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5.0 von 5 Sternen SUTHERLAND - PAVAROTTI
Zweimal hat Joan Sutherland die Violetta in ihrer Karriere im Studio aufgenommen: Zu Beginn der 60er Jahre und 1979. Wobei der älteren Einspielung mit Carlo Bergonzi und Robert Merrill die Krone gebürt.
Joan Sutherlands Stimme hatte sich im Laufe von fast 20 Jahren natürlich hörbar verändert: die immensen Klangfontänen, die perfekten...
Am 16. Dezember 2002 veröffentlicht

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7 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Capricen einer Diva, oder große Kunst?
Wozu dient diese Aufnahme? Soll sie den Katalog bereichern oder neue Gestaltungsansätze am Werk offenbaren? Ist es ein Experiment der Decca in dem sich eines ihrer Zugpferde ungehindert produzieren kann? Das sind harte Worte, aber was kann man anderes dazu sagen, wenn die Sutherland Violetta Valery zu einer Koloratur-Diva aus Zeiten Donizettis oder Bellinis macht? In...
Veröffentlicht am 28. Januar 2007 von Johann Richard Dimitrijewitsch


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SUTHERLAND - PAVAROTTI, 16. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: La Traviata (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Zweimal hat Joan Sutherland die Violetta in ihrer Karriere im Studio aufgenommen: Zu Beginn der 60er Jahre und 1979. Wobei der älteren Einspielung mit Carlo Bergonzi und Robert Merrill die Krone gebürt.
Joan Sutherlands Stimme hatte sich im Laufe von fast 20 Jahren natürlich hörbar verändert: die immensen Klangfontänen, die perfekten Koloraturen, die mühelos angeschlagenen Spitzentöne... fielen in dieser Aufnahme von "LA TRAVIATA" etwas indifferenter aus. Was die 53 jährige Sängerin aber noch in ihrem technsichen Arsenal hat, ist verblüffend: sie singt vortreffliche Triller, eine ganze Staccatti-Salve auf dem hohen C und sie krönt die große Arie des 1.Aktes mit einem leuchtenden hohen Es.
Mit vorzüglicher Legato-Technik gestaltet sie die Duette und die Arie des 3.Aktes. Insgesamt interpretiert Joan Sutherland eine sehr bewegende Violetta.
Luciano Pavarotti agiert als Alfredo mit strahlender Stimme und plakativer Attidüde. Hörbare vokale Unebenheiten kann aber auch er nicht verleugnen. Insgesamt fehlen in seiner Interpretation aber die Feinheiten.
Matteo Manuguerra besitzt einen soliden und sicher geführten Bariton, dessen Interpretation aber nicht an die großen Vorgänger (Merrill,Milnes,MacNeil) der 60er und 70er Jahre heranreicht.
Unter Richard Bonynges Federführung wird munter und differenziert musiziert. Eine tadellose Leistung vollbringt ebenfalls der Chor, der in dieser Verdi-Oper eine gewichtige Rolle hat.
Insgesamt handelt es sich um eine gelungene Studioeinspielung, die zur ersten Liga der "La Traviata" Aufnahmen zählt.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Virtuos und brillant - trotzdem leicht problematisch, 13. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: La Traviata (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Bei der vorliegenden Einspielung von Verdis "Traviata" handelt es sich um die allererste Digitalaufnahme einer Oper, die die Plattenfirma DECCA im Jahre 1979 produziert hat.
Es scheint fast logisch, daß man für dieses Ereignis das damalige firmeneigene Topduo Sutherland/Pavarotti heranzog und mit ihnen einen absoluten Schlager aufnahm.
Für Joan Sutherland war es die zweite Studioeinspielung des Verdi-Klassikers, Pavarotti sollte in den Neunzigerjahren mit Cheryl Studer noch einmal den Alfredo Germont übernehmen.

Herausgekommen ist ein wirkliches Hochglanzprodukt - mit allen Stärken und Schwächen, die diese Bezeichnung verdient. Die Tontechnik hat sich spürbar bei Aufnahme und Abmischung ausgetobt: die Sänger sind mit viel Hallraum verstärkt und im Orchester scheinen Mikrofone noch über den unbedeutendsten Instrumenten zu hängen. Herausgekommen ist dabei ein etwas kühler, steriler, aber trotz allem doch flirrend brillanter Klang, der herrlich transparent und viril wirkt.
Dazu trägt auch das energische und herrlich emotionale Dirigat von Richard Bonynge bei. Ich finde, daß diesem Dirigent viel öfter Lob gezollt gehört. Sehr oft wird er nur als stabschwingender Ehemann von Joan Sutherland herabgewürdigt und das ist keinesfalls gerecht. Ich kenne keine einzige Plattenaufnahme von Richard Bonynge, die nicht geschmackvoll oder die etwa langweilig wäre. Seine Interpretationen sind wahrlich nie intellektuell, aber wer will bei Belcanto-Opern bitte Interpretationsansätze a la Harnoncourt? Ich nicht. Kurzum: Bonynge dirigiert diese Traviata herrlich schmissig und an den lyrischen Stellen auch ausgesprochen gefühlvoll. Das National Philharmonic Orchestra ist ihm dabei ein kongenialer Partner; technisch ist dieses Orchester ohnehin über jeden Zweifel erhaben, das klingt wie ein Rolls-Royce.

