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am 16. Dezember 2007
Um es gleich vorwegzunehmen: Radu Lupu gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsinterpreten, da sein Stil meiner Meinung nach zu oft unkonturiert und oberflächlich scheint - ein Eindruck, der sich bei zwei Livekonzerten, denen ich beiwohnte, leider bestätigte. Umso überraschter war ich, als mir diese CD in die Finger kam: die phantastischen (im romantischen Sinne zu verstehen) Impressionen Schumanns erfahren hier teilweise eine Deutung, die weit über das Durchschnittsniveau reichen.
Im Vergleich zu den beiden anderen Werken auf dieser CD überzeugt die Kreisleriana am wenigsten. Dennoch gibt es auch hier vereinzelte Passagen, in denen das Spannungsfeld zwischen Schumanns erfundenen Charakteren Florestan und Eusebius wunderbare Momente erfährt, wie z.B. in Nr. 7. Lupus Einspielung leidet bisweilen an mangelndem Hintersinn und der versteckten Ironie in Schumanns Tonsatz. Trotz allem darf man nicht vergessen, daß dieses Werk natürlich von nahezu jedem bedeutenden Pianisten eingespielt wurde und die Meßlatte somit sehr hoch hängt. Unter den klassischen Einspielungen ist Horowitz' Version immer noch unerreicht, während unter den neueren Einspielungen Argerich und Kissin (mein Favorit - siehe meine Rezension hierzu) hoch gehandelt werden.
Die Kinderszenen interpretiert Lupu abwechslungsreich und kurzweilig, so daß die oft flüchtig wirkenden Sätze äußerst vital und erregt wirken. Den Humor Schumanns trifft Lupu hier meiner Ansicht nach besser als in der Kreisleriana, was einen nicht geringen Anteil am Erfolg dieser Aufnahme hat. Wer dennoch eine Alternative sucht, sei auch hier wieder auf Horowitz und Argerich verwiesen.
Das Sahnestück ist zweifelsohne die oft unterschätzte Humoreske. Jüngere Einspielungen gibt es ohnehin recht wenig (Andras Schiff sei hier beim Label ECM herausgegriffen), und offen gestanden: viele Alternativen braucht man auch nicht, wenn man diese Aufnahme kennt. Eine stupende Virtuosität, gepaart mit Lupus sicherem Gespür für das Flüchtige, das Phantastische und das Unberechenbare führt zu einer Interpretation, die ihresgleichen sucht. Die raschen Passagen lassen einem keine Zeit zum Durchschnaufen, und dennoch ist Lupus Ansatz voller Überraschungen und subtiler Momente. Liebevoll herausgearbeitete Details insbesondere in der Stimmführung werten die Einspielung zudem weiter auf. Wer bislang in der Humoreske immer ein traumversonnenes Werk sah, dem sei Andras Schiffs melancholische Einspielung empfohlen; alle anderen, die bereit sind, sich von einer geradezu elektrifizierenden Darbietung anstecken zu lassen, sollte hier indes vorbehaltslos zugreifen. Ein derart forscher und packender Zugriff ist - wie eingangs erwähnt - leider genau das, was Lupus Aufnahmen immer wieder fehlt und daher etwas entwertet. Ist dieser Zugriff dann doch einmal vorhanden, kann Lupu wahre Klangwunder entstehen lassen - wie die Humoreske überaus eindrucksvoll belegt.
Ein Kauf dieser CD ist daher ohne Einschränkung empfehlenswert!
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