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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richtungsweisend, 18. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Document - The I.R.S. Years Vintage 1987 (Audio CD)
Das 5. R.E.M.-Album "Document" ist zwar noch der frühen Phase beim Indie-Label I.R.S. zuzordnen, in der die Gruppe als Alternativ-Band galt, jedoch enthält es klar hitfähige Kompositionen und ist somit richtungsweisend für den weiteren musikalischen Lebensweg der 4 Musiker aus Athens, Georgia.
Vom Songwriting her gehört es zu den konstantesten Scheiben der mehr als 20-jährigen Bandgeschichte. Es setzt sich kritisch mit Phänomenen aus Amerikas Politik und Gesellschaft auseinander, ohne jedoch meinungsmacherisch, anklagend oder offensichtlich und naiv zu wirken. Trotz dieser Tatsache (eine Aufschlüsselung der jedenfalls für mich nicht leicht zu erkennenen Aussagen einzelner Songs enthält beispielsweise David Buckley's R.E.M.-Biographie) bleibt die Musik im Vordergrund, die von dynamischen Rock-Sounds geprägt ist.
Herausstechende Songs sind die Arbeiterhymne "Finest worksong", das mitreißende "Exhuming McCarthy", das düstere "Oddfellows Local 151" und natürlich die beiden absoluten R.E.M.-Klassiker:
"The one I love", die melodiöse Gitarren-Rock-Nummer schlechthin und die obligatorische Hymne "It's the end of the world as we know it (And I feel fine)", gerne auch aufgrund des Sprechgesanges in den Strophen als der moderne "Subterranean homesick blues" bezeichnet.
Meiner Meinung nach handelt es sich bei "Document" um den Höhepunkt der frühen R.E.M.-Jahre.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundum gelungen, 17. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Document - The I.R.S. Years Vintage 1987 (Audio CD)
"Document" war das letzte R.E.M.-Album bei dem Independent-Label I.R.S. und ebnete den vier Jungs aus Georgia endgültig den Weg ins große Musikbusiness. Das Album ist ein Spagat zwischen dem Alternative-Sound von "Lifes rich Pageant" und den etwas seichteren Pop-Klängen von "Green". "Document" dokumentiert die gesamte musikalische Bandbreite dieser Band und steht "Automatic for the People" oder "Up" auch heute noch in nichts nach.
"The One I love" war der erste Song, der es in die amerikanischen Top-Ten schaffte und ist auch heute noch ein echter Klassiker. Schon wegen des sarkastischen Textes.
Wer schon einmal auf einem R.E.M.-Konzert war, kann sich bestimmt an den Jubel erinnern, wenn Michael Stipe die ersten Zeilen von "It's the End of the World as we know it" singt. Ein Song, der schon längst Kultstatus hat - nicht nur unter R.E.M.-Fans. Neben diesen etwas bekannteren Songs lohnt sich aber auch der Rest der Platte. "Welcome to the Occupation", "Exhuming McCarthy" und "Oddfellows Local 151" sind weitere Höhepunkte auf dieser CD.
Alles in allem ist "Document" ein äußerst harmonisches und in sich stimmiges Werk. Musikalisch perfekt und unverkennbar R.E.M. Und schon deswegen sehr empfehlenswert.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mix Musix & Politix, 15. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Document - The I.R.S. Years Vintage 1987 (Audio CD)
