte DP Album geblieben, man wäre enttäuscht gewesen, dieses hier brachte zumindest ein vesröhnliches, vorläufiges Ende.

Ein Wort noch zu diesem remaster - es klingt klarer als die Erstausgabe auf CD, allerdings leider nicht dynamischer. Am besten ist man dzt. wahrscheinlich mit der aktuellen japanischen Remaster Version im Cardboard Sleeve bedient. Wäre ein feiner Zug von Roger Glover wenn er auch dieses Album so schön restaurieren würde, wie er es mit den (meisten) anderen frühen Purple Alben getan hat.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als sein Ruf, 25. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Come Taste the Band (Audio CD)
In die Fußstapfen eines Ritchie Blackmore zu treten, ist nicht einfach: entweder man kopiert ihn, um es den alten Fans rechtzumachen (unmöglich) oder geht seinen eigenen Weg.
Bolin ist seinen eigenen Weg gegangen und hat diesem Werk nicht nur als Gitarrist, sondern als Songwriter und Background-Sänger seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Ziemlich erfolgreich und gut anzuhören, wie ich meine. Insbesondere hat es Bolin fast durchgehend geschafft, was Blackmore nur selten gegönnt war (und weswegen er Rainbow gründen musste): mehrere Gitarren in einem Song zu spielen.
Stilbruch hin oder her, auch davor haben sich Deep Purple ständig gewandelt, mindestens mit jedem Sänger-Wechsel, meist mit jedem neuen Album. Folglich muss man das Teil hier für sich sehen: da sind einmal die durchaus gelungenen mal unterhaltsamen, mal anspruchsvollen Kompositionen. Die Texte klingen sehr nach Sex, Drugs & Rock'n'Roll, insbesondere verarbeiten Hughes und Bolin ihre Süchte hier.
Wirklich gelitten hat diese Besetzung nur, weil live für die Band damals ein wichtiger Erfolgsfaktor war und es on-stage in ein nicht vorhersehbares Chaos ausgeartet ist (Hughes und Bolin fielen häufig drogenbedingt aus, und auch sonst gab es einige "Pannen"). Davon hört man aber auf dem Album nichts.
Auch den Namen Deep Purple hat es durchaus verdient, denn eigentlich hat jedes ihrer Alben seinen unverkennbaren Stil und Sound und ist nicht an eine Persönlichkeit, sondern an die gesamte Band gekoppelt. Dies hier ist eine Facette der gesamten Bandbreite in der Purple-Geschichte.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders aber gut, 1. April 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Come Taste the Band (Audio CD)
Wenn es eine Band schafft einem Genre über längere Zeit den Stempel aufzudrücken, wie es Deep Purple Ende der 60er und Anfang der 70er gemacht haben, fällt es ihr unendlich schwerer auch mal neue Wege zu beschreitten. Viele Fans, die einfach das erwarten, was ihre Helden schon seit Jahren machen, sind enttäuscht und verärgert. Deep Purple hatten in ihrer Anfangszeit einen Kreativitätsschub nach dem anderen. Im Jahrestakt, oder sogar noch schneller, wurde Kultalbum um Kultalbum veröffentlicht. Als dann Mitte der 70er Ritchie Blackmore die Band verliess, war der Aufschrei riesengroß. Niemand konnte sich vorstellen, wie jemand Ritchie ersetzen konnte. Und nur wenige wollten die Herrausforderung überhaupt annehmen!
Nur ein unbekümmerter 24 jähriger Jungspund namens Tommy Bolin, schickte sich an, in die Fussstapfen seines übermächtigen Vorgängers zu treten! Und das Ergebnis ist die vorliegende Platte. Auch heute scheiden sich an dieser Veröffentlichung die Geister. Für viele der totale Ausfall, aber für viele auch eine Befreiung aus eigenen Zwängen. Come taste the Band stellt nicht nur dank seiner einmaligen Bandzusammensetzung eine absolute Ausnahme in der Bandgeschichte dar. Auch musikalisch ging man vielfach gänzlich neue Wege. Viel Blues und Funk Einflüsse berreicherten den Sound der Band um viele neue Songstrukturen. Die verschiedenen Einflüsse gaben vielen Songs eine Eigenständigkeit im Schaffenswerk diesewr Band. Allerdings passt das nicht immer perfekt ins Gesamtkonzept. Einige Lieder wirken ein wenig wirr und nicht ausgereift. So als ob die Band noch die richtige Abstimmung suchen würde. Wie Gettin' tighter zum Beispiel. Die Funkeinlagen wirken irgendwie deplaziert. Im großen und ganzen muß man Deep Purple aber zu Gute halten, daß sie sich nicht gescheut haben, auch mal einen gewissen Schnitt zu wagen.
Und große Kompositionen wie You keep on moving gleichen viele Unebenheiten auch sofort wieder aus.
Leider war es Tommy Bolin nicht beschert ein weiters Album mit Deep Purple einzuspielen. Er starb im Jahr 1976 im Alter von 26 Jahren.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schöne Doppel-LP, 10. November 2010
Dies ist wirklich eine gelungene Wiederveröffentlichung. Zur Musik muß man nicht viel sagen. das kann man vielfach woanders nachlesen.
Das Mastering des Vinyls ist einwandfrei. Kein Vergleich zu Pressungen von SPV und Konsorten. Auf LP1 ist das remasterte Originalalbum, welches wirklich schon super klingt. Auf LP2 befindet sich der Remix von Kevin Shirley, der auch sehr gelungen ist. Die LPs befinden sich in einem Klappcover, wie im 1975 Original. Außerdem gibt es 2 bedruckte Innenhüllen auf denen die Story zum Album und ein paar schöne Fotos zu finden sind. Ich denke mal analog zum CD-Booklet nur größer. Leider wurde auf die Textbeilage verzichtet, die 1975 enthalten war. Die Texte sind aber sowieso eher flach.
Warum 1 Punkt Abzug? Leider wurde auf die Bonustitel verzichtet. Vielleicht aus Platzgründen?
An alle Vinylfreunde: Kauft dieses Teil unbedingt, da es sich um eine Limited Edition handelt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gebt dem Album eine Chance..., 13. Juli 2010
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Come Taste the Band (Remastered) (Audio CD)
...denn es und Purple haben es verdient. Mir gefällt "Come Taste..." wieder deutlich besser als "Stormbringer", obwohl zwischenzeitlich Blackmore ausgeschieden war um Rainbow zu gründen. Sein Nachfolger Tommy Bolin reißt sich auf der Platte fast den A... auf, dass heißt, er gibt alles. Immer wieder super tolle Soli sind von Tommy zu hören. Ein gelangweilter Blackmore war auf "Stormbringer" deutlich schwächer.