Nun zu den Sängern:
Luciano Pavarottis Alfredo gefällt mir im Großen und Ganzen sehr gut. In vielen Kritiken zu dieser Aufnahme lese ich oft von technischen Problemen und stimmlichen Verschleißerscheinungen, aber außer ein paar gepreßten Tönen finde ich seine gesangliche Leistung einwandfrei. Man kann Alfredo vielleicht etwas leiser und lyrischer singen, aber Pavarotti singt ihn halt sehr temperamentvoll und verharrt schon mal ganz gern im prunkvollen Forte. Bei soviel Stimmschönheit sei ihm das gerne verziehen.

Matteo Manuguerras Vater Germont ist ebenfalls ein Highlight. Eine sehr runde, warmgefärbte Baritonstimme mit sehr individuellem Timbre. Von der Rollengestaltung her der sensibelste und gutmütigste Germont, den ich kenne. Man hat das Gefühl, daß ihm Violetta wirklich leid tut, obwohl er ein so schweres Opfer von ihr verlangt. Ein wirklicher Gegensatz zu Interpretationen von etwa Robert Merrill, der sehr den patriarchalischen Moralisten gibt.

Und Joan Sutherlands Violetta? Hier bin ich wirklich zwiegespalten, obwohl die Sutherland zu meinen absoluten Lieblingssopranen gehört.
Sutherland war zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits 53 Jahre alt und man könnte meinen, daß sie mit der Partie vielleicht schon überfordert gewesen wäre. Das trifft jedoch keinesfalls zu: so brillant hat das technisch keine andere gesungen! Allein die Koloraturarie "Sempre libera" am Ende des ersten Aktes wird atemberaubend dargeboten. Sutherland interpoliert 13 kurze hohe Staccato-Cs (eine Tradtition aus dem 19. Jahrhundert) und singt am Ende ein hohes Es, das wie eine Leuchtrakete strahlt. Auch singt sie die Rolle spürbar mit viel Gefühl und seelischer Anteilnahme.
Was mich jedoch ein bisschen befremdet, ist ihre etwas zerkaute und mulmige Aussprache. Weiters habe ich das Gefühl, daß Sutherlands Stimme einfach viel zu üppig, rund und gesund im Klang ist, um die zerbrechliche und sterbenskranke Kameliendame akustisch sichtbar zu machen. Es klingt fast komisch, aber ich glaube, Sutherland hatte einfach zu VIEL Stimme für die Partie. Und ganz jung klingt die Stimme bei allem technischen Glanz halt auch nicht mehr. Cotrubas, Callas und Moffo sind meines Erachtens mädchenhafter, fragiler und deshalb überzeugender.

Nichtsdestotrotz: eine wunderschöne Platte, die ich nicht missen möchte. Für Sutherland-Freaks ein absolutes Muss!!
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7 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Capricen einer Diva, oder große Kunst?, 28. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: La Traviata (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Wozu dient diese Aufnahme? Soll sie den Katalog bereichern oder neue Gestaltungsansätze am Werk offenbaren? Ist es ein Experiment der Decca in dem sich eines ihrer Zugpferde ungehindert produzieren kann? Das sind harte Worte, aber was kann man anderes dazu sagen, wenn die Sutherland Violetta Valery zu einer Koloratur-Diva aus Zeiten Donizettis oder Bellinis macht? In den großen Soloszenen Violettas verlässt sich die Sutherland voll auf ihr mittlerweile arg quietschendes Instrument und legt langgezogene und schmerzliche Koloraturen auf, wie bisher noch keine andere Sängerin in der Geschichte. Koloraturen die das Bild der berühmtesten Kurtisane der Musikgeschichte verzerren und entstellen. Wer ein Ohr für die "reife" Sutherland hat, dem sagt so etwas natürlich eher zu, aber wer Interpretationen von Callas, Stratas, Scotto, Studer, Cotrubas, Moffo oder Tebaldi kennt, der erschreckt vor soviel Zügellosigkeit und Anmaßung. Als ob das Belcantorepertoire bis Donizetti nicht genug passende Rollen für eine Diva mit solchen Fähigkeiten und Vorlieben bieten würde.

Was dadurch natürlich arg in Mitleidenschaft gezogen wird, ist das Gesamtbild und die Leistung der anderen Solisten. Hier haben wir zum einen, den noch nicht ganz so reifen und dramatischen (und teilweise klanglich matteren) Pavarotti der späten 80er und Anfang 90er Jahre, der allerdings trotzdem etwas farblos erscheint. Der eigentliche Glanzpunkt der Aufnahme ist Matteo Manuguerra mit seinem eher lyrischen und doch kräftigen Bariton, der hier einen der besten Giorgio Germonts auf Platte vorlegt.

Richard Bonynges Dirigat, ist nicht ganz so innovativ und ansprechend, wie bei seinen großen Belcanto-Aufnahmen, aber instinktsicher und einheitlich. Und es hätte auch eine gute Aufnahme werden können, hätte man versucht ihr mit den klassischen Ansätzen und der jeder großen Künstlerin eigenen Interpretationskunst, nahe zu kommen. Die Sutherland ist eine große, doch hat sie mit ihren unpassenden Kapriolen, diese Aufnahme absolut entbehrlich gemacht, mehr noch, ihre Darstellung wirkt entstellend und schmerzt.
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La Traviata (Gesamtaufnahme)
La Traviata (Gesamtaufnahme) von Joan Sutherland (Audio CD - 1991)
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