Auch wenn R.E.M. schon immer politisch waren, dieses Album ist, so finde ich, ihr politischstes. Gleichzeitig unternahmen sie damit jedoch auch einen weiteren musikalischen Schritt in Richtung Pop, was dieses Album zu einem ihrer spannendsten macht. Die Hits dieses Albums ebneten ihnen den Weg in die internationalen Plattenläden, als da wären: "It's the end of the world...", "Finest Worksong", und nicht zuletzt "The one I love", in dem Michael Stipe das erste Mal wortwörtlich über Liebe zu singen scheint, nur ziemlich sarkastisch. Er selbst bezeichnet diesen Songtext als einen der bösartigsten, die er je geschrieben habe. Doch auch die anderen Songs halten sich mit Ironie nicht zurück, wie z.B. das locker-lustige "Exhuming McCarthy" oder das militärisch-unheilvolle "Welcome to the occupation" Soundtechnisch klingt alles wiederum ein bißchen glatter als bei den Alben zuvor, musikalisch erlauben sich die vier Südstaatler aber wieder ein paar schräge Töne mit "Fireplace" und "Oddfellows Local 151", durchaus liebenswürdige, charaktervolle Songs. Ein Album, das man besitzen sollte, wenn man den Abschluß der frühen Phase von R.E.M. kraftvoll abgerundet haben möchte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine angemessene Edition mit einigen Einschränkungen, 4. Oktober 2012
Von 
moellerchen (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Manchmal kann man kaum glauben wie schnell die Zeit vergeht. Noch schien es gerade gewesen zu sein, als fast ein jeder den R.E.M. Song "The One I Love" mitgesungen und auf Dauerrotation gehört hat. Und jetzt erscheint das Album "Document", auf welchem dieser Hit enthalten ist, bereits in einer "Document (25th Anniversary Edition)".
Das Boxset ist sicherlich eine Perle für Fans der Band, enthält es doch neben der komplett neu gemasterten CD mit den originalen elf Albumtiteln noch eine weitere CD mit einer bis dato unveröffentlichten Live-Aufnahme der Band aus dem Jahr 1987. Die Aufnahmen stammen von einem Konzert aus dem niederländischen Utrecht. Es gibt 20 Live-Titel aus den ersten Jahren der Band um Frontmann Michael Stipe zu hören und genießen. Beim Blick auf die CD verwundert lediglich der Eintrag des Copyright-Jahres, denn der ist mit 2010 angegeben. Selbiges gilt auch für den Labelaufdruck der ersten CD dieses Boxsets. Entweder hat man hier seitens Capitol Records einen Druckfehler begangen oder der zweite Silberling dieser R.E.M. "Document (25th Anniversary Edition)" wurde doch schon einmal irgendwie und irgendwo veröffentlicht. Sei es rum.
Die Qualität der Live-Aufnahmen ist für die damalige Zeit ordentlich, wenngleich man das Publikum nur sehr reduziert wahrnimmt und die einzelnen Songs aufgrund des räumlichen Klangs manchmal den Gedanken an live eingespielte Demoversionen aufkommen lassen.
Als besondere weitere Boni für R.E.M. Fans liegen dieser als Lift-Top-Box erscheinenden Edition noch ein Faltposter von R.E.M. und Pappkarten mit den Bildern der vier Bandmitglieder bei.
Das Booklet kommt mit neuen Liner Notes von dem Journalisten David Daley daher, verzichtet aber auf die Songtexte der einzelnen Titel und weitere Informationen aus der damaligen Bandepoche. Hier war man leider wieder etwas knauserig und hätte deutlich mehr aus dem CD begleitenden Büchlein machen können.
Somit ist die R.E.M. "Document (25th Anniversary Edition)" sicherlich eine schöne Sammlungsergänzung für die Fans der Band. Wer sich jedoch nicht derart intensiv mit den Amerikaner befasst, für den ist die ganz normale Edition ausreichend.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Blick zurück, 21. September 2012
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Und weiter geht es mit der Wiederveröffentlichungsreihe im Hause der seit einem Jahr nicht mehr existenten R.E.M. Document feiert jetzt auch sein 25-Jähriges und so wird es im Stile seiner Vorgänger im stabilen Karton mit zusätzlichem Poster, Postkarten und einer Bonus-CD ein weiteres Mal in die Läden gestellt. Macht sich gut im Regal. Als Bonus-CD liegt wieder eine Live-CD dabei.