Jedoch darf man nicht die Purple erwarten, wie sie zwischen `69 und `73 klangen. Die vorliegende Platte bietet einen Mix an aus Blues, Funk, Soul und Hard Rock. Das liest sich jetzt zwar irgendwie komisch, herausgekommen ist aber eine wirklich interessante Mischung aus verschiedenen Stilen. Neben Bolin geben auch Hughes und Coverdale alles. Man merkt, dass die Jungs richtig motiviert waren und Purple wieder auf Kurs bringen wollten. Auch Lord und Paice waren (wie immer) sehr gut. Der kommerzielle Erfolg allerdings blieb aber dann doch aus. Ausserdem waren die Liveauftritte in den folgenden Monaten (die Platte erschien im Herbst `75) wohl sehr durchwachsen. Ein immer größeres Problem stellten die Drogeneskapaden der Herren Hughes und Bolin dar. Somit sah sich Jon Lord `76 dann gezwungen, die Band aufzulösen. Wieder zurück zur Platte.

Comin` home: Fetzt ordentlich, guter Opener.
Lady Luck: Ein typisches Coverdale-Stück, auch vom Text her.
Gettin` tighter: Ein gutes Hughes-Stück, welches er heute noch häufig spielt.
Dealer, I need love und Drifter: Gute Songs, sehr von Bolin beeinflußt.
Love child: Toller Song, irgendwie geheimnisvoll.
This time around und Owed to "G": Toller Gesang von Glenn und geniale Gitarrenarbeit von Tommy, Gänsehaut garantiert.
You keep on moving: Nochmal Gänsehaut pur. Coverdale und Hughes teilen sich den Gesang. Eines der besten Purple-Stücke überhaupt.

