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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Hören ? Ein Testament, 17. November 2009
Wie hört man ein Recital von einem, über den geschrieben wird:"Kaum ein Pianist unseres Jahrhunderts dürfte mit soviel Ehrfurcht genannt werden, wie der 1950 verstorbene Dinu Lipatti. Für den Komponisten Frank Martin war er von der Aura des Entrückten, Unirdischen gezeichnet, und Francis Poulenc sah in ihm einen Künstler von göttlicher Geistigkeit. Jeder Zeitgenosse, der es nur irgendwie legitimieren konnte, gab vor (wie Karajan), in Lipattis Interpretationen die Tragik seines Todes schon frühzeitig herausgehört zu haben. Sie alle haben an dem Heiligenschein des Pianisten mitpoliert: die Künstlerkollegen, die Journalisten und nicht zuletzt die Schallplattenindustrie. Der Dirigent Paul Sacher spürte schon zu Lipattis Lebzeiten, daß sein Leben unter dem Zeichen der Gnade stand. Man mußte Einkehr halten, wenn er einen anschaute, man mußte auf alles Vorläufige, Scheinbare verzichten; alles wurde in seiner Gegenwart durchsichtig, wußte Carl-J. Burckhardt voller Ehrfurcht zu berichten. Und in Covertexten schließlich liest man von der keuschen Luzidität (Transparenz) seiner Interpretationen: Lipatti als Märtyrer, der noch einmal die wahrhaft magische und doch so humane Kunst seines Spiels beschwört."so Wolfgang Lempfried.

Ich erwarb diese Aufnahme Mitte der sechziger Jahre in Holland, las die Bemerkungen von Madeleine Lipatti zu diesem Konzert und war berührt. Der Pianist vom Tode gezeichnet,spielt gegen den Rat seiner Ärzte, wird bei den Chopin-Walzern ohnmächtig, kommt wieder zu sich, und spielt als letztes Stück in seinem Pianistenleben, Jesus bleibet meine Freude.

Man kann dieses Konzert nicht ohne innere Bewegung hören. Es ist sein Testament.
W.Lempfried:"Das Konzert von Besançon zählt zu den großen Klavierabenden in der Musikgeschichte. Es wurde vom französischen Rundfunk mitgeschnitten, so daß sich auch heute noch nachvollziehen läßt, was in den vergangenen vier Jahrzehnten über dieses Ereignis geschrieben wurde: die Ruhe, die Bachs B-Dur-Partita ausstrahlt; wie Lipatti behutsam und doch bestimmt das Präludium angeht; wie er in den folgenden Sätzen jegliche Manierismen meidet und die Sarabande zum Singen bringt; schließlich der subtile Gebrauch des Pedals und sein unnachahmlicher Anschlag - ein schlankes, nie verschmierendes Legato und die gleichsam beiläufig dahingetupften Baßtöne; wie aus all dem ein polyphones Gewebe sich entwickelt, als ob er mehr als zehn Finger besitze."

Eine Sternstunde. Im Angesicht des Todes Kunst als Wahrheit, Schönheit und Trost.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In Besancon 1950..., 30. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: The Last Recital (Audio CD)
ereignete sich ein tragischer Höhepunkt der Musikgeschichte. Dinu Lipatti - bereits von seiner Erkrankung schwer gezeichnet - gibt nur 3 Monate vor seinem Tod sein letztes Konzert.
Vor diesem Hintergrund bin ich immer wieder von der einzigartigen Leichtigkeit überrascht, mit der insbesonde Chopin vorgetragen wird.
Einzig vermisse ich den Live-Aspekt, da sämtlicher Applaus ausgeblendet ist. Dennoch ein einzigartiger Kunstgenuß.
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