Mit Lifes rich pageant konnte man 1986 erste größerer Erfolge feiern und eine goldene Schallplatte einfahren. Document setzt dem noch ein ganzes Stück drauf. Auf dem Produzentensessel nahm erstmals Scott Litt platz, der für einen klaren Sound sorgte und die Band noch bis tief in die 90er begleiteten sollte. Musikalisch ging man seinen Weg unbeirrbar weiter und verfeinerte diesen noch ein wenig, was Songs wie das leicht düstere „Welcome to the occupation“, das zwischen kantigen Gitarrensounds und federnden Melodien schwebenden „Fireplace“, das leicht folkige „King of birds“ oder das euphorisch rockende „Finest worksong“ zeigen. Letzteres war nicht nur musikalisch ein Ausrufezeichen. Der Song wies auch textlich den Weg. Das Album war in gewisser Hinsicht eine Art Bestandsaufnahme zur Lage der USA in der Ära Ronald Reagan. Textlich durchaus bissig, auch wenn ein Song wie „Exhuming McCarthy“ wie ein losgelassener Partyrocker klingt.

Document enthält einige gute Songs. Aber neben dem Eröffnungstitel sind es vor allem die beiden Hitsingles „The one I love“ und „It's the end of the world as we know it“ die hervorstechen und die sich binnen kürzester Zeit einen Platz in der Rockgeschichte sicherten. R.E.M. konnten sich hiermit bis auf Platz 10 der amerikanischen Billboard-Chars behaupten. Und das ohne, dass die Gruppe anfangs Lieblinge des kommerziellen Rockradios oder MTV waren. Document zeigt damit endgültig eine Band am Scheideweg vom Indie- zum Major-Act. Was folgte war der Wechsel vom kleinen I.R.S. Records zum Branchenriesen Warner. Der Rest ist Geschichte.

Als Bonus liegt dem (nicht zu Tode) remasterten Studioalbum eine Live-CD bei. Diese wurde unmittelbar nach der Veröffentlichung von Document im September 1987 im holländischen Utrecht aufgezeichnet. Zu hören gibt es in knapp 80 Minuten 20 Songs. Viele davon von der damals aktuellen LP. Während die Band sich teils rockiger als im Studio gibt, wirkte Michael Stipe etwas schüchtern und nicht so offensiv wie in späteren Tagen, was für einen gewissen spröden Charme sorgt. Das Publikum reagiert anfangs auch noch etwas verhalten, wird von Lied zu Lied aber immer lauter. Der Sound ist gut und hörbar wurden hier keine Overdubs vorgenommen. Somit ist das Ganze eine gute Ergänzung, die das Paket wertig abrundet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiter so!, 28. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bislang zählte "Document" für mich nicht zu den R.E.M.-Highlights in meinem Plattenschrank, aber nach dem Durchhören der Remaster-Box muss ich zugeben, dass ich dem Album bislang Unrecht getan habe, was hauptsächlich am guten remastering liegt, was maßvoll, aber dennoch hörbar vollzogen wurde. Die Songs kommen jetzt prägnanter, präsenter und druckvoller aus den Boxen, ohne dass man das Gefühl hat, der Produzent hätte sich am gängigen Loudness-War beteiligt.
Die beiliegende Bonus-CD mit der Aufnahme eines Konzerts aus Utrecht kann mich auch überzeugen, auch hier ist die Klangqualität erstaunlich gut, die Aufnahme insgesamt sehr stimmungsvoll.
Außerdem gibt es noch 4 Bandfotos und ein Riesenposter, nebst einem informativen Booklet mit gut geschriebenen, gottseidank nicht verquasten Liner Notes.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fire on the hemisphere...REMs Beste Scheibe!, 12. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Document - The I.R.S. Years Vintage 1987 (Audio CD)
Entgegen der gängigen Meinung und ihres erheblichen kommerziellen Erfolgs der dann 2 Alben später mit 'losing my religion' and 'shiny happy people' einzog, ist 'Document' für mich der Höhepunkt des großen Triptychons mit den beiden Vorgängeralben 'Fables of Reconstructions' und 'Life's Rich Pageant'.

Zudem gehört diese Scheibe mit Talking Heads 'Remain in Light' und Talk Talks 'Spirit of Eden' für mich persönlich zu den drei wichtigsten Alben der achtziger Jahre. Ich hatte das Privileg, REM in dieser Phase zweimal live erleben zu dürfen. Das Konzert in der Offenbacher Stadthalle gehörte zu den besten Gigs meines Lebens. Ich habe vor Glück geweint als Michael Stipe als Zugabe 'Dark Globe' von Syd Barrett aCapella zum Besten gegeben hat. Ich entsinne Unzählige Momente im Auto mit aufgedrehtem Cassettenrecorder (ja das waren noch Zeiten) und jugendlichem Sturm und Drang...it's the end of the world as wie know it... Fire on the hemisphere... Odd Fellows local 151 behind the firehouse... Gänsehaut und der vage Sinn, das das Leben für mich dann doch irgendwie was zu bieten haben könnte, wenn ich nur zu mir selber stehe.

In einer Zeit von unsäglichem Synthipop und geometrisch türkisfarbenen Dreiecken auf Knall gelbem Untergrund waren REM die Rettung und schlichtweg die beste Band Amerikas, der Soundtrack für rechtschaffene Rebellion welche durch das Zentrum in die Weite des Möglichen explodierte.