Wenn man diese Platte nicht mit "...In Rock" oder "Machine Head" vergleicht, dann ist sie richtig gut. Gebt der Band eine Chance. Ich gebe gute 4 Sterne.
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Nr. 1, 9. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Come Taste the Band (Audio CD)
Irgendwie haben sich die Zeiten geändert. Heute muss mich ein Album sofort ansprechen, sonst verstaubt es nur allzu bald im Regal. Früher war das anders. Für einen 14-jährigen Deep Purple Fan war eine Schallplatte einfach zu teuer, als dass man sie einfach so ins Eck geschmissen hätte, nur weil sie einem nicht gleich gefiel. Statt dessen wurde die Scheibe zig mal rauf und runter gehört. Man wusste eben, dass man sich in manche Platten einhören muss und diese Zeit galt es zu investieren.
Ein Paradebeispiel für diese - von mir leider inzwischen verlernte - Herangehensweise ist für mich "Come Taste the Band". Anfangs war ich regelrecht schockiert. Das war nicht "mein" Deep Purple. Ganz eindeutig nicht. Doch je öfter ich mir die Platte anhörte - anfangs eher widerwillig - desto besser gefiel sie mir.
Heute bin ich wohl zu alt um von irgendwas "Fan" zu sein. Deep Purple höre ich inzwischen nur noch selten. Doch wenn eine DP-Scheibe den Weg auf den Plattenteller findet, ist es meist "Come Taste The Band" - inzwischen meine unumstrittene Nr.1 unter den Deep Purple Scheiben. Gott sei Dank hatte ich seinerzeit die Geduld mich auf dieses Werk einzulassen. Ob ich sie heute noch hätte? Schwer zu sagen. Wahrscheinlich würde mich "Come Taste The Band" heute auch ohne langes Einhören ansprechen, während viele meiner einstigen DP-Favoriten in der Ecke landen würden. Zeiten ändern sich, Geschmäcker ebenso.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein meilenstein des rocks, 19. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Come Taste the Band (Audio CD)
dieses album gehört zu den meist umstrittenen rock alben.
wer jedoch unter rock nicht nur hard&heavy rock versteht,für den dürfte dieses album etwas ganz besonderes sein.fantastisch wie coverdale/hughes/bolin auf diesem album funk,blues und soul mit der rock-tradition von deep purple verbinden.tommy bolin(gott hab ihn selig) ist für mich-wie auch blackmore-etwas ganz besonderes!ein ausnahmegittarist wie er so schnell wohl nicht wiederkommt.er hat den stücken seinen stempel aufgedrückt und somit diesen abschnitt der purple-geschichte geprägt.
ich besitze hunderte von rock alben jeglicher coleur-doch"come taste the band"ist einer meiner("heimlichen")lieblinge!
eine schande daß tommy so früh von uns gegangen ist-er ist unersetzlich!!
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Muss man nicht haben, 14. Dezember 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Come Taste the Band (Audio CD)
Schon zwei Scheiben nach dem Weggang von Ian Gillan und Roger Glover und der Rekrutierung von David Coverdale (vocals) und Glenn Hughes (bass, vocals) gab es erneut einen einschneidenden Besetzungswechsel bei Deep Purple. Nach der sehr guten "Burn" und der zum Teil gewöhnungsbedürftigen "Stormbringer" verließ Gründungsmitglied und Haupt Songlieferant Ritchie Blackmore die Band. Schon zu Strombringer Zeiten war abzusehen, dass er Deep Purple verlassen möchte. Zu sehr war er mit seinem Solo Projekt, das er später Rainbow taufen sollte beschäftigt. Und zu groß wurde der Einfluss von Hughes/Coverdale auf das Songwriting, deren Stil Blackmore nicht mochte. Für viele Fans war der Ausstieg von Blackmore schon das eigentliche Ende von Deep Purple. Auch Jon Lord wollte aufhören, wurde aber von Coverdale und Hughes noch einmal überredet, es mit einem neuen Gitarristen zu versuchen.

Nachdem auch Drummer Ian Paice zustimmte, wurde der ehemalige James Gang und Alphonze Mouzon Gitarrist Tommy Bolin, der übrigens von Blackmore vorgeschlagen wurde, als neuer Saitenmann verpflichtet. Das Lineup bestand nun aus folgenden Musikern:

David Coverdale - vocals
Glenn Hughes - bass, vocals
Jon Lord - keyboards
Ian Paice - drums
Tommy Bolin - guitars, vocals

Coverdale und Hughes hatten nun die Kompositionen voll in eigenen Händen. Und so entstand eine Scheibe, die kaum noch etwas mit Deep Purple zu tun hat, wie die Fans aus den alten Tagen sie kennen. Funk und Soul überragt jetzt Blues und Rock. Den Lead Gesang teilen sich Coverdale und Hughes, den ich übrigens im Gegensatz zu vielen Anderen für einen grottenschlechten Sänger halte (was hat der Live Konzerte mit seinem Gefiepse versaut!). Und im Gegensatz zu Steve Morse heute, durfte Tommy Bolin damals kaum eigene Ideen in die Band mit einbringen. Wie gut er wirklich war, kann man übrigens auf der CD "Days may come and days may go" hören, die die Sessionarbeit zu seinem Einstand wiedergibt. Das positivste an der ganzen Scheibe ist die Tatsache, dass Jon Lord hier seine Vielseitigkeit und Klasse zeigen kann.

Nun zu den einzelnen Titeln:
1. Comin` home - ein schneller Hard Rock Song, der an Burn erinnert. Eines der wenigen Highlights der CD. Jon Lord begleitet mit Orgel und Piano.
2. Lady luck - der funky Bass dominiert in diesem Stück, das Gitarren Solo mit einem spaceigen Sound
3. Gettin` tighter - Glenn Hughes singt dieses Stück alleine, wieder eine funky Nummer mit einem rockigen Refrain
4. Dealer - ein bluesgetränkter Midtempo Song, mit sehr gutem Gesang von David Coverdale, Gitarre und Orgel halten sich im Hintergrund
5. I need love - wieder ein sehr funky Stück, aber das schlechteste und langweiligste der CD
6. Drifter - endlich wieder ein Highlight, ein guter Hardrock Riff mit schönem Solo von Bolin
7. Love Child - heavy slow Blues Riff mit funky Solo, Jon Lord spielt hier Synthesizer
8. This time around - Jon Lord begleitet Hughes auf Synthi und Piano, eine schöne Ballade.
9. Owed to `G` - diese instrumentale Ode an Gershwin ist ein guter, gitarrenbetonter Bluesrock
10. You keep on moving - ein versöhnlicher Abschluss der CD. Das beste Stück der Scheibe erinnert im Songaufbau sogar an Child in Time - ruhiger balladesker Anfang, Hard Rock Refrain, 1. Solo Jon Lord mit Hammond Orgel und 2. Solo Tommy Bolin.

Fazit: Diese Scheibe ist keinem zu empfehlen, der Deep Purple kennen lernen möchte. Wer auf funky Rock oder gar Jazz Rock steht, sollte mal ein Ohr riskieren. Die Scheibe hat wie erwähnt nichts mit dem harten Rock der frühen 70er, oder dem Blues und Boogie Rock, wie ihn Coverdale, Lord und Paice später zusammen mit Whitesnake machten, zu tun. Der Titel "Come taste the band" deutet schließlich auch darauf hin, dass Deep Purple neue Wege erkunden wollte. Die drei Songs Comin` home, Drifter und You keep on moving und Jon Lord's virtuoses Spiel machen es für Sammler lohnenswert, die Scheibe zu kaufen.
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Come Taste the Band
Come Taste the Band von Deep Purple (Audio CD - 1990)
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