Obwohl die Band sich immer irgendwie treu geblieben ist habe ich dann bei 'Automatic for the People' das Interesse verloren. Hier wird im Gegensatz noch amtlich gerockt und der Idealismus des indiespirits verbindet sich mit der weite des amerikanischen Westens und des Kryptizismus der Lyriks zu einem powervollen Statement über die transzendente Macht von Rockmusik.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufregende CD, 15. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Document - The I.R.S. Years Vintage 1987 (Audio CD)
Document ist das erste R.E.M.-Album, das mich wirklich überzeugt hat. Sicher, auch vorher gab es hin und wieder mal ein gutes Lied, aber insgesamt scheinen mir Stipe und Co. erst hier wirklich zu ihrem Stil gefunden zu haben. Neben den bekannten Ohrwürmern wie "Finest Worksong" und "It's the end of the world as we know it (and I feel fine)", die jeder aus Best Of's, Live-Ausschnitten, dem Radio oder sonstwoher kennt, bietet das Album aber auch viele originelle Stücke, die nicht unbeachtet bleiben sollten. Besonders gut gefallen hat mir "Fireplace" oder auch "King of Birds"; gewöhnungsbedürftig aber richtig gut. Auch ein Song wie "Welcome to the occuption" würde jedes Live-Konzert von R.E.M. deutlich aufwerten. Aber das ist ein anderes Thema... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der (späte) Durchbruch für R.E.M., 28. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Document - The I.R.S. Years Vintage 1987 (Audio CD)
"Document" bedeutete für R.E.M. in den USA endlich den Durchbruch. Im Grunde kommt er mindestens ein Album zu spät, da Lifes Rich Pergeant Ein Album war, das so schnell nicht zu toppen war. "Document" bietet Vielleicht etwas mehr für die Masse der Fans, da es erstmals zwei wirklich Große Hits enthält. "The One I Love" ist wohl der bekannteste R.E.M.-Song der 80er, der wahre R.E.M.-Kultsong ist freilich "It's The End Of The World...", der für mich sogar "Losing My Religion" in den Schatten stellt. Auch die restlichen Nummern sind nicht ohne, "Strange" bietet z.B. ein Rock'n'Roll feeling à la Aerosmith. Auch textlich trifft das Album den Nerv der Zeit, denn R.E.M. können, auch wenn sie es selbst nicht wahrhaben wollen, hervorragende politische Texte schreiben. Weitere Höhepunkte sind für mich #2, #3 und #8. Letzteres erhöht die R.E.M.-Vielfalt durch ein Saxophon-Solo, wie es die Kenner der späteren Alben so nicht vermuten. Alles in allem steht das Album zwar etwas hinter "Lifes Rich Pageant", hat aber dennoch 5 Sterne verdient.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Beginn ihrer besten Phase, 27. Januar 2011
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Document - The I.R.S. Years Vintage 1987 (Audio CD)
Die Qualität ihres Outputs seit ihrem Debut Album ,Murmur' ist - vorsichtig formuliert - ,durchwachsen', aber R.E.M. waren für den kommerziellen Durchbruch von College-, Indie-, Jangle-, Alternative- (oder wie immer man diese Musik nun auch kategorisieren will) Pop/Rock wohl die wahrscheinlich wichtigste Band.
Kompositorisch hatten Sie ihre stärksten Jahre wohl zwischen 1987 und 1992, beginnend mit diesem Album hier.

Die Produktion von ,Document' ist bereits sehr professionell, sehr ,mainstreamig', wenn man so will, aber dennoch mußte die eingeschworene Fangemeinde nicht auf anspruchsvolle Texte verzichten, nur wurden die halt nun massenkompatibler aufbereitet.

Der Garage-Sound ist hier schon fast vollständig verschwunden und einem poppigen, an die Hits der 60er Jahre orientierten Sound gewichen, der aber sowohl für die 80er Jahre modernisiert wurde, als auch heute noch durchaus zeitlos klingt. Gerade was den sound angeht führen Sie hier fast das weiter was Tom Petty mit seinen frühen Alben begann.

Das Ganze kommt auch sehr druckvoll und kämpferisch rüber. Depro-Balladen und die Traurigkeit zelebrierende Lieder findet man hier keine. Die Güte der Kompositionen und der Verzicht auf eine allzu pathosgeladene Präsentation von Stipe, machen ,Document' zu einem ihrer besten, wenn nicht gar DEM besten Album.

Mit ,Automatic For The People' schafften Sie noch einmal eine Platte die fast durchgängig gute songs enthielt, da aber frelich schon zum Preis einer sich noch weiter dem breiten Publikum anbietenden Produktion.

Man will ja die Hoffnung nicht aufgeben, daß Sie so ein Album noch einmal zusammenbringen, jedoch ist wohl die Aussicht darauf, aufgrund ihrer Studio-Platten seit - spätestens - ,Up' nicht allzu groß. Aber wer weiß - vielleicht raffen Sie sich ja doch noch zu einem großen Spätwerk auf...
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